Das eigene Bett als Filmsetting – Methadon für den Pornosüchtigen

Die Pornosucht wird immer mehr zu einem anerkannten Problem. Unklarheit besteht aber nach wie vor darüber, wie sie denn genau betrachtet werden sollte. Ist es ein einfaches Problem mit der Impulskontrolle? Oder ist sie mit Drogen- oder Spielsucht gleichzusetzen?

Die offiziellen, medzinisch-psychologischen Institute sind scheinbar gerade dabei, die Pornosucht auszudefinieren. Hintergründe, Erkenntnisse und Folgen der Abhängigkeit müssen dafür geordnet und genau auf den Punkt gebracht werden. Da immer mehr Kliniken zur Kenntnis nehmen, dass das Problem real ist, muss so schnell wie möglich eine Lösung her. Denn: ohne Problemkenntnis keine Ansätze zur Linderung der Problems; und somit auch keine Besserung für die zahlreichen Betroffenen.

Echter Sex als Reizersatz

Nun, die Pornosucht bezieht sich ausschließlich auf Sexualität. Und genau in diesem Kontext muss man forschen, um bei der Bekämpfung Selbiger weiter zu kommen. Genauer gesagt suchen die Menschen, die unter der Erkrankung leiden, ständig nach neuen Reizen und mehr Input. Dieser Input wird bis dato, also im Verlaufe der Abhängigkeit, zum größten Teil digital bedient. Das will heißen, dass das Sexleben der Menschen nur am PC und im Internet stattfindet. Selten ist bei jenen Menschen das echte Sexleben noch intakt oder in ausreichendem Maße befriedigend. Vor Allem Männer, die schon über einen längeren Zeitpunkt unter der Pornosucht leiden, berichten von Potenzproblemen, Lustlosigkeit oder ähnlichen sexuellen Problemen.

Was kann man also tun, um sein Gehirn, seine Psyche und damit auch sein Sexleben wieder zu entlasten? Da wir von Sexualität sprechen, muss eben diese wieder vorhanden sein. Und zwar so, wie es die Natur für uns vorgesehen hat: Zwischen zwei echten Menschen. Mit dem ganzen Programm samt Berührungen, Gerüchen und gegenseitiger Rücksicht.

Natürlich kann auch die Ehe und die Beziehung nach einigen Jahren langweilig werden. Wer dem Partner aber unbedingt die Treue halten will, der kann auch Varianz ins Liebesleben bringen, ohne auf Pornos zurückzugreifen. Wir haben bereits gelernt, dass viele Pornosüchtige einen Fetisch entwickeln in der digitalen Pornowelt. Da diese Entwicklung nur um den Süchtigen selbst herum passiert,und ohne dass der Partner oder sonst jemand daran teilhaben kann, ist es schwierig, dieses neue Verlangen auf Anhieb gemeinsam auszuleben.

Gemeinsam an einem Strang ziehen – Mensch Über Maschine

THOUGHT - 3DEin bisschen cleverer kann man die Sehnsucht nach neuen Reizen handhaben, indem man mit der Partnerin kommuniziert. Gespräche und der Austausch von Beürfnissen sind wichtig, um ein gutes Verhältnis zu bewahren.

So ist es möglich, gemeinsam einem neuen Hobby im sexuellen Bereich nachzugehen. Ob SM, Bondage oder neue Stellungen – der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Und da alles gemeinsam mit dem eigenen Partner passiert, ist dies auch überhaupt nicht bedenklich. Man geht zusammen neue Wege und verschanzt sich nicht vor dem Gerät namens Computer. Diese Aktivitäten können die Beziehung ungemein stärken und eine Menge Intimität und Vertrauen schaffen.

Verabschieden Sie sich von der digitalen Welt und machen sie ruhig ihr eigenes Bett zum versautesten Pornofilmsetting, das sie je gesehen haben. Ihre Partnerin wird es Ihnen danken und ihr Kopf wird sich ebenso erleichtert zeigen. Schließlich ist es viel befreiender, ohne eine Art Doppelleben mit irgendwelchen Schmuddelfilmen auskommen zu können, als sich ständig an diesen Medien aufzugeilen und sich einen künstlichen Kick nach dem anderen zu verpassen.

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