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Ich versuche mal das Projekt
Tag 13

Wenn das nicht mal Glück bringt.  Smile

Ich bin weiter im Rennen. Nach dem super Tag, waren die nächsten Tage nicht mehr ganz so toll. Aber das ist normal. Wäre auch nicht auszuhalten, wenn jeder Tag "super" wäre. Gewisse Sachen/Kollege gingen mir auf den Sack. Aber so Situationen kommen immer wieder und sie gehen auch wieder vorbei. Also kein Grund deswegen wieder zu Pornos etc. zu greifen.

Mein Verlangen nach Sex und sexuellen Inhalten ist schon spürbar, aber bisher kann ich sie ziemlich gut meistern. Gedanken müssen gezielt und frühzeitig in eine bessere Richtung gelenkt werden. Das gelingt mir auch immer besser. Die monatelange Übungen durch mein Projekt zeigen schon gute Erfolge. Natürlich lauern weiterhin überall Trigger. Mir wird auch immer mehr bewusst, wie leicht ich mich vor meinem Projekt habe triggern lassen. Meine Schwelle vom Trigger zum Orgasmus mit Hilfe von Pornos war nicht sehr groß. Das hat sich jetzt schon ziemlich gebessert. Ich falle nicht mehr so leicht um. Bevor es in eine Point-of-no-Return-Schiene abdriftet, kann ich viel früher mein Gehirn einschalten und dem entgegenwirken.

Umso länger ich das hier mache, desto leichter fallen mir die Tage ohne Sex und somit natürlich auch ohne Pornos. Jetzt sind es fast wieder 2 Wochen ohne PMO. Es geht. Und es wird immer gehen und es wird auch immer besser gehen. Man muss eben nur dranbleiben, weiter arbeiten und seinen Anti-Porno-Muskel weiter trainieren.

Na klar schaue ich mir weiter gerne attraktive Frauen an und finde gewisse weibliche Attribute, die man immer wieder vor die Nase bekommt, sexy. Nur gehe ich damit anders um. Werde ich angetriggert, beginnt meine Arbeit. Ich erkenne es als sexy und versuche nicht weiter darüber nachzudenken. In meiner noch nicht geheilten Situation am besten so schnell wie möglich wegschauen, um nicht in alte beschämende Muster zu verfallen. Wenn der Blick einmal richtig irgendwo festklebt, ist es verständlicherweise noch schwieriger wieder wegzuschauen. Und das pornographische Gedankenkarusell hat leichteres Spiel.

Die 14-Tage-Marke ist ja eine meiner schwersten Rückfall-Linien. Nur heute fühle ich mich da ziemlich entspannt und denke nicht, dass ich heute einen Rückfall erleiden werde. Nach meinem Bericht hier, werde ich mich auch nicht weiter damit beschäftigen, um meine Gedanken in andere Richtungen zu lenken. Das ist für mich sehr wichtig. Es bringt nichts immer wieder nur zu denken: keine Pornos gucken, keine Pornos gucken, keine Pornos gucken, ... nicht in den Saunaclub gehen, nicht in den Saunaclub gehen, nicht in den Saunaclub gehen, ... Die Gedanken müssen komplett in andere Richtungen gelenkt werden. An schöne Dinge denken. Sich über seinen neuen Weg erfreuen. Sich auf das konzentrieren, was man gerade tut und was man erledigen möchte. 

Morgen werde ich mich mit meiner guten Freundin eine Woche lang ausklinken. Es geht nach Österreich zum Skifahren.  Shy  Darauf freue ich mich schon riesig. Das Wetter soll toll werden und ich kann jeden Tag in den Bergen die Pisten runterfahren. Porno schauen ist da eigentlich unmöglich, deswegen ist es eine geschenkte Woche, die ich zum Glück mit Tag 14 beginnen darf. Ich wünsche mir, dass ich mich im Urlaub weiter reseten kann und dass sich kein Rückfalldruck bis zu meiner Rückkehr nach Hause aufstaut. Ich möchte die tolle Gegend dazu nutzen, zu sehen, wie toll das Leben ohne den Pornomist ist. Die Freiheit abseits des Pornos weiter genießen. Mich weiter stärken, um mein Projekt bald erfolgreich beenden zu können. Ich spüre gerade, dass ich mich auch weiter stärken muss. Safe bin ich noch lange nicht. Es kann noch zu leicht zum Rückfall kippen. Aber das Projekt als solches wird wohl nicht mehr zu kippen sein, dazu bin ich schon ziemlich weit in meine gewünschte Richtung gegangen. Die sich auch sehr stimmig anfühlt.

