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Das Ziel ist der Weg
#61
Tag 54

Ja, leider schliesst das Forum ja morgen, was ich sehr schade finde. Deshalb nun mein letzter Eintrag.

Ich bin dankbar das forum gefunden zu haben, weil es letztendlich mir den Anlass gab mit Pornos Schluss zu machen.

Ich werde meinen Weg fortsetzen und vielleicht das Tagebuch woanders fortsetzen. Wo,weiß ich noch nicht, denn die bisher hier genannten Alternativen begeistern mich nicht.

Ich biete allen, die sich für meinen weiteren Weg interessieren oder sich auch nur weiter austauschen wollen an, mir eine Email über mein Profil hier zu schicken. Bitte gebt aber in der E-mail eure Email Adresse explizit an, da ich nicht weiß, ob sie als Absender aus diesem Forum mitgeschickt wird.
Der Austausch kann weiter anonym erfolgen.

Ich wünsche allen einen erfolgreichen Kampf gegen die Pornosucht und allen die unter der Sucht ihres Partners viel Kraft und Hoffnung, dass Alles wieder gut wird.

Mir bleibt nur Allen ein erfülltes und pornofreies Leben zu wünschen.

Euer Schokiprinz
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=17732]
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#62
Hey Schokiprinz!
Es ist wirklich schade, dass das Forum schließt, aber wir sind immerhin die Glücklichen, die noch von diesem Forum effektiv profitieren konnten.
Ich wünsch dir viel Erfolg auf deinem weiteren Weg und ich weiß, dass du das schaffen wirst!
Eine Alternative, die auch hier schon genannt wurde, die ich allerdings sehr gut finde ist:

https://www.erektion.de/forums/32-potenzstoerung-durch-exzessiven-pornokonsum

Auch, wenn da viel weniger los ist, als in diesem Forum. Wenn nur ein paar aus diesem Forum darüber "ziehen", wäre das schon ein Erfolg. Ich werde mir jedenfalls dort jedes neue Thema und jeden neuen Beitrag durchlesen und Feedback geben(:
Aber falls wir uns nicht mehr "sprechen" sollten, wünsche ich dir auch ein erfülltes und pornofreies Leben!
Du schaffst das!
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=17381]
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#63
Hallo zusammen,

durch Zufall habe ich festgestellt, dass es nun das Forum nun doch wieder gibt.
Anlass genug für mich zu berichten, wie es bei mir weiter gegangen ist.
Laut dem aktuellen Zähler ist dies mein 171ter Tag ohne Pornos.

Ja, ich habe es geschafft keine Pornos mehr anzuschauen. Vielleicht war es für mich ganz gut, dass dieses Forum eine zeitlang geschlossen war. Denn dadurch habe ich mich viel weniger mit dem Thema Pornos befasst. Ich denke nur noch sehr wenig an Pornos und an vielen Tagen überhaupt nicht.

Es gab nur zwei Begebenheiten die mich nochmals näher an das Thema herangebracht haben. Die Eine war eine Reportage im Fernsehen zu diesem Thema, die meine Freundin angeschaltet hatte. Ich habe sie mit ihr angeschaut, aber danach keinerlei Bedürfniss gehabt mir Pornos anzuschauen.

Die andere Gelegenheit war, als ich unseren neuen Receiver instaliiert habe und mir dort auch entsprechende Pornosender angezeigt wurdren. Ich hätte fast aus Routine heraus versucht einen der Sender einzustellen. Aber als ich die Fernbedienung in der Hand hatte, habe ich mich gefragt, was ich da gerade mache und es sofort sein lassen.

Es scheint so, als ob es wirklich so ist, dass die Erinnerungen an die Pornos und das Verlangen so etwas anzuschauen, immer mehr verblassen.

Dennoch muss ich sagen, dass ich immer noch Auswirkungen in meinem realen Sexualleben spüre. So habe ich immer noch großes Verlangen nach Sex und habe deshalb immer wieder unterschwellig Druck auf meine Freundin ausgeübt. Dadurch ist unser Sexualleben immer noch nicht im Lot und dies ist nun mein nächstes Ziel. Ich will damit aufhören, diesen Druck zu machen, damit wir hoffentlich wieder ein schönes und erfülltes Sexualleben haben können.

Ansonsten muss ich sagen, dass es mir ohne Pornos sowohl körperlich als auch psychisch sehr gut geht. Ich bin viel ausgeglichener , leistungsfähiger und vitaler. Ich habe keine Erektionsstörungen mehr. Frauen nehme ich als Frauen war und nicht mehr als Sexualobjekte.

