Neue Studien: Erektile Dysfunktion als Epidemie unter jungen Männern

Hand aufs Herz: Wie die Resultate verschiedener Studien die Pornosucht als Problem enttarnen
Wenn wir von der Pornosucht sprechen, dann präsentieren wir euch regelmäßig neue Erkenntnisse und Ansichten rundum die zahlreichen, unangenehmen Nebenwirkungen dieser Abhängigkeit. Und weil wir uns nicht auf irgendwelche Einschätzungen verlassen wollen, ist es für uns wichtig, unsere Ideen fortan wissenschaftlich zu belegen. Genau das klappt in letzter Zeit immer besser.

Vergleichen wir aktuelle Forschungsergebnisse mit jenen, die schon einige Jahre zurück liegen, so beobachten wir, dass junge Männer heutzutage einen Anstieg von 600% bis 3000% (!) in der Problematik der erektilen Dysfunktion erleben. Dieser Anstieg verläuft – und das ist besonders beunruhigend – parallel mit der Verbreitung und Optimierung des Internets. Alle Studien zur Analyse junger, männlicher Sexualität seit 2012 berichten von einem enormen Anstieg der erektilen Dysfunktion und verminderter Libido.

Potenzieller Anstieg der Potenzstörungen

Die Verbreitung von erektiler Dyfunktion reicht von 27% bis 33%, während das Vorkommen einer geringen Libido („Hypo-Sexualität“) im Bereich von 24% bis 37% anzusiedeln ist. Diese erschreckend hohen Raten sind ein sehr modernes Phänomen, wenn man sie mit früheren Studien in dem Bereich vergleicht. Es gab in den USA vor Allem zwei richtig große Studien zur erektilen Dysfunktion, die eine große Menge an Testpersonen mit einbezogen.

In den 1940er Jahren schlussfolgerte der so genannte „Kinsey-Bericht“, dass die „Prävalenz“ (das Vorkommen) der Potenzstörung unter Männern unter 30 weniger als 1% betrug. Bei Männern der Altersklasse zwischen 30 und 45 waren es weniger als 3%.
Schauen wir auf eine viel spätere Studie der „American Medical Association“ aus dem Jahre 1999 – mit einer Verzögerung von ca. 50 Jahren – so kam dort heraus, dass die Verbreitung von erektiler Dysfunktion und verminderter Lust ca. 5% betrug. Die Testgruppe hatte dabei ein Alter zwischen 18 und 59 Jahren.

Als kleine Hintergrundinfo ist es erwähnenswert, dass die Erektile Dysfunktion (ED) in der Regel als psychogen oder organisch eingestuft wird. Traditionell wird die psychogene ED mit psychologischen Faktoren (z.B. Depression, Stress oder Angst) beschrieben, während die organische ED auf körperliche Ursachen zurückgeführt wird (z.B. auf neurologische oder hormonelle Gründe). Die häufigste Diagnose für Männer unter 40 bleibt aber die psychogen bedingte ED.

Generation „Null Bock auf Sex“ – neuere Studien unter jungen Männern

Eine Studie über aktuelle Diagnosen zur erektilen Dysfunktion aus dem Jahr 2014 brachte hervor, dass die Fälle dieser Störung sich zwischen 2004 und 2013 gar verdoppelt haben. Das Vorkommen psychogener ED erhöhte sich dabei viel stärker als das von der organischen ED.

Eine groß angelegte Querschnittsstudie unter aktiven und gesunden Soldaten des amerikansichen Militäts im Alter von 21-40 stellte eine bemerkenswerte ED-Rate von 33,2% fest. Der Einsatz des „Five-item International Index of Erectile Function (IIEF-5)“, einem Messinstrument für den Grad der erektilen Dysfunktion, unterstrich zudem, dass der Wert dreimal höher war als bei „Zivilisten“ aus der gleichen Altersgruppe.

Viel gesünder sind wir Zivilisten aber anscheinend auch nicht. Eine Schweizer Studie fand mithilfe des IIEF-5 heraus, dass bei 30% der Männer zwischen 18 und 24 Symptome einer erektilen Dysfunktion präsent sind.

Noch bezeichnender ist vielleicht sogar noch eine italienische Studie aus dem Jahr 2013, in der die Forscher erfuhren, dass jeder Vierte, der über Potenzprobleme klagt, unter 40 ist. Erstaunlicherweise war das Vorkommen einer schwerwiegenden ED fast 10% höher bei jüngeren Männern im Vergleich zu jenen, die bereits älter als 40 waren. Ein alarmierender Wert!

All die genannten Studien zeichnen ein deutliches Bild. Es gibt einen deutlichen Trend – und zwar jenen, der aufzeigt, dass sich die erektile Dysfunktion unter jungen Männern immer mehr verbreitet. Pornos mögen nicht der einzige Grund dafür sein, aber es wird schon deutlich, dass die Digitalisierung und die Verbreitung von leicht zugänglichen High-Quality Pornos, die durch das Internet in den letzten Jahren statt fand, das Zünglein an der Waage ist.

Wachen wir endlich auf?

Es gibt bereits eine Handvoll Studien, die den Zusammenhang von Pornokonsum mit verminderter Erregungsfähigkeit, Lustempfinden und sexuellen Leistungsproblemen aufgezeigt haben. Die Erektionsfähigkeit sinkt mit dem Dauerkonsum, Partnerschaft und sexuelle Intimität geraten aus der Bahn. Diese Annahme ist nur noch sehr schwer von der Hand zu weisen.

ich-schalte-ab2Wir beschäftigen uns schon lange mit dem Thema der Pornosucht und wurden inspiriert durch Studien und Erfahrungsberichte. Das so schwierige Thema Pornosucht wird gerne unter den Teppich gekehrt und banalisiert, doch damit soll nun Schluss sein. Wir kämpfen weiter für die Anerkennung der Problematik und liefern deshalb immer wieder Studien, die unsere Hypothesen bestätigen.

Die Wissenschaft stärkt uns den Rücken und in Zukunft tragen wir selbst noch unseren Teil bei. In den kommenden Wochen erscheint unser Aufklärer und Ratgeber mit dem Namen „Neustartmodus“. Dort wirst du viele nützliche, erschreckende und gleichermaßen interessante Hintergrundinfos zur Pornosucht finden und einem konkreten Matchplan gegenüber stehen, mit dem du mit der nötigen Motivation die Pornosucht besiegen kannst. Schon sehr bald wirst du auf unserer Seite mehr Infos über den Vertrieb des Ebooks finden können. Seid gespannt!

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