Porno-Sucht.com Forum: Nofap, Erektile Dysfunktion und mehr.

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Lieber Underworld,
Ich glaube genau das ist es was die Partnerinnen auch nicht verstehen können und was dann auch nach und nach zu den psychischen Problemen bei den Frauen führt. Ich meine, so wie du das siehst, mit der Befriedigung durch und mit der Partnerin, so sollte es ja auch in einer normalen und gut funktionierenden Beziehung laufen. Leider zeigen die Geschichten hier, dass es leider nicht immer so ist. Mein Mann sagt, für ihn hat das eine nichts mit dem anderen zu tun. In seinem Kopf ist seine Sexualität und das masturbieren zu Pornos völlig losgelöst von der Paarsexualität und er sieht überhaupt nicht, dass das eine mit dem anderen zu tun hat. Manchmal denke ich, das was er sich vorstellt und wünscht ist eine Freundschaft Plus, keine Beziehung. Er würde gerne alle Freiheiten genießen, die er als Single hat, alle Frauen dann anschauen wann, wie und so lange er das will, ohne dass eine Partnerin da ein Problem damit hat. Aber eben mit dem Bonus einen lieben Menschen bei sich zu haben, der da ist, zuhört und sich kümmert und falls dann doch mal das Bedürfnis nach dem zwischenmenschlichen besteht dann auch da ist und bereit da mitzumachen. Das ist irgendwie nicht meine Vorstellung einer Beziehung und das macht es dann eben schwierig.

Ich drücke dir die Daumen, dass du eine liebe Partnerin findest, mit der du dich auf einer Ebene bewegst.

Liebe Grüße
Schmetterling
Hallo underworld,

die Frage, wie es so weit kommt, dass ein Mann lieber wichst statt echten Sex zu haben, kann ich dir vielleicht ein bisschen beantworten.

Das liegt nur insoweit an der Frau als dass sein Gehirn diese Frau und ihren Körper und wie sie agiert ja schon in und auswendig kennt. Es liegt meiner Meinung nach nicht an der Attraktivität der Partnerin oder dass der Mann übermäßige und unrealistische Ansprüche an die Partnerin stellen würde.

Durch den Konsum stellt sich nach und nach etwas um im Kopf. Im Netz ist ständig etwas Neues vor Augen und das befördert die Lust. Google mal Coolidge-Effekt. Dann im Bett mit der eigenen Partnerin wird es mit zunehmendem Konsum schwierig. Die Lust ist weg, weil das Gehirn sagt: „Langweilig… Kenne ich schon ….“ Und wenn es im Bett nicht mehr klappt, aber vor dem PC schon, was machen die Männer dann?

Du hast das Glück noch jung genug zu sein und beides zu können. Mein Mann konnte und wollte das auch jahrelang, bis es dann nicht mehr ging. Spätestens dann kann man es der Partnerin auch nicht mehr verheimlichen. Deshalb gibt es nur die eine Lösung. Mann muss sich entscheiden, was Mann lieber will. Wichser werden oder Partner. Ich wünsche dir die richtige Wahl!
Gestern, 19.02.2022, Tag 85 oP.
Danke für eure Beiträge.
Nur zur Klarstellung: wenn meine Partnerin mit mir zusammen Pornos schauen würde hätte ich überhaupt kein Problem damit.
Nach ein wenig Recherche über diesen Effekt bin ich auf eine interessante These gestoßen. Nämlich, dass die Monogamie die Beziehung völlig überfrachtet mit Erwartungen. Dass ich als Partner eben verantwortlich bin für die sexuelle Befriedigung meines Partners. Und wenn diese nicht funktioniert kann es oft nicht angesprochen werden weil dies ja die Wahl des Partners und die unausgesprochene Prämisse der Befriedungserfüllung in Frage stellen würde.
Tatsächlich habe ich es auch so erlebt. Als ich meiner Partnerin meine sexuelle Frustration und meinen Wunsch nach mehr mitteilte ( sowohl Frequenz als auch experimentell) gab es nur Schweigen, Weinen und Ignoranz. Keine offene Diskussion. Kein Nachfragen. Es hätte ja für den Anfang gereicht wenn sie gefragt hätte oder mir den Raum zur Mitteilung gegeben hätte.. Wenn ein Raum für Unterhaltungen da gewesen wäre. Nur weil ich etwas ausspreche heißt es noch lange nicht, dass ich es verlange.

