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Gedanken
#1
Vielleicht können wir Süchtlinge auch positives aus unserer Erfahrung schöpfen. Immerhin ist das PMO auch eine intensive
Auseinandersetzung mit sich selber. Ich will das PMO jetzt nicht verteidigen. Ganz im Gegenteil, aber ich versuche letzten
Endes irgendwie Kapital daraus zu schlagen, bzw nicht alles schlecht zu sehen. Beim PMO habe ich gelernt wie ich stundenlang Edge.
Ich habe meinen eigenen Höhepunkt aufs hundertstel genau einzuschätzen gelernt. Irgendwie habe ich mich trotz vieler Orgasmen einigermaßen durch das Leben geschlängelt und unterm Strich trotzdem sehr viel gelernt und mir stehen auch noch alle Türen offen.
Also unter nicht den besten Bedingungen und Voraussetzungen noch das beste daraus gemacht.

Manchmal kommt es mir so, wenn ich sehr lange keinen Orgasmus hatte, dass ich extrem sensibel auf sexuelle Reize von Frauen reagiere und es sehr intensiv wahrnehme. Gerade eben durch den Kontrast. Vielleicht ist es nur den PMO Leuten vorenthalten solche intensiven
Wahrnehmungen zu bekommen. PMO prägt sehr stark das Weltbild, sehr negativ, keine Frage, aber es bildet auch etwas aus.
Alles hat immer Vor und Nachteile. Und ich denke der Vorteil ist: Eine gesteigerte sexuelle Sensibilität. Wenn ich 2 Wochen keinen Orgasmus habe, spüre ich unvorstellbare Lebensenergie. Ich möchte es nicht auf sexuelle Lust reduzieren. Wenn ich diese Energie in die richtigen Bahnen lenken kann und nicht durch PMO oder sexuelle Bilder vergeude.... dann sollte das Leben noch einmal ganz anders aussehen :-D.

Um von der Sucht wegzukommen, habe ich mit meiner Freundin in den letzten 9 Monaten regelmäßig, so im Schnitt 2-3x / Woche Sex gehabt. Da ich an der Uni viel Stress habe und dadurch sehr Rückfallsanfällig war, dachte ich mir, lieber 3x / Woche Sex, als PMO.
Und das über nun 9 Monate sollte jetzt langsam ausreichen, um im Gehirn vernünftige neuronale Netzwerke anzulegen.
Das ich nach ca 14 Tagen ohne Orgasmus die höchste Konzentrationfähigkeit und Lebensenergie habe, weiß ich schon seit ca 1 Jahr, aber soweit kam ich bisher nur, wenn ich keinen Stress um mich herum habe. Sobald Schwierigkeiten in meinem Leben auftauchen, komme ich mit der sexuellen Energie nicht mehr klar und ich rutsche in alte Muster.

( kurzer Sprung in die Vergangenheit: Im Alter von 13 Jahren habe ich das Masturbieren entdeckt. Dummerweiße hab ich das immer getan, wenn ich alleine im Haus war und mich einsam gefühlt habe. Irgendwann hab ich es dann auch getan, wenn ich Angst hatte oder wenn es Stress mit meiner Mutter gab. Masturbation war immer da, wenn ich flüchten wollte. Es war eigentlich keine Belohnung oder mit etwas schönem verbunden. Es war immer negativ behaftet, bzw in Verbindung mit Stress.)

Somit ist mir klar geworden: Wenn es in meinem Leben Stress gibt, hole ich mir einen Stressabbau druch Masturbation und Porno. Bis ich diese Schiene erkannt habe, sollten Jahre in Land gehen. Aber ich hab das System endlich erkannt. Meine Freundin hat mir extrem geholfen, diese Schiene zu durchbrechen. Wir hatten immer nur Sex, wenn wir absolut entspannt waren. Das war von Anfang an mein Plan. Ich wollte umbedingt aus dieser Stressfixierung raus. Sex soll etwas schönes sein. Etwas entspanntes. Es ist quasi das Sahnehäupchen/ das I-Tüpfelchen.

In den letzten 9 Monaten hat mein Gehirn also gelernt, das Sex etwas ist, was ich mir gönne, wenn ich entspannt bin. Sex ist etwas das ich mir mit einem anderen Menschen gönne. Und nicht egoistisch alleine.
Ich habe mit meiner Freundin gesprochen. Sie ist einverstanden. Wir versuchen weniger Sex zu haben. Super für den Anfang fände ich: 1x in 14 Tagen. Somit kann sich das Hormonniveau wieder normalisieren. Ich hab schon an einigen Stellen gelesen, dass eine Ratte z.b. nach einem Orgasmus 14 Tage benötigt, um wieder regeneriert zu sein. Beim Menschen ist es scheint es noch länger. Irgendwas ist auf jeden Fall dran, ich spüre es ganz deutlich an mir selber. 3 Tage Pause ist einfach nicht ausreichend, um die Konzentrationskraft merklich zu steigern.

