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Hallo zusammen,

auch ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen:

Ich bin 32 Jahre alt und wie die meißten Member und stillen Lesern Pornosüchtig, aber wie kam es zu dieser Erkenntnis? Anfang der 2000er, als PC´s  Haushaltsfähig wurden und das schnelle Internet dazu kam, schaute ich Pornos. Ich war als Kind großer Wrestling Fan. An Wochenenden wenn ich lange wach bleiben durfte, waren neben den ganzen Show-Kämpfen die Telefonsex-Werbung immer ein großes Highlight. Sobald eine Brust zu sehen war, stand er wie ne Eins. In der selben Zeit wurde ich dann auch auf RTL2 und Kabel1 aufmerksam, wo immer die Softpornos liefen, da fing ich auch an zu mastubieren, aber alles noch in Maßen, so wie das halt ist in der Pubertät. Kommen wir zurück zum eigenen PC. Ich war als junger Bursche immer interessiert was Computer und Programme angeht, wollte in meinem Freundeskreis immer der Beste sein. So kam es dazu, als ich nach Updates gesucht habe, öffnete sich ein Pop-Up zu einer Pornoseite. BOAH dachte ich mir, sowas hast du noch nie gesehen, es war so anders, so real (So dachte ich zumindestens...). Wir reden hier immer noch über einen Zeitraum wo ich am Anfang oder mitten in der Pubertät war, ich hatte neue Eindrücke und lernte meinen Körper neu kennen. Aber Masturbation war seitdem mehrmals die Woche aufjedenfall Programm! Mit 15 kam das erste mal (natürlich ein Totalschaden gewesen) und mit 18 die erste richtige Beziehung die ich geführt habe. Vorab diese Beziehung ging 8,5 Jahre. Mit meiner ersten richtigen Freundin hatte ich fast 5 Jahre ein tolles Sexleben. Klar hat am Anfang nicht alles Reibungslos funktioniert, ich bin schnell gekommen und all der Blödsinn, aber wir hatten, wie das am Anfang einer Beziehung so ist, täglich und mehrmals Sex. Wir haben viel, wenn nicht sogar alles, miteinander ausprobiert, konnten uns so perfekt aufeinander abstimmen. Es kam sogar soweit, dass ich meinen Orgasmus kontrollieren konnte wenn ich in ihr eingedrungen bin. So konnte ich mich im Akt erst total auf sie konzentrieren bis sie ihre 1-2 Orgasmen bekam und dann auf mich. Es war super. Es war eine Zeit ohne Pornokonsum und Masturbation. Aber was ist passiert? Wie jeder Mensch, bin auch ich in einer Lebensphase in ein Loch gefallen (Diese Phase hielt 3 Jahre). Ein enger Freund hat sich das Leben genommen, auf der Arbeit lief es nicht so gut, und der ständige Alkoholkonsum mit einem meiner Kumpels jeden Freitag und Samstag führte dazu das ich an verkaterten Tagen (also jeden Samstag und Sonntag) Heißhunger Attacken bekommen habe auf Fettiges und 30 kg zugenommen habe. Mein erstes Smartphone kaufte ich mir 2010. Wie eben schon gesagt, auf der Arbeit lief es nicht so, ich arbeitete in einem noch zu dem Zeitpunkt sehr jungen Unternehmen in einem Fachgeschäft, jeden Tag von 08:00 bis 18:00 Uhr, an guten Tagen waren mal 10 Kunden da, also viel Zeit um auf dumme Gedanken zu kommen und mit dem Smartphone rumzuspielen. Irgendwann hat ein alter Klassenkamerad aus der Berufsschule allen erzählt, was es für tolle Pornoseiten gibt, es hat sich ja viel getan in den Jahren wo ich kein Pornokonsument war. Ich habe ihn immer belächelt, hatte ich ja eine tolle Frau und Pornos nicht nötig. Aber mir war langweilig auf der Arbeit, ich war alleine im Geschäft und dachte mir mit meinem Smartphone, checke ich mal ab was der so immer erzählt. Was ich da gesehen habe war anders, es waren die ersten Streamingseiten die ich da entdeckt habe. Keine 30 Sekunden Trailer mehr wie am Anfang, Filme in voller Länge. Natürlich war ich sofort erregt und ging gleich zur Sache. So begann der ganze Scheiss...Um mich von der Trauer meines Kumpels abzulenken, schaute ich Pornos. Die Lust auf meine Ex-Partnerin verging langsam immer mehr, in der Zwischenzeit ist meine Mutter, mit der ich alleine gelebt habe, an Krebs erkrankt und auch verstorben. Ein Jahr später ist der Vater meiner Ex-Freundin, zu dem ich eine sehr enge Bindung hatte an den folgen eines Schlaganfalls verstorben. Sehr viel Stress, ich hatte keine Lust mehr auf Sex, und wenn, dann mussten die Pornos mehrmals am Tag und in der Woche herhalten. Körperliche Nähe wollte ich nicht mehr. Ich hatte eine tolle erste Freundin, sie stand immer zu mir, und das obwohl wir fast 1,5 Jahre keinen Sex hatten (es ging von mir aus). Ich habe ihr immer erklärt das ich wegen den Verlusten die wir gemeinsam zu beklagen