Wie Mann seine sexuelle Fantasie provoziert

Gewalt erzeugt Gegengewalt- und die meisten Reize erzeugen eine Reaktion. Man muss kein großer Philosoph oder Psychologe sein, um zu erkennen, dass kaum ein Eingriff in die menschliche Wahrnehmung oder den Körper ohne Folgen bleibt. Ein Besäufnis verursacht Kater, Drogen machen schnell abhängig und und zu viel Kälte schwächt unseren Organismus. Diese Erfahrungen musste fast jedes Mitglied unserer Gesellschaft schon machen.

Dabei ist es ja wichtig für den persönlichen Lernprozess, wenn man mal „auf die Schnauze fällt“, nachdem man es ein wenig übertrieben hat. So sendet unser Körper Signale, die so viel heißen wie: „So weit kannst du gehen!“. Doch wie sieht das Ganze eigentlich aus, wenn man es auf die Pornosucht bezieht? Es ist schwer, im Hinblick darauf die Signale zu lesen, doch möglich ist es allemal.

Hör auf dein Herz – oder dein Hirn

Auch bei der Pornosucht wird unser Gehirn extrem beansprucht. Explizite Szenen, die für Erregung sorgen und unser Belohnungszentrum belagern, lassen unsere Neuronen gehörig Extraschichten schieben. Der Neurotransmitter Dopamin, seines Zeichens verantwortlich für Gefühle von Glück und Freude, lässt positive Gefühle hageln. Die hinterhältige Sucht vergisst dabei, dass auf künstlich erzeugte Freude meist ein Tiefpunkt folgt.

Sexuelle Fantasie galt lange als eine Möglichkeit, sexuelle Bedürfnisse zu erfüllen. Oder aber als eine legitime Methode, um die Lücke zwischen Libido und tatsächlicher Befriedigung selbiger zu schließen. Dies setzt voraus, dass sexuelle Begierde wie Hunger funktioniert: man isst einfach so lange (oder erzeugt noch einen Orgasmus), bis man sich ausreichend gesättigt fühlt. Selbstverständlich ist es so, dass wenn Sie einen größeren oder abwechslungsreicheren Appetit als ihr Partner haben, gönnen Sie sich ein paar Snacks- oder masturbieren halt.

Für viele Pornosüchtige funktionieren Orgasmen tatsächlich wie Nahrungsmittel. Wenn Fast Food ein wertvoller Kraftstoff ist, weil er schnell satt macht, dann ist die Lieblings-Fantasie ebenso, wertvoll, weil sie Sie schneller befriedigt – mit einer größeren Explosion von Neurochemikalien als z.B. beim Konsum von organischem Essen.

Die Lustkatalysatoren und ihre Folgen

Nun, was ist dann eigentlich schlimm an diesem vereinfachten Konsum? Spart man nicht einfach nur Zeit und Aufwand? Kommen diese Katalysatoren uns nicht sogar zugute in unserem stressigen Alltag, der so kurzlebig ist, dass der Schnellere sowieso immer im Vorteil ist? Was ist eigentlich verwerflich an deGehirn einschaltenr ganzen Geschichte?

So wie einige Arten von Lebensmitteln Heißhunger und Übersättigung auslösen, tun es vielleicht einige Arten von Sex-Fantasien auch. Stellen Sie sich beispielsweise vor, zuckerhaltige Lebensmittel würden in ihrem Alltag zur Gewohnheit werden. Sie werden sich immer wieder nach ihnen sehnen, weil der Kick des Zuckers nicht nur das Sättigungsgefühl bedient, sondern auch die Ausschüttung von Glücksgefühlen. Das funktionale Ziel des Hungers, nämlich „satt werden“, wird zu einer Art besonderem Erlebnis- „satt werden mit einem gewissen Kick“.

Dasselbe passiert auch bei sexuellen Handlungen von Pornosüchtigen. All das was einher geht mit dem menschlichen Geschlechtsakt- ursprünglich, um für Nachwuchs zu sorgen, aber auch Zärtlichkeit, Intimität, Geborgenheit- gerät völlig in den Hintergrund. Der Sex mitsamt all den neu erlernten Vorlieben, Fetischen und schnell zu befriedigenden Kicks wirkt im Rahmen der Sucht wie eine Droge. Es ist das Resultat dessen, was wir unserem Gehirn zuvor zugemutet haben. Zu viele Reize, Übersättigung und ständige Belastung mit Sexualität.

Hat man einmal erkannt, wie diese Mechanismen greifen und uns letztendlich psychisch belasten, sollte man den Weg des Neustarts anstreben. Tausende Menschen haben bereits begonnen, umzudenken. Es ist nie zu spät, den Schritt in ein neues, unbeschwerteres Leben einzuschlagen. Starten Sie lieber heute als morgen, um zu erkennen, wie ihr Wohlbefinden sich in der Zeit ohne Pornos extrem erhöht.

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