Porno-Sucht.com Forum: Nofap, Erektile Dysfunktion und mehr.

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Hallo zusammen,
ich bin 20 Jahre alt, Student und in einer eigentlich ziemlich perfekten Beziehung.
Ich bin sehr anfällig für visuelle Reize und bin damals bei den ersten Kontakten mit Internetpornographie sofort süchtig geworden. Das hat sich wohl über die letzten 6,7 Jahre gezogen und hat mein gesamtes Verhältnis zu Sexualität als solcher zerstört. Meine Beziehungen waren stets von Problemen im Bett geprägt und oft genug, habe ich mir gesagt "Ok das ist es wirklich nicht wert. Das wars jetzt, mit dieser Scheiße." Nur um dann spätestens nach Fünf Tagen rückfällig zu werden und mit wieder damit anzufangen.
Ich habe nie mit jemandem wirklich ernsthaft darüber gesprochen, weil ich mich dafür geschämt habe und dachte, dass ich das wenn schon alleine in den Griff kriegen muss. Letztes Jahr habe ich dann meine Freundin kennengelernt und auch sie bemerkte mit der Zeit, dass sie mich oft nicht zum kommen bringen konnte. Irgendwann gab es einen riesen Krach, der darin endete dass sie mir sagte, dass ich mich entscheiden müsse und das alles vorbei wäre falls ich das ganze nicht in den Griff bekomme. Danach wurde vieles besser. Ich habe es geschafft mich den Reizen zu entziehen und für lange Zeit ohne zu bleiben. Vor ein paar Monaten ging es dann wieder los. Ich hatte ihr versprochen mit ihr zu reden, falls ich rückfällig werde, habe es aber nicht getan. Nach dem Motto: Ich werde es schon alleine schaffen damit aufzuhören. Soooo schlimm kann es doch nicht sein hier und da mal ein bisschen im Internet zu stöbern. 
Unser Intimleben litt darunter. Gestern gab es dann den großen Knall. Wir haben uns sehr doll gestritten, weil sie dachte, dass mich an ihr etwas stören würde. Weil sie mir mir vertraut hat. Ich habe es nicht mehr ertragen und war dann ehrlich zu ihr. 
Und jetzt stehe ich hier. Es fühlt sich seltsam an in so ein Forum zu schreiben. 
Ich hoffe dass ich es dieses mal schaffe.
Hey Zitroneneiswasser,

meine Geschichte ist fast die gleiche wie deine.

Student, Perfekte Beziehung nur die Pornosucht schadet dem Sexualleben und vor allem (und viel wichtiger) dem Vertrauen extrem.

Man will es aber alleine schaffen und fällt immer wieder in die gleiche Falle.

Ich habe jahrelang alles probiert, Willensstärke, Lebensumstellungen, neue Hobbys, Belohnungen, regelmäßige Foreneinträge. Nichts hat auf Dauer geholfen.

Und dann entdeckte ich online das "Pmo Hackbook". Ein kostenloses online einsehbares Buch (Leider auf englisch), was damit wirbt , dass die Willensstärke Methode zum Scheitern verurteilt ist und man sich nicht darauf konzentrieren sollte, wieso man aufhören sollte, sondern darauf, was Pornos einem eigentlich WIRKLICH bringen.
Nach und nach zeigt einem das Buch auf, dass jegliche positive Sachen, die man den Pornos zuspricht Illusionen und selbst eingeretet Sachen sind.

Ich kann dir nur extrem empfehlen es zu lesen. Nach all den Jahren Leid, Schuld, Selbstverachtung, "Ich kann es nicht schaffen" und dem verdammten Kreis, aus dem man nie aussteigen konnte, ist das Buch endlcih eine Methode, die für mich erfolgreich ist.

Das Buch ist kommplett nicht-kommerziell und online als PDF einsehbar. Einfach "PMO Hackbook" googeln.

Wenn du noch nicht ganz überzeugt bist oder Fragen zu meiner Geschichte oder dem Buch hast, kannst du mir gerne schreiben oder hier in deinem Post antworten Smile

RedBlob
Hello again,
Ins Buch habe ich leider noch nicht geschaut, klingt allerdings sehr hilfreich!
Ich hatte heute wieder einen Rückfall, allgemein waren die letzten Wochen eher halbherzig angegangen. Was mich immer wieder erschreckt ist, wie schnell die anfängliche Moral und der Wille wirklich etwas zu ändern letztenendes wieder dem "ach so schlimm wird es schon nicht sein weichen.
Für einige Tage hat das ganze gut funktioniert. Irgendwann habe ich versucht Suchtverhalten anderweitig zu stimulieren. Einerseits durch YouTube-Videos, welche inzwischen was Jugendfreigaben und Einschränkungen angeht ziemlich fragwürdig (gar nicht) eingestuft sind. Auch versuchte ich in den Folgetagen einige Male ohne Pornokonsum zu Masturbieren. Zu meinem eigenen Erstaunen funktionierte das sogar recht gut. Auch das Sexualleben mit meiner Partnerin profitierte davon.
Nach und nach senkte sich dann die Grenze und ich fand mich plötzlich auf Pornoseiten wieder. Das stundenlange herumstöbern rechtfertigte ich dabei für mich damit, dass ich mich immerhin nicht selbst befriedigte, also mal wieder ziemlich selbst verarscht. Wie viel Zeit ich dort mit Springen von Video zu Video verbrachte bemerkte ich gar nicht. Es hat sich demütigend angefühlt wieder Rückfällig zu werden und das ist im Endeffekt auch der Grund warum ich wieder hier schreibe. Ich stehe am selben Punkt wie letztes Mal. Ziemlich belastend. Ich bemühe mich von heute an um einen täglichen Beitrag. Ich glaube das könnte wirklich helfen eine kleine Gedächtnisstütze zu sein. Ich glaube der Grund für den Rückfall ist ziemlich offensichtlich. Das Unterschätzen der eigenen Sucht.
ZEW
So.
Die erste Woche ist rum. Ich habe einen Blick in die Lektüre geworfen und daraus recht viel kraft geschöpft. Heute bin ich erstmals in Versuchung gekommen mich an gewissen Youtubevideos zu ergötzen. zum Glück habe ich schnell genug geschaltet und bin wieder rausgekommen ohne ernsthaft konsumiert zu haben. Ich war in den letzten Tagen sehr launisch. Ich bin zuversichtlich, dass ich es schaffe, das ganze mindestens einen Monat durchziehen!

Euch allen schöne Feiertage und ein frohes neues Jahr.