Ich werde hier im Forum auf jeden Fall berichten. Derzeit bin ich/wir bei Tag 5 und ich fühle mich spitze.

PS
Ausdauersport hilft mir auch die Libido zu senken bzw. hilft der Erschöpfungszustand zu entspannen und nicht mehr an Frauen zu denken.
NoFap + NoPorn since 02.01.2015 ( längster Rekord  ) ( Jaja ich weiß, direkt nach Neujahr nen Relapse ;-) )   Angel

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... ;-) 
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#2
Das Thema ist höhst interessant. Aber meine Frage: inwiefern wissen wir, dass diese ganzen Sachen stimmen. Ich leite aus deinen Ausführungen ab, dass es sich lohnen würde, komplett mit Orgasmus aufzuhören oder sehr große Intervalle zu benutzen. Ist jetzt natürlich etwas stumpf formuliert, aber es läuft ja darauf hinaus ...

Deinen Punkt zum Thema Stressmanagment finde ich sehr genial. Ich denke, dass es sich hierbei um eines der wichtigsten Dinge im Leben handelt. Denn durch die Stresskompensation entstehen so viele unnötige Probleme im Leben ...










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#3
Sehr interessante Sichtweise.
Wir können viel voneinander lernen, auch wenn viele Dinge sehr unterschiedlich betrachtet und wahrgenommen werden.
Würde mich echt interessieren, wenn du die Erkenntnisse aus deinem "Selbstexperiment" weiter mit uns teilen würdest.

Und natürlich viel Kraft für dein Projekt! Arrow
[Bild: nfc.php?nfc=858]
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#4
Stimmt, die meisten Probleme entstehen durch Prokastination. Im Grunde haben wir alle Zeit der Welt, die Dinge an der Wurzel anzupacken.
"Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen"
Lucius Annaeus Seneca
!

Ich werde euch auf jeden Fall auf dem laufenden halten. Das Forum hier macht echt Spaß.

Bezüglich der Frage ob richtig oder falsch:

Ich kann wirklich noch nicht genau zu 100% sagen was richtig oder falsch ist. Dafür wird die Zeit eine Antwort haben. Und vor allem die Auseinandersetzung. Viele verschiedene Ansätze probieren.
Vielleicht ist sogar auch Placebo dabei.

Wichtig ist auch zurückzuschauen, was man schon alles erreicht hat. Dann wird schnell sichtbar, ob es sinnvoll ist oder nur eingebildet oder selbst eingeredet.

Bei mir hat sich auf jeden Fall einiges verändert. Und das wirklich objektiv.
Kleines Beispiel:
Nach 5 Tagen ohne Ejakulation, bin ich noch realtiv entspannt drauf.
Vor 1 Jahr, war ich nach 5 Tagen nicht mehr zu halten. Ich bin die Wände mit allen vieren hinaufgeklettert.
Dahingehen hat sich mein sexuelles Verlangen und die Bilder im Kopf stark reguliert.

Vor allem kann ich die viele Zeit genießen. Ich hab keine Schuldgefühle mehr. Ich muss keine Browserverläufe löschen, keine Zimmertüren absperren. Ich finde natürliche Frauen höchst attraktiv.
Ich kümmere mich mehr um mich selber .... und noch 100 mehr Gründe.
Naja, ob das jetzt alles eingebildet ist, kann sein, aber ich zweifel stark daran. Ich denke der Orgasmus ist ein komplexer Mechanismus und sollte eigentlich für das Zeugen von einer Familie gedacht sein.
Ich bin da recht funktionalistisch eingestellt. Die Evolution hat nur Dinge geschaffen, die eine Funktion haben. Es ist alles kausal. Und die moderne Verhaltensweiße des modernen Mannes ist kein evolutionärer Fortschritt. Hier liegt eindeutig ein Error vor. Try and error. Let's go on!

Sex sollte nicht konsumiert werden. Sex sollte nicht wie ein Film oder wie Fastfood zu sich genommen werden. Sex sollte etwas ganz ganz besonderes sein. Ein Orgasmus sollte etwa ganz besonderes sein. Und nicht mal eben so dahin gespritzt. ( Sorry für die derbe Aussprache, aber das macht es deutlich).

Hier sind noch viele unbekannte Törchen zu entdecken. Ich mein den Orgasmus wertschätzen. Bewusst und gezielt einsetzen. Es ist ein Höhepunkt. Das krasseste Gefühl das es so gibt. Es ist wie ein epileptischer Anfall. Es ist Droge pur. Da steckt mehr dahinter.
Ich kann es kaum erwarten weiter in die richtig zu erforschen und mich selber zu beobachten.
NoFap + NoPorn since 02.01.2015 ( längster Rekord  ) ( Jaja ich weiß, direkt nach Neujahr nen Relapse ;-) )   Angel

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