Pornosucht bei Frauen – auch das weibliche Geschlecht leidet aktiv

Bisher haben wir einiges darüber gehört, was die Pornosucht alles ausrichten kann. Potenzprobleme, unsicheres Verhalten gegenüber Frauen, soziale Isolation: alles- so scheint es- Probleme, die ausschließlich Männer betreffen. Schließlich sind sie doch diejenigen die diese Problematik mit sich tragen. Das wird jedenfalls im Allgemeinen so angenommen. Ein schwedisches Nachrichtenmagazin berichtet allerdings auch von der anderen Seite: Die Seite der Frauen, die ebenso unter Pornosucht leiden können. Auch weibliche Abhängige können demnach durch die „Porno-Impotenz“ sexuell beeinträchtigt werden. Auch, wenn sie einen erheblich geringeren Teil ausmachen als ihre männlichen Leidensgenossen, ist das Problem dennoch auch bei ihnen präsent.

Was passiert mit Frauen in der Suchtphase?

Der Artikel aus Schweden handelt von betroffenen Frauen, die über ihre Pornosucht und dessen Auswirkungen sprechen. Die Berichte ähneln ganz klar denen der Männer, auch wenn die deutlich sichtbare körperliche Beschränkung in Form der Impotenz natürlich ausbleibt. Die negativen Konsequenzen der Abhängigkeit sind eher psychischer Natur.

Eine Frau sagt:

„Ich habe mich gefragt, woran es wohl liegen könnte, dass ich immer weniger Lust auf echten Sex habe. Schließlich habe ich es aber beobachten können: Je mehr Pornos man sich anschaut, desto weniger Lust bekommt man auf den Partner. Mittlerweile bin ich soweit, dass ich die Pornos immer dem Sex mit meinem Partner vorziehe. Dass das irgendwas mit dem Belohnungssystem im Gehirn zu tun haben könnte, hätte ich nie erwartet. Jetzt ist es mir umso deutlicher: Selbstbefriedigung mithilfe von Pornos hat einen dermaßen hohen Belohnungseffekt! Der ist ja noch höher als beim Essen, wie ich finde!“

Viele andere Frauen berichten in etwa dasselbe. Besonders in der Beziehung wirkt die Sucht sehr schädlich. Immer wieder wird bestätigt, dass sie eine riesige Barriere darstellt, wenn es darum geht, eine intime Beziehung aufzubauen. Der Sex und die ohne Zweifel wichtigen, innigen Momente im Bett bleiben zunehmend aus. Erstaunlich ist, wie sehr sich die Symptome von Männlein und Weiblein in diesem Kontext ähneln.

Mein Freund ist süchtig: Passiver Leidensdruck der Frau durch die Pornosucht

Wie oben bereits erwähnt, machen Frauen nur einen sehr geringen Teil der Pornosüchtigen aus. Statistiken aus Foren die sich intensiv mit dem Thema beschäftigen, bestätigen diese Annahme. Von 60.000 Mitgliedern waren nur etwa 700 Menschen weiblich. Das sind in relativen Zahlen nicht einmal 12%.

Zudem konnte man beobachten, dass die weiblichen Teilnehmer der Foren nicht ausschließlich wegen eigener Pornosucht angemeldet waren. Andere Gründe waren auch z.B. der zu häufige Gebrauch von Sex-Spielzeugen.

Ein weiterer Grund war der passive Leidensdruck der Pornosucht. Das bedeutet, dass die Frauen auf der Suche nach Ratschlägen waren: nicht für sich, sondern für die Männer an ihrer Seite.

Es erklärt sich von selbst, dass Frauen massiv unter der Pornosucht des Partners leiden. Nicht nur, dass der Sex auf der Strecke bleibt. Auch nagt das Verhalten des pornosüchtigen Lebensgefährtens am eigenen Selbstwert. Man muss sich schließlich selbst als Konkurrentin zu irgendwelchen Darstellerinnen definieren. Selbstbefriedigung wird echtem Sex mit einem selbst vorgezogen- eine demütigende Vorstellung!

Nicht selten erreichen uns Leserbriefe von verzweifelten Partnerinnen, die nicht mehr weiter wissen. Es ist daher wichtig, nicht immer nur die Problematik aus Sicht der Männer zu beleuchten. Auch die Frauen leiden immens unter der Pornosucht- aktiv wie auch passiv. Der einzige Weg ist der radikale Neustart ohne Pornos. Auf unserer Seite sind eine Menge Tipps dazu zu finden, wie man die Abstinenz erfolgreich einleiten und durchhalten kann.

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