Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Vom Wichser zum Mann
#31
Tag 6 und Tag 7: So schnell kann eine Woche enden

Ich habe es jetzt wieder mal geschafft, eine Woche lang auf Pornos, Bilder und alle anderen dieser künstlichen Reize und Suchtmittel zu verzichten.
Gestern und heute waren ziemlich harte Tage, was aber nicht an der Sucht, sondern dem allgemeinen Stress lag.
Ich habe eine Jobzusage und bin nebenbei auf Wohnungssuche in der neuen Stadt. Und es ist alles so viel, ich will noch gewisse Verträge abschließen und planen noch so viele andere Dinge und habe jeden Tag zu tun.
Ich habe gestern und heute richtig die überforderung gespürt.
Nach einiger Zeit konnte ich aber gut einlenken und habe mich jetzt abreagiert.
Ich merke, dass ich lange Zeit nicht auf meinen Körper und meine Gefühle gehört habe. Ich bin Kopfmensch und nicht Bauchmensch. Wo ich intuitiv richtig entscheiden könnte, zerdenke ich Dinge lieber und mach so dann falsch.
Daran arbeite ich! Tag für Tag.
Ich möchte wieder mehr Tagesroutinen haben. Weniger am Smartphone hängen.

Schritt 1: Gute Nacht zusammen!
Das Ziel liegt im Weg

[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=16224]
Antworten
#32
Tag 8: Es geht!

Trotz der vielen Dinge, die momentan passieren, scheint der neue, erntete Anlauf wieder zu bewirken, dass ich ernst bei der Sache bleibe!
Fähre jetzt zu meiner Freundin und bin bis nächste Woche beschäftigt. Rückfallrisiko damit sehr sehr gering.
Das Ziel liegt im Weg

[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=16224]
Antworten
#33
Tag 9: Am Morgen

Ich habe gerade unterbewusst nach Pornos bzw. deren Inhalten Ausschau gehalten. Das Thema war schlagartig präsent. Dann habe ich wie von fremder Hand gesteuert einen Link zu einer Seite eingegeben. Genau in diesem Moment hat dann wieder mein wacher Verstand gegriffen und mich auf UNSERE Seite gebracht.
Es ging mir nicht schlecht und ich hatte auch gar kein großes sexuelles Verlangen. Es war wirklich unbewusst und mein Gehirn wollte sich da wohl ein bisschen Spaß holen..
Zu oft habe ich in Situationen wie diesen einfach Pornos geschaut. Wohl einfach aus Langeweile. Das muss man sich mal vorstellen.
Ich habe die Kurve aber bekommen und mache mich jetzt an meine Arbeit.

Viele Grüße und einen pornofreien Tag
Das Ziel liegt im Weg

[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=16224]
Antworten
#34
Bleib weiter achtsam! Bei mir schwirrt auch wieder diverser Abfall durch den Kopf!
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=2548]
[url=http://www.spruch-des-tages.org/motivationssprueche/2205-solange-du-nicht-anfaengst-wird-es-nie-zu-ende-sein]Solange du nicht anfängst, wird es nie zu Ende sein.










Antworten
#35
Tag 10 und 11: Die tage waren gut



Nachts Träume von Rückfällen und Gedanken an Sex. Ich überlege was an den letzten Worten von redblob dran ist, über das Video, welches er gesehen hat zum Thema Pornos strickt streichen vs. Langsam ausschleichen lassen. Ich würde mir gern mehr Lektüre holen, mehr Unterstützung. Wir sind hier im forum gefangen in Kreialäufen aus Entzügen und Rückfällen. 
Ich will clean sein

Free du auch! Immer durchhalten 
Antworten
#36
Steffus, wahre Worte!
Tagsüber kaum Verlangen, aber so ein, zwei Adressen schwirren durch den Kopf. Vor allem abends und morgens.
Der Weg ist das Ziel! Ich glaube, wir können uns noch so viele Ratgeber etc. holen. Im Endeffekt geht aber darum, mit sich: seinen Gefühlen, Gedanken, vergangenen/ aktuellen Schmerz klarzukommen. Diese Dinge zu betrachten, zu beobachten etc. Ratgeber gibt es auch zu diesen Themen viele.

