Porno-Sucht.com Forum: Nofap, Erektile Dysfunktion und mehr.

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Hey Smile ich würde es einfach mal probieren mich an einer Partnerbörse anzumelden. Wenn du "tageslichtauglich" bist, dann wirst du dort sicherlich mit Frauen in Kontakt kommen und vielleicht gibt dir das schon etwas mehr Selbstbewusstsein.
Und ich würde die Situation, dass unästhetische Menschen einen Partner haben, so sehen: Wenn diese (für dich) unattraktiven Leute einen Partner haben ja dann ist es doch für dich noch leichter eine passende Partnerin zu finden Wink
Hallo Underworld,

ich kann deine Gefühle total nachvollziehen. Viele Jahre habe ich ebenfalls das Gefühl gehabt es nicht Wert zu sein, geliebt zu werden. Ich dachte immer, dass ich irgendetwas an mir habe, was die Frauen abschreckt. Ich hab mich wie in einer Glasglocke gefühlt. Alle anderen schienen das Leben hinzukriegen nur ich war völlig isoliert und gehemmt. Das war in einer Zeit als ich arbeitslos war und selten neue Kontakte geschlossen habe.

Damals kannte ich zwei Typen, die aber miteinander nichts zu tun haben. Beide hatten aber Gemeinsamkeiten. Sie waren unattraktiv, teilweise unreinlich und sie hatten (haben) Erfolg bei Frauen. Bei beiden Männern gab es interessanterweise Situationen, in denen sie sogar zwei Freundinnen gleichzeitig hatten, in einem Fall waren beide Frauen 20 Jahre jünger als der Herr, und sie wussten voneinander. Das war völlig OK. Im anderen Fall war der Herr mit einer zusammen und eine andere hat von ihm ein Kind bekommen, war scheinbar auch OK.

Wie haben diese Männer das gemacht? Hab ich mich gefragt. Was haben die was ich nicht hab?

Als erstes ist mir aufgefallen, dass beide Herren berufliche Leidenschaften hatten, die besonders waren. Beide Herren waren selbstständig und ihr Beruf hatte damit was zu tun, Menschen zu begeistern. Hobby und Beruf waren sowieso nie zu trennen. Diese Leidenschaft haben sie zeitweise sehr exzessiv ausgelebt. Ein Messi kann durchaus zum interessanten Menschen werden, wenn sein Grundstück in der Toskana voller rostiger Oldtimer und das Haus voller Kunst steckt und wenn er das noch mit seinem Beruf verbindet und davon leben kann, begeistert das die Frauen.
Frauen und Sex waren mit Sicherheit nicht das Einzige an dem das Herz dieser Männer hing. Damit waren sie psychisch unabhängig vom Thema "Frauen".
Beide Herren kommen mit der Gesellschaft nicht immer klar, aber sie haben eine Nische für sich gefunden.
Kreativität, Spontanität, Lockerheit, Großzügigkeit - ohne Hintergedanken.
Beide Herren waren psychisch auch ziemlich stabil. Sie haben sich grundsätzlich nicht mit anderen verglichen.

Fazit:
Eine Frau kann sehr wohl einem unattraktiven älteren Herren oder einem Dicken mit Halbglatze gegenüber einem attraktiven Mann den Vorzug geben, wenn sie sich bei ihm "wohlfühlt!". Humor, Aufmerksamkeit, Empathie und eine seriöse Erscheinung sind mehr wert, als jeder körperliche Vorzug.

Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn du solche beruflichen oder hobbymäßigen Leidenschaften in dir entwickelst. Auf jeden Fall brauchst du eine Aufgabe, die dich erfüllt.