hatten, im Moment einfach keine Lust hatte auf Sex, aber in Wirklichkeit hatte ich keine Lust weil die Pornos mir einfach ausreichten...Ich habe mich nach 8,5 Jahren von ihr getrennt, ihr das Herz gebrochen, weil ich dachte vieles verpasst zu haben und ich müsse einiges im Leben nachholen (Party und ONSs). Ich Blödmann bin aber bei der nächstbesten direkt hängengeblieben (sie wurde meine 2. richtige Freundin) , und da habe ich das erste mal gemerkt das mein Penis nicht so will wie ich. Ich hatte richtig Bock, aber er wurde nicht hart( Ich muss dazu sagen das der Pornokonsum nicht aufgehört hat bis letzte Woche, später aber mehr dazu). Naja wie dem auch sei. Ich konnte es auf den Alkoholkonsum schieben den ich in der Nacht hatte und mit der Zeit, hatten wir auch Sex. Es gab Tage da wurde er richtig hart (dazu benötigte ich aber ein sehr langes Vorspiel) und wenn ich in ihr eingedrungen bin dauerte der Sex meißt zwischen 0 und 120 Sekunden. Ich konnte es mir nicht erklären, entweder er wurde nicht richtig hart oder es war schnell vorbei, dass kannte ich so nicht von mir. Ich habe mir eingeredet, dass ich doch voll die Ausdauer haben muss durch die ganze Selbstbefriedigung. Ich wusste damals nicht das es an den Pornos lag, Arbeitsbedingt und wegen der neuen Liebe habe ich eine Zeitlang aufgehört mit dem Pornokonsum und der Selbstbefriedigung. Zeitweise habe ich auch eine normale Zeit hingelegt beim Sex wenn mein Penis mitgemacht hat (also nur mit langem Vorspiel). Aber da wir Sextechnisch nie auf einer Wellenlänge waren und nie darüber gesprochen haben, fand ich den Weg zurück zu den Pornos um mir Befriedigung zu verschaffen. Wie dem auch sei, der Sex wurde immer weniger, die SB und der P-Konsum immer mehr und mehr zur täglichen Routine (mehrmals am Tag die ganze Woche), dass Desinteresse von mir und meiner EX beruhte auf Gegenseitigkeit und so kam es nach 3,5 Jahren Beziehung zur einvernehmlichen Trennung. Bis dahin war mir immer noch nicht Bewusst das ich ein ernsthaftes Problem habe. Ich dachte wirklich meine ED kommt daher das wir Sextechnisch nicht auf einer Wellenlänge sind. Ich war eine Zeitlang Single bis ich ein neues Mädchen kennengelernt habe. WOW. In meiner Welt ein Topschuss, wir teilen in vielen Dingen die selbe Meinung, haben die selbe Einstellung zum Leben. Uns trennen zwar 7 Jahre, aber wir sind aus einem Schlag, sowas ist heut zu Tage sehr selten. Wie gesagt ich war eine Zeitlang Single, habe auch vor ihr noch einen ONS der sehr schnell vorbei war (was mir aber egal war, hab mir eingeredet das lag daran weil ich lange keinen Sex mehr hatte) und auch viel P konsumiert und SB betrieben. Wie das auch bei vielen nicht süchtigen ist, sind die erstenmale mit der neuen Partnerin schnell vorbei, man hatte über einen längeren Zeitraum keinen Sex mehr und man muss sich erst aufeinander einstimmen, ganz normal. ABER...mein Penis wurde nicht mehr richtig hart, nur noch halb steif. Und wenn er mal hart wurde und ich eingedrungen bin, war es wie in der Vergangenheit auch, immer schnell vorbei. Am Anfang der Beziehung, wie eben schon beschrieben, hatten auch wir viel Sex, dieser hat dann auch wieder was länger gedauert, aber ich konnte meine Errektion nicht lange halten, es war spätestens dann vorbei, wenn es einen Positionswechsel gab. Es gab auch Tage da kam ich gar nicht und sie war sehr enttäuscht, weil sie das auf sich bezogen hat. Ich habe ihr eingeredet das sie doch froh darüber sein kann und mir ihr Orgasmuss wichtiger ist als meiner. Irgendwann kam dann eine gesunde Routine in unsere Beziehnug, der Sex wurde weniger, an meinem P-Konsum und SB hat sich gar nix verändert, und wenn wir dann mal miteinander geschlafen haben wurde ER nicht richtig hart und wenn doch, war es schnell vorbei. Es war mir unendlich peinlich. Wir führen eine perfekte Beziehung, passen zusammen wie Topf auf Deckel, ergänzen uns gut, alles ist Perfekt. Aber der SEX funktioniert nicht...TEUFELSKREIS!!!! Sie ist eine die jeden haben kann wenn sie will, aber sie ist bei mir!!! Mein Selbstvertrauen sank immer mehr, ich habe mich nicht mehr getraut sie zu verführen, weil ich ja weiß wie es endet. Ich habe mich geschämt und die so wichtige Säule einer Beziehung, ein gesundes Sexleben mit der Partnerin, total vernachlässigt und lieber meinen ganzen Hardcore Fetisch Scheiss reingezogen um Druck abzubauen, Langeweile zu bekämpfen, besser einschlafen zu können und es einfach Routine war...