Danke für deinen Eintrag!
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=2548]
[url=http://www.spruch-des-tages.org/motivationssprueche/2205-solange-du-nicht-anfaengst-wird-es-nie-zu-ende-sein]Solange du nicht anfängst, wird es nie zu Ende sein.










Antworten
#37
Tag 12-16: Abstinenz funktioniert

Ich habe im Moment sehr viel zu tun und wenig Momente, die mich früher in Versuchung gebracht hätten. Daher fällt es mir im Augenblick leicht!

Viele Grüße euch
Das Ziel liegt im Weg

[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=16224]
Antworten
#38
Tag 17-18: Diese kurzen Momente (Achtung Trigger möglich im roten Teil)

Ich habe eben den Pc eingeschaltet. Ich möchte etwas arbeiten, ein bisschen produktiv sein. Die letzten zwei Wochen war ich durchgehend bei meiner Freundin, da hatte ich wenig Zeit für mich. Jetzt bin ich zu Hause und muss mich ein bisschen sammeln, zur Ruhe kommen. Und während ich hier ein bisschen Kram vom Schreibtisch schaffen will, kommt mir instinktiv der Gedanke eine Pornoseite zu öffnen, nur um mir Bilder von nackten Frauen anzuschauen. Ich spüre, wie der Gedanke mich beflügelt, jetzt das Fenster zu wechseln, die Hose runter zu lassen und einfach dem Druck nachzugeben.
"Es wäre doch einfach mal wieder schön! Ein, zwei, drei, vielleicht auch vier verschiedene Adressen eingeben und mal schauen, was sich so in den letzten knapp drei Wochen getan hat"...
"STOP!", sage ich mir selber und versuche mich wieder in die Realität zu ziehen. Ins hier und jetzt. Soll ich mir Gedanken darüber machen, warum das Anschauen von nackten Frauen jetzt nicht gut ist? Nein.. Ich sollte mir nicht sagen, dass das Anschauen nackter Frauen nicht gut ist. Genauso wie ich mir nicht sagen sollte, nicht an den rosaroten Elefanten zu denken, der einen Pimmel im Gesicht trägt.
Denn genau das ist das Problem. Ich denke dran. Und ich weiß, dass nackte Frauen schön sind, dass es Spaß macht sie anzusehen. Ich werde nie etwas anderes denken. Und ich werde auch wenn ich den Begriff Porno höre immer instinktiv schlagartig meine liebsten Bilder vor Auge sehen, oder zumindest an die nackten Frauen denken.
Denkst du gerade an die nackten Frauen? Versuch nicht, es nicht zu tun. Die Bilder kommen.


Aber was dann? Naja, ich habe doch den Entschluss gefasst, mein Leben zu Verändern. Positiv zu verändern.
Ich stelle mir also nicht das Wort vor, bei dem ich an das denke, an das ich nicht denken will. Nein ich dreh den Spieß einfach um. Ich denke an das was ich sein möchte: Frei

