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  versuch nr. 1
Geschrieben von: jjj - 08.08.2019, 10:01 - Forum: 14-21 Jahre alt - Antworten (3)

Hallo erstmals

Nachdem ich seit einem Jahr nun erfolglos gegen die Pornosucht gekämpft habe, will ich es nun noch einmal mit vollen Kräften versuchen. Mein Ziel ist es, den Konsum auf ein Maximum von einem Mal pro zwei Wochen herunterzubringen.

Heute ist es noch täglich, und ich kann nichts dagegen machen. Ich weiss nicht, wie ich das Problem angehen soll. Ich habe schon viele Artikel gelesen und es hat nicht viel geholfen. Deshalb erhoffe ich mir in diesem Forum Hilfe.

Was vielleicht etwas bringen würde, wäre eine Art Brieffreund, mit dem ich in Kontakt treten könnte, damit wir uns gegenseitig unterstützen im Kampf gegen die Sucht.

Zu mir noch ein Paar Infos: Ich bin männlich und 17 Jahre alt

Also: Bitte melden, wenn möglich.

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  Tagebuch Pornosucht
Geschrieben von: Sinatra98 - 21.07.2019, 18:00 - Forum: 14-21 Jahre alt - Antworten (1)

Hi,

ich bin 20 Jahre alt. Ich schaue schon sehr lange Pornos, aber seit einem Jahr, wahrscheinlich auch etwas länger, bin ich süchtig danach.

Deshalb starte ich hier ein Tagebuch um meine Gedanken mit anderen zu teilen, und dadurch hoffentlich von der Sucht wegzukommen.

Viele Grüße

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  sexueller Fetisch
Geschrieben von: konfuzius5489 - 18.07.2019, 20:17 - Forum: Begrüßungsforum - Keine Antworten

Abend zusammen,

Ich bin mänl. Mitte 30. Neu hier,

Seit meiner frühesten Kindheit habe ich einen sexuellen Fetisch entwickelt, wie es dazu kam, kann ich bis heute mich nicht daran erinnern und erklären. Ab den 13.Lebensjahr habe ich den Fetisch in meiner Fantasie ausgelebt und häufiger SB gemacht, ohne jemanden und sich selbst zu benachteiligen (Schaden). Als ich damals vor 14 Jahren zum ersten Mal eine schnelle DSL Verbindung bekam war ich wie im Scheinhimmel. Ich konsumierte alle zwei je nachdem wie ich drauf war alle vier Tage der Woche diese Pornos. Meist habe ich dann am Tag bis zur drei Orgasmen gehabt.

Nach einigen Jahren bemerkte ich bei mir, dass ich immer Schlafprobleme bekam und immer mehr anfällig gegen Stress war. Damals habe ich es auf die leichte Schulter genommen und dass Ganze auf dem Arbeitsalltag geschoben. Hatte von der Pornografie sucht keine Ahnung gehabt. Bis vor zwei Jahren habe ich die ganze Zeit diese Pornos ausgelebt. Mal habe ich eine Woche geschaft damit ganz aufzuhören. Danach ging das Ganze von vorne los. Seit zwei Jahren habe ich es geschafft den Pornokonsum durch sehr hartes Durchhaltevermögen im Gegensatz zur früher stark zu reduzieren. Beim SB werde ich leider schon nach drei Wochen wieder rückfällig dh ich mastrubiere dann bis zur zwei Mal am Tag und danach höre ich damit wieder auf. Das Internetpornokonsum habe ich auf höchstens einmal der Woche reduziert und ohne zu Masturbieren. Was mir dabei auffällt ist das ein Tag vor dem Pornokonsum und danach sich bei mir starke depressive Verstimmungen mit schlaflosen Nächten und einer nicht auszuhaltenden Unruhe einstellen und diese dauern bis zur zwei Wochen an. Wegen dieser Symptome wurde ich auch ärztlich untersucht ohne einen Befund.
ich habe vor kurzem in diesem Gebiet recherchiert und musste feststellen, dass diese Symptome bei der Pornosucht wie die Faust aufs Auge passen! Mein Ziel ist es mit den Pornos ganz aufzuhören!
Ich habe bei meinem PC strengere Regeln aufgestellt.
Den PC entweder nur zum Spielen benutzen oder um wichtige Dinge zu erledigen aber keine Pornos mehr zu konsumieren.



