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Angststörungen und Erektionsprobleme
#1
Hallo zusammen

Da ich ja schon einen Beitrag geschreiben habe mit dem Thema: ,,Erektile Dysfunktion durch Pornos?“ möchte ich hier nocheinmal etwas niederschreiben, was mich in letzter Zeit oft beschäftigt hat.

Mit etwa 13 Jahren habe ich das erste Mal gekifft und angefangen zu rauchen. Mit beidem habe ich vor etwa 2 Jahren aufgehört.
Vorallem das Kiffen hat mich verändert. Zu meiner Pornozeit habe ich mir nie Gedanken um Erektionshärte und Pornosucht gemacht. Ich hatte auch nie reale sexuelle Begegnungen mit Frauen.

Eines Abends, vor etwa 3 Jahren, habe ich mit Freunden draussen gekifft. Wir haben lange gesessen und sind dann aufgestanden, um nach Hause zu gehen. Nach etwa 50 Metern wurde mir so schwindelig, dass ich fast ohnmächtig wurde. Mein Blutdruck und mein Puls gingen in den Keller. Mein Herz schlug so langsam, dass ich dachte, es hört gleich auf. Ich bekam Schweissausbrüche und sah fast nichts mehr.

Nach diesem Abend fingen meine Ängste im Bezug auf Krankheiten an. Habe ich ein Herzproblem? Thrombose? Embolie? Tagelang habe ich mich nur mit diesen Themen beschäftigt und habe im Internet nach Symptomen gegoogelt, was meine Angst noch verstärkte.

Ich war auch oft beim Arzt, der mir sagte ich sei gesund. Er chekcte meine Blutwerte, Herz und Lunge, Puls, Blutdruck usw. alles ok.
Sogar einen Herzultraschall hatte ich. Dort hiess es: ,,Sie dürfen alles machen“ ihr Herz ist top. Was sollte es den anderes sein mit damals 17 Jahren. Auch mein Ruhepuls ist niedrig, weil ich oft Sport mache. Schon mein Leben lang.

Trotzdem hatte ich weiterhin Phasen mit diesen Ängsten. Mir wurde übel und ich fühlte mich nicht wohl, zitterte und hyperventilierte mehrmals.

Irgendwie bekam ich diese ganze Situation alleine in den Griff. Heute gibt es immernoch Tage, an denen ich solche Gedanken bekomme und mich unruhig fühle und denke, es passiert irgendetwas.
Mittlerweile weiss ich aber, dass ich gesund bin. Trotzdem kommen solche Phasen, in denen ich daran zweifle. Vorallem ja wegen den Erektionsproblemen.

Denkt ihr, dass Erektionsprobleme neben der Pornosucht auch durch meine Ängste verursacht sind? Vielleicht habe ich die Angststörung noch nicht wirklich überwunden. Ich denke ich habe oder hatte eine. In diesen Phaen war ich nahe der Hypochondrie.
Ich beschäftige mich oft mit medizinischen Themen und weiss auch viel über den menschlichen Körper.

Was mir noch einfällt: Als ich meine Freundin das erste Mal länger und intensiver geküsst habe, merkte ich, dass meine Beine anfingen zu zittern. Draussen war es erwas kälter, mir war aber vorher nicht kalt. Ich denke, das war ein Adrenalinaustoss.
Es könnte sein, dass ich mich unterbewusst immernoch in einen grossen Stress reinschiesse und unentspannt bin.

Können Erektionsprobleme durch solche Angststörungen hervorgerufen werden?

Schönen Tag Smile
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#2
Hallo NoPMO!