(21.02.2019, 08:16)heinrich66 schrieb: Ich selbst bin da eher oberflächlich, schreibe spontan und kurz und antworte "aus dem Bauch heraus".

Hallo lieber Heinrich!

Das empfinde ich nicht so. Deine Beiträge gefallen mir sehr gut. Ich finde sie auch ziemlich erfrischend, weil sie eben aus dem Bauch heraus kommen. Und in der Kürze liegt die Würze.  Smile  Ich versuche mich eigentlich auch eher kurz zu halten. Nur gelingt es mir nicht immer. Das zeigt mir, dass mich das Thema schon extrem beschäftigt. Die Pornosucht hat ja mein komplettes Leben in Bahnen gelenkt, die einfach nicht schön sind. Und das muss ich aufarbeiten. Und das dauert, wie ich merke.

(21.02.2019, 08:16)heinrich66 schrieb: Bezüglich der 90 Tage fürchte ich für mich, dass ich noch nicht so weite bin, diese überhaupt erreichen zu wollen, habe Angst vor der Endgültigkeit bzw. dem Neubeginn, bin noch nicht so weit, der Leidensdruck muss anscheinend noch steigen.

Das kenne ich von mir auch. Ein Teil von mir möchte auch weiter Pornos schauen und exzessiv seinen Spaß im Saunclub haben. Wenn ich mein Gehirn einschalte, ist klar, dass beides nicht zielführend ist. Außer man möchte im Leben nicht weiter wachsen. Wir sind ja noch im guten Alter, wo guter Sex noch möglich ist. Aber wir werden ja noch älter. Und dafür möchte ich schon vorsorgen. Ich möchte nicht als alter Sack jungen Schlüpfern hinterher hecheln und mich dabei aufgeilen. Mit Porno im Kopf wird das passieren. Ganz klar. Wie soll es auch anders sein, wenn ich weiter Pornos konsumiere. Ich möchte irgendwann auch mit Sex abschließen können, wenn es soweit ist, um mich mit anderen Themen beschäftigen zu können. Ich möchte kein Sklave eines pornogeführten Gehirns sein, das an nichts anderes mehr denken kann, wann es den nächsten geilen Clip sehen kann.

Und außerdem wird sich die Pornowelt noch weiter verändern. Es wird noch verführerischer werden. Neue Techniken werden zum Einsatz kommen. Ein Fass ohne Boden. Wenn wir nicht den Absprung schaffen, werden wir uns selbst verlieren.

(21.02.2019, 08:16)heinrich66 schrieb: Aber: Im Moment ist ja noch keine Gefahr, die 90 gleich zu erreichen, im Moment ist das Ziel klar definiert.

Die 90 Tage habe ich nach fast 2 Jahren auch nicht erreicht. Ich hatte mich da anfangs auch ziemlich unter Druck gesetzt. Diesen Druck konnte ich nicht standhalten. Im Nachhinein wäre vielleicht eine kontinuierliche Reduzierung meines Konsums besser gewesen. Meinen Anti-Porno-Muskel immer mehr zu stärken. Ich wollte sofort auf die Vollen gehen und sofort erfolgreich sein. Aber mein Gehirn war noch nicht dazu bereit. Es wurde über Jaaahre mit Pornos versorgt und soll dann von Heute auf Morgen damit aufhören, weil ich zufällig ein Pornosucht-Forum gefunden hatte. Aus heutiger Sicht war es doch zuviel und es hatte mich nach jedem Rückfall in eine leichte Depression geführt. Ich hatte mich dafür entschieden und werde es auch so weitermachen. Eine gezielte Reduktion des Pornokonsums kommt für mich jetzt nicht mehr in Frage, weil ich im Grunde ja damit aufgehört habe.

(21.02.2019, 08:16)heinrich66 schrieb: Alles Gute!

Heinrich

Dir auch alles Gute! Weiterhin viel Erfolg und lass dich nicht unterkriegen! Du wirst immer stärker, wenn du nur dran bleibst!

LG Burnham
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Wink 
Danke Burnham!

Dir auch alles Gute und vor allem ein unfallfreies, tolles Schi-Erlebnis in unserem schönen Österreich!

