Die Leiden des jungen Wixers

Während Goethe in seinem Roman über den jungen Werther dessen Leidensweg aufzeigte, auf dem dieser mit einer liierten Dame verkehrte, plagen den Werther von heute wohl ganz andere Probleme. Im Gegensatz zu damals muss die Angebetete nämlich nicht mehr leibhaftig vor einem stehen. Meist reicht es bereichts, sie in tausenden Pixeln abgebildet auf dem heimischen Bildschirm beobachten zu können. Aber kann diese Aktivität auch tatsächlich Leid mit sich bringen?

Die Antwort lautet uneingeschränkt: „Ja!“. Denn der Pornokonsum bzw. die Pornosucht, die oft daraus resultiert, schafft Probleme, an die im letzten Jahrhundert größtenteils gar nicht zu denken war. Der Verbraucher kann schwere psychische Folgen davontragen, er kann körperlich leiden und sogar auch soziale Nachteile erfahren. Das alles kann passieren, wenn man sich mehr und mehr der digitalen Sexualität hingibt.

Früher Konsum – frühes Leiden

Viele sprechen davon, dass unsere Gesellschaft „digitalisiert“ werde. Das bedeutet, dass immer mehr Leute Zugang Digitale Revolution- menschliche Evolutionzu digitalen Medien über das Internet erhalten. Im Umkehrschluss heißt das dann natürlich auch, dass immer mehr jüngere Nutzer den Zugang zum World Wide Web finden – und auch in dessen Gefahrengebiete gelangen. Neben gewaltverherrlichenden Inhalten sind es vor Allem die sexuellen Medien, die Gift für das junge Gehirn sind.

Altersbeschränkungen und vermeintliche Sperren sind immer leichter zu durchbrechen. Das Internet ist noch immer ein riesengroßer Freiraum ohne großartige Regeln – was für viele Leute Vorteile bietet, aber genauso viele Leute in den psychischen Ruin treiben kann. Wie leidet also ein Mensch darunter, dass er so früh auf explizite Inhalten zugreifen kann?

Zuerst muss man sagen, dass es nicht nur die Jüngeren sind, die durch Internetpornografie belastet werden. Natürlich sind auch ältere Menschen gefährdet. Allerdings besitzen diese noch ein wenig mehr mehr Lebenserfahrung und Reflektionsvermögen, was in der vorgegaukelten Welt des Netzes sicherlich nicht von Nachteil ist.

Jugendliche aber befinden sich noch mitten in ihrer Entwicklung. Und dort reagieren sie ganz besonders empfindlich auf allerlei Reize. Sie lernen die Welt erst noch kennen. Wie die Welt aber oft im Internet dargestellt wird, hat herzlich wenig mit der Wirklichkeit zu tun. Was aber bleibt uns in Kindheit und Jugend anderes über, als von den Reizen der Außenwelt zu lernen? Natürlich nehmen wir viele Dinge von Außen an. Ob diese nun wohltuend oder schädlich sind, können wir aber in dieser Lebensphase noch nicht beurteilen.

Problemfelder durch Pornos

Jeder kennt wohl den alten Spruch „Wer nicht hören will, muss fühlen“. Viele junge Menschen müssen oft erst auf dem Boden liegen, um dazu zu lernen. Und eben so ist es auch bei dem Konsum von Pornos. Wer das erste Mal auf Sexfilme stößt, findet diese in der Regel sehr interessant. Meist geschieht das heimlich und es ist kein Elternteil oder andere Autoritätsperson dabei anwesend.

Und wer in der Pubertät nicht gezügelt wird, der neigt gerne zur Übertreibung. Ist man dann einmal in einem Trott gefangen, so machen sich die Auswirkungen des Überkonsums schnell bemerkbar. Soziale Ängste, Defizite im Umgang mit dem anderen Geschlecht oder gar Potenzprobleme treten schon in einer Lebenszeit auf, in der man erst noch „auf der Weide“ ist und die Welt und ihre Regeln kennen lernt.

Der leichte Zugang zur Pornografie spielt dem mentalen Abgrund natürlich in die Karten. Und je früher man mit Pornos konfrontiert wird, desto schwerer ist es für das Gehirn, sich dem „Gelernten“ wieder zu abzuwenden. Daher sollten junge Menschen und deren soziale Umgebung besonders vorsichtig sein. Denn Sexualität ist eine so besonders schöne Sache, die in ihrer echten Erscheinung erlebt werden sollte und nicht am heimischen PC. Der junge Werther hatte schließlich Kummer wegen einer echten Geliebten, einer Frau, der man echte Gefühle entgegen bringen kann. Diese Gefühlswelt rundum die Sexualität ist bei Pornos nicht gegeben – ist aber unglaublich wichtig für die persönliche Entwicklung eines jeden Menschen.

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