Ich kann nur allen die dieses Problem haben raten, es anzugehen. Für viele mag der Weg schwieriger sein als für mich, aber dafür ist dann wahrscheinlich auch der Zugewinn an Lebensqualität noch höher als bei mir....und ich hätte schon nicht für möglich gehalten, wie viel besser es mir ohne Pornos geht.

Ich freue mich nun hier weiter berichten zu können und freue mich auf den Austausch.
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=17732]
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#64
Eine weitere pornofreie Woche liegt hinter mir.

Mir geht es körperlich gut. Leider lese ich hier, nach der Wiedereröffnung des Forums von zahlreichen Rückfällen, was mir für die Betroffenen aufrichtig leid tut.

Allerdings wächst dadurch auch mein Stolz es schon auf 177 Tage geschafft zu haben. Für mich ist es keine Option rückfällig zu werden. Die Gedanken durch den Verzicht etwas zu verpassen habe ich schon lange nicht mehr. Ich hoffe, dass es so bleibt.

Ich hatte durch die Pornos den Bezug zum realen Sex verloren. Das Eintauchen in die Pornowelt im Internet und die Diskrepanz zu meinem realen Sexualleben hatte zu Veränderungen in meiner Wahrnehmung geführt, mit denen ich bis heute kämpfe.

Mit den Bildern der immer willigen Pornofrauen im Kopf, habe ich vorausgesetzt, dass auch meine Freundin immer Lust auf Sex haben müsste und entsprechend psychischen Druck auf sie ausgeübt. Dabei habe ich ihre vorhandene Lust getötet und damit unser Sexualleben schwer gestört.

Es ist nun meine nächste große Baustelle, an der ich arbeiten muss, damit wir hoffentlich wieder zu einem erfüllten Sexualleben kommen.

Ich habe , bis ich aufgehört habe, auch nicht nur ansatzweise erkannt, was der Pornoskonsum mit mir gemacht hat. Es ist eben nicht nur ein Zeitvertreib, sondern verändert das ganze Leben und Empfinden.

Ich glaube, dass es wichtig ist dies klar zu machen. Einfach aufzuhören und die dadurch positiven Auswirkungen auf die Erektionsfähigkeit, Lesitungsfähigkeit usw. zu erleben ist sehr schön. Ohne sich klar zu machen, wie der Pornoskonsum das Verhalten und die Wahrnehmung in der realen Welt verändert, steigt jedoch die Gefahr des Rückfalls.

Ich weiss, dass mein Weg mit dem Verzicht noch nicht zu Ende ist und mich nich lange Zeit beschäftigen wird.
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=17732]
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#65
Hey Schokiprinz!
Es freut mich sehr für dich, dass du deinen Weg so gut gegangen bist! Du kannst wirklich extrem stolz auf dich sein und ich hoffe, dass du auch weiter deine Kraft und deinen Fokus behälst Smile
Und du hast sehr Recht damit, dass Pornos das komplette Leben und Empfinden ändern...
Das mit dem Druck auf die Freundin ausüben kenne ich auch sehr gut. Aber das konnte ich bei mir mittlerweile ändern. Nicht zuletzt, weil meine Erektile Dysfunktion, die durch die Pornos ausgelöst wurde, mittlerweile komplett geheilt ist.
Aber da liegt auch oft das Problem bei mir. Dadurch, dass alles so gut wieder läuft, verliere ich die negativen Konsequenzen aus den Augen. Diese Sucht ist wirklich heimtückisch :/
Ich werde deine Beiträge wieder regelmäßig verfolgen und wünsche dir weiterhin viel Kraft!
RedBlob
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=17381]
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#66
Heute liegen 180 pornofreie Tage hinter mir. Ein halbes Jahr ohne Porno! Wow!!

Hat sich mein Leben verändert? Ja hat es. Ich lebe bewusster, bin zufriedener und habe das Gefühl mein Leben in der Hand zu haben.
Der Weg ist nicht zu Ende. Vor 180 Tagen hatte ich gedacht, dass ich irgendwann, wenn ich die Sucht überwunden habe, vielleicht wieder mal einen Porno anschauen würde. Es war wohl so, dass ich mir nicht vorstellen konnte, mein ganzes Leben keine Pornos mehr anzuschauen, weil sie natürlich auch mit dem schönen Gefühl des Orgasmus verbunden waren.