Die Ursache allein dem Mann zuzuschieben erscheint mir zu simpel. Männer sind nun mal nicht direkt mit Hähnen zu vergleichen. Gerade bei Menschen kommt doch der Faktor der Kommunikation dazu.
Es ist doch ein typisches Henne Ei Problem. Waren erst die Beziehungsprobleme  und dann die Pornos oder erst die Pornos und dann die Beziehungsprobleme da.
Oder sind die Pornos nur Ausdruck eines tieferliegenden Problems?
Wenn Probleme auftreten mit dem Partner kann ich sie entweder mit ihm gemeinsam lösen (schwierig und anstrengend) oder ich weiche aus (kurzfristig einfach).

Aber das geht doch beiden Seiten so. Ich erinnere mich gut, dass meine Partnerin z.B. nie von sich aus aktiv würde. Da mussten die Sterne schon sehr günstig stehen! Ich habe sie darauf angesprochen aber nie eine Antwort erhalten die wirklich zufriedenstellend gewesen wäre. Das grundlegende Problem aus der Vergangenheit hatten wir geklärt. Aber den Umgang in der Zukunft nicht. Obwohl sie laut ihrer Aussage den Sex mit mir genießen konnte hat sie selbst nie begonnen und hat dieses Problem einfach ausgesessen. Vermutlich weil sie a) nicht darüber reden konnte und b) wusste dass ich sowieso irgendwann wieder ankomme.
Sie musste sich also überhaupt nicht um eine Lösung kümmern.

Chiara: ich weiß nicht wie alt dein Mann ist. Aber mal angenommen er könnte dich neben den Pornos auch noch sexuell befriedigen, wäre der Pornokonsum dann für dich in Ordnung?
Ich möchte gerne deine Frage an mich mit einem deutlichen Nein beantworten.

Du vergisst komplett den Aspekt der Sucht und die Auswirkungen einer Sucht. Deine Frage ist so als würdest du wissen wollen, ob ein Alkoholiker nicht doch wenigstens am Wochenende mal ein Glas Wein zum Abendessen trinken dürfe.

Ich glaube nicht, dass die Frauen hier gegen gelegentlichen Pornokonsum ohne Suchtproblematik etwas einzuwenden gehabt hätten.
In einer Beziehung ist doch immer das in Ordnung und erlaubt, was im gegenseitigen Einvernehmen passiert. Solange beide damit glücklich sind und man wenigstens im Groben weiß, was der Andere tut. Nichtwissen macht unsicher. Unsicherheit macht schlechten Sex.

Diese Sucht bewirkt doch, dass Frauen, auch die eigene, anders wahrgenommen werden. Durch die Pornobrille. Das Gesehene wird mit ins Bett gebracht und oftmals auch von der eigenen Frau verlangt. Pornos haben nichts aber auch gar nichts damit zu tun, was echten Frauen gefällt, was normale Frauen gut finden! Es fehlt komplett das Umwerben und das Gefühl, du bist gemeint, dich will ich.

Gleichzeitig nimmt die Lust auf die eigene Frau mit zunehmendem Konsum ab. Sie reizt nicht mehr, da kann sie machen was sie will. Mit den vielen Bildern im Netz kann keine normale Frau konkurrieren. Es wird viel mehr Zeit in der virtuellen Welt verbracht als mit der eigenen Frau oder den Kindern, der Familie. Arbeit wird nicht mehr erledigt, weil er sich im Netz verliert.

Süchtige verändern sich negativ. Sie lügen, machen Versprechungen, die sie nie vorhaben zu halten. Man ist kein Paar mehr, man wird zu Gegnern, wenn einer immer lügt. Zu einem Süchtigen kann man kein Vertrauen haben. Vertrauen ist die Basis einer guten Beziehung. Wenn er seine sexuelle Energie an fremde Frauen verschenkt, dann ist es Betrug an der eigenen Frau, die alleine bleibt und keinen Partner mehr hat. Hast du noch nicht gelesen, wie viele Frauen hier schreiben, ich wäre doch auch da gewesen und er zieht das Netz vor.

Wenn du das nicht verstehst, dann stelle es dir umgekehrt vor. Sie macht es sich selbst zu irgendwelchen Filmchen wesentlich öfter als mit dir. Sie wirkt unzufrieden mit dir. Du weißt nicht was sie guckt und wie oft, wie lange. Denn das ist ihre Welt, in der du nichts verloren hast. Du weißt nicht, welche Männer sie da bevorzugt anschaut, wie die bestückt sind. Na, merkst du was?

