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Pornos verlieren ihre Wirkung
#1
Ich habe etwas an mir bemerkt, was ich gerne hier niederschreiben und zur Diskussion nutzen möchte. Eine Entwicklung die ich sehr erfreulich finde und die mir bestimmt in der Zukunft helfen wird, den Kampf gegen Pornos weiter zu führen.

Jeder kennt von uns die Filme in denen Sexszenen vorkommen. Es sind keine ausgesprochenen Pornos, aber dennoch wird der Geschlechtsakt sehr ausführlich und lang gezeigt. Eines dieser Beispiele ist "Die Blechtrommel". Jeder der diesen Film von uns hier kennt, wird bestimmt seine speziellen Erinnerungen an die Sexszenen (es gibt einige davon - 4 sind mir in besonderer Erinnerung).

Nun ja, früher dienten diese Szenen oft als Alibi-Szenen (ist ja kein Porno - kann ich also ansehen). Ich habe solche Szenen dann gerne auch zur Masturbationsvorbereitung genutzt. Mit ihnen bin ich in einen erregte Stimmung gekommen und habe dann häufig auch begonnen, danach explizite Sexseiten aufzusuchen.

Heute ist es total anders. Diese Szenen finde ich total "daneben" oder "unrealistisch". Sie erregen mich in keinster Weise mehr. Irgendwie "fehlt daran etwas". Vielleicht ist es der Gedanke, "dass ist ja eh nur gespielt" oder auch "so möchte ich das aber nicht machen". Dabei kommt in dem besagtem Film ja nichts "abartiges" vor - nur die Art und Weise ist eben "sehr übertrieben".

Das selbe passiert mir, wenn ich an andere Filme denke, die da schon expliziter als "Porno" gelten könnten (z.b. "9 Songs"). Auch hier erinnere ich mich zwar immer noch an ein paar markante Szenen, aber auch diese erregen mich nicht mehr und auch der Drang mir den Film anzuschauen und mich dabei zu befriedigen, fehlt völlig.

Im Moment habe ich den Eindruck, dass alles, was kein "realer Sex" ist, für mich uninteressant geworden ist - nicht erstrebenswert - ohne Erregungspotenzial. Das finde ich total perfekt, wenn das so bleibt, denn dann kann ich auch in der Zukunft einen Film mir ansehen in der Sexszenen vorkommen und es nur als Teil der Geschichte ansehen - nicht als "das schau ich mir jetzt an und dabei mach ich es mir".

Ich weiß nicht, ob ihr versteht, was ich meine und ob andere auch solch eine Erfahrung gemacht haben. Ich finde es natürlich toll, dass ich nach 3/4 Jahr solch eine Einstellung erlangt habe und nicht mehr wie ein "Junkie" solche Szenen in Filmen regelrecht suche und dann "sabbernd und hechelnd" vorm TV sitze und mich dabei befriedige.

Das bedeutet natürlich nicht, dass ich jetzt auf Sex- und Pornoseiten gehe um meine "These" zu prüfen. Sondern es geht hier um die "normalen" Kino- und TV-Filme, die ja, egal was für ein Genre, kaum noch ohne "erotische Szenen" auskommen (mal abgesehen von "50 Shades ..." - was ja für mich eher ein Porno ist und ich darum ihn mir auch gar nicht angeschaut habe und auch nicht werde).

Vielleicht mag ja der eine oder andere was dazu sagen und seine Entwicklung schildern und ob er ähnliches erfahren hat.
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=11804]

Seit 07.09.2016 ohne Pornos (275 Tage + Countertage)
Seit 09.06.2017 "Aufräumen" (Countertage)
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#2
(10.06.2017, 09:55)ralflinden schrieb: Im Moment habe ich den Eindruck, dass alles, was kein "realer Sex" ist, für mich uninteressant geworden ist - nicht erstrebenswert - ohne Erregungspotenzial. Das finde ich total perfekt, wenn das so bleibt, denn dann kann ich auch in der Zukunft einen Film mir ansehen in der Sexszenen vorkommen und es nur als Teil der Geschichte ansehen - nicht als "das schau ich mir jetzt an und dabei mach ich es mir".

