Meditation bei Süchten: Eine neue Waffe im Kampf gegen die Sucht?

Viele Menschen sehen die Meditation auch in der heutigen Zeit als Teil der Esoterik. Doch was ist an dem ganzen Thema wirklich dran? Lest selbst: Hirn mit Synapsen

Im Gegensatz dazu sieht die Hirnforschung dies nachweislich ganz anders. Unter Meditation werden viele und auch ganz verschiedene Methoden der Geistesschulung verstanden. Sie beruhen vielfältig auf den Achtsamkeits- oder Konzentrationsübungen.

Lange Jahre wurde dies der Religion, Spiritualität und Esoterik zugeordnet und die Wirksamkeit unterschätzt. Im Laufe der Zeit hat ein Wandel stattgefunden. Meditation ist heute mehr als anerkannt und selbst in Deutschland nicht mehr mit negativen Attributen vorbehaftet.

Meditation in Kurzfassung – Welche Wirkungen sind möglich?

• Nachhaltige Beeinflussung des Gehirns durch regelmäßige Meditation.
• Unterschiedliche Meditationstechniken und -praktiken trainieren die Emotionskontrolle, Aufmerksamkeit und das Gefühl.
• Beeinflussung des Schmerzempfindens.
• Meditation soll medikamentenfreie Therapien bei Depressionen und Angststörungen auslösen.

Zwar spielt Meditation als spirituelle Übung in den verschiedenen religiösen Traditionen nach wie vor eine zentrale Rolle, doch es sind zusätzliche vielfältige Anwendungsfelder hinzugekommen:

Meditation gilt heute als Entspannungsverfahren mit nachgewiesener Wirksamkeit. Es werden Trainingsprogramme mit Achtsamkeitsmeditation erfolgreich bei der Behandlung körperlicher und psychischer Erkrankungen eingesetzt. Meditation mit allen Arten der Meditationstechniken wird ernst genommen und unterstützend eingesetzt. Immer mehr Menschen kommen mit den Meditationstechniken in Berührung. Zu den wichtigsten Motiven gehören Abbau von Stress, Förderung der Gesundheit, körperliche Fitness und Behandlung von Süchten.

Moderne Hirnforschung und Meditation

Abbildung Mensch und ElektronikDie Hirnforschung versteht die Meditation als ein mentales Training, das die Selbstwahrnehmung und Selbstregulation verbessert. Zum einen steht die Beeinflussung des vegetativen Nervensystems im Sinne einer Entspannungsreaktion im Vordergrund und zum anderen steht die Aufmerksamkeit im Fokus der Forschung.

Die genaue Regulation der Emotionen ist ein weiterer Schwerpunkt in diesem Zusammenhang. Die Einübung von Achtsamkeit beeinflusst positiv den Umgang mit Ängsten, Schmerzen, Süchten oder Depressionen. Meditationen sollen dabei helfen, positive Emotionen wie Mitgefühl und Güte, zu forcieren.

Die Erforschung der Meditation mit bildgebenden Verfahren entwickelt sich rasant. Der Dialog zwischen Vertretern religiöser Tradition und Vertretern moderner Hirnforscher, jährliche internationale Konferenzen bilden den Motor der Entwicklung vielfältiger Meditationsverfahren. Die positive Wirkungsweise der Meditation ist überall präsent und werden sogar von Krankenkassen unterstützt.

Achtsamkeitsmeditation

In den letzten Jahren ist die Achtsamkeit durch zahlreiche Forschungen und Veröffentlichungen zu einer bewährten Methode in der Stressbewältigung geworden. Der Stress ist oft in Gedanken verankert. Unnötige Gedanken und unnötiges Grübeln über die vermeintliche Stressquelle sollen vermieden werden. Der Fokus der Aufmerksamkeit soll auf dem Jetzt und Hier liegen. Das gestresste Denken lässt einen nicht zur Ruhe kommen. Es kann keine Klarheit der Gedanken entstehen.

