Porno-Sucht.com Forum: Nofap, Erektile Dysfunktion und mehr.

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Heute wieder ein Tag ohne alles. Obwohl ich mit einer Freundin unterwegs war die dem Wetter entsprechend ziemlich leicht bekleidet war.
Merke wie immer wieder die Hand Richtung Schritt geht und die Gedanken Richtung Porno.
Es ist anstrengend.
Leider leider den heutigen Tage völlig vor die Wand gefahren. Ich kann den Auslöser nicht mehr rekonstruieren. Erst wieder mit dem Spielzeug, ohne Pornos. Und dann noch zweimal mit Pornos. Danach bin ich eingeschlafen und jetzt erst wieder aufgewacht. Es ist zum Heulen. Wenn ich denn heulen könnte. Es ist keine richtige Emotion mehr da.
Ich merke, es muss immer brutaler und gemeiner werden. Das Kopf-Kino dreht sich im Kreis.
Es fühlt sich so an wie eine Selbstbestrafung für mein eigenes Unvermögen in der Realität.
Wie schaffe ich wieder den Absprung? Ich will es unbedingt. Denn ich kenne doch schon die Zeit ohne Pornos. Ich weiß nicht mehr genau die Zahl, aber irgendwo bei über 100 Tagen war ich doch. Ich weiß, dass ich es kann! Ich kann daran wieder anknüpfen. Nochmal hingefallen, aber ich darf mich nicht aufgeben . Dafür ist es einfach zu früh.
Ich möchte es nochmal erleben, das Gefühl einer Partnerschaft in Liebe, mit Geborgenheit, einer gesunden Sexualität und Zuneigung. Das wäre so schön.
Hey Underworld,

es wird besser werden! Und die Freiheit, die du geschmeckt hast, wirst du wiederfinden. Sie läuft nicht weg, sondern wartet geduldig auf dich. In 100 Tagen hast du sie wieder und kannst sie stunden-tage-jahrelang umarmen. Wink

Aber genug der Poesie, im Ernst: Aufstehen, aufmachen, Ziel anvisieren und weitergehen. Du wirst es schaffen, weil du es schonmal geschafft hast. Du weißt jetzt, wofür du aufstehst.