Hast du deine sexuellen Wünsche eigentlich schon einmal ausgelebt oder entspringen sie bis jetzt nur deiner Phantasie? Ich denke du müsstest in speziellen Chats oder Clubs nach einer geeigneten Partnerin suchen. Da kannst du dann auch ehrlich und offen deine Neigungen zeigen, das wird dich befreien.
Gerade eben wieder dieses erniedrigende Ritaul hinter mich gebracht. Dieses Leben in zwei WElten. Ich kann nicht mehr, es wird immer schlimmer. Ich muss jetzt endlich damit aufhören. Und wenn es nur um einer selbst willen ist, damit ich wieder in den Spiegel schauen kann ohne mich wie der letzte Dreck zu fühlen.
Es ist mit Abstand die schwierigste Sucht die ich in meinem Leben überwinden musste. Noch viel mehr von Scham besetzt als alles andere. Wie, wie gottverdammt funktioniert das? Wo ist das Ziel? Was ist der Weg? Ich jammer nur rum und bemitleide mich selbst.
Dieses zuletzt gesehene Video enthielt eine völlige Entmenschlichung eines Menschen. Wie wiederwärtig sich daran aufzugeilen. Ich denke immer, wenn auch nur eine Person in meinem Umfeld das wüsste er würde sofort leugnen mich überhaupt zu kennen. Ich achte mich selbst nicht mehr und mache immer weiter. Es geht mir nicht darum durch Verzicht auf Pornographie irgendwie wieder ein potenterer Mann zu werden oder Frauen anzuflirten. Es geht mir darum erst einmal wieder mein seelisches Gleichgewicht wiederzufinden. Danach bin ich in einem derart desolaten Zustand dass ich am liebsten nie wieder irgendeinen Menschen sehen möchte.
Wenn ich mich selbst schon nicht achte wie soll es dann mit anderen gehen?
Ich will damit aufhören habe aber den Eindruck dass ich selbst nicht ausreichend bin dafür. Als ob mein eigene seelische Gesundheit kein hinreichender Grund sei. Denn ich selbst bin ja völlig wertlos, wieso sollte ich dafür etwas Gutes tun?
Ich bin echt verzweifelt. Zwei drei Monate vergehen so schnell, plötzlich zwei drei Jahre, dann zwei drei Jahrzehnte und das Leben ist vorbei ohne wirklich gelebt zu haben.

Edit: Sorry dass ich mich nicht gemeldet habe,schnacki.
Hallo zusammen,
 
gestern war Tag drei ohne Pornographie. Masturbation dagegen läuft immer noch. Zwar nur noch ein Mal vor dem Schlafengehen, jedoch ist das Kopfkino immer noch sehr pornographiebezogen. Das wundert mich auch nicht sehr. Ich merke in den drei Tagen trotzdem schon wieder Verbesserungen. Diese furchtbare Scham wird schon geringer. Gleichzeitig ist mir sogar gelungen einmal einen Einstieg in eine Pornosession abzubrechen. Gedanklich war ich schon komplett drin. Wie ein Wellenbrecher bin ich dann dazwischen gegangen und habe mit den Personen in meinem Kopfkino geredet ob das jetzt wirklich sein muss und ich auch die Konsequenzen tragen möchte für den ganzen restlichen Tag. Das hat mich wieder runtergebracht.
 
 
bei einer Sucht wird auch immer viel Energie auf das Verstecken verbraucht. Bloß nicht entdeckt werden und zugeben müssen ein Problem zu haben. Ich habe die Hoffnung, dass diese Energie in Zukunft besser nutzbar sein wird.
 
Zitat:schnacki:

Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn du solche beruflichen oder hobbymäßigen Leidenschaften in dir entwickelst. Auf jeden Fall brauchst du eine Aufgabe, die dich erfüllt.

 
Hast du deine sexuellen Wünsche eigentlich schon einmal ausgelebt oder entspringen sie bis jetzt nur deiner Phantasie? Ich denke du müsstest in speziellen Chats oder Clubs nach einer geeigneten Partnerin suchen. Da kannst du dann auch ehrlich und offen deine Neigungen zeigen, das wird dich befreien.
 