Heinrich
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=18837]
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@Burnham
Ich wünsche Dir einen wunderschönen Skiurlaub.
Schau Dir mal abseits vom Trubel in Ruhe das Bergpanorama an und nimm Dir dafür bewusst einen Moment Zeit!
Öffne Dich und lass die Kraft der Berge auf Dich wirken!

Wenn Du spürst was ich meine, berichte nach dem Urlaub davon.  
[Bild: nfc.php?nfc=1677]
Beginn 02.06.15 vermeintliches Ende 04.04.18
21.2.19 94 Tage pornofrei, es geht ohne Rückfall im verschärften Modus in die nächsten 90Tage.  
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Tag 21

Danke euch beiden!   Shy

Ich bin unfallfrei geblieben und die Landschaft in Österreich ist einfach toll. Ich weiß ganz genau, was du meinst Phoenix. Zwischendurch innehalten, die Berge genießen und tief einatmen. Es ist schon beeindruckend, die Berge so zu spüren.

Sexuell war es eine enthaltsame Woche. Zwischen meiner guten Freundin und mir läuft nichts mehr. Wir hatten eine schöne Woche. Gingen uns zwar zwischendurch mal auf den Keks, aber konnten uns schnell wieder in eine gute Stimmung bringen. Die Erkenntnis ist gewachsen, dass wir unsere Geschichte bald beenden sollten, damit jeder von uns die Chance hat, sich einem anderen Menschen zuwenden zu können.

Wie ich schon vorhersagte, ist die Woche problemlos abgelaufen. Pornos spielten keine Rolle. Als Extremsüchtiger hätte ich da natürlich auch Möglichkeiten gehabt. Auf so einem Level bin ich zum Glück nicht und konnte den Urlaub ohne dem ganzen Porno- und Sexkram genießen.

Und wie befürchtet habe ich hier wieder alle Möglichkeiten. Der Kampf heute war schwierig. Vom Urlaubsmodus in den Alltagsmodus zurückzukehren war doch schwieriger als gedacht. Das alte Muster ist immer noch nicht abgeschüttelt. Alles mögliche ging mir wieder durch meinen Kopf. Sex. Da musste ich leider entgegenwirken, um die Gedanken nicht weiter anzutreiben. Danach empfand ich ziemliche Wut. Ich bekomme mein Verlangen ab einem gewissen Pegel nicht unter Kontrolle.

Es gibt also noch einiges zu tun und aufzuarbeiten.
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Tag 11

Nochmal ein kleines Update von mir.

Ich merke, dass es mir besser tut, in meinem Tagebuch nicht so regelmäßig zu schreiben. Ein gewisser Abstand zu der Problematik bringt mich gerade etwas weiter und ich fühle mich auch befreiter. Mein Ziel bleibt, dass ich den Porno aus meinem Leben auflösen werde. Ein Verbannen wird mir nichts bringen, weil ich keinen Bock habe, permanent dagegen anzukämpfen. So schleichend, wie die Pornosucht in mein Leben kam und mein Leben sehr negativ beeinflusst hat, genauso schleichend muss die Sucht wieder raus.

Nach einigen Monaten hier bin ich schon sehr erstaunt, dass ich hier in mein Tagebuch schreiben kann, ohne den Drang zu haben mir einen Porno anschauen zu wollen bzw. zu müssen. Höre entspannt meine Musik dabei mit einem Heißgetränk. Insgesamt fühle ich mehr Zufriedenheit. Nach den Wirren der letzten Jahre bekomme ich mein Leben immer mehr dahin, wo ich es hin haben möchte. Meine Kraft wächst weiter, zwar langsam, aber sie wächst. Viel altes, das mich sehr lange belastet, kann ich immer besser angehen. Aber es gibt noch viel zu tun. Ich muss dran bleiben und mir für meine Aufgaben Zeit und Startpunkte verschaffen. Es ist manchmal zum verrückt werden, wie die freie Zeit so dahin rast und Termine meine freie Zeit einschränken. Deswegen muss ich die Zeitfresser im Auge behalten. Porno als Zeitfresser darf gar nicht erst in Betracht gezogen werden. Man muss sich das mal vor Augen führen, was der Porno mit unseren anderen Aufgaben und Hobbys macht. Ich bin echt froh, dass ich mich soweit habe, dass ich dem Porno fern bleiben kann und meine Energie in wichtige und befriedigendere Sachen investieren kann. Durch die Erfahrung mit meiner Pornosucht, ist mir das auch sehr bewusst.

