Der Untergang von Männern von Philip Zimbardo 

„The Demise of guys“

Heute haben wir wieder einen besonderen Video-Tipp für Sie. „The demise of guys“ von Philip Zimbardo. Philip Zimbardo ist einer der größten und innovativsten Psychologen unserer Zeit. Das Video stammt aus einer Rede auf einer TED-Konferenz.

Worum geht es?

Zunächst geht er darauf ein, dass junge Meschen immer schlechter in der Schule werden und öfter eine Klasse wiederholen müssen. (Im konkreten Fall für die USA & Kanada)
Tatsächlich ist die Wahrscheinlichkeit bei Jungs durchzufallen oder eine Klasse zu wiederholen 30% höher als bei Mädchen. Auch so sagt er, seien Mädchen Jungs in JEDER Art überlegen, was schulische Bildung betrifft.

Zimardos Fakten: Die Wahrscheinlichkeit ein ADHS Syndrom aufzuweisen ist bei Jungs fünf Mal so hoch wie bei Mädchen.
Besonders interessant:  Laut Zimbardo und auch Untersuchungen gibt es eine stetig wachsende Anzahl („Steady Income among Males“) folgender Probleme bei  Männern:

  1. „Social Awkwardness“ (Soziale Peinlichkeit/Hilfslosigkeit) bei Männern, die nicht wissen wie man mit Frauen redet und extrem schüchtern sind.
  2. „They don’t know the language of face contact“ (Sie wissen nicht, wie man mit dem Gesicht kommuniziert), wobei es auch um das Reden und einander zuhören geht.

Laut Zimbardo präferieren immer mehr Männer Freundschaften mit Männern als den Kontakt zu Frauen, und das schon im Kindesalter.

„They now prefer a think realistic internetworld to the spontaneous interaction in social relationships” – Sie präferieren mittlerweile eine scheinbar realistische Internetwelt im Vergleich zu einer spontanten Interaktionen mit sozialen wirklichen Kontakten. (Amn. der Red.: Womit wir wieder beim Thema Überstimulation durch Pornographie wären.)

Er nennt mitunter Videospiele, die aufgrund verbesserter Grafik etc. immer realitätsnäher werden. Dann geht er auf den Unterschied von „normalen“ Drogen und „arousal Drogen“ (Erregungsdrogen) ein. Während bspw. Kokain einfach nur süchtig macht, und man mehr davon möchte, will man bei Pornographie oder Videospielen etwas anderes – Mehrere Eindrücke und vor allem neue Eindrücke.

„The average boy now watches 50 porn clips a Week“ – Diese abschliessenden Worte stellen sehr deutlich den Bezug dar, wohin sich nach Zimbardos Meinung der Trend verlagert und wo sich faktisch Probleme bei bereits Jugendlichen erkennen lassen – Pornosucht.

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