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No fap Challenge
#21
Ich melde mich nach längere Zeit mal wieder!

Ich bin jetzt 6 Monate "porno - frei".

Ich habe mir in den letzten 2 Monaten dreimal einen runtergeholt,
so ca alle 2-3 Wochen, aber auch das Verlangen wird weniger.

Ich hatte in der Zeit auch viermal Sex, was für mich eine neue Normalität darstellt,
weil da ein anderer Mensch ist, dessen Wärme, Nähe und Erregung man fühlt und spürt.

In den letzten 6 Monaten habe ich mich besser kennengelernt, bin anderen Süchten auf
die Spur gekommen. Habe wochenweise auf Alkohol und seit 4 Wochen im "Fasten Modus"
auf Kaffee verzichtet, nachdem ich früher "süchtig" war....

Da Worte, Sprache und Gedanken unsere Gefühle und Emotionen prägen, die wir zu Aspekten unseres Lebens haben,
sollte man schauen nicht zu lange in der Negation zu verbleiben, sondern die Dinge, die wir wollen
positiv zu formulieren, da wir sonst Gefahr laufen, den verneinten Aspekt zu stärken.

Klar man kann sagen:
Ich will nicht mehr Rauchen ...
Ich will nicht mehr Pornos schauen ...
Ich will nicht mehr wichsen ...

Aber immer steckt noch das sprachlich Bild dessen drin, was wir eigentlich nicht mehr wollen...
und es behält seine Kraft! Nach dem Motto "Denken Sie nicht an den rosaroten Elefanten"

Manchmal ist es garnicht so einfach eine positive Aussage zu treffen...
...ich versuche es mal:

"Ich will ein Leben in Freiheit und Selbstbestimmung"

Dann tauchen in den eigenen Gedanken die Begriffe "Pornografie" und "wichsen" auch nicht mehr auf
und verlieren an Kraft...

Gruss Paul
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#22
Das hast du gut geschrieben. Das hab ich jetzt gebraucht.
Danke.

[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=10738]
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#23
Ich melde mich mal wieder nach einem Monat...

Ich bin seit 7 Monaten bei No Porn geblieben und mache selten Selbstbefriedigung, 
so alle 2-3 Wochen.

Ich habe aber gemerkt, das Projekt "No Porn" verliert etwas an Kraft, da muss ich aufpassen.

Manchmal war ich kurz davor etwas zu googeln was mich erregen könnte, eine erotische Geschichte,
oder Forumseintrag, oder Bilder. Zum Glück habe ich eine Grenze, das ich dann doch damit aufhöre,
aber ich muss es mir wieder bewußt machen...

Ich hab in den letzen 7 Monaten viel erreicht, habe beruflich ein Projekt gestartet, bin ins finanzielle 
Risiko gegangen, habe mich intensiv mit einem neuen Aspekt meines Berufes beschäftigt.
Auch zu Hause habe ich viel geschafft und erledigt, ich nehme mir Dinge vor und eine Woche später
sind sie erledigt. Ich habe gerade eine gute Energie! 

Ich bin mir in den letzten Monaten meinen anderen Süchten und "Angewohnheiten" bewußt geworden 
und habe versucht die zu hinterfragen, auszusetzen und einzuschränken. 

Das wären:
- Pornosucht (überwunden)
- Internet News Sucht (mal 3 Wochen ausgesetzt, aber gerade wieder dabei...)
- Kaffee Sucht (vor Ostern 4 Wochen ausgesetzt)
- Mastrubation (selten alle 2-3 Wochen) 
- Alkohol (es geht ein paar Tage ohne, aber in Gesellschaft schmeckt es doch wieder)
- Serien kucken (bin gerade nicht am "Haken", kann aber eine Staffel in einer Woche weggucken) 

Ich will ein Leben in Freiheit führen, aber keinen krampfigen Verzicht. 

Ich bin mir nicht sicher, worauf ich ganz verzichten will und was davon "in Maßen" konsumieren?
Da bin ich gerade am Suchen...

Was ist das richtige Mass der Dinge ???
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#24
Hallo Manuel80,

gratuliere zu 7 Monaten!

Spannend finde ich, dass was du dort durchziehst ähnlich wie das ist, was ich vorhabe.
Für mich steht auch an erster Stelle das NoPorn Thema, NoFab habe ich mir jetzt für den Anfang ein 30 Tage Ziel gesetzt, was ich auch heute erreicht habe. Mit SB hab ich aber auch kein Problem und möchte mich gelegentlich dem Trieb hingeben.