Dazu kann ich leider nichts sagen. Aber ich kenne ja deine Geschichte und ist es nicht so, dass ohne die Pornos alles besser läuft in Bezug auf deine ED? Brauchst du jetzt überhaupt noch Cialis? Und merkst du weiterhin eine Besserung? Weil dann hast du den Grund doch gefunden und kannst weiter dran bleiben. Bestimmt ist die ED bald ganz weg. Was halt bei dir bestimmt noch dazu kommt ist deine Unicherheit, aber da bin ich auch überzeugt, dass sich das noch legt Smile
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#3
Besser läuft es auf jedenfall. Ich merke schon Besserungen. Es ist ein auf und ab. Aber da ich lange konsumiert habe, bin ich drauf eingestellt, dass es auch länger dauern kann, bis ich völlig frei bin.
Cialis habe ich noch viel auf Vorrat, ich denke ich werde sie einfach dann nehmen, wenn ich ein Wochenende alleine habe mit meiner Freundin. Es nehmen ja auch Leute Cialis, die keine nennenswerten Probleme haben. Es verbessert einfach nochmal die Leistung. Aber ich denke in Zukunft werde ich sie nicht mehr brauchen. Es hat auch ohne ganz gut geklappt.
Ja die Unsicherheit muss ich ablegen, ich denke sie hängt aber mit diesen Ängsten zusammen. Deshalb der Beitrag.
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#4
Ja, in deinem Alter brauchst du das bestimmt nicht! Und lass dich von dem Auf und Ab nicht abschrecken! Dein Hirn und Körper machen grad einiges mit denk ich! Die ganze Umstellung, Tabletten, keine Tabletten ...
Kann schon sein, dass das alles zusammenhängt. Ich kann dir ein super Buch bzgl. Angststörungen empfehlen, werd Zuhause mal nachschauen und dir nochmal schreiben. Vielleicht ist das ja was für dich!? Ich denk mir immer mit nem Buch kannst nicht viel verkehrt machen.
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#5
Hey NoPMO!
Ich kann dir versichern, dass das wirklich normal ist! Ich hab schon so oft mit Freunden darüber geredet und ALLE haben mir gesagt, dass sie in der Anfangszeit ihrer ersten Beziehung sich extrem viel Druck gemacht haben was Sex angeht. Und mit diesem Druck kommt natürlich eine Angst, die man entwickelt.
Heutzutage muss der Mann halt immer funktionieren. Alles suggeriert, dass der Mann immer und die ganze Nacht können muss. Und die Frau jedes Mal mehrmals zum Orgasmus bringen muss usw. Diese ganzen Vergleiche mit unrealistischen Pornoszenarien oder unrealistischen Büchern wie 50 Shades of Grey machen nunmal Druck.
Wenn man dann auch noch, wie wir beide, viele Pornos geguckt hat und deswegen eh schon eine ED hat, dann ist das ein extremer Teufelskreis.
Deswegen denke ich, dass die ED nicht durch diese Sache damals ausgelöst wurde.
Es wird jetzt immer besser werden! Vor allem, wenn du mit dem masturbieren erstmal aufhörst!
RedBlob
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=17381]
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#6
Zum Thema Angststörungen kann ich als Betroffener etwas sagen.

Zur Zeit bin ich im Verzicht endlich einmal erfolgreich. Seit Jahren allerdings quälen mich Angststörungen, die in einer bestimmten Situation auftreten (genauer möchte ich Grad nicht werden). Vor einigen Tagen könnte ich nicht zum ersten mal seit Jahren wieder Situation aussetzen, und bin frei von Panikattaken geblieben.

Wenn ich zurück blicke, dann fingen meine Panikattaken von Jahren an, als ich erstmalig Zugang zum Internet und damit auch den perfekten Zugang zu meinem Lieblingsthema, dem Stringbikini hatte.

Ob die Panikattaken aus dem ständigen Auf und Ab der Glückshormone oder der unterschwelligen Erkenntnis, dass ich mich immer weiter von meiner Realität entferne, herrühren, kann ich nicht sagen. Es kann auch ein Zeichen von Gott sein, der mir, wie oft in meinem Leben, zeigt: So nicht!

Ich bin auf jeden Fall froh und dankbar, dass ich in diesen Tagen einen großen Schritt Richtung Heilung von meiner Angststörung machen durfte.
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=11583]
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