Heute 180 Tage später interressieren mich Pornos nicht. Ich schreibe bewusst „nicht“ und nicht „nicht mehr“, weil ich eben weiß, dass ich mein Leben lang mir dieser Sucht bewusst sein muss. Ein Alkoholiker bleibt sein Leben lang ein Alkoholiker, weil er eben sein Leben lang Probleme damit haben wird, eine Zeitlang regelmässig Alkohol getrunken zu haben. So werde ich ein Leben lang ein Pornosüchtiger bleiben, der aber dann hoffentlich nie mehr konsumiert.

Ich habe heute keine Angst davor, mir vielleicht zusammen mit meiner Freundin geminsam einen Pornos anzusehen und danach mit ihr Sex zu haben. Denn ich habe mich auf sie fixiert und nicht mehr auf Pornos. Aber keine Angst; gemeinsam Porno zu schauen gehört nicht zu unseren Prioritäten.

Allen die sich entscheiden, den Weg ohne Porno zu gehen, kann ich nur zu ihrem Vorhaben beglückwünschen und sagen, dass es sich lohnt.

Was das Thema SB angeht, habe ich schon in einem anderen Faden etwas geschrieben. Ja, ich habe mich in den letzten 90 Tagen einige Male selbst befriedigt. Das hatte den Hintergrund, dass ich beim Sex zu früh komme und deshalb Masturbationsübungen mache , um mich selbst besser zu kontrollieren. Ich habe mich nicht immer bis zum Orgasmus gebracht, weil dies auch nicht das Ziel der Übungen ist. Aber es ist erlaubt und ich habe es deshalb auch ein paar Mal gemacht.

Ich hatte dabei kein Pornokopfkino. Ich habe mich nur auf meinen Körper konzentriert und dabei die schönsten SB-Orgasmen ever erlebt. Warum? Ich habe es bewusst gemacht, mir Zeit genommen und mit dem Bewusstsein mir etwas Gutes zu tun und nicht einer Ersatzbefriedigung , wie z.B. mangelhaftem Realsex nachzugehen. Nach dem Orgasmus gab es keine Depression, kein Gefühl der Scham und kein Gefühl der Zeitverschwendung.

Da ich mich nun besser kontrollieren kann, werde ich die SB nun wieder zurückschrauben. Aber ich behalte es mir für mich vor, mir dieses Gefühl zu gönnen; aus Genuss und nicht weil ich es brauche.

Meine Priorität für die nächsten 90 Tage ist es denn Sex mit meiner Freundin wieder zu verbessern. Aufzuhören damit ihr Druck zu machen und zu lernen, dass zu genießen, was sie mir gibt. Wir hatten dazu vorgestern Abend ein gutes Gespräch.

Auf gehts in die nächsten 6 Monate ohne Pornos!

Ich wünsche allen einen schönen, pornofreien Tag.
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#67
Heute ist Tag 191 ohne Pornos.

Die Gefahr rückfällig zu werden ist für mich momentan gering. Ich bin gefestigt und obwohl es gerade mit meiner Freundin sexuell nicht gut läuft, habe ich nicht das Bedürfnis mich in Pornos zu flüchten.

Leider schaffe ist aber immer noch nicht , meiner Freundin keinen Druck zu machen wegen Sex.

Ich habe starke Stimmungsschwankungen und wenn ich mehrere Tage kein Sex mit ihr gehabt habe verfalle ich immer in das gleiche Muster. Ich mache ihr Avancen und wenn ich nicht zum Zuge komme sinkt meine Stimmung rapide.

Meine Freundin ist gesundheitlich stark engeschlagen und leidet unter einem Erschöpfungssyndrom. Sie ist körperlich kaum leistungsfähig und braucht extrem viel Ruhe und Schlaf.

Sie weiß, wie sehr ich Sex brauche und sie rafft sich dann mir zu liebe dazu auf. Da ich aber merke, dass sie den Sex gar nicht geniessen kann, habe ich zu dieser Art von Sex keine Lust.

Es entstehen dann immer wieder Diskussionen, weil ich einerseits Rücksicht nehmen will und auf diesen Sex verzichten will aber halt leidenschaftlichen Sex mit ihr haben will, bei dem sie aktiv ist und ich merke wie es ihr gefällt. Diese Diskussionen führen bei ihr zu Stress und damit ist dann wieder die Basis für Sex wieder gestört.