Zu deinen anderen Punkten würde mich interessieren, ob du zu dieser Zeit bereits nebenher Pornos geschaut hast und ob sie das wusste oder vermuten musste? Denn dann könnte ich dir eine Antwort aus meiner Sicht geben.

Vielleicht habt ihr auch einfach nicht harmoniert?

Wenn eine Frau zu weinen anfängt, könnte es aber auch sein, dass du das Thema falsch und verletzend angepackt hast. Es ist ja ein sehr sensibles Thema. Es klingt sehr fordernd was du da schreibst. Und wenn man so fordernd serviert bekommt, dass man im Bett nicht genügt, dann macht es das nicht besser.
Guten Morgen Liebe Chiara - in vielen Punkten stimme ich mit dir überein, es gibt aber tatsächlich eine Seite die ich anders sehe: Wenn du als Partner (egal jetzt ob Mann oder Frau) ein gegenüber hast, der/die nicht bereit ist mit dir über Sex zu reden, so liebevoll du es auch versuchst, und wenn es tatsächlich dann (hauptsächlich) Tränen gibt (selbst wenn nie ein Porno vorher gesehen wurde), dann wird es doch bald sehr sehr kompliziert... Dann würde ich als Partner doch zumindest verlangen können, dass sich der andere Partner damit beschäftigt was da los ist (Therapeut), denn dann ist ja die Sexualität beider blockiert.... ich habe das nun in meinem Leben zweimal erlebt, dass die Partnerin bei dem Thema völlig verschlossen war... Vielleicht war ich sogar schuld, aber ich habe es noch so sehr versucht, es kam nie etwas heraus was da los ist... Was machst du dann? Wenn du jemanden liebst? Du kannst gehen, oder den Porno Weg gehen, du kannst betrügen um noch Sex zu haben.... (alles nicht sehr schön, das gebe ich schon zu) dass dann ein Teufelskreis beginnt ist richtig, aber dann einfach den Mann zu verteufeln ohne zu sehen was vorher schon alles schief gelaufen ist....
Gestern, 20.02.2022, Tag 86 oP. Läuft alles ganz gut.
Nur ganz kurz. Natürlich habe ich hier die Kurzversion und Zusammenfassung meiner "Forderung" geschrieben. Ich bin sicherlich nicht so plump vorgegangen und habe gesagt: "Ey, du bist schlecht im Bett".
Das zeigt aber wieder wunderbar wie der Leser seine eigene Deutung des Geschriebenen vollführt. Auch gleich zu behaupten, ich könnte das Thema falsch und verletzend angepackt haben ist eine ziemlich heftige Unterstellung.  Da könnte ich jetzt genau so dir sagen, dass deine Fantasie ganz schön mit dir durchgeht aufgrund von ein paar geschriebenen Zeilen.

Noch ein kleiner Nachhang: tatsächlich hat sie den Vorschlag einer Paartherapie gemacht worauf ich mich sofort eingelassen habe. Als dann das Thema Sexualität aufs Tapet kam, hat sie das Ganze wieder abgebrochen. Ich stand wie der begossen Pudel daneben der nicht kapiert wie ihm geschieht. Auch hier wieder: Kurzversion. Vielleicht schreibe ich da nochmal was zu. Vielleicht auch nicht.
Hallo ihr Lieben,
auch wenn ich nicht angesprochen bin, würde ich gerne meinen Senf dazu geben Smile ich bin bei euch Männern, wenn ihr sagt, es ist eine wirklich schwierige Situation, wenn die Partnerin wenig Sex möchte, nicht offen ist, über Sex zu reden und es selbst in einer gemeinsamen Therapie nicht schafft sich zu öffnen. Ich denke in diesem Fall ist es eher so, dass die Frau ein Problem hat, was sie erst mal alleine lösen muss. Viele von uns Frauen haben hier aber den umgekehrten Fall erlebt. Der Mann war bereits in diesem Pornoding gefangen als Frau dazu kam. Mein Mann hat von Anfang an Pornos konsumiert. Es ist zu Beginn nur nicht aufgefallen, weil wir nicht zusammen gewohnt haben und wir uns auch nur an den Wochenenden gesehen habe . Oft nicht mal jedes WE. Für mich war damals schon klar, dass er Pornos schaut. Ich meine was soll Mann auch sonst tun, wenn Frau nicht in der Nähe ist. Für mich also alles safe. Was ich dann aber nicht verstanden habe und eben nach und nach zu meinen psychischen Problemen und auch den Beziehungsproblemen geführt hat war die Tatsache, dass er das dann nach dem zusammziehen nicht geändert hat. Er hat einfach weiter gemacht wie vorher, Pornos und SB waren seine Sexualität und ich habe da nicht reingepasst. Für mich völlig unverständlich war, dass ich da war, ich konnte nackt sein, in Dessous, im sexy Kleidchen da stehen in einer super skinny Jeans, er hat nichts davon zum Anlass genommen mit mir zu schlafen. Im besten Fall hat er noch an mir rum gemacht um dann an den PC zu gehen um es sich selbst zu machen. Für mich und mein Ego pures Gift. Und dazu kommt in unserem Fall. Seine Libido ist eh geringer als meine. Also wenn sich mein Mann dann nach drei Tagen entschieden muss, ob er lieber mit mir schläft oder aber lieber einen Porno schaut und es sich selbst erledigt und ich dann in den meisten Fällen gegen den Porno verliere bin ich der doppelte Verlierer. Natürlich könnte ich mir auch einen Porno anmachen ABER mir gibt dieser visuelle Reiz kein erotisches Gefühl. Es passt nicht zu meinen Vorlieben, es hilft mir nicht. Mein Ding ist es eher, zu sehen, dass meinem Gegenüber gefällt was er sieht. Mich würde es anmachen, wenn mir ein Mann bei meiner Masturbation zusieht und ich dann sehe und im besten Fall noch zu hören bekomme dass ihm das gefällt. Ich bin kein Visueller sondern ein Auditiver Typ. So… was also tun? Ich kann ja auch nicht in einer Beziehung nur weil es meiner Sexualität entspricht losgehen und mir einen Mann suchen, der mich bei meinem Vergnügen unterstützt. Oder wie würde sich denn mein Mann dabei fühlen, oder ihr als Partner?

Ich bin in dem Punkt bei Ciara, in einer Beziehung sollte alles erlaubt sein, solange beide Partner damit einverstanden sind und sich wohl damit fühlen. Wenn es einem in irgendeiner Weise unangenehm wird sollte überprüft werden, was man ändern kann, dass sich beide wieder wohl fühlen. Falsche Versprechungen und Lügen um das eigene Durchzusetzen führt zu unnötigen negativen Gefühlen die in einem Desaster enden. Für beide…

Tut mir leid, dass ich mich ungefragt eingemischt habe. Wollte meine Meinung dazu aber auch loswerden Smile


Liebe Grüße an euch
Schmetterling
Hallo underworld, ich habe es so nicht gemeint. Ich habe geschrieben, dass es ein sensibles Thema ist und dass es sein könnte, dass das zu fordernd bei ihr ankam. Immerhin hattest du geschrieben, dass sie geweint hat. Tränen zeigen eine gewisse Verletzung an. Frauen weinen nicht einfach so.

Ich habe dich deshalb gefragt, ob zu diesem Zeitpunkt Pornos schon ein Thema waren, weil Männer, die zu viele Pornos gesehen haben meist nicht mehr den richtigen Umgang mit Frauen haben. Und da werden dann knallhart Forderungen aufgestellt. Und da will ich nicht mal eine absichtliche Verletzung unterstellen. Er merkt es einfach gar nicht mehr. Kann, muss nicht so gewesen sein.

@Alobar, die Probleme in Paarbeziehungen sind sicher vielschichtig. Ich glaube aber, dass solche Probleme lösbar sein müssen, ansonsten geht das nicht auf Dauer gut.

Ich würde, wenn ich jemanden liebe alles auf den Tisch packen. Vor allem mitteilen, wie ich mich bei allem fühle und fragen, wie sie sich fühlt. Auch das Thema, dass ich mir nicht mehr anders zu helfen wüsste als dass ich auf Pornos oder Ähnliches ausweiche, weil ich einfach öfter und mehr brauche und ob sie damit dann einverstanden wäre oder was sie für eine Lösung hätte. Ich glaube, dass keine Frau einen pornosüchtigen Mann möchte und die Notwendigkeit eines Gesprächs erkennt.

