Porno-Sucht.com Forum: Nofap, Erektile Dysfunktion und mehr.

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... diese Weisheit aus biblischen Zeiten hat heute mehr Relevanz denn je. Bilder haben mehr Macht über uns, als wir zugeben wollen.

Grüß euch liebe Mitstreiter,

auch ich starte heute mein Tagebuch. Oder sollte ich es Wochenbuch nennen, denn täglich werde ich mich sicher nicht melden können.
 
Ich bin 58 und habe seit der Pubertät ein SB-Problem, das sich mit Beginn der Internetära schleichend zu einem Pornoproblem auswuchs. Auslöser dafür war meine permanente Ehekrise in den 90er Jahren. Nach der Scheidung wurde der Erotik- und Pornokonsum zur Gewohnheit, der ich so ca. 1 - 5 Mal pro Woche intensiv frönte. Zeitweilige Partnerinnen hinderten mich nicht wirklich daran, da es nur Wochenendbeziehungen waren. Selbstverständlich hielt ich mein Privatvergnügen vor der aktuellen Partnerin, sowie auch vor allen Freunden und Angehörigen streng geheim.
Der Preis dafür war die ständige Angst, dass Kommissar Zufall meiner Umwelt doch irgendwann meine Aktivitäten verrät ...

Seit Anfang Mai bin ich sehr motiviert auf der Suche nach einer Lebenspartnerin. Dieser Umstand, und auch die Entdeckung dieses Forums haben mich dazu motiviert, mit den nächtlichen schlafraubenden computergestützten Handgreiflichkeiten ein für alle Mal Schluss zu machen. Ich möchte diesen Müll über Bord werfen, bevor ich eine neue Beziehung eingehe, das ist mein sehnlichster Wunsch.

Seitdem ich diesen meinen Entschluss gefasst habe sind mittlerweile 4 Wochen vergangen. Die ersten 3 Wochen verliefen absolut positiv und problemlos - kein Porno, keine SB, nicht einmal einen nackten Busen lud ich mir herunter. Das war für mich schon ein absoluter persönlicher Rekord.

Vergangenen Donnerstag kam dann ein Rückfall, eigentlich war es ein mittlerer Vulkanausbruch. Ich ziehe daraus den Schluss, dass diese NoFap Strategie, wie es hier so schön heißt, für mich nicht passt, solange ich keine Partnerin habe. Um größeren Rückfällen vorzubeugen, werde ich ab und zu Dampf ablassen müssen, das aber OHNE BILDER.

Vielleicht könnt ihr mir verraten, wie ich diesen Counter starte, ich stehe da etwas auf dem Schlauch ...

Danke, Rudi58
Hallo Rudi

ich möchte dich zu deinem Entschluß beglückwünschen. Vieles von dem, was du beschreibst, kenne ich aus eigener Erfahrung. Auch bei mir hat mich die Problematik in meiner Ehe letztendlich in die Pornos flüchten lassen, was dann dazuführte, dass ich über 30 Jahre meine Sexualität weder akzeptiert noch ausleben konnte.

Das Thema "Masturbation - Ja oder nein" ist oft eine Frage, die man(n) sich stellt, wenn man hier gelandet ist. Und eine generelle Antwort darauf ist sehr schwer zu finden. Ich hab mich auch dieser Frage gestellt und hier mal aufgeschrieben: http://www.porno-sucht.com/forum/showthread.php?tid=944

Das mit dem Counter geht über deine Signatur, die du im Benutzer-CP einstelltst. Zunächst musst du das Datum setzen und speichern. Dann wieder zur Signatur gehen und dann den Link, der bei dem Counter steht, als kompletten Text als deinen Signaturtext eintragen und nochmal speichern. Nicht wundern - manchmal braucht das "Bild" einige Zeit (bis zu ner Stunde oder länge) um die richtige Anzahl der erfolgreichen Tage anzuzeigen

Dann auf GUtes Gelingen und bei Fragen einfach hier stellen - wir helfen und motivieren uns gegenseitig
Hallo Ralfinden,

danke für deine Unterstützung und die Tipps für den Counter. Dieses Forum ist ein große Stütze für uns alle, aus zwei Gründen: her kann man(n) offen über alles sprechen, und hier erfährt man(n) wie nirgendwo sonst schnörkellose Solidarität.
Als ich heute mit einer neuen, vielversprechenden Frauenbekanntschaft am See wandern war wurde mir so richtig bewusst, wie mir der ehrliche Umgang mit mir selbst und meinen Impulsen eine neue Selbstsicherheit im Gespräch verleiht.