Es ist wirklich eine beschissene Situation und ich bin ratlos, da ich momentan keinen Weg sehe, wie es ihr körperlich besser gehen kann. Mir ist auf der einen Seite klar, dass ich langfristig mit wenig Sex nicht leben kann. Auf der anderen Seite möchte ich sie nicht verlieren, da ich sie liebe und immer noch die Hoffnung habe, dass Alles wieder ins Lot kommt.

Falls jemand einen Ratschlag für mich hat ( insebsondere die Frauen) , wie ich mit dieser Situation besser umgehen kann, oder vielleicht selbst schon einmal in einer solchen ituation war und diese hofentlich erfolgreich gelöst hat, freue ich mich über Feedback.

Ansosnten wünsche ich allen einen schönen und pornofreien Sonntag.
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=17732]
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#68
(07.10.2018, 07:12)Schokiprinz schrieb: Heute ist Tag 191 ohne Pornos.

Die Gefahr rückfällig zu werden ist für mich momentan gering. Ich bin gefestigt und obwohl es gerade mit meiner Freundin sexuell nicht gut läuft, habe ich nicht das Bedürfnis mich in Pornos zu flüchten.

Leider schaffe ist aber immer noch nicht , meiner Freundin keinen Druck zu machen wegen Sex.

Ich habe starke Stimmungsschwankungen und wenn ich mehrere Tage kein Sex mit ihr gehabt habe verfalle ich immer in das gleiche Muster. Ich mache ihr Avancen und  wenn ich nicht zum Zuge komme sinkt meine Stimmung rapide.

Meine Freundin ist gesundheitlich stark engeschlagen und leidet unter einem Erschöpfungssyndrom. Sie ist körperlich kaum leistungsfähig und braucht extrem viel Ruhe und Schlaf.

Sie weiß, wie sehr ich Sex brauche und sie rafft sich dann mir zu liebe dazu auf. Da ich aber merke, dass sie den Sex gar nicht geniessen kann, habe ich zu dieser Art von Sex keine Lust.

Es entstehen dann immer wieder Diskussionen, weil ich einerseits Rücksicht nehmen will und auf diesen Sex verzichten will aber halt leidenschaftlichen Sex mit ihr haben will, bei dem sie aktiv ist und ich merke wie es ihr gefällt. Diese Diskussionen führen bei ihr zu Stress und damit ist dann wieder die Basis für  Sex wieder gestört.

Es ist wirklich eine beschissene Situation und ich bin ratlos, da ich momentan keinen Weg sehe, wie es ihr körperlich besser gehen kann. Mir ist auf der einen Seite klar, dass ich langfristig mit wenig Sex nicht leben kann. Auf der anderen Seite möchte ich sie nicht verlieren, da ich sie liebe und immer noch die Hoffnung habe, dass Alles wieder ins Lot kommt.

Falls jemand einen Ratschlag für mich hat ( insebsondere die Frauen) , wie ich mit dieser Situation besser umgehen kann, oder vielleicht selbst schon einmal in einer solchen ituation war und diese hofentlich erfolgreich gelöst hat, freue ich mich über Feedback.

Ansosnten wünsche ich allen einen schönen und pornofreien Sonntag.



Puhhh, Schokiprinz, das ist nicht so einfach zu lösen. Aber ich versuche mal meinen Senf dazu zu geben...

