Unser Video-Tipp: The Great Porn Experiment – Teil I

Wie auf der Startseite Porno-Sucht.com empfehlen wir jedem sich das Video von Gary Wilson „The Great Porn Experiment“ anzusehen:

Es fasst im Grunde sehr gut zusammen, was es mit der Problematik „Porno-Sucht“ auf sich hat und ist gerade für Leute geeignet, die sich endlich diesem Thema stellen wollen. Um das Video besser zu verstehen haben wir Dir die wichtigsten Elemente genau erklärt und analysiert (hier direkt zu Teil II, Teil III).

Wichtig ist zu verstehen, was der übermäßige bzw. generell der Konsum von Pornographie speziell auf Internet Highspeed Streamingseiten machen kann – Dies wirst Du im Laufe der Serie verstehen. Schaue Dir also bitte alle drei Teile unserer Serie genau an – Du wirst feststellen, wie massiv Internetpornografie auf den Menschen wirkt.

Einleitung:

1

„Die weitverbreitete Nutzung der Internetpornographie ist eines der rasantesten, weltweiten Experimente die je – unbewusst – durchgeführt wurden.
Fast jeder junge Mann mit Internetanschluss wird zum eifrigen Testsubjekt.“ (Gary Wilson)

Durch den immer größer werdenden Einfluss des Internets steigt der Zugang und das Interesse an digitaler Pornografie immens. Forscher haben herausgefunden, dass junge Männer sich durchschnittlich schon im Alter von 10 Jahren für Pornografie interessieren.Durch den digitalen Wandel gibt es nun ohne viel Mühe sexuelle Inhalte ohne Grenzen von Fetisch und Vorlieben zu sehen. Dadurch, dass die jungen Generationen automatisch mit dem Internet aufwachsen, wachsen Sie auch mit diesem essenziellen Teil des Netzes auf.

„Ganz einfach: Es gibt immer „Unaufhörlich Neues“

Sexuelle Erregung:

2

„Testpersonen schauten 22 Pornobilder an. Sehen Sie diesen Spitzenwert? Genau hier haben Forscher zu Pornobildern gewechselt, die die Männer zuvor noch nicht gesehen hatten.“
Es reicht nicht mehr „einfache Nacktheit“ alleine aus. Um wirklich erregt zu werden, brauchen die User ständig neue Inhalte: Die Freiheit des World Wide Web macht dies möglich. Eine Sättigung der Stimulanz ist dabei nicht in Sicht. Erst ab einer gewissen Anzahl sexueller Inhalte, mit denen man konfrontiert wird, wird der Benutzer in einen für ihn wünschenswerten Erregungszustand versetzt.

Der Coolidge-Effekt:

3

„Der Bock in der oberen Linie braucht für dasselbe altbekannte Schaf immer länger. Aber wenn man die Weibchen wechselt – die untere Linie – es ist nicht dasselbe.“
Der „Coolidge Effekt“ beschreibt das Phänomen, bei dem eine immer höhere Auswahl an „Sexobjekten“, also meist Frauen, benötigt wird, um zur schnellen Befriedigung zu kommen. Das Internet ist schnelllebig, und so reagieren auch die Konsumenten. Also wieso sollte man immer den gleichen Reiz nutzen, wenn man ständig Anderes haben kann und auch noch Zeit spart?

CoolidgeEffekt

Desweiteren fügt Wilson hinzu:
„Ohne den Coolidge-Effekt gäbe es keine Internetpornographie“
Es ist kein Geheimnis, dass unser Vorfahre, der Neandertaler, eher zum häufigen Partnerwechsel tendierte, anstatt zur Monogamie.

Dopamin:

4

Dieses alte Säugetierprogramm, der Coolidge-Effekt, nimmt jede neue Frau auf dem Bildschirm des Mannes als genetische Chance war. Damit der Mann den Bildschirm weiterhin befruchtet, schüttet sein Gehirn bei jedem neuen Partner oder Bild das neurochemische „Hol’s dir“ – Dopamin aus.

Der Bock wird schließlich müde, aber solange der Mann weiterklicken kann, kann er es weiter tun, ebenso sein Dopamin.
Der Coolidge Effekt trägt zum rasant steigenden Interesse an Internet-Pornografie bei. Das Glückshormon Dopamin spielt hier eine wesentliche Rolle. Durch das große Angebot kann der Internet-Nutzer so oft neue Reize bekommen, wie er nur will. Es sind quasi keine Grenzen gesetzt. Der Kick kann sich durchgehend abgeholt werden.

Digital & Real:

5

„Typische dazugehörige Verhaltensweisen sind Alleinsein, Voyeurismus, Klicken, Suchen, viele offene Browser-Tabs, Vorspulen, ständig neue Sensationen und Überraschungen.“

Das Problem ist, dass sich das Gehirn fortlaufend an diese Art der unechten, digitalen Sexualität gewöhnt. Man bekommt das, wonach man im sexuellen Sinne sucht, viel zu schnell. Mit wenigen Schritten kommt man zur Befriedigung. Die einfachsten Gegebenheiten ermöglichen den Zugang zu allen Arten der Pornografie.

6

„Richtiger Sex dagegen ist Werben, Berühren, Berührtwerden, Gerüche, Pheromone, emotionale Verbindung, Interaktion mit einer realen Person.“

Übliche Verhaltensweisen, um zum Sex zu kommen, fallen weg. Das Werben um die Frau, das Berühren, das Riechen oder das Aufbauen einer emotionalen Verbindung: Diese Zwischenschritte sind an dieser Stelle überflüssig und fallen demnach weg. Es findet also eine Entfremdung der ursprünglichen sexuellen Interaktion statt. Unser Gehirn stellt sich daraufhin auf die Veränderung der Abläufe ein.

 

Ende Teil I:

Du hast nun vielleicht eine Vorahnung, worum es geht und was im menschlichen Hirn für unvorstellbare Mechanismen greifen. Doch dies ist leider nur der Anfang…

Direkt zu Teil II, Teil III

2.75 (55%) 16 votes