Meditation – Alte Praktik, beliebter denn je

komfortzoneDie Meditation ist eine spirituelle Praxis, die in einer Vielzahl von Religionen ausgeübt wird. Ziel ist es dabei, den Geist zu beruhigen, zu ordnen und daraus Kraft zu schöpfen. In Fernost ist diese bewusstseinserweiternde Übung vor allem stark verbreitet. In Europa und dem Rest der Welt findet sie allerdings auch immer mehr Anerkennung und Beliebtheit.

Bei der Meditation ist es möglich, viele verschiedene Bewusstseinszustände zu erreichen, die allesamt verschiedene Namen tragen. Wo viele Leute von einem Zustand der starken Konzentration ausgehen, bewirkt die Meditation eigentlich das komplette Gegenteil: Das völlige frei sein von Gedanken, wie zum Beispiel dem Drang nach dem Konsum von Pornografie.

Geschichte der Meditation

Glaubt man der Vielzahl an Quellen und Überlieferungen, wurde die Meditation erstmals von Buddhisten in Indien praktiziert. Damals hießen die verschiedenen zu erreichenden Bewusstseinszustände oder Zustände der Versenkung „Jhana“ genannt. Die Meditation von damals war vergleichbar mit dem Beten, was in den meisten Religionen praktiziert wird. Nur wird hier versucht, durch verschiedene Techniken einer Bewusstseinsstufe stets näher zu kommen.

Es ist zu vermuten, dass dieses Vorhaben dem Wunsch entsprang, der verehrten Gottheit noch näher zu kommen. Zeitgleich wurde Meditation auch im indischen Yoga angewandt, einer spirituellen Lehre. Hier spielten und spielen Atemtechniken eine Große Rolle, um systematisch eingeteilte Bewusstseinszustände zu erreichen und die intrinsische Motivation zu stärken.

Zweck der Meditation

Je nach Herkunft und Art der Ausführung hat die Meditation immer andere Ziele. In den östlichen Religionen Buddhismus, Hinduismus und Jainismus wird beispielsweise das „Nirwana“, nämlich die höchste Erleuchtung, angestrebt. Im Christentum, Islam und in jüdischen Traditionen strebt man eher nach theologischen Zuständen, wr also oftmals extrinsisch motiviert. Hier wird das „Erfahren des Göttlichen“ als Endzustand beschrieben, den die Meditation mit sich bringt.

Das bedeutet allerdings nicht, dass das der einzige Meditationszweck in christlich geprägten Ländern ist. Heutzutage werden europaweit Meditationsübungen angewandt, die das Ziel des allgemeinen Wohlbefindens haben. In der modernen Psychotherapie werden beispielsweise Achtsamkeitsübungen angeordnet, die ihren Urprung und der Lehre des Meditierens haben. Allerdings wenden nicht nur psychisch kranke oder tief gläubige Menschen die Meditation an. Es gewinnt heutzutage immer mehr Anhänger, die nach Entspannung und Abwechslung vom oft so stressigen Alltag suchen. Meditation scheint die perfekte Technik zu sein, um sich und die Umwelt wieder bewusster wahr zu nehmen, zu entspannen und diverse geistige Knoten zu lösen.

Auswirkungen der Meditation

Wie oben beschrieben, fungiert die Meditation als Entspannungstechnik. Übt man sie in regelmäßigen Abständen aus, wirkt sie beruhigend und sorgt für einen inneren Ausgleich. Was vor tausenden von Jahren vermutet wurde, ist heut sogar wissenschaftlich belegbar. Der meditative Zustand ist neurologisch durch die Veränderung der Hirnwellen nachgewiesen worden. Gleichzeitig gibt es noch andere, direkt sichtbare physiologische Folgen: Der Herzschlag verlangsamt sich, die Atmung wird vertieft und die Muskelspannungen reduziert. Neben diesen akuten Auswirkungen konnten Forscher auch feststellen, dass Menschen durch Meditation jene Hirnregionen verstärken konnten, die für kognitiv-emotionale Prozesse und Wohlbefinden wichtig sind.

Es gibt ebenfalls Hinweise darauf, dass das Risiko auf Bluthochdruck und und Herzkreislauf-Erkrankungen durch das Meditieren verringert werden kann. Die meisten der Studien stammen aus den USA, doch auch Deutschland befasst sich augenscheinlich zunehmen mit der Thematik. So gibt es z.B. seit 2010 einen Kongress von Psychologen, der sich „Meditation und Wissenschaft“ nennt. Dort will man sich wissenschaftlich intensiver mit den positiven Effekten der Meditation auseinandersetzen. Bis jetzt aber zeigen die Vielzahl individueller Erfahrungsberichte, so wie schon eine beachtliche Anzahl von Studien, dass Meditation sich überaus positiv auf Körper&Geist auswirkt.

Meditationstechniken- Das gemeinsame Ziel auf verschiedenen Wegen

Dadurch, dass die Meditation auf eine lange Tradition zurückblickt, ist klar, dass während der langen Zeit die verschiedensten Meditationstechniken aufkamen. Sie unterscheiden sich nach religiöser Herkunft, verschiedenen Schulen oder Lehren. Seit den 70er Jahren werden vor allem in den westlichen Staaten Meditationslehren auf die Bedürfnisse der Menschen zugeschnitten, verändert und in neuer Form verbreitet.

So unterschiedlich die Arten auch sein mögen, gibt es eine Menge Überschneidungen. Es steht beispielsweise immer das gegenwärtige Erleben im „Hier und Jetzt“ im Mittelpunkt. Das Denken soll also frei sein: frei von Bewertungen der Situation, von Bedeutungen, die dieser beigemessen werden und von Erinnerungen aus der Vergangenheit. Auch Gedanken an die Zukunft sollen nicht existent sein beim Meditieren.

Generell kann man die Meditationstechniken auch in zwei Untergruppen einteilen: Die passive (kontemplative) Meditation und die aktive Meditation. Bei der passiven Meditation wird die Übung im stillen Sitzen praktiziert. Man ruht körperlich und dieser Zustand soll sich auf die Gedanken übertragen. Dennoch ist es dabei möglich, geistig sehr wohl aktiv zu sein.

Die Einteilung passiert nur auf Basis der äußeren Erscheinung. Bei der aktiven Meditation kommt es zu einem dynamischeren Verhalten. Zur Meditationspraxis gehört hier körperliche Bewegung, achtsames Handeln (das eigene Handeln genau beobachten) oder verbale Aktivität, wie z.B. das Rezitieren von entspannungsfördernden Texten.

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