 Sie macht halt Dir zuliebe mit obwohl es ihr an Lust auf Dich fehlt...Sie weiss vermutlich genau dass Du - falls sie ehrlich ist und sagen würde: Jetzt nicht, ich habe keinen Bock - dann irgendwie sauer oder enttäuscht wärst. Auf Dauer killt das ihre Lust, denn sie verbindet den Akt ja mit Stress und Gefälligkeiten Dir gegenüber. Das musst Du zuallererst mal auflösen, indem Du in solchen Momenten keinen Frust oder Enttäuschung zeigst. Das müsste wirklich mehrfach geschehen, damit sie das intus hat, also weiss dass sie mit ihrer ehrlichen Antwort ihrerseits trotzdem Deine Zuneigung sicher hat. Das wird schon ein Weilchen dauern, denn auch bei ihr muss das Gehirn ihre ehrliche Absage an Dich in dem Moment mit einem  "ich werde trotzdem geliebt" verbinden. Es geht letztendlich um Liebe und Vertrauen, als Mensch mit allem was man macht angenommen zu werden. Das ist wohl für alle Menschen wichtig, und für Frauen noch viel mehr :0). Als 2. Schritt müsstest Du Dir Gedanken machen was ihr wirklich Lust bereitet. Das sind nicht nur rein sexuelle Dinge, nein, es sind oft die kleinen Dinge im Alltag. Also dieses "geliebt werden" ohne Hintergedanken. Heisst für Dich ganz konkret, geh auf sie zu und knutsche sie, umarme sie, streichle sie, hör ihr zu, frage sie nach ihren Gedanken, nach ihrem Tag, interessiere Dich für ihre Themen....und das ALLES OHNE HINTERGEDANKEN. Wenn man spürt dass man dem Partner auf in allen Belangen vertrauen kann, dass man als Mensch komplett angenommen wird (ohne sexuelle Forderungen) kann man sich besser öffnen, vertrauen und dadurch entsteht Lust. Lust muss man ja zulassen können und um das zu können muss man sich auch ein Stück zeigen, fallen lassen können..und das setzt alles ein gewisses Mass an Vertrauen voraus. Wenn man viele Pornos schaut, dann verkümmern solche Emotionen komplett, denn dort wird Sex nicht mit einem anderen Menschen verbunden, da braucht es kein Vertrauen...also genau das Gegenteil. Ich weiss nicht in wie weit Dich das betrifft, vielleicht ist das bei Dir etwas abhanden gekommen und sie merkt das irgendwie dass Du den Sex als reine Triebgeschichte siehst und nicht aus einem Bedürfnis IHR (und nur IHR) nahe sein zu wollen. Ich weiss , bei Euch gibt es zusätzlich zur Pornoproblematik auch noch ein Erschöpfungssyndrom bei ihr. Das erschwert das Ganze schon, aber wenn sie damit zu kämpfen hat, und Du ankommst, erwartet sie vielleicht viel mehr Deine Hilfe im Alltag, oder Dein Verständnis für ihre Situation. Und dann willst Du halt Sex, das wird sie mega enttäuschen und das Vertrauen leidet. Du kannst in Deiner Situation also nur erst mal für SIE da sein, und Deinen Trieb nach ihren Bedürfnissen ausrichten. Ihre Lust wird sich ganz sicher wieder melden, aber das hängt zu 100 Prozent von Deinem Verhalten ab. (ausser es wäre mangelnde Liebe aber das liest sich bei Euch nicht danach). Ich weiss es nicht wie es sich anfühlt solchen "Druck" zu haben, wie Männer das oft beschreiben. Aber ich weiss ganz sicher dass meine Lust von dem Verhalten meines Mannes abhängt. Und das habe ich ja jetzt beschrieben....man könnte auch sagen oft will man erst sehen was der Partner für einen macht, wie sehr er da ist wenn man krank ist, ob man diesem Menschen bedingungslos vertrauen kann.......bevor man Lust zulässt. In einer Beziehung wohlgemerkt, bei einem ONS ist das alles ganz anders. Da steht die Lust im Vordergrund, da sucht man ja keinen "zuverlässigen Partner" der mit einem durch dick und dünn geht. 
Lieber Schokiprinz, bitte versuche das umzusetzen was ich schrieb. 
Und dieser Satz :
Mir ist auf der einen Seite klar, dass ich langfristig mit wenig Sex nicht leben kann.
trifft mich ins Herz, das darfst Du ihr so nie sagen. Das kommt "auf der anderen Seite" nämlich so an: Er würde mich für Sex mit einer anderen verlassen....oder so: Wenn der Sex für ihn nicht passt, würde er mich in den Wind schiessen - anstatt daran zu arbeiten. Heisst Sex ist für Dich wichtiger als alles andere. Natürlich ist Sex wichtig, aber gekoppelt an einen Menschen. 
Der Sex mit ihr sollte (für mich ist das so, ich würde das so haben wollen um Lust zuzulassen) aus Liebe geschehen und nicht aus blossen Trieb. Denn aus Liebe heisst dann dass man niemals austauschbar ist. Geschieht dies ausschliesslich aus Trieb, dann ist man austauschbar, fühlt sich ungeliebt.....Zeig ihr also mehr Deine Liebe als Deine Triebe. 
Und jetzt wären wir wieder bei DEINEM Problem, dem Du Herr werden musst. Aber da kann ich Dir keinen Tipp geben...leider. Ausser weiterhin abstinent von den Pornos zu bleiben und nachzudenken inwiefern diese Dich vielleicht schon verändert haben. Gerade die Sex aus Liebe Geschichte...denke da mal drüber nach. Aus welchem Grund du mit IHR schlafen willst, ob es möglich ist diese Liebe zu sexualisieren, also das Gefühl IHR nahe sein zu wollen, sollte Lust auslösen. Und nicht ein Druck, den Du irgendwie jetzt sofort loswerden möchtest. 
Bei mir war und ist es genau so wie bei Deiner Freundin, ich kenne das Gefühl keine Lust zu haben und diese enttäuschten Augen zu sehen, wenn man das ehrlich ausspricht. Und ich kenne auch das Verhalten eines Mannes, der zu viele Pornos angeschaut hat...das hat alles damit zu tun. Ob sie das nun weiss oder nicht, es hat Auswirkungen auf die (weibliche) Lust.  

