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Hi! Kurz meiner Suchtgeschichte:

Seit einigen Jahren verbrachte ich wöchentlich 10 bis 20 Stunden mit Onlinepornographie.
Anfang des Jahres war ich richtig verzweifelt mir und wurde seit längeren bewusst, dass ich etwas daran ändern werde.
Ich arbeitete das Lavarioprogramm durch und konnte meinen Konsum damit schrittweise reduzieren.

Vom 12.05 bis zum 07.06.2017 war ich tatsächlich komplett ohne Pornographie.
Dann bröckelte alles wieder und ich war von der Zeit her, die ich mit Pornographie verbracht habe,
wieder beim Ausgangsniveau, allerdings nur ein paar Tage. Gestern hatte ich eine erste Hypnosesitzung.
Es fühlt sich gut an. Mein Hypnotherapeut sagte mir, dass die Hypnose jedoch nur einen geringen Teil
des Gesamtpacketes ausmachen kann. Ich werde an mir arbeiten, in mich hineinhören.

Der Zeitraum von Mai bis Anfang Juni ohne Pornographie war größtenteils sehr angenehm.
Ich konnte anderen Menschen wieder besser und länger in die Augen sehen,
das Flirten lief genau wie immer sehr gut.

Ob ich in der nächsten Zeit wieder eine Beziehung habe oder nicht ist mir ziemlich egal.
Bin eh sehr viel mit meinem Studium beschäftigt und durch die Pornosucht ist Sexualität
für mich im Moment nichts besonderes, außer das bei echten Sex das Risiko einer Schwangerschaft besteht.

Wahrscheinlich war das genau einer der Hauptvorteile, den ich in der Pornographie sah.
Niemand kann dadurch schwanger werden. Allerdings ist Pornographie für meine Zukunft keine Option mehr.
Gerade in meinem Studiengang gibt es einige Mädels, die genau wie ich nicht unbedingt eine Familie gründen möchten.

Bin in jedem Fall gespannt, wie mein Leben in ein paar Wochen, Monaten und Jahren ohne Pornographie aussieht.
Hallo hier und alles Gute! Viel Durchhaltevermögen wünsche ich Dir!
Kannst Du ein paar Worte zu diesem Lavarioprogramm schreiben? Ich kenne das nicht. Worauf basiert das? Was muss man machen?
Wäre super, wenn Du ein paar Infos teilen könntest.
Hallo! Ja kann gern ein paar Worte schreibe. War Anfang des Jahres sehr verzweifelt und hab stundenlang nach einer sinnvollen Methode gesucht um von der Pornosucht loszukommen. Beim Lavarioprogramm geht es u.a. darum, den Pornokonsum von Woche zu Woche schrittweise (um 20 %) zu reduzieren.

Bsp:

durchschnittlicher Konsum zu Beginn: 16h

Erste Woche: 16h*0,8=12,8h
Erste Woche: 12,8h*0,8=10,4h
Dritte Woche: 10,4h*0,8=8,2h

Das solange, bis du die Pornos von alleine weglässt.
Auf der anderen Seite kannst du dir mit dem Programm die Ursachen für deine Sucht erarbeiten.

Mir hat es sehr geholfen. Wenn du Frank Lavirio bei YT eingibst,
findest du auch einige Videos dazu. Bewältigt habe ich die
Herausforderung mit der Sucht allerdings noch nicht ganz.
Denke mal, dass ich auf einem gutem Weg bin.

Danke, wünsche dir auch viel Durchhaltevermögen!

Heute war Tag drei nach meinem letzten Rückfall.
War teilweise schwierig, irgendwie ging es dann doch.
Freue sehr morgen wieder zum Studium zu gehen.

Habe mir vorhin ein Video über die Neuroplastizität, also Anpassungsfähigkeit des Gehirnes ansehen.
Ging eher um Zwangsstörungen, vielleicht fällt die Sucht nach Pornographie da auch irgendwie mit rein.

Demzufolge kann ich von einer Fehlvernetzung in meinem Gehirn ausgehen.
Wenn eine Suchtattacke kommt, können evtl. folgende Schritte helfen:

1. Verlangen als Fehlschaltung des Gehirnes identifizieren
2. Mir sagen, dass mein Gehirn gerade freidreht
3. Etwas anderes wie z.B. Sport machen
4. Suchtdruck als nutzlose Ablenkung betrachten
Tag 4:

Gestern Abend wurde mir bewusst, dass ich bezüglich meiner Genesung von der Pornosucht niemals aufgeben werde, ganz gleich was passiert.
Und wenn ich noch hundert Rückfälle haben werde, selbst das ist kein Grund zum aufzugeben.

Langfristig werde ich mir in meinem Leben genau die Umstände schaffen,
die diese Sucht im Keim ersticken lassen werden.

Habe mir gestern Abend noch mal meine Gründe durchgelesen,
warum ich von der Sucht wegkommen will.

Bin gerade in Kampflaune, obwohl ich das Leben sonst eher als Spiel betrachte.
Egal, wie oft mich die Sucht auf den Boden wirft,
ich werde genau einmal öfter aufstehen.
Heute hatte ich insgesamt wenig Gedanken an Pornographie.
Als ich in vorhin der Stadt war hab ich einigen Frauen auf den Hintern geschaut, kann daran nichts schlimmes finden.
Ansonsten hoffe ich mal, dass der morgige Tag wieder recht entspannt sein wird.
Tag 5:

Bin heute irgendwie ein wenig lustlos. Im Prinzip gibt es soviel für mein Studium zu tun, allerdings ist meine momentane Motivation
etwas im Keller. Wahrscheinlich setzt gerade der Entzug etwas ein. Würde einfach gern mal ein paar Tage durchschlafen.
Am liebsten wäre es mir, wenn sämtliche pornographischen Bilder einfach so aus meinem Kopf verschwinden würden.

Überlege, ob ich jetzt ein wenig Sport mache, obwohl ich eigentlich keine richtige Lust dazu habe.
Im Prinzip weis ich genau, dass es mir hinterher wieder bessergeht. Es hilft wohl alles nichts,
werde jetzt meine Sportsachen anziehen und nach draußen gehen.
Der sechste Tag ist so gut wie geschafft. Hab heute eine Vorlesung sausen lassen um zu Hause produktiv zu sein.
Gegen Mittag wurde ich ein wenig aggressiv, sicherlich der Entzug.
Bin dann laufen gegangen und danach war es wieder in Ordnung.

Lese hier gern andere Tagebücher. Es sind mir schon einige Mitglieder mit einen Counter im dreistelligen Bereich begegnet.
Finde das sehr ermutigend und freue mich jedes Mal aufs Neue darüber.
Ja, auch mir helfen die Tagebücher immer wieder in schwachen Momenten mich wieder genügend zu motivieren. Solche Worte des Zuspruchs sind immer sehr hilfreich

Wünsche dir weiter viel Erfolg hier und einen guten Lauf
@Ralf Ich danke dir. Wünsche dir auch einen guten Lauf.
Du hast ja auch schon sehr lange durchgehalten.
Finde, dass du echt stolz auf dich sein kannst.
Nein, ich bin nicht stolz auf mich. Ich fühle mich immer noch als ein schlechte und schmutziger Mensch. Ich wünschte, ich hätte mit dem Mist nie angefangen. Er hat mir so vieles kaputt gemacht.

Und warum sollte ich stolz darauf sein, nur weil ich es was lasse, was mir, meinem Körper und meiner Partnerin schadet?

Aber Danke Gewinner - ich verstehe was du meinst und darum mache ich weiter
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