Vielleicht könnte die Herrenwelt auch so beginnen, dass sie mal nachfragt, was Frau gut finden würde. Denn erst mal sollte man Laufen lernen, bevor man mit dem Fahrrad fahren anfängt. Wenn sich für die Frau aber stinknormaler Sex gerade erst irgendwie besser, bzw. ganz gut anfühlt und da noch viel Luft nach oben ist, wird Frau nicht begeistert sein, wenn jetzt schon etwas geändert werden soll. Ich glaube, dass eine Frau, die voll und ganz befriedigt wird, sich auch etwas Neues vorstellen kann. Wenn das aber nicht so ist, dann könnte Frau sich ein bisschen benutzt fühlen, wenn Mann eine neue Performance will, aber ohnehin jedes Mal eh schon auf seine Kosten kommt. Neue Spielarten könnten für Frauen gewöhnungsbedürftig sein, mit der Befürchtung verbunden, dass so wahrscheinlich kein Orgasmus oder gutes Gefühl drin sein könnte. Ich will hier wirklich keinen angreifen. Ich will nur Denkanstöße geben, woran es liegen könnte. Mir ist wohl bewusst, dass das bei euch ganz anders gewesen sein kann.

Vielleicht sollte man der Frau erst einmal entgegenkommen, mal etwas tun, was Frauen klasse finden, wie umwerben, ein tolles Abendessen zubereiten, für eine gute Stimmung auch schon tagsüber sorgen und Sex so genießen, wie sie es auch gut findet. Dann wird jede Frau doch zugänglich sein, für ihren Liebsten auch was zu tun, was ihm gefällt.
Eine Verweigerungshaltung könnte auch darin begründet sein, dass man das Konto der eigenen sexuellen Erfüllung ohnehin schon gewaltig im Minus sieht und das des Partners im Plus.

Meist läuft es doch so, dass gar nicht groß gesprochen wird. Und irgendwann ist er so auf Porno, dass es zu spät ist. Sehr vielen Frauen geht es so, dass wenn sie es merken und mitbekommen, sie nichts aber auch gar nichts mehr daran ändern können. Sex gibt es nur lausig, wenn überhaupt und die Beziehung ist vor lauter Lügerei im Eimer. Also an mich wurde nie irgendein Wunsch herangetragen. Es wurde nie das Gespräch gesucht. Es hieß immer, alles wäre gut. Er hat heimlich geschaut, wohl aus Langeweile. Ich hatte keinen Grund zu zweifeln.

Hallo Schmetterling, wenn unsere weibliche Sicht nicht erwünscht ist, dann werden sie es uns schon sagen.

Interessant, bei uns war es auch erst eine Fernbeziehung mit entsprechendem Konsum, den er legitim fand und von dem ich ja nichts zu wissen brauchte. Alles Männersache, machen alle.

Im Nachhinein war es klar, warum dann ein PC-Kabel (damals war das noch notwendig) quer durch meine Wohnung gezogen war, als ich mit unserem Neugeborenen aus der Klinik nach Hause kam. Wir wohnten noch immer in unterschiedlichen Städten, er hatte Urlaub. Weshalb nicht mal der Wickeltisch ausgepackt, geschweige denn aufgebaut war. Weshalb er uns auch im Krankenhaus erst abends mal für ne Stunde besucht hatte. Weshalb er uns auch nicht gleich abholen konnte und erst einen Kinderautositz kaufen musste. Weshalb Essensreste in der Küche schimmelten. Weshalb er nicht mal Blumen mit ins Krankenhaus mitbrachte. Ich bin noch immer nicht drüber weg, alleine zugesehen zu haben, welche Mimik Neugeborene haben.

Seine Libido mag am Anfang noch recht hoch gewesen sein. Mittlerweile ist sie entsprechend dem Konsum auf niedrigem Level. Es ist einfach nur schlimm, wenn der eigene Partner einen nicht mehr sieht und man genau weiß, dass er nur darauf wartet, vor den PC verschwinden zu können, um sich andere Frauen reinzuziehen. Das alles ist Psychoterror nichts anderes.