Die aktuelle Hitzewelle bedingt, dass ich in der Wohnung öfter in Unterhose, oder nackt herumlaufe als in kühleren Zeiten. Dabei ertappe ich mich immer wieder dabei, dass ich mir ans Gemächt greife. Das hat zwar keine Folgen, denn ich klicke keine Bilder an, ist aber trotzdem eine "schlechte" Gewohnheit, die ich abstellen möchte.

Ich merke auch, dass das Durchlesen der Forumsbeiträge, in denen ich mich ständig selber wiedererkenne, zu einer Art Ersatzhandlung für den Erotikkonsum geworden ist. Immerhin geht es ja um dasselbe Thema, wenn auch aus völlig konträrer Perspektive.
Schönen Abend,

ich möchte euch wieder einmal etwas von mir erzählen. Mein Schiff hält seit Anfang Mai konsequent Kurs NORDOST, ist aber vergangenen Samstag in einen Sturm geraten und wurde abgetrieben. Ich musste die Segel reffen und flicken und jetzt geht es wieder genauso konsequent in Richtung NO weiter (NO wie NO Porn).

Mit anderen Worten, ich habe letzte Woche wieder Pornos geschaut. Irgendwie war's ein Zufall, und doch wieder auch nicht. Zum hatte ich beruflichen Stress, zum anderen musste ich meine Ambitionen in Punkto "Frau fürs Leben" herunterfahren. Eines Abends habe ich wieder eure Beiträge gelesen. Irgend jemand von euch hat geschrieben, dass er auf Flickr Erotikmaterial konsumiert hat. Da ich dieses Portal nicht kenne, bin ich neugierig geworden, habe mich spontan angemeldet und dort nach Material gesucht. Warum ich alle guten Vorsätze "über Bord" geworfen habe (um bei der Symbolik zu bleiben), weiß ich nicht. Es war halt ein schwacher Moment. Nun habe ich aber auf Flickr nichts gefunden, was mich erregen konnte, deshalb habe ich dann aus Frust auf einer bekannten Pornoseite nach Bildern gesucht. Wohl gemerkt, nur Bilder und keine Videos, und habe auch nicht dazu masturbiert. Das hat mich aber auf "Schiene" gebracht - die falsche Schiene natürlich, und wusste, dass ich mir demnächst wieder einen Porno reinziehen würde. Und das ist dann vergangenen Mittwoch passiert, diesmal aber mit SB zweimal hintereinander.

Ich versuche zu ergründen, wie es dazu kommen konnte. Wie schon angedeutet, war es eine Mischung aus mehreren Umständen. Arbeitsüberlastung gehört dazu - ich konnte einen Liefertermin nicht einhalten, Schlafmangel, Beziehungsfrust, Langeweile, was weiß ich noch. Mangelnde Ausgeglichenheit eben. Daran muss ich arbeiten, wieder ins Gleichgewicht kommen. Ich weiß, es funktioniert, wenn ich es will.
Hier ein Update, da ich vor dem Bildschirm handgreiflich geworden bin, zwar ohne Porno, ist aber egal. SB ja, aber nicht vor dem Laptop, das war die Latte (entschuldigt den Ausdruck), die ich mir gelegt hatte.

Langsam kann ich der Strategie, dass man für sich den Penis generell zur Tabuzone erklärt, wo die Finger nichts verloren haben, auch etwas abgewinnen.
Hallo Rudi!

Erstmal Glückwunsch von mir, das Dein Bewusstsein soweit vorgedrungen ist damit Du bemerkst, das der Pornokonsum und die SB zu den Pornos nicht in Ordnung sind. Das ist schonmal der erste Schritt! Wink

Bei mir war es so, dass ich ein paar Wochen vorher mit noch ein paar anderen Suchtmittel aufhörte, nicht aus dem Grund weil ich mich süchtig fühlte sondern weil ich bemerkte wie unser Wille aber auch unser Bewusstsein durch Suchtmittel gesteuert werden kann und auch wird.
Bei mir waren es zuerst Nikotin (ein Raucher möchte mal daran denken wie er sich fühlt, wenn er merkt das sein Zigaretten- oder Tabakvorrat zur neige geht...) dann kam später die Entsagung vom Alkohol dazu, wobei das bei mir sowieso nicht das Problem war, da ich eher sporadisch und nur in Gesellschaft getrunken hatte. Aber jeder der Alkohol konsumiert, sollte sich bewusst beobachten wie der Alkohol auf ihn wirkt und wie sein freier Wille dadurch beeinflusst wird...
Dann kamen noch Koffein in Form von Kaffee und Cola hinzu, was ich auch komplett ablehnte. Wie gesagt, ich mache das nicht um ein neuer Mensch zu werden, oder wie auch immer. Ich möchte nur feststellen wer bin ich eigentlich wirklich... ohne all diese Bewusstseins verändernden Mittelchen, worüber wir uns im allgemeinen ja gar keine Gedanken machen.

Durch Lossagen von all dem Zeug veränderte sich meine Wahrnehmung und mein Bewusstsein so sehr, das ich es nicht für möglich hielt... mir fiel dann auf, das ich ein Problem mit Pornos und SB hatte, soweit bis zu körperlichen Beeinträchtigungen...
Das wurde meine nächste Baustelle (kannst Du auch in meinem Tagebuch nachlesen.)

Ich denke ich habe es soweit ganz gut gemeistert - nur sollte man immer aufpassen und nicht selbstsicher (in Form von Arroganz, ganz nach dem Motto: "Ich bin geheilt...") in den Tag hinein gehen... Vorsicht ist immer geboten!

Es ist mit der Pornosucht und SB Sucht ziemlich genau so wie mit der Alkoholsucht, ein trockener Alkoholiker ist nie wirklich geheilt, er muss stets und ständig auf die Fallen aufpassen... und leider ist unsere Gesellschaft so ausgelegt, uns nur auf diese "niederen" Instinkte und Triebe zu belassen - so sind wir leichter manipulierbar, Alle!

Die Sexualisierung der Gesellschaft ist mir schon sehr früh aufgefallen, nur habe ich mir nicht wirklich was dabei gedacht. Bis ich mir das Thema ins Bewusstsein geholt hatte und da fielen mir dann viele Sachenauf, die ich erschreckend fand... z.B. die öffentliche Werbung in den Städten (Plakatwerbung) da wird für z.B. Unterwäsche oder andere Wäsche geworben, die immer stärker unter die Gürtellinie gehen. Selbst diese Bilder haben auf uns Erwachsene eine gewisse Wirkung (mal bewusst bei sich selbst beobachten was so ein Werbeplakat bei einem selbst auslöst - schaut man gerne hin, schaut man länger hin, werden Phantasien angeregt (sexuell) usw. -Manipulation eben..)
Desweiteren das Fernsehen, Medien allgemein und hier ja nun auch das Internet!
Um Himmelswillen, was uns und unseren Kindern da zugemutet wird ist einfach erschreckend (auf youtube gibts in paar gute aufklärende Filme wie z.B. die Kinder im frühestem Alter mit dem Thema Sex konfrontiert werden insbesondere die Walt Disney Trickfilme muss ich da hervorheben!  Sad  )

Zu meiner Zeit als ich mich für Sex zu interessieren begann, gab es vereinzelt mal n paar Schmuddelheftchen irgendwo heimlich versteckt, das reichte schon! Doch heute prasselt das ungefiltert auf uns runter durch Internet (frei verfügbar, ohne Altersbeschränkung oder auch kostenlos), im Fernsehen wirds immer krasser; selbst wir Erachsenen haben Schwierigkeiten das "ordentlich zu verarbeiten" - was passiert denn da erst mit den jugendlichen Kindern???

Und ich habe schon meinen Sohn (12) erwischt beim Pornos schauen und SB... bei uns in der Familie gehen wir sehr offen mit Sexualität um und sprechen auch sehr offen darüber, deswegen fiel es mir nicht schwer, ihm zu erklären was und warum das nicht in Ordnung ist und eben nicht natürlich ist Pornos zu konsumieren und sich dabei selbst zu befriedigen.

Er verstand es, auch seine ältere Schwester (15) habe ich mit ins Boot geholt, wobei dieses Problem bei den Mädels nicht so gravierend ist.... nur werden sie dann auf andere Art und Weise  mit diesem Problem konfrontiert, in dem dann abgecheckt wird, was so eine Braut dann alles kennt, machen würde und machen sollte um eine "gute Bitch" zu sein, widerlichstes Kopfkino bei den Jugendlichen aber in Reallife startet da gar nichts, nur dummes und sich aufpeitschendes Gerede, da gehört dann Pornoslang schon zum normalem Umgangston... widerlich sowas.
Ich dachte ich hör nicht richtig, als ich sowas von meinen älteren Kindern schonmal erzählt bekam, was in den Schulklassen und auf den Schulhöfen so geredet wird. Mir wird nur Angst und Bange, wenn ich daran denke, dass irgend so ein gestörter Bengel denkt, er könne sowas von meiner Tochter verlangen oder einer meiner Söhne denkt, es wäre normal von einer Frau sowas zu verlangen.... und wie ich es so mitbekam konsumieren die Jugendlichen hauptsächlich Pornos über ihre Handys und Smartphones...

Meine Durchhalteparole war und ist "Sei Du selbst und nicht was andere von Dir wollen was Du sein sollst!" und dazu musste ich mir eben sehr viele Dinge bewusst machen und werden... in meine Familie registrieren alle meine Veränderung und nehmen es absolut positiv wahr... in meinem Freundeskreis siehts leider n bisschen anderes aus, da wird immernoch achtlos konsumiert!
Nun bin ich nicht der Missionierer, der andere zu ihrem Glück zwingen will...aber ich beobachte eben bewusst bei ellen Menschen die Veränderung um mich herum...sehr häufig nicht zum Guten.
Das spreche ich dann einmal an und wenn ich merke, dass das bei den Leuten nicht gut ankommt, dann lasse ich es...finde ich zwar schade aber ich zwinge niemanden zu seinem Glück!

Irgendwo las ich mal einen richtig guten Text wie es in unserem Gehirn zur Dopaminausschüttung kommt und wodurch dieser ausgelöst wird und was bei Missbrauch dadurch geschehen kann (ich denke die meisten hier kennen das Problem.)

Wenn wir uns erst bewusst machen wie in uns der Zustand der Erregung erst ausgelöst wird, immer weiter erregt bis zum Höhepunkt, dann können wir auch da ansetzen uns zu "heilen"

Einige Male mache ich das ganz bewusst, nicht um dem "Glücksgefühl" nachzujagen, sondern um mich zu beobachten - durch was oder wen wurde ich jetzt erregt, kann ich das bewusst stoppen oder nicht und "muss das bis zum Ende durchziehen" bis eben dieses Glücksgefühl (die vermeintliche Erlösung)einsetzt.

und wenn dieser Zustand der Erregung bewusst herbeigeführt wird (durch Werbung, Bild, Film, anzügliche Bemerkungen, anzügliche Kleidung, usw...) dann kann man wirklich von Manipulation sprechen. Und ich persönlich habe eine tiefe Abneigung wenn man mich manipulieren will, ich also nicht Herr meines Willens bin... das macht es mir sehr leicht mich dieser Manipulationsversuche zu erwehren... klappt nicht immer aber tatsächlich zu 99% und das ist mit viel wert!

Man könnte es tatsächlich mit der Schokoladen- oder Süssigkeitensucht bei Frauen vergleichen. Das kann ich sehr gut mit meiner Frau besprechen, weil das bei Ihr tatsächlich so der Fall ist. Wenn sie bestimmte Süssigkeiten zu sich nimmt bemerkt sie wie sie sich glücklich dabei fühlt... dann sind alle Nachteile völlig egal und genauso ist es mit der Pornosucht auch... man tut seinem Körper etwas schlechtes, durch den übermässigen und massiven Konsum aber für den Moment ist es dann egal, das böse erwachen kommt erst danach oder viel später wenn das Kind dann schon fast ertrunken im Brunnen liegt (krasses Bild, sorry aber so ist es.)

Wir müssen uns diese Tatsachen stets und ständig vor Augen halten, weil die Manipulation und Verführung liegt auch ständig auf der Lauer!
Ich hoffe das wurde jetzt nicht zuviel Text...  Tongue

Bis dahin, Marko
Hallo an alle,
ich möchte euch wieder ein kurzes Update von mir geben. Zunächst danke Marko für deine ausführliche Nachricht. Deine Ansichten teile ich durchwegs und deinen offenen Umgang mit dem Thema in deiner Familie kann ich nur bewundern. Ich habe niemanden im Familienkreis und schon gar nicht unter den Freunden, mit denen ich das Problem besprechen könnte.

Nun zu mir. Ich bin seit März wieder solo und war in den letzten Wochen mit einigen ansprechenden Damen in Kontakt, von denen ich mir mit der einen oder anderen durchaus eine gemeinsame Zukunft vorstellen hätte können. Wie das Leben halt so spielt, haben sich mittlerweile alle meine hoch gesteckten Erwartungen in Schall und Rauch aufgelöst. Das hat mich in ein emotionales Tief geworfen, welches ich leider wieder mit SB und auch Pornokonsum zu bekämpfen versuchte. Schokolade oder Sport wäre wahrscheinlich die gescheitere Strategie gewesen, aber da bin ich falsch programmiert ...
Das Tief habe ich aber jetzt hinter mir und ich schaue mit Selbstvertrauen in die Zukunft, egal ob sie mit oder ohne einer Frau an meiner Seite stattfindet. Inzwischen bin ich immerhin schon wieder 10 Tag "auf Kurs". Aber der Teufel schläft nicht, wie es so schön heißt. Als ich nämlich gestern Abend nach einer feuchtfröhlichen Feier nach Hause gekommen bin, wollte mir mein innerer Schweinehund einreden, dass ich mir so eine Videokonferenz vor dem Computer doch längst wieder verdient hätte. Letztendlich konnte ich ihn aber in die Schranken gewiesen. Hab dann als Ersatzhandlung mit einem "50 Shades" Schmuddelbuch in der Hand lustlos an mir herumgespielt, aber bald eingesehen, dass das nichts bringt und bin dann ohne Orgasmus ins Bett gegangen.
Grundsätzlich glaube ich nicht, dass ich ganz ohne SB auskommen werde, solange ich keine Partnerin habe, dazu kenne ich mich gut genug. Aber der Bildschirm hat dabei nichts verloren. Wenn ich durch Arbeit, oder im Urlaub abgelenkt bin, verliere ich tagelang keinen Gedanken an SB. Kleine Unterbrechungen des Alltags, wie eine Geburtstagsfeier etc., bei der natürlich auch Alkohol fließt, können die Sache aber schnell ändern. Da kann mich schon ein großzügiges Dekolleté in der Feierrunde auf schlechte Gedanken bringen. Letztlich, denke ich, ist alles eine Frage des inneren Gleichgewichts, das man hat oder eben nicht. Es gilt für mich herausfinden, welche bewussten oder unbewussten Bedürfnisse ich mit SB und Porno kompensieren möchte. Chronischer Schlafmangel gehört zum Beispiel dazu, das ist mir klar, aber es geht nicht nur um körperliche Bedürfnisse. Mal sehen, an welchen Schrauben ich drehen muss.

Ich wünsche euch einen erholsamen Urlaub.

Liebe Grüße, Rudi
Hallo Rudi,

es ist ein wichtiger Schritt, den du gehen willst: Du willst (und musst) wissen, was dich in die Muster des Pornokonsums drängt. Wenn du das weißt, kannst du schon frühzeitig gegensteuern. Denn wenn man erstmal die Pornosseite an geklickt hat und der Porno heruntergeladen ist, dann wird man in auch anschauen. Und dann geht die Sucht ihren Lauf.