Genau daran denke ich. Energie und vor allem auch Zeit für eine Leidenschaft entwickeln. Etwas das anderen zeigt was und wer ich bin. Mir schwirren da ein paar Ideen im Kopf herum und ich bin gerade sehr optimistisch mit der Zeit auch einiges davon umsetzen zu können.
 
Zu dem zweiten Punkt: Ich war drei Mal bei einer Domina (drei verschiedenen) weil ich wissen wollte ob meine Phantasien überhaupt einem Realitätscheck standhalten. Klar, es ist nur eine gespielte Situation und die Beziehungsebene spielt kaum eine Rolle. Jedoch kann ich für mich ganz klar sagen: Ja. Sehr große Übereinstimmung.
Das Ganze jetzt in einem privateren Rahmen umzusetzen wird wohl der nächste Schritt sein müssen um einer erfüllten Sexualität näherzukommen.
 
Ich las gerade in einem anderen Thread über die Frage ob man einen Therapeuten zu Rate ziehen sollte. Ich denke, wenn der Therapeut aufgesucht wird genau wegen diesem einen Problem und dann nicht ewig in der Vergangenheit gewühlt wird sondern konkrete Idee entwickelt werden wie in Zukunft anders gehandelt werden kann dann halte ich es für eine gute Idee.
Gestern leider wieder Tag 0. Es waren nur ein paar kleine Trigger plus Bilder aus den pornos.  Mit war innerhalb weniger Momente klar, dass ich jetzt ein Problem bekommen werde. Da ich noch unterwegs bin war konnte ich nicht einfach loslegen. Doch ich bin das Ganze die nächsten Stunden nicht mehr losgeworden. Als dann ein Moment der Ruhe und der Einsamkeit kam verlor ich die Kontrolle. Ich wusste es war falsch und trotzdem hattr ich keine Widerstandskraft mehr. Ich weiß noch nicht wie mit solchen Situationen in Zukunft umgehen soll. denn das wird sich jeden Tag ab passieren. Bilder aus Pornos die im Kopf entstehen und das Gefühl flüchten zu wollen. 
Ich will das unbedingt, mit den Pornos aufhören. Ich fühle mich so schwach.
Tut mir leid wegen dem Rückfall. Aber genau genommen kann es kein Rückfall sein wenn du gar nicht abstinent bist. Wenn man deine Postings liest, hat man das Gefühl, du betrügst dich selbst. SB mit Kopfkino, Softmode, nur einmal pro Tag etc. Das ist wie wenn du dir selbst ein Ich-tu-ja-was-Häppchen vorwirst um dein Gewissen zu beruhigen.
Lass es ganz bleiben, wenn man mal in so eine Suchtform drinnen ist, gibt es nur mehr schwarz oder weiß.
Ja, du hast vermutlich in allen Recht. Vor allem darin dass ich mich selbst belüge. Bei allen anderen Süchten ist es mir gelungen in meinem Leben. Mit allem konnte ich abschließen. Ich befürchte fast ich bin noch nicht bereit dafür. Setze ich mich zu sehr unter Druck mit dem Wunsch aufzuhören. Oder ist auch das wieder nur eine billige Ausrede um mich nicht ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen zu müssen.
Z.B. Alkohol kann weglassen ohne mein Leben dadurch gravierend einzuschränken. Bei Sexualität weiß ich gar nicht wohin damit, in welche Richtung ich das lenken soll wenn die Pornographie nicht mehr da ist. Es kommt mir so vor als wenn dann ein substantieller Teil meines Lebens weg ist.
Ich wünsche es mir so sehr endlich aus dieser furchtbaren Routine rauszukommen.
Es fehlt noch eine innere Motivation die mich antreibt.
Ja das mit dem substantiellen Teil hatte ich als ich damals mit dem Rauchen aufhörte. "Ich verliere einen Freund", er war immer in schwierigen (und guten) Seiten des Lebens immer auf meiner Seite. Aber das ist eben Trugschluss. Ja die erste Zeit wird man sich denken, wie fülle ich diese "Leere" wieder. Das muss jeder selbst wissen.