MFG

konfuzius5489

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  Jetzt ist Schluss
Geschrieben von: exiter - 18.07.2019, 14:46 - Forum: Begrüßungsforum - Keine Antworten

Moin Leute,

erstmal kurz was zu mir. Ich bin 20 Jahre alt und Studiere derzeit im 4 Semester. Eigentlich hab ich auch gar keine Zeit, da morgen eine Klausur ansteht. Aber wenn man doch Stunden des Tages damit verbringen würde zu surfen und sich einige Pornos anzuschauen, ist die Zeit so besser investiert.

Mein Suchtverhalten hat bis jetzt noch keine schweren Schäden in meinem sozialen Umfeld entstehen lassen, da ich es (noch) gut verstecken kann. Allerdings beschäftigt es mich doch sehr oft, also eigentlich täglich mehrfach... Meine Beziehung leidet auch daran, da ich merke wie ich abstumpfe und somit selbst nicht mehr so viel Spaß haben. Das bezieht sich nicht nur auf den Sex sondern auch den ganz normalen Alltag, da ständig Gedanken im Unterbewusstsein hin und her schwirren. Wenn ich alleine bin und sich die Gelegenheit dazu bietet schaue ich bestimmt 2-3 mal am Tag Pornos ohne diese wirklich zu genießen. Es wirkt mehr wie ein Zwang dem ich nachgehen muss um für ein paar Stunden wieder ruhig zu werden.

Auf jeden fall muss sich jetzt etwas ändern, bevor die verlorene Zeit und mein zunehmend schlechter werdende Gemütszustand Schäden verursachen. Die erste Hürde die ich mir setze, wird es sein 2 Wochen auf Pornos zu verzichten und mich auch nicht selbst zu befriedigen. Den aufkommenden Druck werde ich versuchen mit Sort zu kompensieren. Dieser hat mir früher schon oft dabei geholfen mit Stresssituationen umzugehen. Auf lange Sicht wird das Ziel sein die SB auf ein Minimum zu beschränken und beim Sex nur noch an meine Partnerin zu denken und nicht das, was ich am Tag zu vor im Netz gesehen habe.

Es tut gut sich so öffnen zu können und ich hoffe, dass mir so der Ausstieg gelingt. Auch allen anderen, eventuell selbst betroffenen wünsche ich viel Willenskraft um ihre Ziele zu erreichen.

Mfg Exiter

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  Keine Libido
Geschrieben von: alexo7447 - 12.07.2019, 19:07 - Forum: 22-29 Jahre alt - Antworten (2)

Hallo, bin 25 Jahre alt und habe es jetzt 3 Wochen geschaft nicht zu Mastubieren.
Tat es früher so gut wie täglich.
Die ersten 1,5 Wochen hatte ich auch noch mehr oder weniger Lust auf Sex (hatte da 3 mal), aber die letzten 1,5 Wochen verspüre ich Null lust und bekomme auch nie spontan eine Erektion. (auch keinen Sex mit Freundin)

Warum habe ich keine lust ?
Gibt es die Flatline auch im Softmode ?

Danke

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  Die Stunde Null
Geschrieben von: Fairlight1976 - 05.07.2019, 13:10 - Forum: 40 und älter - Antworten (18)

Nach langer Zeit bin ich hier wieder aktiv. Nach einer sehr anstrengenden Zeit im Beruf fühle ich mich erschöpft. Den Entzug hab ich nicht mehr ernst genommen und weiter meinen Spaß im Internet gehabt. Jetzt bin ich müde und leer. Auch wegen nächtelangen Sitzungen vorm Internet. Ich war wieder in einer anderen Welt, hab im Chat das stringbikinitragende Girl gespielt, meine Lügenmärchen an ahnungslose Opfer gerichtet, mir dabei aber auch unterirdischen Müll von ganz offensichtlich kranken Menschen angehört.
Eigentlich sollte es nach der anstrengenden Zeit eine Belohnung geben, einen schönen Urlaub in freiwillig gewählter Einsamkeit. Anreise per Schiff, was ich immer geliebt hab. Plötzlich packen mich Angstzustände, da starker Wellengang vorhergesagt ist. Ich hab die Reise spontan storniert.
Jetzt fahre ich woanders hin, weiss aber garnicht was ich da allein soll. Meditieren? Schlafen? Lesen? Spazieren gehen? Auf besseres Wetter hoffen und am Wasser nach Stringtanga-Girls Ausschau halten? Ich weiss wie mich dieser Fetsch ausgelaugt hat.
Einst brachte es großen Spaß, auf See zu sein, jetzt macht es mir Angst wegen des Wetters. Die Freuden von einst wirken nicht mehr. Auch andere Hobbies dümpeln auf Anfängerniveau. Ich bin in nichts wirklich gut, in nichts gehe ich wirklich auf, außer in meiner Fantasiewelt. Erholung und Einsamkeit lassen mich rastlos werden. Nach der wirklich anstregenden Zeit würden ein paar Tage Rückzug bei der inneren Reinigung helfen können. Jetzt wo die Stille kommt, wirkt sie eher bedrohlich, leer, traurig.
Morgen beginnt mein Urlaub ...

