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Aufräumen und Abschliessen
#1
Nach 2.5 Jahren "Berichte in loser Folge" habe ich genug.
Meine Geschichte kann dort nachgelesen werden, für mich ist sie abgeschlossen.


Dem Titel entsprechend schlage ich hier mein letztes Kapitel in Sachen Pornosucht auf.
Symbolisch zog ich mir damit eine weisse Weste an.
Der Neustart ist geglückt und der erste Monat bald rum.
Ich berichte nur noch von der aktuellen Entwicklung mit Blick nach vorne.
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#2
Ich bin unruhig, müde und schlafe schlecht.
Fehler und Versäumnisse der letzten Jahre beschäftigen mich.

Der Gegner Pornosucht hat überraschend den Ring verlassen und ich steh blöd da.
Mit der Zeit erkor ich den Kampf selber zur Ersatzdroge, pervers.
Das mir jetzt sogar diese Auseinandersetzung fehlt ist völlig bescheuert.
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#3
Eine Woche ohne Sex oder SB ist rum und ich habe null Druck.
Der mentalen und physischen Regeneration tut das gut.
So lange die Lust nicht durch meine Freundin geweckt wird, oder sich selber meldet, lasse ich sie ruhen.

Die Unruhe der letzten Tagen ist nach einer erholsamen Nacht vorbei.
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#4
Hallo phoenix,

schön, dass Du nach vorne siehst.
Schönes Bild, den "Ring zu verlassen".
Ich wünsche Dir, dass der Gegner nicht wiederkommt. Aber sei auf der Hut. Manchmal versucht er sich wieder heimlich von hinten anzuschleichen und den Ring wieder zu betreten. :-)

Im letzten Beitrag Deines Tagebuchs hast Du geschrieben, dass Du eine Leere empfindest, über die Du Dich nicht freuen kannst.
Es schreibt sich leicht, aber ich kenne das von mir eben auch: Die Leere stehenzulassen birgt die Gefahr, dass die Sucht zurückkommt.

Ich hab mal folgende Sätze gelesen, an denen was Wahres dran ist:

Wenn der unreine Geist von einem Menschen ausgefahren ist, so durchstreift er dürre Stätten, sucht Ruhe und findet sie nicht; dann spricht er: Ich will wieder zurückkehren in mein Haus, aus dem ich fortgegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er's gekehrt und geschmückt. Dann geht er hin und nimmt sieben andre Geister mit sich, die böser sind als er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie dort, und es wird mit diesem Menschen am Ende ärger als zuvor.

Ein bisschen altes / poetisches Deutsch, aber irgendwie treffend, fand ich. Ich selbst muss mir da auch Gedanken machen...

Viel Glück!
Gruß
Thomas
4 Reboots: 210 / 110 / 121 / 139+ Tage pornofrei. Ziel: Freiheit ohne Rückfälle.
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=8463]
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#5
Danke Thomas

Deine Worte habe immer Tiefgang, das gefällt mir!

Die zitierte Leere ist mir nicht unangenehm, sie ist nur sehr ungewohnt.
Ich freue mich nicht emotional über die Veränderungen, es findet etwas leise in mir drin statt.
Die sexuelle Ruhe wirkt entspannend, ich habe für einmal keine Eile.
Die Leere wird sowieso nicht lange Bestand haben, meine Freundin ist auch noch da.
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#6
(26.01.2018, 10:29)Thomas schrieb: Wenn der unreine Geist von einem Menschen ausgefahren ist, so durchstreift er dürre Stätten, sucht Ruhe und findet sie nicht; dann spricht er: Ich will wieder zurückkehren in mein Haus, aus dem ich fortgegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er's gekehrt und geschmückt. Dann geht er hin und nimmt sieben andre Geister mit sich, die böser sind als er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie dort, und es wird mit diesem Menschen am Ende ärger als zuvor.
Genau so ist es. Ich habe es ein paar Mal erlebt. Und er kam immer dann, wenn ich dachte, er hätte keine Chance. Das ist das teuflische. 
Aber ich will der Stärkere sein. Er darf sich nicht in mein Leben drängen. Nicht in meine Ehe. Nicht zwischen mich und meine Familie. Das darf ich nicht zulassen! I will stay strong.
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#7
Die Veränderung ist klar und deutlich spürbar, es ist angenehm ruhig geworden.

Das zwanghafte Bedürfnis nach sexueller Befriedigung ist von mir gewichen.
Ich befinde mich in einer Art geistiger und körperlicher Regenerationsphase.
Es ist kein sexuelles Desinteresse, sondern etwas mehr Gelassenheit.

Am Wunsch nach einer erfüllten Sexualität hat sich nichts geändert.
Aber ich bin weniger orgasmusfixiert, oder genervt, wenn wir mehr als ein paar Tage keinen Sex haben.
Es muss nicht sein, aber es geht tatsächlich auch mal eine Woche ohne SB oder Sex.  

Meine Toleranzgrenze ist deutlich erhöht und das ist entspannend.
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#8
Ich ziehe mein Ding jetzt durch, jeder weitere Tag bestätigt mich.

Es geht jetzt ums Prinzip, weder unsere Paarsexualität noch andere Einflüsse spielen für mich eine Rolle.
Die Energie wächst von Tag zu Tag, unabhängig davon was in der Beziehung läuft.

Sexuell läuft aktuell bei uns, wie schon öfters, nicht viel zusammen.
Trotzdem habe ich SB massiv eingeschränkt, was mir auch immer leichter fällt.
Nach einer Woche ohne Entspannung nicht am Limit zu sein, ist ein tolles Gefühl.

Ich will zwar nicht von einem Extrem in das andere fallen, aber das Steuer behalte ich in meiner Hand.
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#9
Diese "Toleranz" finde ich auch bei mir wieder. Auch dieses "ständig Sex haben müssen/wollen" ist weg, seit dem ich für mich entschieden habe, dass ich, was Sexualität angeht, nicht auf meine Partnerin warten muss oder angwiesen bin. Deshalb denke ich auch viel weniger daran, ob ich was unternehmen sollte, was den Sex mit meiner Frau einleitet. Diese Gelassenheit wird dann dazu führen, dass wir demnächst dann automatisch Sex haben werden

Bis dahin lebe ich ohne Pornos und ohne "Unterdrückung meiner Sexualtät"
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=11804]

Seit 07.09.2016 ohne Pornos (275 Tage + Countertage)
Seit 09.06.2017 "Aufräumen" (Countertage)
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#10
@ralf

Bis auf einen Punkt sehe ich das wie Du.
Ich habe mich echt unabhängig gemacht und das macht mein Leben stressfreier.

Aber ich gebe meiner Freundin deutlich zu verstehen, dass Sie mich nur mit einer befriedigenden Sexualität als Freund halten kann.
Ich brauche keinen weiblichen Kumpel an meiner Seite.
Nebenbei weiss sie auch, dass ich auch anderswo gut ankomme.
Diese Karte kann ich nur spielen, weil ich weiss, dass Sie mich wirklich will.
Auch wenn viele Frauen es nicht zugegeben, Passivität, Gelassenheit und lieb sein etc. turnen sie sexuell nicht an.

Wenn es bei Euch anders läuft freue ich mich für Dich!
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