Alkohol trinke ich seit Anfang April gar keinen mehr, Kaffee hab ich ein wenig reduziert (Aber noch nie mehr als 2 Tassen am Tag), Süßigkeiten stehen bei mir als Ersatzdroge derzeit hoch im Kurs :/
Das Thema Internet News Sucht hab ich auch schon länger im Hinterkopf bin mir aber nicht sicher ob ich das wirklich angehen will und soll. Beim Thema Serien ist es ähnlich. Warum nicht nach einem anstrengenden Arbeitstag einfach mal Kopf ausmachen und berieseln lassen. Immerhin besser als Pornos schauen.
Aber beides nimmt im Laufe der Woche dann doch wieder einiges an Zeit in Anspruch, die man sinnvoller nutzen könnte. Muss mich wohl auch nochmal damit beschäftigen. Vielleicht auch das Thema anders angehen. Genauer, besser oder mehr Planen was mann so alles machen will und dann sehen ob noch Zeit für Obiges übrig bleibt.

Das Mass der Dinge bestimmst immer du selber! Solange du keine negativen Konsequenzen erkennen kannst ist alles in Ordnung. Wenn du z.B. Freude an der Spannung von Serien hast und dadurch z.B. auch bei Smalltalk immer ein Gesprächsthema hast ist das doch kein Punkt der einem die Freiheit raubt. Dann hast du wohl eher negative Gedanken beim Verzeicht.
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=11661]
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#25
Hallo!

Ich habe mir letzte Woche an zwei Abenden ein paar pornografische Bilder und Filmchen angesehen und mir einen runter geholt...

In dem Moment habe ich alles in Frage gestellt, was die letzten 8 Monate passiert ist...
... warum sich etwas verbieten, worauf ich jetzt aber Lust habe ... ???

Das seltsame war: es war nicht wirklich geil oder aufregend, eigentlich war es ziemlich fade, die Bilder und das wichsen.

Ich habe am nächsten Tag auch gleich wieder "aufgehört".

Aufstehen und weitergehen, wenn man hingefallen ist ! 

Seitdem sind 6 Tage vergangen und ich gehe weiter den NoPorn Weg.


Gruss Manuel 
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#26
Super Manuel, dass du wieder weiter machst nach dem Rückfall. So was passiert einem eben hin und wieder auch mal.

Auch das man das ganze in Frage stellt, dass ist völlig normal. Man wägt den Aufwand gegen den Nutzen ab und ist enttäuscht, wie anstrengend alles ist und man es doch nicht wirklich schafft davon loszukommen.

Aber ich finde es positiv, dass du es mittlerweile "nur noch fade" findest. Geht mir genau so. Irgendwie bringen die Bilder und Filme mich gar nicht mehr in die entsprechende Stimmung. Nur noch Reales ist wirklich stimmulierend und bringt den erhofften Kick (Erregung).

Mit dieser Einsicht denk ich, wird es dir zukünftiger leichter fallen, von dem Zeug wegzubleiben, weil das "Belohnungsprinzip" nicht mehr funktioniert hat. Achte jetzt nur drauf, dass du nicht wieder versuchst, diesen Kick über Pornos zu bekommen, denn dann würdest du alles, was du in den letzten Monaten erreicht hast, wieder kaputt machen
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=11804]

Seit 07.09.2016 ohne Pornos (275 Tage + Countertage)
Seit 09.06.2017 "Aufräumen" (Countertage)
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#27
(12.06.2017, 22:01)Manuel80 schrieb: Ich habe mir letzte Woche an zwei Abenden ein paar pornografische Bilder und Filmchen angesehen und mir einen runter geholt...

Hi Manuel,

ist dir denn inzwischen bewusst, warum du rückfällig geworden bist? Wie kam es dazu? 

LG
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#28
Hallo, ich melde mich mal nach einiger Zeit wieder...

Ich bin seit 1. November (6 Wochen) wieder "pornofrei" und habe seit seit 14 Tagen nicht mastrubiert.
Vorher bin ich ein paarmal rückfällig geworden. Ich hatte nach einem Jahr den Fokus etwas verloren.

Ich habe gemerkt, dass ich immer dann anfällig für Pornographie wurde, wenn es mir nicht gut 
ging, und ich das Gefühl hatte mir etwas "Gutes" zu tun und mich belohnen zu müssen. 

Zusätzlich trinke ich seit dem 1. November kein Alkohol mehr.
Ich habe in der Zeit davor ein bis zweimal die Woche Wein getrunken, habe ihn aber oft  
wie Limonade "konsumiert", und bin am nächsten Morgen mit einem "Schädel" aufgewacht, 
der mir den halben Tag versaut hat.

Ich glaube, das alles mit allem zu tun hat!