Fix ist nur: dieser Weg führt für uns ganz bestimmt (zu 100%!) ins Verderben.
(15.04.2021, 07:10)underworld schrieb: [ -> ]Bei Sexualität weiß ich gar nicht wohin damit, in welche Richtung ich das lenken soll wenn die Pornographie nicht mehr da ist. Es kommt mir so vor als wenn dann ein substantieller Teil meines Lebens weg ist.

Das ist das, was mich gerade beschäftigt. Wie wichtig ist Sexualität eigentlich? Können wir nur glücklich sein, wenn wir zufriedenstellenden, glücklichmachenden, erfüllenden, befriedigenden Sex haben? Muss Sex UNS SELBST erfüllen?
Dreht sich alles um Sex? Wenn ich kein erfülltes Sexualleben habe, ist mein Leben nicht lebenswert? Der Partner falsch?

Ich habe den Eindruck, die Gesellschaft (und bei den meisten, die hier schreiben wohl zum Großteil die Pornoindustrie) lassen uns glauben, das wäre so.

Kann Sex nicht auch eher ein „Kleber in einer Partnerschaft“, die an sich schon erfüllend ist? Das i-Tüpfelchen, das der Beziehung den letzten Schliff verleiht?

Auf dem Weg weg von Porno habe ich für mich entschieden, auf die oben genannten Stimmen nicht mehr zu hören. Diese Behauptungen, man „bräuchte Sex um glücklich zu sein“, „keinen Sex zu haben ist körperlich ungesund“, „man müsse masturbieren, sonst wird man krank“... die wollte ich nicht mehr glauben.

Es muss auch ohne gehen. Punkt. Und siehe da: es geht sogar.

Was mache ich nun mit meiner Libido? (Denn eigentlich meinst du mit „wohin soll ich es lenken“ nicht deine Sexualität, sondern deine Libido, deine Lebenskraft. Sexualität ist nur ein (!) Ausdruck dafür).

Ich habe angefangen, regelmäßig Sport zu machen. Körperliche Aktivität bringt so viel mehr, als man immer denkt. Ich behaupte sogar, dass dein Körper sich mehr über sportliche Aktivität als eine Runde SB freut.

Und in letzter Zeit lenke ich meine Libido zusätzlich in die Kreativität.

Fazit soweit: Alles Lüge, wenn man sagt, dass man ohne Sex nicht glücklich sein kann.

WICHTIG: natürlich will ich Sex mit meiner Frau haben. Und in letzter Zeit merke ich oft eine zusätzliche unsichtbare Komponente: die Verbindung zwischen uns festigt sich auf einer tieferen, emotionalen-seelischen-geistlichen Ebene.
ABER wenn es dann Phasen ohne Sex gibt, dann ist das total ok. Früher haben diese Phasen immer zu einer Krise bei mir geführt.

(15.04.2021, 08:21)Traubensaft schrieb: [ -> ]"Ich verliere einen Freund", er war immer in schwierigen (und guten) Seiten des Lebens immer auf meiner Seite. Aber das ist eben Trugschluss.

Das ist ein guter Hinweis, um die eigene Beziehung zum Porno mal als Beziehung zu sehen. Will man in so einer Beziehung leben? Einer Beziehung, in der der eine Partner ständig Illusionen verspricht und einen dann doch innerlich leer und verlassen zurücklässt?

(15.04.2021, 08:21)Traubensaft schrieb: [ -> ]Fix ist nur: dieser Weg führt für uns ganz bestimmt (zu 100%!) ins Verderben.
Ja.
Ich sehe Sex nicht als Voraussetzung für eine gute Beziehung. Ich sehe eher Sex als "Symptom" einer gute Beziehung oder Lebenslage.
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