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ein neuer Anfang
#1
Hallo Tagebuch, hallo Mitstreiter,
seit 10 Monaten bin ich nicht mehr hier gewesen. In dieser Zeit waren Pornos mal mehr, mal weniger mein Mittel zum Stressabbau, zur Selbstbelohnung nach umfangreichen Projekten bei der Arbeit und mein Mittel zum Ertragen von Einsamkeit und Langeweile, wenn in meiner Home-Office-Zeit meine Familie nicht da ist.
Jetzt ist es aber nicht mehr auszuhalten. Ich war schin Mal bei einer Quote von 240 Tagen ohne Pornos und ohne Selbstbefriedigung. Ich habe eine Ahnung davon, wie es geht und was es bringt.
Ich bin wieder dabei. Heute bei Tag 6.
Auf gehts.
Als erstes überlege ich mir Tätigkeiten, die als Ersatz dienen können, wenn meine Triggersituationen kommen. Innerhalb von 2 Minuten sollten sie möglich sein.
Wollte mir eigentlich einen andeten Account zulegen, aber das wäre ja die erste Lüge gewesen.
Also, los gehts!
Viele Grüße
Thomas
4 Reboots: 210 / 110 / 121 / 139+ Tage pornofrei. Ziel: Freiheit ohne Rückfälle.
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#2
Hallo Thomas,

willkommen zurück im Forum - auch wenn der Grund kein so schöner ist. Deine Geschichte hat mir damals Mut gemacht und war auch der Grund, mich hier anzumelden und den Reboot zu betreiben.

Mich würde einmal interessieren wie es dir nach über 200 Tagen ohne P + M ging. Welche Veränderungen hast du gespürt? Wie kam es denn zum ersten Rückfall und wie hast du dich während dessen und direkt danach gefühlt?

Halte durch, wer es einmal geschafft hat, kann es immer wieder packen.
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#3
Hi JSO, hallo Mitstreiter,

das Durchhalten ohne Pornos war nicht so schwer wie das Wiederaufstehen nach dem Rückfall. Aber auch der Rückfall hat sich länger angekündigt. Ich bin nicht unvorsichtiger geworden, sondern wollte bewusst meine Grenzen austesten. Und schon waren die Belohnungshormone wieder im Spiel.

Nur mal als Warnung und Beispiel für die Mitstreiter. Der erste Gedanke (nach über einem halben Jahr Pornofreiheit) war: Ich will anderen helfen. Und sie z.B. warnen, dass sich die Pornohraphie im Internet hinter jeder Ecke versteckt. Egal, welches Stichwort Du in der G00gle-Bildersuche aufrufst - innerhalb von 10 Klicks kann jedes Kind auf eine Pornoseite gelangen, ohne ein einschlägiges Stichwort eingegeben zu haben.
Soweit die Theorie. Und das musste ich (mir?) natürlich auch beweisen. Vielleicht habe ich den ersten Suchlauf auch wirklich noch gut gemeint. Aber dann wurde es eim Spiel. Mit "Belohnung", wenn es wirklich nur 10 Klicks waren. Dumm, sowas. Für mich heute der Beweis, wie kreativ man werden kann, um sich selbst zu überlisten. Dieses Spiel hat mich 10 Monate in Schach gehalten.

Wie es vorher war? Als freier Mensch? Frei! Pornos waren kein Thema mehr! Auch nicht der Kampf dagegen. Mein Leben hat sich über ein halbes Jahr nicht mehr um Pornos gedreht. Und dafür lief vieles besser. Bei mir viel Kreativität, die sich dann in Malen, Basteln, Heimwerken und Musik machen äußert. Sex mit meiner Frsu war besser. Und meine gedrückte Depri-Stimmung weg. Kaum Zornausbrüche bei meinen Kindern. Einfach der Hammer.
Da muss ich wieder hin. Der erste Schritt ist gemacht. Und es ist vergleichsweise leicht,hab aber auch beruflich viel zu tun.

Danke, JSO, für Deine Rückmeldung. Das tut gut.

Gruß
Thomas
4 Reboots: 210 / 110 / 121 / 139+ Tage pornofrei. Ziel: Freiheit ohne Rückfälle.
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#4
Tag 8. Schön, wieder dabei zu sein. Habe das Gefühl, dass es einfacher ist, durchzuhalten. Die Entscheidung trägt. Die Strategien kenne ich ja und kann sie gut anwenden. So ist selbst nach 10 Monaten noch etwas hängengeblieben.
In einem Spielfilm gab es eine Szene in einem Striplokal. Fast von allein konnte ich meine Augen auf "unscharf" stellen, wie ich mir das mal angewöhnt hatte. Man bekommt von der Szene alles mit, was für die Story relevant ist, aber konzentriert die Aufmerksamkeit nicht aufs nackte Fleisch...
Es beginnt schon wieder Spaß zu machen, ohne Pornos klarzukommen. Und das trotz sexfreier Woche meiner Frau...
Gruß
Thomas
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#5
Hallo Thomas