Ich möchte Frei sein. Ich möchte die Entscheidung über mein Handeln im größtmöglichen Rahmen und vielleicht auch darüber hinaus treffen. Ich sehe, wie ich gut gelaunt auf andere Menschen zugehe. Ich sehe wie ich offen für neue Dinge bin. Ich sehe, wie ich morgens aufstehe und in den Tag starte. Voller Motivation und Tatendrang. Ich sehe, wie ich einfach gut aussehe. Gesund. Glücklich. Ich sehe wie ich Lache!
Ich höre, wie ich morgens das Fenster öffne. Höre, wie ich tief einatme und sich meine Lungen mit frischer Luft füllen. Ich höre das Geräusch, das mein Bett macht, wenn ich erholt aufstehe. Ich höre meine Musik. Meine Lieblingsmusik, meine Lieder die mir gute Laune geben. Ich höre, wie ich mitsinge. Weil es Spaß macht.
Ich rieche den Kaffee aus der Küche, frisch aufgebrüht. Ich rieche auch die Frische Luft, die ich am offenen Fenster einatme. Ich rieche den Boden, der sich durch das Sonnenlicht aufgewärmt hat. Ich rieche mein Frühstück und ich schmecke es auch. Ich schmecke den frischen Kaffee und das Wasser in meinem großen Glas. Ich schmecke mein Frühstück und die Zahnpasta, wenn ich mich für meinen Tag fertig mache.
Ich spüre mein gemütliches Bett. Ich spüre den Boden unter meinen Füßen wenn ich aufstehe. Ich spüre meinen Körper, meine Muskeln. Ich spüre wie sie arbeiten, wenn ich ein paar Kniebeugen mache, ein paar Liegestütz. Ich spüre, wie das Wasser durch meinen Mund, meine Kehle und in meinen Magen fließt. Ich spüre das warme Sonnenlicht auf meiner Haut. Ich spüre die Wärme und auch die Energie. Ich spüre das gute Gefühl, das meinen Körper durchfährt. Weil ich etwas für mich tue, weil ich auf mich selbst achte, weil ich mehr sein will, als ein Schatten meiner selbst.

(Ich möchte nicht mehr an das denken, an das ich nicht denken will. Ich baue mir jetzt neue Gedanken. Ich strukturiere mein Gehirn um. Reboot heißt nicht, nicht an den Rosaroten Elefanten zu denken. Reboot heißt daran zu denken, wie großartig, einzigartig und wundervoll dein Leben sein kann, nein IST!)





Die Technik weiter oben habe ich aus dem Buch Panikattacken und andere Angststörungen loswerden: Wie die Hirnforschung hilft, Angst und Panik für immer zu besiegen 

Es geht darum in seiner Vorstellung ein schönes Ereignis Sinn für Sinn durchzugehen. So soll man alle Bereiche des Gehirns ansprechen und neue synaptische Verbindungen schaffen. Eine Technik, die mich sehr überzeugt, da sie auf wissenschaftlicher Erkenntnis fundiert. Ich möchte euch diese Technik gern mit euch teilen und hoffe, dass der ein oder andere vielleicht auch seinen Nutzen daraus ziehen kann. Wenn ihr gern mehr Infos hättet, dann zögert nicht mir eine Nachricht zu schreiben. Ich teile mein Wissen gern und bin offen für Neues!

Währen ich diese Zeilen in den letzten 15 Minuten geschrieben habe, ist mein Suchtdruck verschwunden. Ist er wirklich!

Ich wünsche euch einen schönen Abend Smile
Das Ziel liegt im Weg

[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=16224]
Antworten
#39
Ein wirklich beeindruckender Text! Ganz großes Kino!
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=2548]
[url=http://www.spruch-des-tages.org/motivationssprueche/2205-solange-du-nicht-anfaengst-wird-es-nie-zu-ende-sein]Solange du nicht anfängst, wird es nie zu Ende sein.










Antworten
#40
Genau das ist der Weg, den wir gehen müssen. Sich etwas anderem und schönem zuwenden. Heute morgen hatte ich auch wieder Lust auf Befriedigung. Ich dachte dann nach kurzer Zeit an das, was ich hier vorhabe und versuchte meine Gedanken in eine andere Richtung zu lenken. Das geht wirklich gut, wenn man sich immer mehr darin übt. Bleib weiter dran! Dein Text ist wirklich gut und zeigt sehr schön den Unterschied der beiden Vorgehensweisen.
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=13260]
Antworten




Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste