Porno-Sucht.com Forum: Nofap, Erektile Dysfunktion und mehr.

Normale Version: Der zweite Anlauf...
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Ich danke dir für deine Meinung. Ich stimme dir auch zu, dass es wichtig ist seine Sexualität zu kontrollieren, das habe ich nämlich auf die harte Tour lernen müssen, als es paar Avancen von Frauen gab, aber ich nicht konnte, oder mir nicht sicher war, ob ich schon wieder konnte. Prinzipiell bin ich selbstbewusst, ich habe keine Scheu mich mit Frauen zu unterhalten oder mit Ihnen zu flirten.
Aber un der Tat kann ich mich nicht auf eine tiefe Beziehung einlassen. Ich denke, dass es bestimmt damit zusammen hängt, dass ich mir sicher bin ob es die richtige ist. Ich war vorher in zwei Beziehungen, die zwischen 2 und 3 Jahren hielten. Ich war aber nie RICHTIG verliebt. Meistens ging die Trennung von mir aus, und richtigen Liebeskummer hatte ich auch nie( das letzte Mal vor 18 Jahren) . Ich dachte irgendwie, dass die Emotionen sich im Laufe der Zeit kommen würden. Bei meiner letzten Beziehung habe ich nach 6 Monaten die Reißleine gezogen, weil ich das Muster erkannt habe. Ausserdem bin ich in einem Alter in dem die Frauen aufgrund der biologischen Uhr schneller schwanger werden möchten.

Deshalb habe ich mir auch vorgenommen, dass ich mich nur noch auf eine Beziehung einlassen werde, wenn ich richtig verschossen bin. Aber wiederum möchte ich die Zeit nutzen meine Sexualität auszuleben. Es ist echt ein schwieriges Dillema. Naja, und da fällt mir doch ein Punkt ein, der meinem Selbstvertrauen zusetzen kann - mein Stehvermögen. Ich habe die letzten Wochen genutzt mein bodenbecken Training durchzuführen. Wenn das nicht greift, wäre schon ziemlich blöd.

Ich bin momentan für alles offen, wenn sich sexuelle Abenteuer ergeben würden sage ich nicht nein. Wenn ich das Gefühl habe, dass ich die "Frau fürs Leben " gefunden habe, greife ich ohne zu zögern zu. Dennoch konzentriere ich mich nur auf meine Prüfungen, ab Mitte Dezember kann ich meine Energien frei verteilen. aber bei dem Wetter ist unmöglich nicht zu gucken. Ich bleib dran!
Ne, den Anspruch hatte ich auch schon vorher. Mich nervt diese Oberflächlichkeit auch. Ich werde sie aber nicht los...

Edit: ich muss auch hinzufügen, dass eben den Freundinnen nicht mal das optische war, sie waren schon hübsch. Ich war einfach nicht verliebt. Ich könnte auch ein toomodel als Freundin haben, und es könnte sein, dass ich mich nicht verliebe.
Nicht wirklich, ich möchte auch Kinder haben und so. Ich habe nur gemerkt, dass es für mich wichtig ist, dass ich bei einer gemeinsamen Wohnung Platz brauche, um mich auch mal zurückzuziehen. Aber vielleicht waren es auch nie die richtigen.
Tag 90

Es ist endlich soweit, das erste Etappenziel ist erreicht. Und diesesmal habe ich es sogar im Hardmode geschafft. Es ist nicht wirklich so, dass ich diese Variante als Notwendigkeit betrachte. Aber so wie Fasten vom gesundheitliche Aspekt her unnötig ist, aber umsomehr für die Willenskraft wichtig sein kann.

Nun ja, alles beim Alten, paar mal war ich schon kurz davor zu onanieren. Ich war auch heute wieder auf den Seiten, um mich nochmal zu vergewissern, dass ich nichtes verpasse. Ein Zeichen dafür, dass ich mich nicht ganz los davon gerissen habe. Aber wenn das schlimmst was mir passieren kann, alle paar Wochen auf irgendeiner Seiter rumzuklicken, kann ich ganz gut damit leben.

Vor paar Tagen habe ich eine Frau über eine Dating App kennengelernt. Wie hätte es auch anders sein können, es war eine die bei mir im Studio traininert. Um genau zu sein, habe ich sie direkt einen Tag vorher erst kennengelernt. Darauf hin haben wir uns zum Spazierengehen verabredet. War an sich ganz nett, aber ich merke, dass ich nicht ganz hin und weg bin. Heute hat sie mir geschrieben, dass sie ziemliche Kopfschmerzen hat und dass diese von Rückenverspannungen her rührten. Nach langem hin und her bin ich dann um kurz nach 22 Uhr (da ist es ja jetzt schon dunkel), zu ihr gefahren. Ich habe ihr auch versprochen, dass nichts "komisches" passieren wird. So war es auch. Und zudem hätte auch nichts passieren können, weil ich nämlich auch seit Wochen so eine blöde Warze an meinem Penis habe, die ENDLICH nächste Woche entfernt wird.

