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Normale Version: Auf geht's: SB und PaySex
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Hallo Zusammen,

ich würde gerne hier ein Tagebuch führen, weil ich erstens davon überzeugt bin, dass es ein wichtiges Werkzeug auf der sehr harten und langen Reise sein kann. Und zweitens fand ich alleine das Lesen anderer Tagebücher sehr motivierend und inspirierend. Vielen Dank schon mal dafür und dass es dieses Forum hier gibt!

Mein Problem ist nicht "nur" ein ungesunder Pornokonsum, sondern vor allem jahrelanges regelmäßiges Aufsuchen von Prostituierten. Auch wenn es hier im Forum vordergründig (wie es der Name schon sagt) um Pornosucht geht, hoffe ich, dass ich auch über das Thema PaySex schreiben kann. Denn aus meiner Sicht gibt es da große Schnittmengen.

Mein Ziel: 

90 Tage keine SB und keinen PaySex

Meine Geschichte:

Da meine Pupertät noch im Modemzeitalter stattfand, waren das Futter fürs Masturbieren Leih-DVDs, Zeitschriften und vor allem meine Fantasie. Ich habe zwar echt viel gewichst, aber selten lange und auch nie hardcore Inhalte konsumiert. Das hat sich auch bis heute kaum geändert, was wahrscheinlich auch lange der Grund war, warum ich mir die Illusion gemacht habe, dass meine Aktivtäten mit mir selbst in einem gesunden Rahmen sind. So nach dem Motto "Solange ich keine Fisting oder GangBang Filme brauche um geil zu werden, ist ja wohl alles in Ordnung".

Für mich begann das nächste Level vor ca. 6 Jahren mit dem Besuch einer Escortdame. Später kamen sogenannte Laufhäuser dazu, in denen sich die Ladies einquartieren. Das fatale für mich war, dass es fast so leicht zu bekommen war wie einen Porno, aber in mir einen viel größeren Rausch verursacht hat. Klar muss man schon etwas Zeit und vor allem Geld investieren, aber - und das jetzt bitte nicht prahlerisch verstehen - ich verdiene schon lange so gut, dass es nie wirklich finanziell weh getan hat. Und die Zeit, die für die Organisation drauf geht, geschieht in einer Stimmung der Vorfreude. Und beim Durchsuchen der "Kataloge" wird natürlich auch schon öfter mal Hand angelegt.

Das Ganze ging dann erstmal 3 Jahre relativ regelmäßig. Meistens habe ich es mir 2-3 mal im Monat "gegönnt". Vor 3 Jahren habe ich dann jemanden kennen gelernt und konnte damit von jetzt auf gleich aufhören, weil ich unglaublich verliebt war und ich auch in sexueller Hinsicht kaum etwas vermisst habe. Wir sind ziemlich schnell zusammen gezogen und alles lief super. An PaySex hatte ich keinerlei Gedanken mehr verschwendet.
Auch das Masturbieren war für mein Empfinden in einem recht gesunden Verhältnis (Vielleicht 3-4 mal im Monat).

Das änderte sich alles vor einem Jahr! Die rosarote Brille war schon längst trüb. Der Sex nur noch 1 mal pro Woche und um zu kommen, habe ich mich schon öfters dabei erwischt, wie ich an andere Frauen gedacht habe. Die Pornos schlichen sich dann wieder vermehrt ein und es dauerte nicht lange da meldete sich mein Suchtgedächnis zu Wort: "Los, gönn dir mal wieder eine Nutte". Die Moral hat mich noch ein paar Wochen davon abhalten können, aber irgendwann war der Trieb so groß, dass ich es tat. Zunächst "nur" alle 4 bis 6 Wochen und dann alle 3 bis 4 Wochen.
Und das Problem war nicht nur die Schandtat an sich. Vor allem das ständige checken der einschlägigen Seiten und das Fantasieren über die nächste Begegnung vernebelten mir komplett die Sinne, so dass ich den Sex in der Beziehung nur noch als langweilig empfand. Vor zwei Wochen habe ich die Beziehung beendet. Meine Ex-Freundin weiß bis heute nichts von meinen Aktivitäten.
Ich schäme mich unermesslich dafür, was ich getan und vor allem wie oft ich es getan habe. Es ist hypothetisch, ob wir noch glücklich zusammen wären, wenn ich dieses krankhafte "Hobby" nicht gehabt hätte, aber dass man so keine gesunde Beziehung auf Dauer führen kann, ist vermutlich in den meisten Fällen klar.

Vielleicht ergänze ich später noch ein paar Aspekte, aber für den Moment soll es das gewesen sein und ich starte mit der Dokumentation meines Abstinenzversuches. Bitte wünscht mir Glück und Durchhaltevermögen. Ich werde es gebrauchen können.

Tag 1:

Der Sonntag ist sonst oft der Tag für mich gewesen, um zu checken welche neuen Damen in die Laufhäuser einziehen (die wechseln in der Regel wöchentlich). Fast wie ein Feiertag. Auch wenn ich nicht die konkrete Absicht nach PaySex hatte, so gab es mir schon immer einen Kick zu sehen, was möglich sein könnte.
Heute hab ich es sein lassen und auch nicht masturbiert. Aber darauf bilde ich mir natürlich nichts ein, denn ich weiß dass noch ein unglaublich langer und schwieriger Weg vor mir liegt.
@Lieber Alex,

zunächst ein Herzliches Willkommen von mir.

Du schreibst, dass die rosarote Brille trüb wurde. Magst Du erzählen, was sich verändert hatte?

War es der weniger werdende Sex mit Deiner Freundin, der Dich wieder zu Prostituierten gehen ließ, oder war da noch mehr?

Vielleicht kannst Du nochmal zurückblicken und herausfinden, warum und wie Du damals zum 1. Mal bei einer Escort-Dame gelandet bist. Hattest Du mit ihr Dein 1. Mal oder davor bereits Sex oder gar eine Beziehung?

LG Geduldige