Den Weg zum Glück einschlagen mit der Gehmeditation

THOUGHT - 3DWir haben bereits eine Menge Formen der Meditation kennen lernen dürfen, die unter anderem an ein Mittel sein können, von dem Konsum von Internetpornografie abzulassen. Manche  erfordern körperliche Anstrengung und Energie, andere sind nicht weniger intensiv, aber werden eher ruhig abgehalten. Eine Form der aktiven Meditation wollen wir hier präsentieren.

„Wie soll man sich beim Gehen denn bitte meditieren?“, wird oft von Interessenten gefragt. Wer sich die Philosophie hinter der Gehmeditation zu Gemüte führt, kann sich diese Frage allerdings selbst beantworten.

Das Gehen hat hier nämlich eine andere Funktion als sonst. Normalerweise gehen wir, um irgendwo hin zu gelangen: an einen bestimmten Ort. Bei der Meditation aber ist das Gehen an sich das Ziel, der Moment im Hier und Jetzt. Das örtliche Ziel, wenn es überhaupt eins gibt,ist dabei völlig irrelevant. Dieser Gedanke an den Moment, in dem wir uns gerade befinden, ist bei fast jeder Meditation sowieso essenziell. Und bei der Gehmeditation kommt er vielleicht noch mehr zum Tragen als bei anderen Meditationsformen.

Verbreitung der Gehmeditation in unserer Gesellschaft

Die meisten Menschen im Westen assoziieren Meditation mit ruhigem Sitzen. Aber traditionelle buddhistischen Lehren kennen vier Meditationsstellungen: Sitzen, Gehen, Stehen und Liegen. Alle vier sind anerkannt in Verbindung mit dem entwickeln eines ruhigen und klaren Fokus auf den Augenblick. Die häufigste Meditationshaltung nach Sitzen ist immer hin das Gehen. In Meditationszentren und Klöstern sind die Innenräume und Außenanlagen oft für die Gehmeditation gebaut.

Auf Meditationsseminaren ist eine regelmäßige Gehmeditation wichtiger Bestandteil des Programms. Auch beim individuellen Üben sehen einige Leute das zu Fuß unterwegs sein als Teil ihrer täglichen Meditationspraxis an. So gehen sie beispielsweise zehn oder zwanzig Minuten zu Fuß vor der stillen Meditation, um ein wenig Abwechslung in die Session hinein zu bringen anstatt zu sitzen.

Wie führe ich die Gehmeditation richtig aus?

Um die übliche Gehmeditation ausführen zu können, finden einen Weg, der ca. 30 bis 40 Meter lang ist, und gehen Sie diesen einfach hin und her. Wenn Sie am Ende eines Weges ankommen, sollten Sie still stehen, sich umdrehen, wieder stoppen und dann erneut starten. Halten Sie die Augen nach unten, ohne auf etwas Bestimmtes zu achten. Einige Leute finden es sinnvoll, die Augenlider halb geschlossen halten.

Es ist sinnvoll, hin und her auf einem einzigen Pfad zu gehen da sonst Teil des Geistes sich damit abmühen müsste, sich ständig für eine neue Route zu entscheiden. Eine gewisse geistige Anstrengung ist erforderlich, um zu vermeiden, über etwas zu stolpern. Wenn Sie hin und her gehen, werden Sie die Route schnell kennen und der „Problemlöser“ in unserem Gehirn, der den richtigen Weg ausfindig macht, kann seine Arbeit einstellen.

Das Wandern im Kreis ist ebenso eine Technik, die manchmal verwendet wird, aber der Nachteil ist, dass die Kontinuität des Kreises verhindern kann, dass unser Geist ohne Eingrenzungen frei wandern kann. Gehen hin und her; die kleine Unterbrechung am Ende eines Weges kann helfen, Ihre Aufmerksamkeit zu wieder hoch zu halten, wenn diese ebenfalls gewandert ist.

Nachdem Sie ein Tempo gefunden haben, lassen Sie Ihre Aufmerksamkeit in den Körper gleiten. Am Ende soll es nämlich ihr Körper sein, der Sie und ihren Geist auf diesem Spaziergang der Gehmeditation ausführt, und nicht umgekehrt.

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