Vor 6 Tagen  waren wir verabredet, sie wollte wieder ein paar Tage bei mir schlafen. Sie kam nach der Arbeit zu mir um mir mitzuteilen, das ihr ein gesundes Sexleben in einer Beziehung sehr wichtig ist. Sie hat Schluss gemacht. Sie spürt meinen Penis nicht, wenn ich in ihr Eindringe...AUTSCH...alles was ich unterbewusst schon wusste, hat sie laut ausgesprochen...Sie geht davon aus, dass er zu klein ist weil sie ja nix spürt. Das ist Quatsch, wie jeder Mann habe auch ich meinen Penis schon gemessen, ich liege Minimal über den deutschen Durchschnitt im erigiertem Zustand (15 cm) und der Durchmesser ist auch normal. Ich habe mir die letzten Tage Gedanken gemacht. Natürlich spürt sie mich nicht, wenn es nicht richtig hart wird. Ich bin selber Schuld, ich bin Porno und SB Süchtig, ich kann mich nicht daran erinnern wann er das letztemal so richtig hart war auf eine längere seit, ich muss Anfang 20 gewesen sein...Sie sagte das sie noch nie so eine perfekte Beziehung (1,5 Jahre) geführt hat, aber ein gesundes SEXleben ist ihr (verständlicher Weise) auch sehr wichtig. Ich habe sie die letzten Tage in Ruhe gelassen, ich musste auch lange über mich nachdenken, viel googeln bis ich hier auf das Forum gestoßen bin und gesehen habe, ich bin nicht alleine mit dem Problem...Es wird bestimmt in den nächsten Wochen ein Wiedersehen und eine erneute Aussprache geben, als sie schluss gemacht hat war ich total überfordert, weil es so plötzlich kam...Mein Herz ist gebrochen und ich gebe sie nicht auf, allerdings will ich erst an mir arbeiten bevor ich versuche sie zurück zu gewinnen. Das hat sie verdient. Ich werde ihr bei einer Aussprache aufjedenfall offenbaren das ich ED habe, werde ihr aber nicht sagen das ich ein P und SB-Problem habe. Ich kenne sie sehr gut, sie ist sehr konservativ was solche Dinge angeht, ich will sie nicht endgültig verlieren in dem ich ihr Beichte das ich Pornos gucke. Sie ist die Art Mensch die darauf nicht klar kommen würde und das akzeptiere und respektiere ich. Muss nicht jeder diese Meinung teilen...Seit 6 Tagen habe ich keinen Porno mehr geschaut und kein SB gemacht, und seit ich die ganzen Erfahrungsberichte hier gelesen habe möchte ich auch auf die Zähne beißen, die 90 Tage ( wenn nötig mehr ) schaffen. Wegen meiner ED habe ich für Anfang März einen Termin beim Urologen, ich habe mir L-Arginin und Pinienrindenextrakt Kapseln gekauft um präventiv und parallel auch schonmal an meiner ED zu arbeiten. Ich weiss das einige hier kein Fan von solchen Mittelchen sind, aber das ist mein Weg. Die ED ist ein Kopfproblem und mit Einnahme dieser Mittel hilft es mir persönlich dieses Kopfproblem zu bekämpfen. Ich muss durchhalten, ich werde durchhalten, der Liebe wegen! Ab Morgen werde ich ein Tagebuch für ich hier im Forum führen. Ich werde den Teufel besiegen!
Hallo Rheinländer,

