Porno-Sucht.com Forum: Nofap, Erektile Dysfunktion und mehr.

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Tatsächlich kenne ich einen Menschen der Allen Carr genau wegen dieser ständigen Wiederholungen und seines fast schon als Litanei zu bezeichnenden Schreibstil richtig hasst. Die Quittung waren einige weitere Raucher-Jahre.
Genau das ist der Grund, warum ich ihn so mag. Kein großes Blabla, sondern kurz und knapp auf den Punkt reduziert. Wie eine gut eingekochte Sauce.

Der Ursprung des Counters aus der NoFap Community liegt wohl nahe. In deren Kontext scheint es auch sinnvoll, denn es geht ja darum den Jüngern zu beweisen wie weit man selbst schon ist und durch diese neunzig Tage quasi per Kalender die Kompetenz errungen zu haben sich über das Thema zu äußern. Klingt in deren Denkweise absolut logisch.

Ich bin immer noch richtig happy über diesen Zufallsfund. Denn ich weiß einfach, genau das ist mein Weg. Er war damals schon so erfolgreich und ist es bis heute. Das klappt auch mit den Pornos.
Ein wichtiger Punkt wird dann aber das Forum selbst sein. Als ich mit dem Rauchen aufhörte wäre ich niemals in ein Forum gegangen dessen Thema die Raucherentwöhnung ist. Hier also genau das gleiche Problem. Ich habe ja dem Forum schon mal für kurze Zeit den Rücken gekehrt. Damals aus einer anderen Motivation heraus. Weil ich noch in meinem Zählmodus war und wieder eine bestimmte Grenze erreicht hatte, ich meine die 180 Tage.
Dann hat mich ein externes Ereignis komplett aus der Bahn geworfen. Da habe ich alles über Bord geschmissen. Beim Rauchen würde mir das nie einfallen. Sprich, das Rauchen ist schon so weit weg von meinem Leben, es gäbe nichts was mich wieder dort hin bringen würde. Genau diese innere Überzeugung ist es die ich haben will auch in Bezug auf Pornos.
Wie ich schon sagte "Pornos lösen ein Problem das durch Pornos erzeugt wurde". Jedes Problem im Leben wird nicht besser indem ich mir Pornos anschaue. Stattdessen habe ich dann das Problem plus den Entzug von Pornos.
es geht mir jetzt gerade nur bezogen auf das Thema Porno verdammt gut. Jedes Mal wenn ich an Pornos denke, entsteht die Verknüpfung zu Zigaretten und meinen Erfolg über diese. Das gibt mir ein verdammt gutes Gefühl. Es ist wie eine Art Reframing. Die negativen Pornos knüpfe ich an ein sehr positives Ereignis in meinem Leben und entziehe diesen damit diese unheimliche Kraft. Jedes Mal wenn ich im Moment an Pornos denke, muss ich innerlich schmunzeln. Schmunzeln deshalb weil ich sie genau so leicht aus meinem Leben werde entfernen können wie die Zigaretten.
Freut mich, dass es dir so gut geht. Dann geht's ja ab jetzt hoffentlich wirklich so gut und einfach voran wie du dir das vorstellst! Big Grin

Zitat:Kein großes Blabla, sondern kurz und knapp auf den Punkt reduziert. Wie eine gut eingekochte Sauce.
Kommt jetzt ganz auf den Betrachtungswinkel an. Sicht tausendfach zu wiederholen widerspricht so ein bisschen meiner Definition von "auf den Punkt" kommen Big Grin. Ist aber wurscht, wenns dir hilft, hilfts Wink

Dann wünsch ich dir mal ganz viel Erfolg bei deiner neuen/alten EasyPeasy Taktik. Für mich ist das leider nix Big Grin. Wie wirst du das bezogen aufs Forum jetzt handhaben wollen? Einfach net mehr zählen oder wie? Ganz aus dem Forum raus?