Bewusstes Wahrnehmen der eigenen Empfindungen der Ist-Situation zu jedem Zeitpunkt macht die Achtsamkeit aus. Das Leben ist wie ein Fluss, eine Aufeinanderfolge von wechselnden Augenblicken. Die Achtsamkeit bringt Klarheit in den Alltag mit den vielfältigen Momenten und Erlebnissen. Momente des ungetrübten Genießens gehören ebenso zum Leben wie regelmäßige Bewegung und Abreaktion. Dies ist ein natürlicher Ausgleich für psychische Anstrengungen. Zum erfüllten Leben gehört alles dazu, Zeiten der Anstrengung und Zeiten der Entspannung. Der ausgewogene Ausgleich zwischen den Phasen der Anstrengung und den Phasen der Erholung sind sehr wichtig.

Mit der Achtsamkeitsmeditation erfolgt die Konzentration auf das Jetzt und Hier. Es erfolgt eine Wahrnehmung der Gegenwart mit dem ganzen Bewusstsein. Beobachtung und Wahrnehmung der Atmung, des eigenen Körpers und der gesamten Empfindungen, Gedanken und Gefühle, stehen im Vordergrund. Gedankliche Abtastung des ganzen Körpers, von ganz oben bis ganz unten, findet statt.

Die Achtsamkeit auf den jetzigen Moment mit bewusster Wahrnehmung und Annahme, ohne Wenn und Aber. Keine Beurteilung, Kritik oder Hinterfragung, einfach Achtsamkeit des Moments. Die Übungen der Achtsamkeit lassen mehr Gelassenheit im Hinblick auf Stressbewältigung und Veränderung der Alltagssituation zu. Die Einstellung zu Stress- und Belastungssituationen wird wacher und konzentrierter. Kein Verfallen in Katastrophendenken.

Vielschichtige Suchterkrankungen

Unterschiedliche Suchterkrankungen mit vielfältigen Ausprägungen sind vorhanden. Gemeinsam haben sie es alle, dass eine professionelle Beratung und Behandlung stattfinden sollte. Für viele Süchtige ist das Ziel, ohne das Suchtmittel auszukommen. Die Meditation soll dabei helfen und unterstützen, dieses Ziel zu erreichen. Bei allen Süchten kann die Meditation begleitend angewandt werden. Professioneller ärztlicher Rat ist immer sinnvoll. Die Persönlichkeit und der Wille des Süchtigen sind allerdings ausschlaggebend für den Erfolg.

Wirkung der Meditation bei Suchterkrankung

Die Meditation ist bei der Suchtentwöhnung sehr hilfreich. Verschiedene meditationsformen helfen die Süchte zu bekämpfen. Die Meditation hilft das Verlangen nach dem Suchtstoff zu verringern und sorgt für viel mehr Entspannung. Dazu ist etwas Übung notwendig. Regelmäßige Meditation führt stetig zu Verbesserungen.

Moderne Therapiezentren für Suchterkrankungen setzen heute auf Meditation als begleitende Therapie zur Behandlung und erzielen beachtliche Erfolge. Sehr gute Erfolge werden bei unterschiedlichen Suchterkrankungen mit unterschiedlichen Meditationsmethoden erreicht. Die Anwendungen sind nicht kompliziert und können problemlos gelernt und angewandt werden.

Mantra-Meditation

Mantra-Meditation zeichnet sich durch sehr einfaches Erlernen aus, also besonders für Anfänger geeignet. Die gesamten Gedanken werden in eine bestimmte Richtung gelenkt. Die Mantras, also bestimmte Sätze, Verse oder Worte, helfen dabei, die Gedanken in diese bestimmte Richtung zu lenken. Stress und Ängste werden mit dem Ziel abgebaut, das Verlangen nach dem Suchtmittel ebenfalls abzubauen.

Das ausgewählte Mantra wird mit dem regelmäßigen und sehr ruhigen Atmen immer wieder gedacht oder angesagt. Eine tägliche Mantra-Meditation von fünf bis zehn Minuten kann ausreichen, um in wenigen Wochen Besserungen des Selbstvertrauens und der Stimmung festzustellen.

Kundalini-Meditation

Diese Meditationsform zeichnet sich durch Aktivität und Dynamik aus. Bei der Kundalini-Meditation wird die körperliche Bewegung zur Minderung oder zum kompletten Abbau emotionaler Spannungszustände herangezogen. Die Bewegung soll helfen zur inneren Ruhe und Ausgeglichenheit zu gelangen. Es handelt sich um schüttelnde Bewegungsabläufe.

