Porno-Sucht.com Forum: Nofap, Erektile Dysfunktion und mehr.

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Danke, das ist ein schöner Wunsch.
Bin weiterhin sauber was Pornos angeht. Aber weiß, ich reite auf einer Rasierklinge.
Daher bin ich einen wichtigen Schritt gegangen und kontaktierte eine real existierende Gruppe. Bin gespannt wie sich das entwickeln wird.
Bin weiterhin auf dem gleichen Weg unterwegs. Masturbation ist ein Automatismus abends, immer identisch. Wie eine Beruhigungspille vor dem Schlafengehen. Leider kombiniert mit massiven Phantasien aus den Videos die jahrelang gesehen habe. Trotzdem mischen sich auch eigenständige Bilder ein. Es gibt also eine Veränderung. Stetiger Fortschritt.
Trotz allem löse ich mich gaaaaaaanz langsam aus dem Sumpf.
Bin froh im Moment keine Partnerin zu haben die mir da eventuell noch Druck machen würde oder kontrollieren würde.
Kennt ihr das, wenn ihr euch aus Höflichkeit die (insbesondere) Sexgeschichten von anderen anhört und innerlich alles schreit: "Verschone mich damit, ich kann es nicht mehr hören. Es ist immer das Gleiche. Ich kann es mir nicht mehr anhören."
Aber in der Realität hört ihr wieder zu und nickt. Gebt irgendwelche pseudo klugen Kommentare ab und wirkt total interessiert.
Ich komme mir selbst wie ein Lügner vor in dem Moment. Der ich dann auch bin. Ich weiß es auch nicht. Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll wenn es bei dieser Person wieder passiert. Und es wird wieder passieren. Genauso bei anderen. Es reicht mir langsam.
Ja, diese Tristesse kenne ich aus eigener Erfahrung und auch als Zuhörer. Ein sehr guter Freund hat vor Jahren eine Geschlechtskrankheit nach Hause gebracht, beichten müssen und seitdem ist Sendepause bei denen. Die beiden Kinder sind mittlerweile schon verhaltensauffällig. Er braucht jetzt nach seiner Prostata-Operation eh keinen Sex mehr, hat vorher schon nichts gebracht wegen den Psychopillen. So wollte ich nicht enden, also bin ich mein Reboot durchgegangen und siehe da, meine Beziehungssituation ist nach 13 Jahren auch in sexueller Hinsicht viel besser am Laufen. Verdammt noch mal habe ich daraus zu lernen, das kannst Du auch, natürlich ist alles individuell und hängt von so vielen Faktoren ab. Der über alles stehende Störfaktor bei Männer ist Porno, bei manchen auch zusätzlich Prostitution und einhergehend diese maßlose Onanie, wobei letzteres in Maßen nach dem Reboot meiner Meinung nach manchmal durchgehen könnte.

Mir hat das schreiben hier sehr geholfen und in dem Sinne ran an die tasten,

lg Peter

In dem Sinne, Hirn einschalten, Pornos ausschalten
Danke für deinen Beitrag Peter. Klingt spannend mit diesem Freund, auch das er quasi als negatives Beispiel gedient hat.
Ja, das Schreiben hier ist hilfreich.
Ich denke gerade, trotzdem nähere ich mich langsam dem Ende die Reise hier. Ich versuche das Ganze positiv zu sehen. Insgesamt hatte ich in diesem Forum nie wirklich enge Kontakte im Gegensatz zu manch anderen vielleicht. Aber möglicherweise phantasiere ich da auch nur wieder dass andere es besser hinbekommen Kontakte zu knüpfen. Diese typischen Gedanken, dass alle anderen viel kompetenter sind.
Die pornofreien Tage grenzen an ein Wunder. Ein Wunder daß ich selbst nicht verstehe.
Im Moment habe ich sogar sowas wie eine Art Date vereinbart. Bin gespannt wie es wird. Selbst wenn es ein Korb wird ist es okay.
Ich will versuchen mich wieder voll und ganz der Realität zu widmen. Wenn ich mir vorstelle jetzt wieder stundenlang wichsend vor dem Rechner zu sitzen, dann überkommen mich immer noch zwei Gedanken. Einmal der Gedanke an die Absurdität.
Aber auch ein sehnsüchtiger Gedanke. Weshalb sehnsüchtig? Weil ich es so gut kenne und es sich so vertraut anfühlt. Trotz allem furchtbarem dabei ist es eben bekannt und vertraut. Ich wüsste sofort wieder wo ich suchen muss. Es ist in sexueller Hinsicht noch kein Ersatz da. Da ist immer noch diese (gefühlte) Leere in mir. Doch ich will auch nicht den Fehler begehen die einfach durch einen anderen Menschen zu füllen . Abgesehen von meiner Schüchternheit die es fast unmöglich macht, wäre das nicht fair.

