Versagensängste als Resultat der Pornosucht

MeditationstechnikenIn vielen von unseren Artikeln haben wir bereits die unzähligen Konsequenzen aufgeführt, die der Pornosucht folgen können. Erhöhter Stress, Nervosität, bis hin zu ernsthaften psychischen Problemen sind nur ein paar der möglichen Folgeschäden.Zu den häufigsten psychischen Erkrankungen weltweit gehören die Depression und diverse Angststörungen. Und auch diese Erkrankungen können bei der Pornosucht zum Vorschein kommen.

Aber wie kann es so weit kommen? Beim ersten Versuch, eine Brücke von Pornos zu Angst zu schlagen, tut man sich vielleicht schwer. Doch vor allem Versagensängste, die aus zu hohen Erwartungen resultieren, sind bei der Pornosucht an der Tagesordnung. Dabei gibt es bei diesen Versagensängsten mehrere dieser Art. Wir wollen diese an dieser Stelle etwas genauer beleuchten.

Versagensängste und Depression durch Ansprüche an die Partnerin- der echte Pornostar bleibt fern

Auf der einen Seite plagen den Pornosüchtigen eine Versagensangst, die mit der potenziellen Partnerin zu tun hat. Denn es ist ja nunmal so, dass die Frauen aus den besagten Filmen einem bestimmten Schönheitsideal entsprechen. Silikonbusen, perfekt gestyled und in Szene gesetzt- ein völlig verstörtes Frauenbild wird einem da also auf den Teller gesetzt. Und wer sich so dermaßen an die Art von Sex gewöhnt, die er mit den Pornos konsumiert, der will am Ende nichts anderes mehr.

Der Film kann stets abgerufen werden- man muss lediglich auf „Play“ drücken. So einfach läuft es aber mit einer echten Frau natürlich nicht. Sie hat viel mehr Facetten als nur die Sexuelle. Der Pornosüchtige muss sich daran wieder gewöhnen, seine Maßstäbe und Ansprüche korrigieren, die in Zeiten seiner Abhängigkeit komplett aus dem Ruder geraten sind. Ein normaler Umgang mit dem weiblichen Wesen muss somit nicht selten wieder ganz neu erlernt werden.

Die  Zeiten, in denen man mehr nackte Frauen, die in allen erdenklichen Stellungen penetriert werden, sieht, als normale Frauen im Café, müssen schnell beendet werden. Vielen Betroffenen fällt es schon selbst im Suchtverlauf auf, dass sie Frauen gegenüber respektloser werden. Kein Wunder, als viel mehr als ein Spielzeug werden sie in den meisten Sexfilmen nicht präsentiert.

Versagensängste im Bezug auf die eigene sexuelle „Performance“

Versagensängste müssen nicht nur auf die Partnerin und ihre „sexuellen Eigenschaften“ bezogen werden. Immer mehr Studien aus den letzten Monaten und Jahren zeigen auf, dass Pornosucht Einfluss auf die männliche Potenz hat. Durch den Bedarf an extremer Stimulation und an extraordinären Reizen kommt es dazu, dass man im Bett beim echten Geschlechtsverkehr schlechter „in die Gänge“ kommt- wenn das überhaupt klappt.

Die Rechnung ist ganz einfach: alles, was man im Porno gesehen hat, kann unmöglich im echten Leben in die Tat umgesetzt werden. Der Erregungszustand ist dementsprechend niedriger und der Penis bleibt eher schlaff. Auch wenn es nur einmal passieren sollte, kann das haarsträubende Konsequenzen für den eigenen Selbstwert und Wohlbefinden haben. Die Angst, das gleiche könnte beim nächsten Mal wieder passieren, nimmt stetig zu.  Man befindet sich schnell in einem Teufelskreis der Angst: Dadurch, dass man sich durch das Grübeln darüber, was beim nächsten Mal wieder alles schief gehen könnte, noch mehr unter Druck setzt, wird alles nur noch schlimmer.

Die einzige richtige Lösung, um aus diesem Kreislauf auzubrechen, ist die Kampfansage an die Sucht. Nur dann kann man wieder in ein lebenswerteres Leben und eine gesunde Sexualität zurückkehren. Auf unserer Seite finden Sie einige Tipps, wie Sie zum Neustart gelangen können.

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