Die Dauer der einzelnen Meditation beläuft sich auf ungefähr eine Stunde. Es gibt vier Phasen zu je fünfzehn Minuten. Auf die erste Phase mit dem Schütteln folgt die des Tanzes, der Meditation und der Stille. Am besten wird diese Meditationsform am Nachmittag oder Abend durchgeführt. Der Tag wird in entspannter Atmosphäre beendet. Es wird empfohlen pro Woche ein- bis zweimal die Meditation durchzuführen. Nachhaltige positive Erfolge stellen sich nach ungefähr zwei Monaten ein.

Ayurveda – das älteste Gesundheitssystem

Ayurveda ist das älteste überlieferte Gesundheitssystem, eine traditionelle indische Heilslehre. Die eigentliche Übersetzung des Wortes Ayurveda bedeutet Das Wissen vom langen Leben. Nach Ayurveda bilden Umwelteinflüsse, Stress oder ein falscher Lebensstil die Auslöser für Suchterkrankungen. Die Behandlung der Süchte setzt auch an diesen Auslösern an. Es geht bei Ayurveda um ein ganzheitliches Lebenskonzept bis ins hohe Alter. Erhaltung der Gesundheit, Vitalität und Lebensfreude stehen im Fokus dieser Lehre.

Bei Ayurveda spielen die Konstitutionstypen Kapha, Pitta und Vata eine große Rolle. Medikamente auf Pflanzenbasis, Massagen mit und ohne Öl, richtige Ernährung und Meditation sollen helfen, die Konstitutionstypen wieder in einen positiven Zusammenhang zu bringen. Der Einklang der Konstitutionstypen ist sehr wichtig. Die Entgiftung des Körpers durch Fasten und Ölmassagen bringt sein Gleichgewicht wieder in Ordnung. Dadurch lassen sich auch Süchte effektiv bekämpfen. Für gute Erfolge sollte die Ayurveda-Kur mindestens zwei Wochen andauern. Über die eigenen Ernährungs- und Lebensgewohnheiten sollte nachgedacht werden.

Tai Chi Chuan

Tai Chi ist eine aus der chinesischen Gedankenwelt abgeleitete Bewegungsmethode, sogar Lebenskunst. Ursprünglich handelte es sich nur um eine Kampfkunst. Bei dieser Art der Kampfkunst, des Schattenboxens, wird gegen einen imaginären Gegner gekämpft. Tai Chi wird heute praktiziert, um eine gesundheitsfördernde Wirkung und ein besseres Körperbewusstsein zu erlangen.

Die zeitlupenartigen Bewegungen des Schattenboxens erfreuen sich steigender Beliebtheit. Der Entspannungssport sorgt für innere Harmonie und zur Verbesserung des Körperbewusstseins. Bewegungs- und Atemübungen werden kombiniert und gemeinsam ausgeführt. Zu Beginn sollten Anfänger unter professioneller Anleitung die Übungen durchführen. Danach ist auch ein Training Zuhause möglich. Mit Tai Chi bekommt der Betroffene den Kopf frei und kann den Stress abbauen. Der Blick wird in eine Richtung auf das Wesentliche gelenkt. Unterschiedliche Süchte können damit sehr erfolgreich bekämpft werden. Eine Begleittherapie ist ideal für die Bekämpfung der Suchterkrankungen.

Aktivierung der Selbstheilungskräfte

Der Körper besitzt viele Kräfte, um sich selbst zu heilen. Zum Teil müssen sie nur aktiviert werden. Die positiven Erfahrungen des Transzendierens schaffen im Körper perfekte Voraussetzungen, die Selbstheilungskräfte zu mobilisieren. Dies ist nicht so schwierig, bei entsprechender Technik und entsprechender Anleitung geht es eigentlich ganz einfach. Richtiges Meditieren kann schnell und einfach erlernt werden. Es ist angenehm, natürlich, effektiv und entspannend. Es ist keine Kontrolle des Geistes, der absoluten Konzentration. Es ist das Besinnen auf Jetzt und Hier, ohne jegliche Wertung.