Wieder viele Gedanken. Die BDSM Gedanken sind immer noch in meinem Kopf. Was ist meins, was ist Prägung durch die Pornos? Ich weiß es immer noch nicht so richtig. Möchte experimentieren, habe aber gleichzeitig Angst wie bei Pornos die Dosis steigern zu müssen auf der Suche nach immer mehr.
Ob die Depressionen und die dadurch entstehende Antriebslosigkeit mich manchmal vor großen Gefahren schützen?
So, neue Woche neues Glück. Viel Arbeit steht vor der Tür. Habe wieder Ängste, Versagensängste, Angst vor Beschämung, alles mögliche macht Angst. Natürlich stelle ich mich den Ängsten, aber trotzdem ist da immer der kindliche Gedanke einfach den Stecker zu ziehen und wegzulaufen. Sich vergraben und verstecken. Bloß nicht gesehen werden. Traurig, dass dieses Programm so automatisch in meinem Kopf abläuft.
(02.05.2022, 06:48)underworld schrieb: [ -> ]So, neue Woche neues Glück. Viel Arbeit steht vor der Tür. Habe wieder Ängste, Versagensängste, Angst vor Beschämung, alles mögliche macht Angst. Natürlich stelle ich mich den Ängsten, aber trotzdem ist da immer der kindliche Gedanke einfach den Stecker zu ziehen und wegzulaufen. Sich vergraben und verstecken. Bloß nicht gesehen werden. Traurig, dass dieses Programm so automatisch in meinem Kopf abläuft.

Hi underworld,

ich weiß nicht, ob Dein Gedanke wirklich nur kindisch ist oder ob da nicht doch ein Wunsch nach Veränderung dahintersteckt. Ich habe mehrmals in meinem Leben tatsächlich den Stecker gezogen und bin geplant abgehauen, habe einen längeren Roadtrip unternommen und bin mit einer neuen Freundin nach Hause gekommen (ok, das war ungeplant - die alte Freundin hat daraufhin leider ausziehen müssen). Dabei war 1 Jahr Babypause. Ich bin auf Camping bei -20 Grad.

Jedesmal danach hat sich meine Situation massiv verbessert und ich schreibe mal, bitte hör auf Dein Baugefühl und plane was auch immer Du möchtest sorgsam ein und führe es aus,

gutes Gelingen

Peter
Immer noch pornofrei. 
Hm, also wirklich ausgebrochen aus meinem Leben bin ich noch nie. Eher ausgehalten und geduckt. Manchmal ist dieser Wunsch stark da.
Aber so wie du das beschreibst: Road Trip, neue Partnerin und Rausschmiss der alten Partnerin. So was habe ich noch nie erlebt. Habe viel zu viel Angst, sowohl vor unkontrollierbaren Situationen als auch vor Menschen die mir zu nahe kommen.
Ich Frage mich manchmal, ob es halt einfach so bleiben wird wie es jetzt ist und fertig. Akzeptanz der Einsamkeit und der Isolation. Besonders was Partnerschaft angeht. Fühle mich völlig überfordert davon. War zwar in einer achtjährigen Beziehung, habe aber nie mit einer Frau zusammen gelebt in meinem bisherigen Leben.
Ich will es nicht akzeptieren und doch rennen die Jahre dahin. Ein Jahrzehnt vorbei, wie ein Wimpernschlag.
Ja, ich weiß, die besten Jahre (die suchtfreien) liegen noch vor mir. Aber die Lethargie ist so groß. Naja, ich Jammer wieder Rum habe ich das Gefühl. 


@Peter: wenn du geplant abgehauen bist, wie hast du das jobmäßig gehändelt?
Sabbatjahr/Monate?
Wie alt warst du bei diesen Ausbrüchen, wenn ich fragen darf.
Hi underworld,

du hast ein paar Posts vorher irgendwo geschrieben, dass du es nie hinbekommen hast, hier enge Kontakte zu knüpfen. Die Frage die ich mir dabei stelle ist, warum ist das für dich erstrebenswert?

Ich hatte immer mal wieder Leute hier, mit denen ich mehr oder weniger konstant Austausch gehalten habe, und entweder sind die dann irgendwann verschwunden oder ich bin mal wieder abgetaucht (aber im negativen Sinne leider). So kommen aber auch immer neue Gespräche zustande und das ist doch auch was wert! Ich bin übrigens auch ein Mensch, der eher schwieriger Kontakte aufbaut und habe nur einige wenige Freunde, die ich aufgrund der Distanz auch nicht allzu oft sehe. Mir persönlich reicht das aber. Wenn ich jemanden treffen will, dann bekomm ich das in der Regel auch hin.

Wenn du allerdings der Meinung bist, du bräuchtest mehr sozialen Austausch, warum nicht in einen Verein o. Ä. eintreten? Es gibt für alles Vereine, und da wächst man so schnell in eine Gemeinschaft, egal wie da die eigene Kontaktfreudigkeit so ausschaut. Ich kenne einige die das Vereinsleben voll und ganz auskosten, auch wenn sie in den Augen anderer eher als "socially awkward" bezeichnet werden würden Wink

So ein Road Trip wär übrigens auch nix für mich Big Grin

Gruß
Thunder
Hey Thunderdome, alles gut. Ich verliere nur manchmal den Fokus. Im Real Life (also weg vom Netz) habe ich mehrere Menschen die mittlerweile gute Freunde sind. Ich vergesse sowas gern und achte nicht darauf zu differenzieren.
Damit meine ich, dieses Forum hier (und die Menschen darin) ist doch eigentlich eine Zone sehr weit entfernt. Auf einer Landkarte wäre es ein weit entfernter Außenposten, zwar sehr wichtig für die Rückversicherung aber es ist nicht wichtig alles exakt zu wissen was darin vorgeht.
Danke, dass du diesen Aspekt nochmal aufgegriffen hast. So hatte ich die Möglichkeit nochmals darüber nachzudenken.
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