es tut mir leid aber ich bin bei diem Text ausgestiegen. Bitte schreibe doch in Absätzen und stelle konkrete Fragen, dann kann man dir auch antworten.

Ich kann dir zum Anfang nur soviel sagen. Es geht nicht um 90 Tage Reboot, sondern darum nie mehr Pornos anzusehen. Wenn du den Vorsatz nicht hast, lass es. Dann sind die 90 Tage Zeitverschwendung.

Es geht auch nicht nur um ED, sondern darum das Pornos dein Leben kaputt machen; Beziehungen, Antrieb, Hobbies, Sozialverhalten.

Schenkk dir den Termin beim Urologen und mach erstmal einen auberen Reboot. Zu 99% steht dein Penis dann wieder. Aber das ist nur ein Aspekt. Und während des Reboots solltest du bei der Schwere deiner Abhängigkeit die Finger von dir lassen.

Ich bin gespannt, ob du es durchziehst und wir noch etwas von dir hören. Gerade zu Jahresanfang tummeln sich die Lebensveränderer und Einsichtigen hier. Meist hält die Einsicht jedoch nicht lange an.
Hallo Schoki,

vielen Dank für dein Feedback. Mit den Absätzen gebe ich dir zu 100 Prozent Recht, es ist wirklich schwierig einen so großen Text zu lesen, wenn keine Absätze zwischen den Sätzen/Zeilen sind. Tut mir Leid an alle die keinen Bock hatten weiter zu lesen. Das ist mir tatsächlich schon vor deinem Post aufgefallen, habe es leider aber nicht mehr bearbeitet bekommen. Meine Antworten kann ich bearbeiten, aber den Hauptpost komischerweise nicht...

Ich kann verstehen das du sehr voreingenommen bist was "hochmotiviere Neulinge" angeht, wenn ich das gerade richtig gelesen habe bist du Senior-Member hier im Forum. Du hast bestimmt schon sehr viele kommen und gehen gesehen. Vielleicht haben die einen aufgegeben, vielleicht haben die anderen erfolgreich weitergemacht ohne hier etwas zu posten. Das wissen nur die Betroffenen selber.

Das hier ist kein Neujahrsvorsatz für mich, das hier ist auch kein "ich melde mich jetzt mal im Gym an und verliere meinen Winterspeck" Move. Ich habe von heute auf Morgen meine Beziehung verloren, es gab keinerlei Vorzeichen diesbezüglich. Ich möchte mein Leben zurück. Und wenn nicht mit der Frau, dann mit der Frau die für mich Vorbestimmt ist. Und egal welche Frau es wird, ich bin es dieser "EINEN" Frau schuldig meine Probleme in den Griff zu kriegen und an mir zu arbeiten. 

Wie oben in meinem Text beschrieben war einer der Trennungsgründe, dass meine Ex mich beim Sex häufig nicht gespürt hat. Ich habe sehr viel über mich nachgedacht und musste mir eingestehen, dass mein Penis beim Akt auch nie wirklich hart wurde während der ganzen Beziehung (Ausnahmen waren nicht die Regel!) Augenscheinlich führte mein Pornofilmkonsum und die für mich dazugehörige Masturbation (mehrmals am Tag) zu der ED. Bevor ich mich hier angemeldet habe, habe ich sehr viele Erfahrungsberichte gelesen über Männer oder Ehefrauen die eine sehr ähnliche Geschichte zu erzählen hatten, deswegen bin ich hier schon ganz richtig.

Es ist hart, aber ich bin fest entschlossen das durchzuziehen und wenn ich auf die Fresse fallen werde, werde ich wieder aufstehen und den Weg weitergehen. Das hier wird ein sehr langer Prozess, dass ist mir Bewusst.