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  Wie sollte ich nach NoFap masturbieren?
Geschrieben von: ChristianHA - 05.07.2019, 11:20 - Forum: Pornosucht und Nofap Allgemein - Keine Antworten

Moin,

ich bin 23 Jahre alt und starte erneut einen Versuch von der Pornosucht weg zukommen.
Ein paar Dinge von mir:
-früher enormer Pornokonsum (15 Jahren)
-bin mit einer Vorhautverengung (Phimose) geboren
-hatte mein „erstes Mal“ mit 17. Auf Grund der Schmerzen, durch die Phimose, kam es nicht zum Eindringen (hatte da noch keine ED)
-danach starke Erektile Dysfunktion (ED)
-Operation- Vorhaut entfernt (18 Jahre)
-weiterhin Pornos geschaut
-zweiter Versuch Sex zu haben (19 Jahre)
-Eindringen erneut gescheitert
-Depression und stärker Alkohol und Drogen Konsum
-mit Boxen angefangen, Drogenkonsum komplett eingestellt
-Alkohol nur selten getrunken
-erste Mal NoFap gestartet (22 Jahre)
-auf Grund starker Angst vor Frauen ins Bordell gegangen um die Standfestigkeit zu testen
-es hat funktioniert, aber nach 1 Minute war es wieder vorbei (bin gekommen)
-von 6 Bordell Besuchen, hat es 4x geklappt (einfach nur widerlich mit Prostituierten zu schlafen)
-nach NoFap, wieder angefangen zu masturbieren OHNE Pornos (halbe Nudel)
-durch die SB rückfällig geworden
-zweites Mal NoFap, wieder nach der SB ohne Pornos rückfällig geworden
-drittes Mal NoFap, das Selbe
-danach bei 4 Ärzten gewesen, alles in Ordnung mit meiner Gesundheit nur die Psyche ist angefixt (22 Jahren)
-heute selbstbewusst, gut aussehend und gesund (23 Jahre)
-regelmäßig Sport und tolle Ernährung, sowie selten Alkohol
-meine Angst gegenüber Frauen ist so gut wie weg und ich werde niemals aufgeben!
-allerdings, jedes Mal, wenn ich wieder selbst Hand anlege, werde ich rückfällig
-vor zwei Tagen das Vierte Mal NoFap gestartet, nach einem schweren Rückfall
-immer noch kein Sex mit einer „normalen“ Frau gehabt
Meine Frage also an die Community:
Sollte ich nach NoFap wieder Hand anlegen?
Wenn ja, wie mache ich das, ohne rückfällig zu werden?
Ich danke euch schon mal im Voraus und wir werden diese Sucht besiegen! Egal was kommt!

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  Neuer Versuch
Geschrieben von: Quassel - 03.07.2019, 23:25 - Forum: 22-29 Jahre alt - Keine Antworten

Huhu, bin 24 und hab wahrscheinlich in den letzte 12 Jahren fast täglich mehrmals pro Tag Pornos konsumiert.

Hab vor einigen Monaten es geschafft 2 Monate clean zu bleiben und durch Zufalls oder nicht das Glück gehabt meine jetzige Freundin kennengelernt.

Damit hab ich mich allerdings sacken lassen, worauf ich wieder rückfällig geworden bin.
Hab mich heute hier registriert und werde täglich ein kleines Update halten.
Wünscht mir Kraft! Finde das alles so zum kotzen. Alleine wieviel Lebenszeit mich dieser Murks schon gekostet haben muss. Gibt es eig empfehlenswerte Literatur auf diesem Gebiet?
MfG euer Quasseln

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  Mein langer Weg
Geschrieben von: SteveHarrington - 01.07.2019, 17:31 - Forum: 22-29 Jahre alt - Antworten (7)

Hallo zusammen,

ich lese schon einige Zeit hier mit und will mich nun selbst beteiligen. Hier erzähle ich meine Geschichte. Es könnte länger werden, dafür schonmal sorry im Vorhinein.