Ich zumindest gebe dich nicht auf. Dafür lese ich eine zu große Sehnsucht und Entschlossenheit aus deinen Zeilen heraus.
Hallo Mosaikstein,
danke für deine aufmunternden Worte. Ja, es wird nicht anders gehen als wieder aufzustehen und sich neu auszurichten.
Leider habe ich heute wieder eine derbe Bauchlandung gemacht. Die äußeren und inneren Umstände machen mich im Moment komplett fertig.
Das ist keine Entschuldigung für mich, aber eine Erklärung. Ich weiß nicht, wie es weitergeht in meinem Leben. Alles steht Kopf und dreht sich dann noch weiter. Jeder Tag wirkt aussichtsloser als der vorherige ich habe schon ein starkes Helfernetz und trotzdem stürze ich weiter ab.
Die äußeren Ängste (Angst vor Armut, vor Arbeitslosigkeit z.B.) treiben mich wieder zu den Pornos. Da muss ich nicht denken, nicht fühlen, gar nichts. Es ist zum Kotzen.
Heute wieder nix gemacht. Keine Pornos, kein Wichsen. Keine Ahnung wie es morgen aussieht. Diese Pendelbewegung ist immer noch da. Gefühle der Depression und Einsamkeit sind auch ständig anwesend. Pornos sind da natürlich perfekt um mich nicht wahrzunehmen.
Ich bin immer wieder erstaunt, wie leicht andere Menschen in Beziehungen kommen, ihre Bedürfnisse und Behörden äußern. Das fehlt mir so komplett. Auch das für sich Werben. Ich weiß wieso ich so bin wie ich bin aber ich kann nur schwer etwas ändern daran.
Wo ist dieser Schalter den ich umlegen muss um meine eigenen Ängste zu überwinden?
Nur kurz; es geht einigermaßen. Pornos spielen gedanklich kaum eine Rolle. Es ist dann eher wie eine Monsterwelle die urplötzlich ohne Ankündigung über mich hereinbricht. Ein, zwei Stunden und zack ist es wieder weg. Damit muss ich lernen umzugehen.
Diese Empfindung wird auch nicht so schnell verschwunden sein wie ich das gern hätte. Wie ich schon beschrieben habe, es ist im Moment absolut pendelförmig. Hoffentlich kann ich das Pendel bald wieder komplett Stillstellen.
Heute ein Tag ohne alles. Aber das liegt an der Umgebung. Das ist heute tatsächlich nicht mein Verdienst.
ich fasse für mich nochmal zusammen:
Am 25.06.22 hatte ich den ersten Rückfall der sich bis heute hinzog zum 13.08.22.
ALso insgesamt ca. 7 Wochen.
Vorher habe ich ca. 212 Tage ohne Pornographie geschafft!
212 verdammte Tage.
Dann kam die Kündigung die für mich unvorhersehbar war. Betriebsbedingt. Meine Leistungen waren völlig in Ordnung, alle waren zufrieden mit mir. Doch gegen höhere Gewalt kann ich nichts tun. Und zack, schon war der Rückfall da. Das Zurückgeworfen auf mich selbst. Wenn ich es jetzt objektiv mit Zahlen belege, dann ist die Erkenntnis nach sieben Wochen ziemlich schnell. Es sind trotz allem NUR sieben Wochen gewesen. Und auch nicht an jedem Tag, nicht zu jeder Tageszeit. 7 Wochen, 49 Tage. 
Davon vielleicht jeder dritte ungefähr mit Pornos? Also eventuell 16 mal? Das ist eigentlich überschaubar. Und trotzdem: Das Gefühl ist ein ganz anderes; als ob ich wieder komplett drin wäre. 
Heute sieht meine Wohnung, genauer mein Bett, wieder aus wie ein Sexshop. Das will ich nicht mehr. Ich weiß, dass es als Mann wesentlich schwerer ist eine Frau kennenzulernen als anders herum. Eine Freundin von mir hat mir berichtet wie ihre Dating App überschwemmt wird, sie könnte jeden Tag zwanzig Männer haben. Da existiert leider ein ziemliches Ungleichgewicht. Trotzdem will ich es jetzt versuchen. Dafür ist aber absolute Abstinenz wesentlich. Keine Pornos mehr, kein Wichsen mehr auf irgendwelche pornösen Szenen, keine abgedrehten Phantasien mehr in meinem Kopf.
Ich werde Frauen suchen, die ebenfalls über den Tellerrand schauen wollen, sexuell betrachtet. Die nicht nur Blümchensex wollen. Vielleicht Kontakte in die Szene knüpfen, Menschen kennenlernen die so ähnlich denken wie ich. Daran ist überhaupt nichts Verwerfliches, ganz im Gegenteil. 
Verwerflich wäre es, wenn ich weiterhin in meiner Wohnung sitze und nur Selbstbefriedigung betreibe, nicht einmal den Versuch unternehme jemanden kennenzulernen. Ich weiß, dazu gehört eine Wesensveränderung. Aber das ist okay. Ich habe mich mit den Pornos bequem eingerichtet. Viel zu bequem. Jetzt wird es Zeit, etwas zu ändern. Ich weiß, das ich es kann.
Denn immerhin habe ich 212 Tage oder 30 Wochen und 2 Tage geschafft. Das kann ich wieder schaffen. Ich will jetzt kämpfen.
Erster Schritt dafür wird sein, alles Sexspielzeug zu entfernen. 
Zweiter Schritt wird sein, am eigenen Selbstwert, an der eigenen Selbstachtung arbeiten.
Dritter Schritt wird sein, etwas für die eigene Attraktivität zu tun, ganz profan für das Äußere. Ich weiß, das ich nicht schlecht aussehe aber ich habe noch viel Verbesserungspotential.
Vierter Schritt: Anmelden in Dating Apps und üben üben üben.
Danach und dazwischen sind sicher noch eine Menge anderer Schritte die ich jetzt noch gar nicht sehe. 

Ich habe Angst vor meiner eigenen Courage. Denn wenn ich diesen Weg gehe, dann wird sich alles verändern in meinem Leben. Und das trotz widriger momentaner Umstände. Trotz der Depressionen, der Jobsuche, der Einsamkeit, der Ängste.

Aber es muss jetzt einfach passieren. Ich bin dabei wieder abzurutschen in ganz alten Verhaltensmuster. Das darf nie wieder passieren.
Hi underworld,
ich finde dein Plan hört sich großartig an Big Grin! Ich kann mir vorstellen, dass wenn du dann einmal aus deiner Komfortzone raus bist, sich sehr viele Dinge ins Positive wandeln werden. Das schlimmste was einem für die eigene Persönlichkeitsentwicklung passieren kann ist Stagnation. Das war es auch, was ich ein paar Posts vorher meinte, einfach mal machen Wink

Tut mir übrigens natürlich sehr Leid für dich, dass du deinen Job verloren hattest, aber mit deiner jetzigen Einstellung bewirkt das vielleicht trotzdem was Gutes! Wie viel davon hättest du in Angriff genommen, wenn das Leben einfach so fröhlich weiter geplätschert wäre? So ganz nebenbei, ich hab Anfang Corona auch ungeplant mein Job verloren (und zwar genau deswegen) und während der Pandemie wieder einen zu finden war echt ein Krampf... Ich kanns also nachvollziehen Big Grin. Aber nach einigen Aufs und Abs bin ich nun echt in meiner Person gefestigt und weiß mich zu behaupten. Es hat mir im Nachhinein würde ich sagen sogar sehr viel gebracht. Beruflich wie persönlich.

Und ganz recht: Deine 212 Tage nimmt dir keiner mehr Wink. Deswegen nimm das als deinen persönlichen Anlauf und Scheiß auf deine Angst, niemand ver- oder beurteilt dich, außer du selbst! Tritt deiner Angst in den Arsch und gehs an, dein Leben dankts dir Big Grin. Bleib dran!
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