Aber bevor wir das jetzt alles ganz verteufeln, will ich doch nochmal ne kleine Lanze brechen für den Counter hier. Ich muss ehrlich sagen, so sinnfrei die Zählerei nüchtern betrachtet auch sein mag, ohne das wäre ich noch viel weiter weg von meinem Ziel. Sex als das zu erleben, was er sein sollte: Eine schöne Paarerfahrung, befriedigend für alle. Die Erkenntnis und die Akzeptanz nie mehr zu Suchtgedanken und Vorlagen masturbieren zu wollen, war für mich ein Schlüsselmoment, den ich nur erreichen konnte, weil der Counter mir ein Ziel vorgab. Auf dieser Basis konnte ich später den Gedanken zulassen, nie mehr überhaupt zu masturbieren, sollte ich für mich keine Unterscheidung mehr treffen können, was Suchtgedanken sind und was nicht. Und so resultiert für mich daraus eine Uhr, die mir reflektiert zeigt wo genau ich stehe. Ließe ich das bleiben würde mir die Struktur fehlen und wahrscheinlich alte Muster dieses fehlende Zeitgefühl ausfüllen. Nur eines ist klar: Diese fixe Grenze von 90 Tagen ist bullshit Big Grin
Ich würde niemals auf die Idee kommen den Counter zu verteufeln. Er hat mir unglaublich geholfen zu Beginn. Genau so wie du das beschreibst. Erstmal ein Bewusstsein für die Zeiträume bekommen. Da gebe ich dir absolut Recht. Danke für den Einwand. Ich hatte auch mal das Verhältnis zwischen pornofreien Tagen und Pornotagen berechnet und bin da ziemlich erschrocken. Also, der Counter hat absolut seine Berechtigung. Besonders zu Beginn. Am Anfang meiner Trockenheit habe ich auch Tage gezählt. Mittlerweile nicht mehr. Das ist wohl so eine Art Entwicklungsprozess. Ich bin jetzt seit zwei Jahren dabei pornofrei zu werden und jetzt gehe ich den nächsten Schritt.
Es klingt wirklich unglaubwürdig, aber in den letzten beiden Tagen haben die Gedanken an Pornos massiv abgenommen einfach durch die Änderung meines Mindsets.
Ich merke mir jetzt vorläufig nur das Datum wann ich aufgeht habe: 25.08.2022
Das Forum werde ich jetzt nicht abrupt verlassen. Dafür gibt es mir im Moment viel zu viel Input und Sicherheit.
nur eine kurze Beobachtung: ich war in der City und es hat mich richtig runtergezogen. Der Stress, der Lärm, die vielen Menschen, soviel Aggressivität. Es hat mich richtiggehend abgestoßen. Klar, die Innenstadt meiner Stadt ist richtig runtergekommen und wirklich nicht mehr schön. Trotzdem, es war so depremierend. Ich bin richtig froh, wieder zu Hause zu sein. Ein paar Kilometer abseits von der Innenstadt.
Das Sterben der Innenstädte macht mich nicht traurig. Ich ziehe sowieso die Natur vor. Eine Frau an meiner Seite sollte das teilen. Wandern, neue Orte langsam entdecken.

Ich denke immer noch über meine Formulierung des Mindsets nach. Es fühlt sich einfach so richtig an. Wie wenn der Gordische Knoten durschlagen wurde. Zu früh die Freude oder berechtigt? Das Mindset muss sich noch setzen. Aber ich weiß halt vom Rauchen: Es funktioniert!
Ich werde jetzt noch einig für mich tun.
habe ich einiges für mich getan? Nein.
Ich habe gekocht, ja.
Und dann wieder stundenlang telefoniert. Wobei es wieder primär um sie ging? Es macht Spaß und führt gleichzeitig in eine Sackgasse. Keine Ahnung. Einerseits ein unfassbarer Grad von Intimität, gleichzeitig das Gefühl ihr nie wirklich nahekommen zu können. Die körperliche Grenze scheint unüberwindbar. Was ist das? Kränkung? Die Frage wieso diese Intimität nicht auch in anderen Ebenen geschehen kann? Es lässt mich immer wieder im wahrsten Sinne des Wortes unbefriedigt zurück.
Ich merke natürlich, wie ich mich auf sie fixiere. Das ist nicht gut. Lösungsmöglichkeit sehe ich da im Moment nicht. Ich möchte den Kontakt nicht abbrechen, aber so wie es jetzt ist kann ich es nicht mehr lange aufrechterhalten. Das Bedauerliche ist halt, ich habe den Eindruck es ist nur von meiner Seite so.
Freut mich so viele positive Gedanken von dir zu hören Big Grin

Zitat:Ich denke immer noch über meine Formulierung des Mindsets nach. Es fühlt sich einfach so richtig an. Wie wenn der Gordische Knoten durschlagen wurde. Zu früh die Freude oder berechtigt?

