Pornosucht und Masturbation in der Damenwelt- mit den eigenen Waffen geschlagen

PornosuchtWer hätte damit gerechnet, dass die Pornosucht auch ein Problem für Frauen darstellen kann? Tatsächlich gibt es nicht wenigeMenschen weiblichen Geschlechts, die unter dieser Erkrankung leiden. Sind die Pornos überhaupt anziehend für Frauen?

Glaubt man den neuesten Studien, ist dies sicherlich der Fall. Auch wenn es unter Frauen noch mehr tabuisiert wird: Pornosucht existiert in der Damenwelt. Zugegeben ist sie da nicht so ausgeprägt wie bei den Männern, doch unter den Teppich kehren sollte man die Problematik hier keinesfalls.

Mediale und physische Stimulation: Porno und Vibrator als Doppelwaffe gegen die normale Lust

Einen großen „Vorteil“, den Frauen gegenüber Männern im sexuellen Sinne haben, ist die Benutzung von kleinen und effektiven Hilfsmitteln. Der Gebrauch von Vibratoren und anderen Befriedigungshelfern ist weit verbreitet. Während das Thema in der Öffentlichkeit mit einer Menge Scham besetzt ist, wird im Internet „tacheles“ geredet. Unzählige Frauen sprechen von einer explosiven Mischung von Vibrator und Internet-Pornos. Diese beiden Reize sorgen zusammen für eine Art „Hyper-Stimulation“. Die Sexspielzeuge optimieren die Penetration der Frau punktgenau und schaffen ein Erlebnis, welches wohl kaum ein Mann bieten kann. Und was die Pornos mit extremen Inhalten anrichten, dürfte mittlerweile bekannt sein.

Was in der Folge bei Frauen passiert, ähnelt dem Coolidge-Effekt, der bei Männern im Zuge der Pornosucht auftritt. Um nämlich gleichbleibend ein ausreichendes Maß an Stimulation zu erreichen, muss der „Input“ immer extremer, härter und eindringlicher werden. Bei Frauen ist das nicht anders.

Erfahrungsberichte sprechen Bände- die Folgen der Hyperstimulation

Wenn man das Internet durchforstet und auf Berichte von betroffenen Frauen stößt, wird deutlich, wie stark sie unter der Pornosucht in Verbindung mit der Nutzung von Sexspielzeugen leiden. Immer wieder wird beschrieben, wie die Beanspruchung von Vibratoren und Pornos es ihnen beim echten Sex unmöglich macht, zum Höhepunkt zu kommen. Pornos und Vibratoren haben Überhand genommen in ihrem Sexleben. Sie haben realen Sex und sogar das Daten abgelöst. Viele Frauen sind verzweifelt und gewillt, etwas daran zu verändern.
So schreibt z.B. eine Frau im amerikanischen Reddit-Forum:

„Ich hatte mir mal irgendwann einen Vibrator zugelegt. Ist doch nichts dabei! Doch niemals hätte ich damit gerechnet, dass mich das Ding mich am Ende so vereinnahmt und mein reales Sexleben so verkümmern lässt. Und dann noch die ganzen Pornos! Zu der Zeit hatte ich weder Interesse an Sex mit Männern, noch daran, überhaupt irgendwas mit denen anzufangen.“

Dies ist nur eins von tausenden Beispielen, wie sexuelle Reize die natürliche Libido sinken lassen. Es ist auffällig, dass die Pornosucht laut den Erfahrungsberichten oft nach der Beschaffung eines Vibrators auftrat. Das weist darauf hin, dass die Pornos als Instrument genutzt werden, um neben der physischen Penetration durch das Sextoy auch noch mediale Reize hinzu zu ziehen, um zum Höhepunkt zu kommen.

Wissenschaftliche Belege

Die Pornosucht wirkt auf negative Art und Weise auf unser Gehirn ein. In den letzten Jahren steigen die Zahlen der Veröffentlichungen zu diesem Thema rasant an. Depressionen und soziale Probleme sind als Folgeschäden nicht unüblich. Bei Männern kommt mit den Potenzproblemen ein großes Gesundheitsproblem physischer Natur hinzu. All das wurde bereits hinreichend wissenschaftlich belegt.

Auch zum Thema der Nutzung von Vibratoren gibt es Studien. Unisono wird darin bestätigt, dass der Gebrauch solcher Hilfsmittel mit der sexuellen Responsivität interferiert. Dies bedeutet, dass Frauen mit zunehmender Nutzung immer längere Zeit benötigen, um den gleichen Grad an Erregtheit zu erreichen. Dies entspricht wiederum dem Phänomen, welches auch bei Männern auftritt: der Coolidge Effekt, der einen dazu treibt, immer extremere Pornos zu schauen, um zur Befriedigung zu gelangen.

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