Warum sollte ich keinen Urologen aufsuchen? Ich bin Ü30, ich glaube es ist nicht verkehrt einfach mal einen kompletten Check-Up zu machen. Ein Urologe sollte von uns Männern meiner Meinung nach öfter aufgesucht werden. Männergesundheit ist wichtig. Wenn er mich durchchecken wird und alles ist in Ordnung, hab ich doch nix zu verlieren. Aber was ist wenn er doch etwas feststellt:
ED ausgelöst durch Testosteronmangel oder Diabetes (unabhängig davon bin ich trotzdem Pornosüchtig), irgendwas am Hoden oder sonst was, dann weiß ich wenigstens Bescheid. Ich gehe da nicht hin damit er mir irgendwelche blauen oder türkisen Pillen verschreibt. Wir leben im Zeitalter von Internet, wenn ich richtig suche komme ich da auch so ran. Ich hoffe und bin davon überzeugt, dass wenn meine Werte alle in Ordnung sind, wird es mir noch einfacher fallen den Fokus auf den Reboot zu legen, denn dann habe ich keine Ausreden! Dann werde ich wissen, es gibt keine AUSREDEN.

Ich habe leider noch keine Postings gefunden von Betroffenen, die ihre Pornosucht und ihre ED langfristig im Griff bekommen haben. Ja ich weiss, wir sind wie Alkoholkranke oder Junkys, wir werden immer Süchtige bleiben, egal wie lange wir durchhalten. Aber ich würde mich trotzdem über LINKS freuen die zu einer langfristigen Erfolgsgeschichte führen.

Lg
Hallo Rheinländer,

es ist gut, wenn du es ernst meinst und ich glaube dir.

Ja es gibt viele, die hier im Forum aufschlagen, dringend und sofort Feedback möchten und dann ist nach wenigen Posts wieder Schluss. Ich ärgere mich nur deswegen, wenn man dann Zeit investiert hat um zu antworten und zu helfen.

Ich habe selbst unter Pornossucht gelitten und mein Tagebuch findest du in der Gruppe der über 40 jährigen, ich selbst bin Mitte 50.

Was den Urologen betrifft, so habe ich das nur auf das Thema ED bezogen. Natürlich ist ein regelmässiger Check beim Urologen immer sinnvoll. So sollte das nicht rüberkommen. So wie du dein Suchtverhalten beschreibst ist deine ED mit hoher Wahrscheinlichkeit suchtbedingt.

Leider ist es auch so, dass viele Urologen mit Pornosucht wenig vertraut sind. Wenn sie nichts Organisches finden, was deine ED verursachen kann, verschreiben sie dann schon mal gerne Viagra, was natürlich keine langfristige Lösung ist.

Ich wünsche dir jedenfalls viel Kraft und Geduld für den Kampf gegen die Sucht. Es braucht Kraft und Geduld. Was hilft ist Gewohnheiten zu verändern und neue Themen für die Freizeitgestaltung zu suchen. Mir hat Sport und Meditation und natürlich das Forum viel geholfen.

Auch bei mir gibt es immer noch Versuchungen, aber ich bin mir dessen bewusst und kann nun gegensteuern, indem ich eben Sport mache oder auch hier schreibe.

Ich empfehle dir auch die Berichte der Frauen zu lesen, deren Partner oder Ehemänner unter Pornoscuht leiden. Ich empfinde das sehr traurig, weil viele der Frauen echtes Interesse an Sex haben und die Sucht alles kaputt gemacht hat, und zwar nicht nur das Sexualleben.
@Rheinländer
Es gibt Erfolgsgeschichten, sie sind in den vielen Posts nur nicht leicht zu finden.
Lies dazu z.B. in den Tagebüchern von "rebootmarius", "schokiprinz" oder "Burnham"
Jeder der den Reboot wirklich durchzieht, berichtet von positiven Veränderungen.

Du kannst schokiprinz glauben, was er schreibt hat Hand und Fuss.
Wenn Du mal ein paar Wochen oder Monate sauber bist, brauchst Du ziemlich sicher keinen Urologen oder Therapeuten.
Verschwindet die ED wider Erwarten nicht, kannst Du immer noch zum Arzt und weisst, dass nicht der Pornokonsum daran schuld ist.