Meditation – Die Stärkung von Innen

Unterschiedlichste Suchterkrankungen können mit unterschiedlichen Meditationen erfolgreich bekämpft werden. Die ärztliche Therapie sollte im Vordergrund stehen und die Meditation als Begleittherapie eingesetzt werden. Süchte sind ernste Erkrankungen, manchmal auch die Pornosucht, die in professionelle Behandlung gehören und meistens auch langwierig sind. Unterschiedliche Meditationsarten und Entspannungstechniken können immer unterstützend eingesetzt werden, da sie sich bewährt und zu Erfolgen geführt haben.

Die Meditation und die ärztliche Behandlung können gleichzeitig durchgeführt werden. Beide Methoden ergänzen sich. Aufgrund der Meditation wird das Selbstbewusstsein gestärkt. Stress und Ängste werden weitestgehend abgebaut. Das Verlangen nach den Suchtmitteln wird deutlich reduziert. Bei allen Arten von Suchterkrankungen ist die Meditation die ideale Begleittherapie, um das Verlangen nach dem Suchtmittel zu reduzieren. Es ist klar, dass die Erfolge unterschiedlich ausfallen können und auch die Einstellung der ersten Erfolge fällt in Abhängigkeit vom Willen des einzelnen Betroffenen ab.

Meditation ist nicht kurzfristig ausgelegt, im Gegenteil, sollte langfristig eingesetzt werden. Während der Behandlung erfolgt die Meditation öfter als nach Beendigung der akuten Behandlung. Die Meditation hilft in jeder Lebensphase, sorgt für Entspannung, baut Stress ab und stärkt das Selbstbewusstsein. Sie kann wunderbar in den Alltagsablauf eingebaut werden. Die Zeit sollte jeder Betroffene sich nehmen und genießen.

Den Zustand, den der Betroffene während der Meditation erfährt kann kaum beschrieben werden, er muss erfahren werden. Der Körper und der Geist sind wach, allerdings ist es eher ein Zustand wie im Tiefschlaf. Auch aus medizinischer Sicht es sinnvoll, Meditationstechniken anzuwenden, um zur inneren Ruhe zu kommen und den Alltagsstress versuchen abzubauen.

Meditieren auch online möglich?

Einer dieser Techniken bedient sich die Plattform Mindee.com, nämlich der bereits oben aufgeführten Achtsamkeitsmediation. User haben hier die Möglichkeiten Mediationen zu den verschiedensten Themengebieten online auszuführen – ohne dass es hierbei bestimmter Kenntnisse oder gar einer religiösen Einstellung bedarf.Die App von Mindee

Im Gegenteil, Mindee.com scheint für den „Alltagsmenschen“ gemacht, der einfach ein paar Minuten für sich selbst haben möchte oder Probleme wie eben die angesprochene (Porno-)sucht auf eine andere Art und Weise angehen will.

Großer Vorteil – Jeder Nutzer kann sein eigenes Profil anlegen, aufgrund dessen Mindee für den Anwender eigene Programme bastelt. Dies ist natürlich alleine deswegen sinnvoll, weil Meditation etwas intimes für einen selbst ist und nicht mit einer Einheitslösung funktionieren wird.

Unter dem Strich ist es natürlich eine ganz persönliche Entscheidung, wie man Sucht oder auch dem Stress im Alltag entgegen wirkt – am Ende muss das der Betroffene selbst erfahren, was ihm am Besten hilft. Mindee jedoch bietet Neulingen die Chance, sich das ganze Thema kostenlos anzusehen und mit den verschiedenen Programmen zu experimentieren. Letztendlich ist der direkte Zusammenhang zwischen Meditation und der Bekämpfung von Sucht noch nicht gänzlich nachgewiesen, aber vielleicht hatte ein bekannter Mann mit seiner Antwort durchaus recht: „Was hast du durch Meditation bekommen?“. Seine Antwort lautete:“Nichts, aber lass mich dir erzählen, was ich verloren habe: Zorn, Angst, Depression, Unsicherheit, Furcht vor Alter und Tod.“ (Buddha zu Lebzeiten)

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