Deswegen bin ich seit einer Woche dabei, bestimmte Verhaltensweisen und Routinen zu bündeln:

 - 22:30 Uhr ins Bett zu gehen, keinen Laptop und kein IPAD mit ins Bett zu nehmen, nur das iPhone liegt 
    als Wecker außer Reichweite auf dem Schrank im Schlafzimmer

-  zwischen 7:00 und 7:30 Uhr von ohne Wecker wach zu werden

-  danach mache ich mir ein Kaffee um in Gang zu kommen &  Sportsachen anziehen

-  15 Minuten Gymnastik und Dehnen

-  15 Minuten Krafttraining (entweder fünf Sätze Liegestütze oder fünf Sätze Situps -tageweise abwechselnd - ich benutze die Runtastic APP)

-  30 Minuten Joggen (5 km) und eine Hörbuch hören (ist sonst zu langweilig) 

-  20 Minuten Morgen-Seiten schreiben  (wird in dem Buch "Der Weg des Künstlers"  erläutert: alle Gedanken mit der Hand aufschreiben 
   die einem im Kopf rum kreisen,  ohne Zensor, niemand anders sollte die Zeilen lesen, damit man sich nicht verstellt. 
   Ich schreibe in der Regel drei  Seiten und verbrenne Sie direkt danach. Es ist für mich eine gute mentale Reinigung.)

- 15 Minuten meditieren (die Kunst nichts zu denken)

Wenn man das zusammenrechnet, kommt man bei der "Morgenroutine" auf 90 Minuten, die aber gut für Körper und Seele sind.

In den letzten Tagen hatte ich das Glück, nicht so früh arbeiten zu müssen, wenn ich wieder ein frühes Arbeitsprojekt habe,
werde ich ausprobieren entsprechend früher aufzustehen.

Über den Tag: 

- keine Online Nachrichten lesen ( Spiegel, Zeit, Stern, Süddeutsche ..... sind tabu)
- somit weiß ich gerade nicht was in der Welt los ist, und bin ganz bei mir.

-  Ich benutze das Internet als Nachschlagewerk, wenn ich eine konkrete Frage hab, wie zum Beispiel das Triebwerk eines Flugzeugs  
   funktioniert, lese ich den entsprechenden Wikipedia Eintrag und ein schaue mir ein YouTube Video dazu an.


Gerade gelingt mir das alles ganz gut, weil ich den Eindruck habe dass sich bestimmte Angewohnheit gegenseitig "triggern".

Alkohol - Online Nachrichten - spät ins Bett gehen - Laptop im Bett - keinen Sport machen - nicht meditieren 

Ich frage man mich natürlich auch, ob mein Vorhaben nicht etwas überambitioniert ist, aber bis jetzt sind alle der Punkte "freiwillig"
und ohne Zwang und beinhalten einen Gewinn für mich.

Alles was es bedarf es eine bestimmte Form von Achtsamkeit.

Nun ich bin gespannt wie's weitergeht ...
Auf bald lieben Gruß 

Manuel
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#29
Hallo Manuel!

Hört sich gut an, was du machst, sehr ambitioniert!
Selbst wenn aus den 90 min am Morgen 45 min werden, ist das noch ein tolles Programm.
Halt uns auf dem Laufenden, wie es weitergeht.

Gruß, eleasar
[Bild: nfc.php?nfc=1417]

Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. (Ez 36,26)

Feb-Aug 2017: 211 durchgehend pornofreie Tage
Antworten
#30
Kleines Update:

Das Jahr ist gut losgegangen mit viel Energie und guter Stimmung...

Ich habe meine morgendliche Routine durchgehalten und das tut mir sehr gut!

Heute Nacht habe ich mir nach 36 Tagen das erste Mal wieder einen runter geholt!

Da hatte sich in den letzten 2-3 Tage ein "Druck in den Eiern" aufgebaut und der wollte irgendwie raus.

Dazu habe ich in einem erotischen Buch ("Opus Pistorum")von Henry Miller gelesen,
das zwar ziemlich explizit ist, aber nicht unbedingt als Pornografie einzuordnen ist.

Bei mir scheint es so zu sein, das "etwas in mir" nach 30 - 40 Tagen einen Samenerguss "braucht",
wo es dann extrem schwierig wird, dem nicht nachzugeben.

In dem Punkt ist die sexuelle Energie bei jedem von uns sicher eine andere...

Ich werde die nächsten Tage und Wochen wieder enthaltsam bleiben, mal sehen wie lange
ich das nächste Mal schaffe.

Ich habe in den ersten Tages des Jahres beschlossen, dieses Jahr Alkoholfrei zu bleiben und auf Online News zu verzichten.
Manchmal erzählen mir Freunde was gerade in der Welt los ist.

Ich bleibe bei No-Porn und Selbstbefriedigung so selten wie möglich. 

Lieben Gruss
Manuel
Antworten




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