Ich frage euch Männer, wenn ihr dieses Leid seht, die verpasste Familienzeit mit dem eigenen Baby, die nie mehr wiederkommt und das, was andere Frauen hier schreiben, war es dann aus eurer Sicht trotzdem richtig, dass er unter der Woche Pornos schaut, weil ich ja nicht greifbar war und so in eine Sucht geriet? Würdet ihr auch da sagen, klar, darf er machen, die eigene Befriedigung geht vor?
Hey ihr alle. Danke für eure Beiträge und Anregungen. Ich habe alles gelesen werde trotzdem vergessen auf alles einzugehen. Sorry dafür schon Mal. Wie so oft sind viele Gedanken im Kopf.
Hier darf sich jeder einmischen wie er mag. Ignoriert werden kann er dann immer noch.
Witzig, Schmetterling, dass du ausgerechnet das Bild der masturbierenden Frau benutzt hast die sich von ihrem Partner beobachten lässt. Denn exakt das habe ich ihr mal vorgeschlagen. Einfach als Spiel, zu sehen wie sie sich aufgeilt und dann zu sehen wie sich das Ganze entwickelt. Wurde rundweg  abgelehnt. Als ich sie nach ihren Phantasien fragte kam nichts.
Als wir die Paartherapie begannen war ich bereit, den Sex komplett aussen vor zu lassen und ihrem Wunsch folgend eine Annäherung auf körperlichen Berührungen stattfinden zu lassen. Eine Übung die die Therapeutin für uns aufbaute. Es hat sie noch mehr überfordert als der Sex vorher. Ich vermute, weil sie mit ihrer eigenen Körperlichkeit und Sexualität überfordert war.
Es gipfelte irgendwann in der Aussage, sie könne auf Sex auch Verzichten. Wenn da nicht die Liebe und Hoffnung (und auch Angst) gewesen wäre, wäre es der Zeitpunkt gewesen an dem ich hätte gehen müssen.
Denn ich kann und will nicht auf Sex verzichten.

Ich kann nur von meiner Beziehung sprechen: wir hatten auch zwei Wohnungen, jedoch jeder aus seinen Gründen. Ich weiß, dass ich in den letzten beiden Jahren viel dazu beigetragen habe, dass diese Beziehung scheiterte.
Ich bin mittlerweile glücklicher nüchterner AA und kenne mich und meine Dämonen sehr gut.
Und ich weiß, dass ich auch einige (nicht wenige) Tage bewusst alleine geblieben bin um Pornos anzuschauen. Wobei ich nicht glaube, dass sie etwas mitbekam. Getrennte Rechner, passwortgeschützt, IT-affin, kein speichern von Daten auf dem Rechner. War ich bei ihr, hatte ich überhaupt nicht das Bedürfnis, Pornos zu schauen. Denn dann war da ja sie. Und ich Naivling ging davon aus, wenn man sich liebt würde sich das auch in körperlicher Zuneigung beiderseits ausdrücken.
Mein Pornokonsum liegt auch darin begründet, dass ich sehr starke BDSM-Neigungen habe und diese nie wirklich ausleben konnte. In der Pornographie ging das.
Da sehe ich übrigens meinen Fehler. Viel früher hätte ich das ansprechen müssen um zu klären wieweit wir dann wirklich zusammenpassen.
Und bevor ein falsches Bild entsteht: ich mag auch Blümchensex.
Ich denke, da liegt die Krux auf beiden Seiten. Die Hoffnung, die Liebe, die Zuneigung zum anderen sind ja trotzdem da. Ob der andere nun den Sex verweigert, der andere Pornos schaut ohne Ende. Und dann kommt mit den Jahren die Verbitterung und dann der Hass. Vielleicht auch der Hass und die Wut auf sich selbst warum man nicht früher gegangen ist.
Ein letzter Punkt noch: nicht umsonst gibt es bei AA auch Al-Anon für die Angehörigen. Diese müssen nämlich auch lernen zu verstehen dass es ein Leben neben dem Süchtigen gibt. Dass sie auch Verantwortung für ihr eigenes Leben übernehmen müssen. Sie könne nicht warten bis der Süchtige endlich einsieht und alles wieder besser wird. Der Süchtige kann sich letztendlich nur befreien wenn er es selbst will.
Die Angehörigen müssen erkennen dass es nicht ihre Aufgabe sein kann alleine den Süchtigen zu retten.

Edit: wer noch Rechtschreibfehler findet darf sie behalten.
Also ich bin inzwischen bekennender Gegner von Pornos eigentlich in jeder Form... Es vergiftet die Seele, den Blick, eigentlich das halbe Leben und verdunkelt die Aussicht auf echte Nähe ... Und - sorry - dein Beispiel ist wirklich schon tragischkomisch, wenn das Kabel vor dem Wickeltisch aufgebaut ist um sicherzustellen dass man schnellen Zugriff auf die Pornos hat... Naja.. bin leider heute zu müde um mehr darauf einzugehen, vielleicht morgen ...
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