Ein Tip:
Mach's für Dich, nicht für eine Frau oder einen Zweck, sondern weil Du suchtfrei leben willst!
(22.01.2021, 09:20)phoenix schrieb: [ -> ]@Rheinländer
Es gibt Erfolgsgeschichten, sie sind in den vielen Posts nur nicht leicht zu finden.
Lies dazu z.B. in den Tagebüchern von "rebootmarius", "schokiprinz" oder "Burnham"
Jeder der den Reboot wirklich durchzieht, berichtet von positiven Veränderungen.

Du kannst schokiprinz glauben, was er schreibt hat Hand und Fuss.
Wenn Du mal ein paar Wochen oder Monate sauber bist, brauchst Du ziemlich sicher keinen Urologen oder Therapeuten.
Verschwindet die ED wider Erwarten nicht, kannst Du immer noch zum Arzt und weisst, dass nicht der Pornokonsum daran schuld ist.

Ein Tip:
Mach's für Dich, nicht für eine Frau oder einen Zweck, sondern weil Du suchtfrei leben willst!

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Hallo phoenix,

vielen Dank für deine Tipps bezüglich der Erfolgsgeschichten von einigen Usern hier im Forum. Wie ich in meinem letzten Tagebucheintrag schon erwähnt habe, befinde ich mich in einem langen Wochenende, also habe ich aktuell weniger Ablenkung von Pornos. Nachdem ich meine ganzen Hausarbeiten heute erledigt habe, muss ich zugeben das ich für einen Moment auf dumme Gedanken gekommen bin. Deinen Eintrag mit den Tipps habe ich tatsächlich heute nach dem aufstehen gelesen, wollte mich aber erst wieder hier melden wenn der Tag fast geschafft ist. Als die Lust kam, dachte ich mir sofort: STOP, rief das das Forum auf und habe mir jetzt 3 Stunden die Erfolgsgeschichte von "schokiprinz" durchgelesen, einfach weil er es war der auf meine Begrüßung reagiert hat. Ich wollte wissen welche Geschichte hinter dem Pseudonym steckt.

Ich empfinde nichts als RESPEKT für das was dieser Mann erreicht hat. Mit Höhen und Tiefen. Ich hoffe und gehe davon aus, dass er weiterhin Pornofrei ist und ich wünsche mir für schokiprinz, dass sich die Situation mit seiner Freundin ins positive verbessert hat (sollte er es in einem anderen Beitrag verfasst haben, ich habe es nicht gelesen). 

Ich bin jetzt noch motivierter, als ich es ohnehin schon war, ich schaffe das! Danke für den Tipp!
Hallo Rheinländer,

danke für das Kompliment. Ja ich bin immer noch pornofrei und habe auch vor es zu bleiben. Pornos sind immer noch eine Versuchung, so wie es eben bei Süchtigen immer der Fall ist.

Meine Freundin ist inzwischen meine Frau. Unsere Beziehung ist sexuell immer noch problematisch aber wir arbeiten daran.

Du kannst es auch schaffen, wenn du es willst. Die Geschichte von phoenix kann ich dir auch empfehlen. Er hat trotz vieler Rückschläge nie aufgegeben. Das ist das Entscheidende. Habe immer das Ziel vor Augen und richte dich danach aus es zu erreichen. Wenn du mal einen Schritt langsamer gehen musst oder auch einen Rückschritt hast, so ist das nicht schlimm, solange du das Ziel nicht aus den Augen verlierst.

Was Phoenix schreibt kann ich nur unterstützen. Mach es für dich und nur für dich, denn wenn du es für Andere machst und von ihnen enttäuscht wirst ist die Gefahr des Rückfalls groß.

Wenn du dranbleibst wirst du merken, das du ein anderer Mensch wirst. Du wirst mehr Freude haben am Leben, weil du eben nicht mehr nur an die nächste Pornosession denkst und siehst, dass es soviel anderes im Leben gibt, als nur Pornos.

Sicher ist es gerade in Covid Zeiten noch schwieriger, aber dafür bist du noch stärker, wenn du es jetzt schaffst.

Ich habe mir meine eigene Corona Challenge kreirt. Ich habe mir vorgenommen, dass ich nach Corona 10kg weniger wiegen möchte und meine Laufzeit über 10 km auf unter 55 Minuten bringen will. Aktuell habe ich schon 7 Kilo geschafft und die Laufzeit ist bei 56 Minuten. Man kann alles schaffen im Leben, wenn man will.

Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!