Naja lange Rede kurze Sinn. Jetzt nach 90 Tagen umsomehr, merke ich, dass ich mich auf Beziehungen einlasse, weil ich ein sehr starkes Bedürfnis nach körperlicher Nähe habe, nicht mal Sex sondern knutschen und kuscheln und so. Und da irgnoriere ich, dass ich mich wieder auf eine Beziehung einlasse, die zum Scheitern verurteilt ist. Das muss ich auf jeden Fall mal in den Griff bekommen. Heute erstmal hoch die Tassen! Allen anderen wünsche ich viel Kraft beim Durchhalten. Wie bleiben dran!
Danke!
Stark! Glückwunsch!
Viele Dank free123 !

TAG 96

Nun befinde ich mich auf der Ziel geraden, noch 4 Tage und ich habe die 100 Tage im Hardmode geschafft. Vorgestern war ich beim Urologen und habe mir endlich diese hässlichen Warzen entfernen lassen. Ein weiterer Schritt zu einem sexuell gesunden Leben. Evtl. Übernachte ich heute bei einer Frau, die ich vor 2 Wochen kennen gelernt habe. Wir haben uns darauf geeinigt keinen Sex zu haben. Sie glaubt mir zwar nicht, dass ich - als Mann - es schaffe ohne irgendwelche komischen Dinger zu probieren, aber Aufgrund der "OP" könnte ich eh nicht, selbst wenn ich wollte. Das wäre heute abend dann das zweite Ereigniss zu einem Hattrick der Abstinenz.

Und noch ein Erfolgserlebnis: ich konnte gestern dem Reiz, des kontrollierten Pornoabchecken widerstehen. Ich habe gemerkt, dass ich mittlerweile eine tiefe Überzeugung habe, dass ich gar nichts verpasse. Es zeigt mir, dass ich mich immer weiter innerlich von den Pornos verabschiede.
Auch wenns verspätet ist, herzlichen Glückwunsch zu den 90 Tagen und für das Tagebuch. Das motiviert sehr und Du bist daher ein großes Vorbild für mich.
Danke Christian, ich freue mich weiter darauf über deine Erfolge zu lesen.
So da sind sie die 100.

It´s been a long way… Wobei ich gar nicht finde, dass es sich so lange angefühlt hat. Wahrscheinlich ist das die tolle Eigenschaft unseres Gehirns, schlechte Sachen auszusortieren und mehr die guten Sachen in Erinnerung zu behalten. Eigentlich war es ja nicht mein Plan im Hardmode durchzuziehen, dennoch bin ich hier und sehr zufrieden. Um mich etwas vor der Klausur entspannen, habe ich mir heute Morgen einen Wank gegönnt. Hat zwar nichts am Klausurresultat geändert, war aber ein Versuch wert. :-)

Wie ich ja schon erwähnt habe ist es mein zweiter ernsthafter Anlauf, dazwischen waren paar nicht ernstzunehmende Anläufe, die aber nach zwei Tagen schon wieder zu Ende waren. Dieses Mal fiel es mir leichter, weil ich schon wusste was mich erwartet, schlechte Stimmung, schlapper Penis und überall nur Frauen, wenn man sie nicht braucht. Zu wissen, was auf mich zukommt machte es für mich einfacher. Und ich frage mich, ob ich nicht durch das Lesen anderer Artikel, zu sehr regelrecht auf diese Stimmungsschwankungen und Flatlines gewartet und geachtet habe und mich noch mehr da hinein gesteigert habe.

Ich las einen Artikel über einen Psychologen, der behauptet, dass Porno-Sucht und erektile Dysfunktionen in seinen Studien in signifikaten keinem Zusammenhang stehen, bzw. nicht als alleinige Dispositionen dafür in Betracht kommen können. Und wenn ich so darüber nachdenke, ist da etwas dran. Denn die Sucht scheint einer der Symptome zu sein, die mit anderen tieferen Problemen einhergeht. Beim Lesen andere Tagebücher habe ich den Eindruck, dass der Großteil von uns auch wegen anderen Sachen schon mal in therapeutischer Behandlung war. So ist es zumindest bei mir der Fall: Sucht spielte in meiner Familiengeschichte eine Rolle. Von daher bin ich quasi Kandidat Nummer 1 – ja sogar fast vorprogrammiert. Da ist es ja regelrecht bescheuert, dass ich mir Selbstvorwürfe gemacht habe.

Was ich damit eigentlich sagen möchte ist, dass jeder von uns sein Päckchen im Leben trägt. Und um Cora E. aus ihrem Underground HipHop-Hit „Schlüsselkind“ zu zitieren: „Es wäre nichts so wie es ist, wär' es damals nicht gewesen wie es war.“ Es hat sich keiner wirklich ausgesucht Porno-Junkie zu werden. Aber die Tatsache, dass wir hier im Forum sind, ist schon einer der größten Anzeichen, dass wir bereit sind für unsere Selbstwirksamkeit zu kämpfen. Jeder von uns hat seine eigene Geschichte und jeder hat es schwerer oder leichter seine Probleme in den Griff zu bekommen. Wir sollten dennoch stolz darauf sein, dass wir es Tag für Tag versuchen. Jeder wird seinen Weg aus der Sucht finden und rückblickend feststellen, dass jeder Versuch sich ausgezahlt hat.

Ich danke euch, dass ich mich euch mitteilen und mich mit euch austauschen darf. Dies hat auf jeden Fall einen großen Teil dazu beigetragen, dass ich die 100 erreicht habe!
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