Das übersättigte weibliche Gehirn- wenn der Bogen überspannt wird

Bei der Thematik rundum „Pornosucht“ geht es immer wieder darum, dass die Verlockungen im Netz uns auf eine gewisse Art und Weise abstumpfen lassen. Dies ist auf eine Übersättigung zurück zu führen, die wir selbst unserem Gehirn zumuten.

Das Gehirn kann bei der so genannten „Hyper-Stimulation“ nicht mehr so reagieren und uns Freude bereiten, wie wir es anfangs gewohnt waren. Männlein wie Weiblein leidet darunter und wird zunehmend weniger bereit dazu, Vergnügen zu empfinden.

Pornos und andere Hirndämpfer

Nicht nur die Pornos wirken so betäubend und abstumpfend. Das Phänomen ist bei einer endlosen Reihe von Substanzen und Stimulantien zu beobachten.

Vor einigen Monaten konnte eine Studie erneut aufzeigen, wie zu viel Stimulation das menschliche Gehirn schrittweise betäubt. Mehr als 6 Monate beobachtete man, wie die Hirnstrukturen sich bei Frauen, die fettreiche Lebensmittel aßen, veränderten. Sie konnten eine viel geringer ausfallende Reaktion auf das stimulierende (fetthaltige) Essen vorweisen als Frauen, die sich normal ernährten. Für die letztgenannte Gruppe an Frauen war dieses Essen noch etwas „besonderes“ und beim Genuss der Speisen schütteten sie mehr Glückshormone aus als die andere Gruppe. Jene Gruppe neigte obendrein noch dazu, immer mehr zu essen und ihre gesunde körperliche Konstitution aus dem Gleichgewicht zu bringen. Viele Frauen fingen demnach an, unter Übergewicht zu leiden.

Gehirn wie Körper- das Fass läuft über

Die oben beschriebene Studie lässt sich hinlänglich auf die Pornosucht übertragen. Zwar kommt dabei primär unsere geistige Natur aus dem Gleichgewicht, aber die Art zu wirken ist sehr eng damit verwandt.

Eine Dauerstimulation durch fettreiches Essen, welches uns kurzfristig Wohlbefinden beschert, ist durchaus mit dem kontinuierlichen Konsum von Sexualität vergleichbar. Am Ende befindet man sich in beiden Fällen in einer Negativspirale, der man so schnell nicht mehr entkommen kann. Der Geist muss sich darauf hin, genau wie der Körper, von dieser „Geißelung“ erholen.

In den speziellen Fällen von Pornosucht und Essen ist es zudem so, dass der menschliche Appetit auf Sex und Essen gleichermaßen beeinflusst wird durch die Anzahl der Dopamin-Rezeptoren im Gehirn. Gehirn-Scans können bei beiden Prozessen (Pornosucht und exzessive Fettzunahme) anzeigen, wie die Rezeptoren nach der Übersättigung nicht mehr so stark reagieren wie zuvor. Das treibt die Betroffene dazu, noch stärker nach stimulierenden Reizen, also mehr Pornos und mehr Essen, zu suchen.

Die schwere Zeit der Erholung- Urlaub für´s Gehirn

Wenn man sich nach dieser andauernden Belastung des Gehirns für einen Neustart entscheidet, ist das nicht gerade ein Spaziergang. Man bricht aus seinem Trott, in den man sich mit der Pornosucht begeben hat.

Das Gehirn sucht händeringend nach Stimulation- der Stimulation, an die es sich so lange Zeit gewöhnt hat. Wenn man aber das Ziel des Neustarts versteht, dann kann man seine Motivation wohl ein wenig steigern. Nach einer gewissen Zeit des Aushaltens erholt sich das Gehirn Stück für Stück und wird wieder sensibler. Auswirkungen wie verbesserte sexuelle Funktionen und Libido, eine optimistische Grundhaltung und und verminderte Angstzustände sind nur ein paar der üblichen, positiven Konsequenzen des Neustarts.

Aus vielen Erfahrunsgberichten geht hervor, wie begeistert die Betroffenen von den weitreichenden Auswirkungen der Porno-Abstinenz sind. Sobald man versteht, wie das Belohnungssystem funktioniert und dieses in gesundem Maße wieder voll funktionstüchtig ist, wird man in der Regel immer mehr überzeugt von der neuen Marschroute. Der Neustart lohnt in jedem Fall- Man(n und Frau) müssen ihn nur irgendwann auf eigene Faust einleiten.

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