Ich habe auch für mich den Schlafmangel in Kombination mit Alltag als mögliches Risiko gefunden. Daher achte ich an solchen Tagen besonders darauf, dass ich keine Pornoseiten oder Sexchats aufrufe. Das sind dann meist die Tage, an denen ich dann mehr als 1x masturbiere - aber das ist mir "lieber" als dass ich wieder mit Pornos anfange.

Mach weiter so Rudi - du bist auf deinem gutem Weg
Hallo,

nach 8 Monaten Sendepause möchte ich mich auch wieder einmal zu Wort melden, um euch eine kurze Zwischenbilanz meiner Anti-PMO Bemühungen zu geben.

Da ich nach wie vor keine Partnerin habe, war mir bis jetzt klar, dass der Hard Mode für mich auf Dauer nicht in Frage kommt. In den vergangenen Monaten habe ich dann auch in Abständen von 2 - 3 Wochen masturbiert, allerdings selten ohne Zuhilfenahme von Bildern, was immer mein Ziel war. Pornos üben auf mich nicht mehr die Anziehungskraft aus wie früher, weil sich im Prinzip ja die Darstellungen immer wiederholen und mich in der Zwischenzeit das ganze Lügengebäude, auf dem sie aufgebaut sind mehr ab- als antörnt. Aber auch normale Softcorebilder waren für mich Grund genug, um meinen Counter zurückzustellen. Und das ist seit meinem letzten Post sicher an die zehn Mal passiert.

Das letzte Mal war das am Faschingsmontag (12.02.) der Fall. Seitdem versuche ich erfolgreich, ganz ohne Wichsen auszukommen, habe mich auch nie berührt und mir keine Bilder mehr angeschaut. Naja, mit 2 Ausnahmen. Einmal habe ich eine Unterwäsche-Werbung vom Otto-Versand angeklickt, mit dem Erfolg dass mich diese Reizwäsche beim Surfen im Internet einen Monat lang verfolgt hat. Dass konnte ich aber locker wegstecken. Dann hab ich auf der Suche nach einer CD eine 12 Jahre alte Bildersammlung entdeckt. Da musste ich mich kurz durchklicken, sonst hätte mir das keine Ruhe gelassen. Aber die Hose ist zugeblieben.

In 2 Tagen mache ich die 4. Woche fertig, für mich eine neue Dimension denn ich bin sicher, dass ich es in den vergangenen 15 Jahren, solange ich alleine war kaum mehr als 14 Tage ausgehalten habe ohne Hand anzulegen. Was aber nicht heißt, dass ich während meiner sporadischen Beziehungen immer darauf verzichtet hätte.

Vor 4 Wochen also habe ich beschlossen, den Hard Mode zu probieren. Allerdings möchte ich kleinere Brötchen backen und begnüge mich vorläufig mit dem Halbmarathon. Was heißt, dass ich von Faschingsende bis Ostern nicht masturbieren möchte, das sind 46 Tage. Nicht ganz zufällig ist das für Leute mit christlichem Bezug die Fastenzeit. Ich staunte nicht schlecht, als letzte Woche der Pfarrer die Gläubigen aufforderte, eine Woche lang "mit der Hand" zu fasten. Da hätte ich fast applaudiert. Die meisten werden wohl gerätselt haben, was darunter zu verstehen sei. Und einige Männer werden wohl die richtigen Schlüsse gezogen haben.

Wenn ich den Halbmarathon ohne weitere Probleme knacke, wovon ich ausgehe, denn das sind ja nur mehr 3 Wochen - bin ich sicher motiviert, die volle Distanz anzugehen. Mal sehen.

Vielen Dank allen, die hier regelmäßig posten. Ihr seid mir eine große Hilfe. Impulse kommen genug und es sollte uns immer bewusst sein, dass ein Rückfall nur einen Klick entfernt ist. Darauf konnte ich, und kann ich weiterhin gut verzichten. Statt dessen lese ich eure Erfahrungsberichte und nehme Anteil an euren Problemen. Es tut gut zu wissen, dass man nicht alleine auf weiter Flur steht.

Viele Grüße, Rudi
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