Ich bin 25, angefangen mit Internetpornografie habe ich mit 11/12 Jahren ungefähr. Anfangs war das einfach nur Neugierde und Interesse, doch ziemlich schnell löste PMO einen Großteil meiner bisherigen Hobbies ab und wurde mein Mittel der Frustkompensation Nr. 1. Ungefähr in diesen Zeitraum (ich war 12, fast 13) fiel der Suizid meines Cousins. Dieser war damals 17 und für mich eher wie ein großer Bruder. Das war für die ganze Familie schlimm, aber im Rückblick betrachtet habe ich immer mehr das Gefühl, dass es für mich ein geradezu traumatisches Erlebnis war. Ich stand am Beginn der Pubertät, war dabei meinen Weg zu finden, hatte in meinem Cousin ein großes Vorbild und plötzlich war er nicht mehr da. Wie schlimm das für mich war, hat damals glaub ich niemand so richtig mitgekriegt. Ich war damals schon sehr gut darin, meine Gefühle zu kaschieren und habe mich mehr und mehr in mich und in mein Zimmer mit den Pornos zurückgezogen. Ich habe dann schon relativ bald (so mit 15/16) gemerkt, dass das nicht gesund sein kann. Schon damals (vor 10 Jahren!) habe ich regelmäßig versucht, aufzuhören, ohne Erfolg. Umfangreiche Informationsportale wie dieses hier gab es damals noch nicht und ich war auf mich allein gestellt. Zumal ja jeder Pornos geschaut hat, oder? Und ich mir deswegen dann doch wieder unsicher war, ob mein Konsum denn überhaupt problematisch ist. Aber natürlich war er es schon damals, und eigentlich wusste ich es ganz genau. Mit jemand drüber reden schien mir aber ausgeschlossen.

Zu ungefähr dieser Zeit bekam ich auch chronische Bauchschmerzen. Ich wurde auf alles mögliche untersucht, nichts wurde gefunden. Also war irgendwie schon klar, dass das psychosomatischer Natur sein musste, aber die Gründe kannte keiner. Ohne Schmerzen war ich nur, wenn ich z.B. auf Klassenfahrt war. Heute weiß ich: das lag vermutlich daran, dass ich keine Möglichkeit hatte zum konsumieren, sich mein permanenter innerer Stress legen konnte und ich somit auch keine Bauchschmerzen hatte. Sobald ich wieder zuhause war, ging es von vorne los.

Leider hat niemand gemerkt, dass mit mir etwas nicht stimmt. Ich war nicht introvertiert, hatte viele Freunde, engagierte mich z.B. als Schülersprecher und meine Leistungen in der Schule waren immer gut bis sehr gut. Meine schnelle Auffassungsgabe waren hier Fluch und Segen gleichzeitig: die Schule fiel mir überhaupt nicht schwer, ich konnte mit wenig Aufwand viel erreichen - und hatte genug Kapazitäten, um mir das Hirn rauszuwixxen, ohne dass sich das in einem Leistungsabfall geäußert hätte.
Einzig mit den Mädels hat es nicht so geklappt. Ich hatte zwar viele kumpelhafte Freundinnen, aber richtig viel ging nie. Ich weiß nicht, inwieweit damals auch ein PMO-induzierter Mangel an Selbstbewusstsein eine Rolle gespielt hat (den ich zweifelsohne über die Jahre extrem ausgebildet habe).
Mein erstes Mal hatte ich dann erst mit 18, während der Abizeit. Mit diesem Mädchen bin ich dann auch zusammengekommen, leider hat sich das zu einer sehr manipulativen (ihrerseits) Beziehung entwickelt. Ich war ihr körperlich und emotional völlig erlegen, sie konnte mich im Grunde behandeln wie sie wollte. Hinzu kam, dass wir in dieser Zeit extrem viel gekifft haben, und für mich waren natürlich auch die Pornos noch ein Dauerbrenner. Irgendwann stand ich dann kurz vor einer Psychose und habe immerhin das Kiffen aufgegeben und nach 2 Jahren (viel zu spät) auch endlich die Beziehung beendet, was mich ein bisschen gefestigt hat. Aber dennoch: die Pornos waren damals schon längst fester Bestandteil meines Lebens. Sie waren Mittel gegen Langeweile, zur Frustbewältigung, zur Ablenkung, zur Flucht. Heute kann ich sagen, dass ich wegen Pornos nie richtig gelernt habe, mit negativen Gefühlen umzugehen. Ich habe sie einfach überspült, bis ich komplett abgestumpft war. Von den Hunderten verschwendeten Lebensstunden wollen wir hier gar nicht reden.

