Porno-Sucht.com Forum: Nofap, Erektile Dysfunktion und mehr.

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Es ist völlig doof sich dafür zu schämen. Das Verhalten legte ich in der Vergangenheit immer an den Tag. Wurde es schwierig brach ich Kontakte ab, kündigte meinen Job usw. Dann suchte ich mir was Neues.

Vor der Pornosucht kann ich/man nicht davonlaufen.

Eine Woche durchzuhalten fällt mir nie schwer. Dann kommt der Rückfall. Am nächsten Tag starte ich wieder. Beim Neustart bin ich psychisch total im Keller. Diese Woche am Montag früh saß ich in der Küche am Boden und habe mich selbst bemitleidet. Mir fehlte die Kraft ein Frühstück für meinen Sohn zu machen. Das sind Momente die ich nicht mehr erleben will. Das ist es nicht wert. Mein Sohn bekam dann natürlich sein Frühstück aber ich kam 1 Stunde zu spät zur Arbeit...
Hallo Nauron,

ich kann dem was die Phoenix mit auf den Weg gegeben hat nur zustimmen.

Du kannst nicht nur vor der Pornosucht nicht davonlaufen, du kannst auch vorm Leben nicht davon laufen.

Ein Gefühl der Zufriedenheit und Ausgeglichenheit wirst du nur erleben, wenn du deine Probleme löst. Das Bewusstsein seine Probleme lösen zu können gibt dir Souveränität und Stärke, weil du dich dann eben nicht mehr hilflos fühlst. In der nächsten vergleichbaren Situation wirst du dann eben viel gelassener sein.

Es gibt nur wenige Menschen, denen ihr Lebtag die Sonne in den Arsch scheint und für die Andere ihre Probleme lösen. Für alle anderen gilt, dass Leben bedeutet Verantwortung zu übernehmen und Herausforderungen zu meistern.

Ich denke, auch gerade im Hinblick auf deinen Sohn solltest du dir dies zu Herzen nehmen.

Steh auf und kämpfe!
Hey Nauron,
mit dem Schritt, dass du dich wieder im Forum gemeldet hast, bist du einem Großteil der Süchtigen voraus!

Jetzt zeige auch weiter Kraft und Mut und zieh das durch!

Du kannst versuchen, dir aufzuschreiben, wie du dich fühlst, wenn du rückfällig geworden bist. In diesen Momenten, in denen du am Boden der Küche sitzt. Schreibe dir deine genaue Gefühlslage und Gedankengänge auf.

Wann immer du schweren Suchtdruck verspührt, bringe die Kraft auf, dir das Geschriebene durchzulesen. Und nicht nur zu überfliegen, sondern es WIRKLICH zu verstehen.

Ich wünsche dir viel Kraft und will dich nicht nochmal im Forum vermissen müssen!
RedBlob
Mein Problem ist dass ich mit meinen Gefühlen nicht klarkomme. Ich bin nach einer Woche durchhalten angespannt, depressiv unruhig. Ich habe Verlustängste und träume auch immer davon dass ich alles verliere.
Die letzten Rückfälle fielen immer in die Zeit als diese Gefühle am stärksten waren.
Wenn mich jemand fragt an was das liegt könnte ich es erklären. Aber ich selber habe es nicht verinnerlicht.
Das Neue zuzulassen macht mir Angst. Ich kenne mich nur mit der Sucht. Die Sucht die normale Gefühle überdeckt.

Man darf die Sucht auch nicht nur sexuell sehen. Ich habe das "Glück" wenn ich 3 4 Tage ohne SB durchhalte ich ganz normal GF haben kann. Da kommt allerdings schnell das Gefühl hoch man kann das Ganze kontrollieren.
Dir Psyche leidet aber noch stärker und mir gehts dann schlecht.

Heute ist ein schwieriger Tag aber ich werde durchhalten.
Mir gehts nicht wirklich besser.
Aber ich habe über eine Woche ohne Rückfall durchgehalten.
Nächstes Ziel sind 2 Wochen.
Ich bin immer noch dran. Mit Höhen und Tiefen.

Ich haber aber erkannt dass ich ohne professionelle Hilfe immer wieder Scheitern werde. Seit 4Wochen bearbeite ich meine Probleme, es ist bei weitem nicht nur die Sucht, zusammen mit einer Psychotherapeutin. Es ist noch ein weiter Weg aber es geht vorran. Ich werde immer wiedermal meine Fortschritte hier mitteilen.

Lg
(08.03.2019, 20:05)RedBlob schrieb: [ -> ](...)
Wann immer du schweren Suchtdruck verspührt, ... (...)


Das mit dem "Suchtdruck" ist doch eine Ausrede, also mal ehrlich! Ich kann nicht anders, ich konnte nicht anders, der "Druck" war halt zu groß. Was für ein Druck? Wo drückt es denn im Körper?


Jeder Rückfällige weiß doch ganz genau, warum er rückfällig geworden ist. Er ist doch nicht irgendeinem "Druck" zum "Opfer" gefallen. Es hat sich aus freien Stücken entschieden, und er weiß ganz genau, die Entscheidung hätte anders ausfallen können, wäre da nicht dieser "unwiderstehliche" Druck gewesen. 

Wenn ich eine Treppe herunter gehe und ins Stolper gerate, dann kann ich auf eine automatische Reaktion meines Körpers vertrauen, die mir hilft wieder in den richtigen Gang zu kommen. Aber kein "Druck", kein "Trigger" muss (!) als Reaktion "Porno" bedeuten. 
Nach langem melde ich mich wieder zurück. Bin nun seit ein paar Tagen wieder auf einem guten Weg.

Durch meine Therapie habe ich viel aus meiner Vergangenheit aufgearbeitet. Weiß nun auch warum ich süchtig bin. Wie ich damit umgehe ist nun die große Herausforderung. Ich möchte jetzt wieder mehr schreiben.
Ich habe den Montag überstanden. Montag war im letzten Jahr immer eine Gefahr. Immer nach dem WE war die Gefahr für einen Rückfall am größten.
Hey Nauron!

Willkommen zurück im Forum. Gehe diesmal die Sucht absolut an. Du merkst ja, dass sie dich immer wieder einholen wird. Man kann sie nicht einfach vergessen oder verdrängen.

Es ist toll, dass du viel aus deiner Vergangenheit aufarbeiten konntest.

Wenn Montag immer eine große Gefahr ist, arbeite dir eine Montagroutine ein. Arbeitest du im Moment? Wenn ja, geht es ja um die Zeit vor und nach der Arbeit.
Regel diese Zeit ganz genau, damit du immer genau weißt, was du gerade machen sollst.

Aufstehen -> Duschen -> Aufräumen -> Kaffee und Frühstück -> Aktivität bis du los musst (Das kann meditieren sein, ein Instrument üben, oder was auch immer du willst)

Es ist wichtig, dass du diese Morgenroutine jedesmal knallhart durchziehst. So wird es jedesmal leichter.

RedBlob
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