Nun das Mindset ist auch mit Abstand das Wichtigste. Die  Formulierung dahinter vielleicht aber sogar gar nicht so wichtig. Solange das was du fühlst, das ist was du denkst.  Man muss nicht immer alles in Worte fassen Wink
Ich denke, du hast einen großen Schritt in Richtung Suchtfreiheit für dich gefunden. Es gibt keinen einzigen Grund das kleinzureden. Freue dich darüber und nutze die Erkenntnis Big Grin

Denn was auch immer passieren mag, passiert. Sei es eine neue Freundin, eine Freundschaft+ oder eine auch enttäuschte Liebe. Die Bewertung dessen was passiert, ist  der viel kritischere Aspekt. Wenn du das jetzt überwunden hast, spielt der Rest doch gar keine so große Rolle mehr Wink


Edit: Da war ich wohl ein paar Minuten zu spät Big Grin

Dann nochmal ein kurzer Kommentar zum neuen Post: Ich weiß nicht wohin dich das führt. Aber wie du selbst sagst, befriedigt dich das nicht. Du kannst ja weiter die Freundschaft aufrechterhalten, aber vielleicht nicht unbedingt deine ganzen Gefühle mit reinhängen... Ist zwar leichter gesagt wie getan, aber ich würde dir ehrlich dazu raten, dich mal bei einer Partnerbörse/Dating-App anzumelden und einfach mal zu schauen, was sich abseits dieser Bekanntschaft noch so ergeben könnte. Ich glaube erst dann, könntest du wirklich einen professionellen Abstand zu dieser Situation gewinnen. Ich glaube diese Werther Ausgangslage hilft dir Null leider...
Zitat:Nun das Mindset ist auch mit Abstand das Wichtigste. Die Formulierung dahinter vielleicht aber sogar gar nicht so wichtig


auf jeden Fall!


Zitat:Dann nochmal ein kurzer Kommentar zum neuen Post: Ich weiß nicht wohin dich das führt. Aber wie du selbst sagst, befriedigt dich das nicht. Du kannst ja weiter die Freundschaft aufrechterhalten, aber vielleicht nicht unbedingt deine ganzen Gefühle mit reinhängen... Ist zwar leichter gesagt wie getan, aber ich würde dir ehrlich dazu raten, dich mal bei einer Partnerbörse/Dating-App anzumelden und einfach mal zu schauen, was sich abseits dieser Bekanntschaft noch so ergeben könnte. Ich glaube erst dann, könntest du wirklich einen professionellen Abstand zu dieser Situation gewinnen. Ich glaube diese Werther Ausgangslage hilft dir Null leider...


auch da gebe ich dir Recht. Streuung ist hier wohl das Zauberwort. Und keine Sorge, ich werde nicht den Werther machen^^
Das Thema der Dating App drängt sich mir auch immer weiter auf, bald ergebe ich mich  Tongue . Nein, ernsthaft, es wird der Weg sein. 

Ich habe gerade eben noch mal die ersten Seiten meines eigenen Tagebuches gelesen und mich an eine damalige Sitaution erinnert die ich dort beschrieben habe über eine Freundin bei der ich nicht sicher war ob da mehr sein könnte. Nennen wir sie A.
Jetzt heute habe ich keinen Kontakt mehr zu ihr. Wirklich absolut keinen mehr. Und gerade eben kam mir der Gedanke: Wenn ich etwas mit ihr versucht hätte, wäre möglicherweise der Kontakt ebenfalls abgebrochen aber ich hätte zumindest den Versuch gemacht und müsste mir heute nicht vorwerfen es nicht probiert zu haben. Und dazu hätte es ja auch noch im "schlimmsten Fall" positiv ausgehen können. Das gibt mir wieder einiges zu denken und zu reflektieren.

Edit: Solange ich nichts schreibe über Rückfälle bin ich weiterhin "on the line"
Was Pornos angeht ist alles gut. 
Aber dafür betrübt mich ein anderes Thema sehr stark ich muss noch überlegen ob ich darüber hier explizit schreiben werde.
Ich bringe einfach meinen Gemütszustand hier zum Ausdruck ohne mich weiter zu erklären...
Ich bin unglaublich müde und weiß nicht mehr wie ich damit umgehen soll. Ist es manchmal besser Dinge zu beenden wenn mir klar ist dass ich da nicht mehr weiterkommen werde? Wenn es sich immer im Kreis dreht und dreht und ein ganzes Jahr gezeigt hat dass sich nichts ändern wird?
Wann ist es an der Zeit? Vermutlich weiß man das immer erst hinterher wenn es zu spät ist.
Es ist schon verrückt, wie ein einziger Moment einen ganze längere Periode überschatten kann. Wieso so eine merkwürdige Gewichtung?
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