Ich bin dann über die Jahre auch viel rumgekommen, habe dieses und jenes ausprobiert, ein aufregendes, aber wenig konstantes Leben, das immer gut mit PMO vereinbar war. Dass ich ein Problem habe, war mir immer bewusst. Ich habe unzählige Male versucht, aufzuhören, aber immer vergeblich. Und je länger das ging, desto mehr habe ich mich geschämt und desto ferner lag es mir, mit jemandem darüber zu reden.

Bis vor ein paar Wochen, als mir die ganze Tragweite des Problems bewusst wurde. Ich stehe mittlerweile im letzten Abschnitt meines Studiums und habe seit knapp 2 Jahren eine wunderbare Freundin, mit der es so langsam um Zukunftspläne geht, mit zusammenziehen usw. Ich bin den einen Tag total euphorisch und den nächsten Tag will ich sie am liebsten sofort verlassen. Ich habe gemerkt, was für ein emotionales Wrack ich bin und unter was für extremen Stimmungsschwankungen ich leide, was für mein Umfeld und insbesondere für meine Freundin natürlich auch nicht sehr toll ist. Nach ein wenig Recherche setzte sich dann ein Puzzleteil zum anderen: all das, meine Gefühlslosigkeit, meine Stimmungsschwankungen, meine nahezu depressiven Phasen, mein Nicht-Festlegen-Wollen, mein Weglaufen-Wollen, all das muss mit meiner Sucht zusammenhängen. Und glaubt mir, das war kein schöner Moment, als ich das erkannt habe. Im Grunde ist mein Leben, das ich seit Beginn der Pubertät führe, ein sehr wackeliges Gebäude, das jederzeit einzustürzen droht. Ich bin froh, das erkannt zu haben, und endlich, endlich die Sucht ernsthaft anzugehen. Ich habe auch meiner Freundin davon erzählt und sie hat sehr verständnisvoll reagiert und will mir Zeit geben. Wie lange ein Reboot nach einer so langen Abhängigkeit dauert, weiß ich natürlich nicht.

Zu meiner aktuellen Situation: Ich bin heute bei Tag 24 ohne PMO (habe eine App auf dem Handy). Der extreme Suchtdruck hat schon nachgelassen, aber ich habe enorme Ups und Downs. Hinzu kommt eine unfassbare Müdigkeit. Obwohl ich am Wochenende viel geschlafen habe, bin ich heute (Montag) nicht vor 10:30 Uhr aus dem Bett gekommen. In meiner Vorlesung am Nachmittag bin ich permanent fast eingeschlafen, zurück zuhause habe ich auch erstmal 1,5 Stunden gepennt. Ich habe enorme Konzentrationsprobleme und weiß nicht, wie ich die anstehende Prüfungsphase überstehen soll, ohne PMO als Entlastungsventil. Aber ich bin mittlerweile so weit, dass ich das Besiegen der Sucht höher priorisiere als die Prüfungen, heißt, wenn ich eine wiederholen muss, ist das auch kein Weltuntergang. Hauptsache, ich falle nicht zurück.
Durch meine Recherche und das Lesen der Beiträge hier, weiß ich, dass bloßes Aufhören nicht reicht. Deshalb habe ich mir eine kleine Reboot-Liste gemacht (Sport, Wohnung aufräumen u. umstrukturieren, kein Handy und Laptop im Bett, Lesen, ...). Außerdem war ich bei der psychosozialen Beratung meiner Uni und die haben mir empfohlen, nach einem Therapieplatz zu suchen. Das habe ich in Angriff genommen und habe nächste Woche mein erstes Vorgespräch.

Ich bin so froh, das Problem endlich bei der Wurzel zu packen. Dieses Forum hat mir bisher auch schon durchs reine Mitlesen sehr geholfen. Ich wünsche allen anderen viel Erfolg und Durchhaltevermögen!

Liebe Grüße,
Steve

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  Google ist dein Freund auch bei Pornos
Geschrieben von: Anoym - 24.06.2019, 20:47 - Forum: Pornosucht und Nofap Allgemein - Keine Antworten

Hallo
Ich wollte mal aufmerksam machen das Google einen eigenen Pornofilfer besitzt.

Unter:
https://www.google.com/preferences
Kann man Safe Search aktivieren und rechts daneben gleich Safe Search sperren damit mn es nicht wieder entfernen kann.

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