Das trifft haargenau auf eines meiner Ziele zu. Eine gesunde Abneigung zu allem, was künstlich und extrem ist. Und das ist in Pornos nun mal der Fall. Am besten wäre es, wenn es nichts als Abscheu in mir auslösen würde und keine Erregung. Im Moment ist es aber keine Abscheu, aber auch keine Liebe mehr. Eine Distanz ist vorhanden. Das habe ich in den letzten Tagen gemerkt. Und ich hoffe, da geht noch was.  Wink
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#3
Hallo,

Das ist auch mein Ziel. Sich von Pornografischen Szenen ganz gleich ob in Filmen oder auch nur in der Werbung nicht mehr sexuell vereinnehmen zu lassen. Ganz klar nutzen die Produzenten den sexuellen Reiz aus den solches Material ausstrahlt um ihre Produkte an den Mann oder auch die Frau zu bekommen. Sexuallisierung der Gesellschaft. Es dreht sich viel um Sexualität und dadurch entsteht bei vielen ein Druck, weil nämlich ein absolut unrealistisches Vorbild geschaffen wird. Aber es muss einem einfach klar werden, dass es nicht real ist und somit eigendlich auch kein triftiger Grund besteht davon geil zu werden. Ich denke Pornos stellen ein Extrem da, dem ich lieber bewusst aus dem Weg geht.

LG Daniel
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#4
Ich bin gerade in einer Phase, in der ich mich ähnlich fühle. Ich schaue seit dem 11.02.18 keine Pornos mehr. Über die vielen Jahre habe ich bei mir eine Veränderung im Konsum festgestellt. Am Anfang haben Filme und auch Bilder und Geschichten mich geradezu hypnotisiert. Das muss so um 2001-2003 gewesen sein. Noch 2011 war es so, dass ich eigentlich irgendwohin musste und unter Zeitdruck stand, mir aber trotzdem noch einen extremen Porno reinziehen wollte, weil ich es so heiß fand. Das habe ich dann getan, obwohl ich damit sehr große Gefahr lief, wichtige Termine zu verpassen.
Zuletzt habe ich zwar exzessiv wie eh und je Pornos geschaut, aber das Gefühl von Langeweile hat es da schon begleitet. Es hat funktioniert wie eine Routine, aber wirklich gekickt hat es mich nicht...dennoch konnte ich das nicht sein lassen.

Worauf ich hinaus will: In gewisser Weise haben Pornos mich schon länger nicht mehr interessiert, erregt, geflasht...wie man es auch nennen will. Nebenbei weiß ich aber, dass wenn ich jetzt in einen Ordner reingehen würde, ich ganz schnell wieder in dem Kreislauf wäre (deshab mache ich das jetzt auch nicht Wink).

Diese Abgestumpftheit....als ob meine sexuelllen Gefühle tot wären, gefällt mir allerdings gar nicht so sehr. ich erinnere mich noch, dass ich 2006 mal im Urlaub war ohne Internet und ich da täglich 20-30 Minuten aufs Zimmer musste, weil ich mich gefühlt habe wie eine rollige Katze. Das ist jetzt gerade nicht der Fall.
Musste etwas weiter ausholen, hoffe du kannst trotzdem was damit anfangen.
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#5
(12.03.2018, 00:43)NaaFap schrieb: (....) ich erinnere mich noch, dass ich 2006 mal im Urlaub war ohne Internet und ich da täglich 20-30 Minuten aufs Zimmer musste, weil ich mich gefühlt habe wie eine rollige Katze. 

Diese Frage hatte ich meinem Mann auch gestellt, WAS war denn im Urlaub? 2 Wochen kein Porn? Er sagte nein und es hätte ihm auch nichts ausgemacht. Das Laptop hatte er aber dabei, er müsse emails checken. Wir waren aber die ganze Zeit über zusammen....eigentlich....kopfkratz Huh

Einmal waren wir vor viiielen Jahren in Paris, da wollte er nach zwei Tagen nachhause, Konto checken, wir wollten eigentl. drei Tage bleiben. Damals war ich total enttäuscht, heute beurteile ich das Alles anderes. 
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