Der Hardmode klappt zur Zeit nicht. Es gibt Tage, wo ich mein sexuelles Verlangen nicht unterdrücken bzw. umlenken kann. Saunaclub ist dann leider in meinem Kopf noch die verführerischste Lösung. Da reizt halt auch der optische Reiz, dem man da erlegen ist. Dazu kommt noch die angenehme Temperatur, das Essen, das Trinken und die Illusion jede leicht haben zu können. Es sind perfekte One-Night-Stands, die man halt bezahlen muss. Meine Neugier wird dann unerträglich und ich muss schauen, welche Damen anwesend sind. Letztes Wochenende war es brutal. So viele Frauen, die meinem Beuteschema entsprechen. Ich war kurz davor hinzufahren. Vorher habe ich mich lieber doch selbst befriedigt, obwohl mein Kopf sich dagegen gewehrt hatte. Nach der Selbstbefriedigung konnte ich wieder klar denken und dachte nur, was ich da wieder für einen Scheiß mache. Die Energie war weg und ich hatte keinen Bock mehr, mir den ganzen Saunaclubstress anzutun. Der ganze Kampf hat mir so viel Kraft genommen, dass ich nur noch auf der Couch fernsehen wollte.

Am nächsten Tag war wieder alles gut und ich konnte wieder einen guten Hardmode-Tag einlegen. Den Vorfall werde ich in meiner jetzigen Phase nicht als Rückfall werten, auch wenn ich mich durch die Anwesenheitsliste mehr aufgegeilt hatte. Das Problem ist, dass mein kranker Schädel bei einer Rückfallwertung denkt, dass der Tag im Arsch ist und ich auch direkt einen Porno schauen kann. Und das war oft mein Problem zurück zu Pornos gewesen. Na klar ist das Schauen der Anwesenheitsliste Kacke. Aber wenn ich das noch mit einem Porno "belohne" ist es Megakacke. Die Pornobilder in meinem Kopf richten mehr Schaden an als so ein Nacktbild, das gewisse Fantasien anregt. Ich muss von den Pornobildern weg. Ich forciere die Anwesenheitslist nicht. Gerade habe ich kein Bedürfnis danach. Mein Ziel bleibt, jeden Tag den Hardmode durchzuführen und mich dabei gut zu fühlen. Aber ich muss eine Strategie durchziehen, um in erster Linie dem Porno fern zu bleiben. An zweiter Stelle dem Saunaclub fern zu bleiben. Mit meiner Vorgehensweise habe ich beides geschafft. Auch wenn es nicht perfekt ist, muss ich es als Weg erstmal akzeptieren, um meinen sexuellen Druck, der nicht immer kontrollierbar für mich ist, abzubauen. Vielleicht geht es beim nächsten Mal auch ohne den Saunaclubgedanken. Wenn es nicht geht, werde ich natürlich auch gegen diesen Gedanken angehen. Aber erstmal bis zu dem Grad, wo es für mich geht, um nicht wieder in die Pornofalle zu gelangen.

Jetzt noch kurz zu etwas anderem. Meine Studienbibel, die ich mittlerweile erwerben konnte, ist wirklich super. Irgendwie hatte ich schon in frühen Jahren, das Bedürfnis, die Bibel mal zu lesen, um mir dann auch ein Urteil darüber bilden zu können. Man kennt ja meistens nur irgendwelche Ausschnitte und weiß meistens gar nicht, was man damit nun machen soll. Und durch die verschiedenen Auslegungen und Manipulationen verschiedener Religionen hat mich das Thema auch etwas abgeschreckt. Nun habe ich eine religionsfreie Bibel, die die Texte auch umfassend erklärt, so dass ich auch mehr verstehe, was die Bibel mir überhaupt sagen möchte. So macht es auch Spaß es zu lesen. Auch wenn ich da einiges kritisch sehe und nicht alles so als gegeben hinnehmen kann, ist in den ersten Seiten schon viel über menschliche Schwächen erklärt und welche Auswirkungen es auf das gesamte Leben hat. Da sehe ich auch viele meiner Schwächen, die mir nochmal richtig vor Augen gehalten werden. Bin gespannt was mir das weitere Studium noch bringen wird. Aber es ist schon interessant, dass vieles was heute aktuelle ist und diskutiert wird, eigentlich schon längst aus der Bibel bekannt sein sollte.
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