ich hoffe ich habe nicht zu emotional geschrieben....ich leide zu sehr unter den Folgen dieses Pornoproblems, als dass ich da rational schreiben könnte. 

GLG an Dich und alles Gute weiterhin! 
Antworten
#69
Wieder mal ein sehr hilfreicher Beitrag von Partnerin76!

Auch als Mann sehe ich es so. Der Druck auf deine Freundin muss komplett raus genommen werden. Ansonsten nimmst du ihr tragischerweise ihre Eigenmotivation, zu dir zu kommen.

Mit deiner Pornosucht hast du schon eine hervorragende Eigenarbeit geleistet. Eine sehr gute Grundbasis, um weiter zu wachsen. Die Herausforderung, die nun ansteht, ist nicht weniger anspruchsvoll.

Deine Freundin braucht ein autonomes Bild von dir: du kannst dich gut, um dich selbst sorgen; du "brauchst" deine Freundin nicht; deine Freundin muss sich keine Sorgen um dich machen; sie darf in deinen Augen so sein, wie sie ist.

Gebe ihr indirekt Signale, dass sie gar nichts tun muss. Sie soll einfach so sein, wie sie sich gerade fühlt. Gebe ihr ihren benötigten Raum und mehr. Sei für sie da, wenn sie es möchte und braucht. Mach dich weiter attraktiv und humorvoll.

Die eigentliche Arbeit ist, dass es nicht gespielt sein darf. Es muss zu deiner Überzeugung wachsen.

Wie Partnerin76 schon sagt, muss auf beiden Seiten wirklich Liebe vorhanden sein, dann wird es wieder. Du musst jetzt die richtigen Wege finden, um die Eigenmotivation deiner Freundin wieder langsam zu wecken. Sie gibt jetzt die Richtung an und du musst es akzeptieren ohne darunter zu leiden. Wäre wirklich toll, wenn du diesen inneren Kampf auch noch gewinnst.
Antworten
#70
Was Schokiprinz beschreibt, kenne ich aus eigener Erfahrung, mit meiner Ex-Frau.

Die Sexualität in der Partnerschaft über längere Zeit nicht ausleben zu können, kann sehr stressig werden.
Bei aller Liebe, da kommen Emotionen und Gedanken auf, auf die man gerne verzichten könnte.
Übrigens haben auch sexuell aktive Frauen Probleme damit, wenn sie bei Ihrem Mann dauerhaft zu kurz kommen.

Dem Trieb ist der Grund für das Ausbleiben der Befriedigung auf Dauer ziemlich egal.
Leiden müssen beide Seiten unter dieser Situation.

Ich bin aus Überzeugung 100% treu geblieben … schlussendlich fand ich mich in der Pornosucht wieder.
Wie man das Problem hätte lösen können, weiss ich bis heute nicht.

Lieber Schokiprinz, es gibt wohl keine allgemeingültigen Tipps für Eure Situation.
Ihr beide seid Individuen und braucht massgeschneiderte Lösungen für Euch.

Ein Mediator könnte eine vermittelnde Rolle spielen, wenn dies beide möchten.
Wichtig ist, dass Deine Partnerin spürt, dass Du zu Ihr stehts und Dich ernsthaft bemühst.
Bleibt auf jeden Fall in einem liebevollen Dialog, dieser darf nicht abreissen!

Vielleicht kannst Du Dich wenn's Dir zu viel wird beim Sport auspowern?
Das kann sehr entspannend wirken.

Ich wünsche Euch viel Kraft für den weiteren Weg.
[Bild: nfc.php?nfc=1677]
Max. ca.125Tage
2x >100, 1x 85, ungezählte Versuche 30-90Tage … und alle Rückfälle zu viel. 


 
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