Willkommen zurück und viel Erfolg!
Leider beginne ich nach einem guten Lauf selber wider bei 0.
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#6
Tag 9. Hallo phoenix.
Wie ich bei mir selber feststellen kann, ist Ehrgeiz beim Aufhören eine gute Sache. Der Counter hilft, den Erfolg zu messen und schafft damit auch eine kleine Belohnung. Die Kehrseite der Medaille: Es gibt noch keinen hilfreichen Trick, einen Rückfall zu verarbeiten... Das Aufstehen danach ist ja sehr wichtig. Und trotzdem darf ja die geschaffte Zeit gefeiert werden. Also beim nächsten Mal einfach ein "Level" weiter kommen! Ich habe ja schonmal 7 Monate ohne Pornos gelebt; es geht also! Nur einen kompletten Sommer hab ich noch nie geschafft. Das wird also diesmal das Ziel.
Will den Mund aber noch nicht so voll nehmen. Erst mal 2stellig, dann 90 Tage... und dann sehen wir weiter... :-)
Gruß
Thomas
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#7
Tag 10. Zweistellig. Ich spüre kaum Druck. Aber immer noch ist viel los beruflich, so dass ich keine "allein-Langeweile-Phasen" habe. D.h. wenn ich Pornos schauen wollte, müsste ich mich schon alleine mit dem Handy im Bad einschließen. Und das ist mir dann doch zu unwürdig. (Allerdings in der letzten Zeit durchaus auch so mal vorgekommen.) Insofern ein Schritt vorwärts.
Seit meinem letzten Versuch habe ich die Medien deutlich reduziert. Einschlägige TV-Kanäle blockiert. So komme ich nicht mehr auf die Idee, nachts das Ehebett zu verlassen. Auch der Familien-PC ist K9-gesichert und tabu. Bleibt nur noch das Handy. Und ein paar wenige (aber häufig vorkommende) Standard-Triggersituationen.
Aber der Frühling kommt. Und mit ihm leichtbekleidete Damen und Schwimmbäder usw., deren Anblick bei mir einen "Abreagier-Willen durch Pornos" verursacht haben.
Damit umzugehen wird meine große Herausforderung.
Eine erfolgreiche Woche!
Gruß
Thomas
4 Reboots: 210 / 110 / 121 / 139+ Tage pornofrei. Ziel: Freiheit ohne Rückfälle.
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#8
(31.03.2019, 20:46)Thomas schrieb: Aber der Frühling kommt. Und mit ihm leichtbekleidete Damen und Schwimmbäder usw., deren Anblick bei mir einen "Abreagier-Willen durch Pornos" verursacht haben.
Damit umzugehen wird meine große Herausforderung.

Ja, eine Herausforderung auf die ich mit insofern freue, weil es (für mich!) darauf ankommt einen pornofreien Blick zu entwickeln. Also nicht den Pornotriggern folgen, sondern auf andere Art und Weise mit dem Begehren (nach einer Frau, nach einem Mann, nach Begegnung und Intimität) umzugehen lernen.

"Abreagieren-Willen durch Pornos" - kenne ich und ist im Grunde eine Form infantiler, sadomasochistischer (Auto)Aggression (mal etwas verkürzt gesagt).

Gruß
Hans
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#9
Hey Thomas!

Ich finde es toll, dass du dir keinen neuen Account gemach hast. Wir sind eine Community und es ist schön, wenn Mitglieder sich nicht einfach in Luft auflösen (wie es leider oft der Fall ist...).

Ich habe eine Frage zu dem Teil
"Aber der Frühling kommt. Und mit ihm leichtbekleidete Damen und Schwimmbäder usw., deren Anblick bei mir einen "Abreagier-Willen durch Pornos" verursacht haben. Damit umzugehen wird meine große Herausforderung."

Wie war es, als du über 200 Tage abstinent warst? Hast du da auch noch jedem Rock hinterhergeguckt? Und versucht in jeden Ausschnitt zu spicken?


Wie Hans schon gesagt hat, ist ein Teil des Rebootes, die Normalisierung unserer Sexualität. Es ist nicht normal jede Frau nur als wandelnden Arsch und Brüste zu sehen.

RedBlob
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#10
(02.04.2019, 11:13)Wie war es, als du über 200 Tage abstinent warst? Hast du da auch noch jedem Rock hinterhergeguckt? Und versucht in jeden Ausschnitt zu spicken? schrieb: Bei mir hat sich nach > 120Tagen wenig geändert, ich habe aber auch nicht zwanghaft hinterher geschaut.
Mal sehen was Thomas dazu schreibt.


Es ist nicht normal jede Frau nur als wandelnden Arsch und Brüste zu sehen.

Für mich liegt die Betonung auf den Worten "jede" und "nur"
Gelegentlich springt mir schon ein "Exemplar" so in's Auge, dass die Gedanken nicht lupenrein sind.
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