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Ich habe nun fast eine Woche ohne SB und Hardcorepornos ausgehalten. Ich schreibe bewusst ohne Hardcore, da ich mir dennoch von Zeit zu Zeit, die eine oder andere Nacktaufnahme angesehen habe. Zwar handelte es sich meist nur um Bilder von einer Frau in einer expliziten Pose, meist bekleidet in Leder oder Latex, dass ist halt so mein Fetisch, aber ein Video war nicht mehr dabei. Die sind alle gelöscht wurden und die entsprechenden Seiten sind im Verlauf und in den Favoriten auch.

Die ersten Tage waren noch recht leicht, aber mit zunehmendem Wochenverlauf, habe ich gemerkt das ich schnell dabei war mir ein Bildchen anzuschauen oder auch mehrere. Die Hand ging dann auch schnell wieder zur Hose, auch wenn ich mich schnell wieder fangen konnte.

Mit dem Freitag wurde das ganze aber noch schwerer. man hat ja Zeit bis Abend und so landete ich auch wieder auf meiner lieblings Webcam-Seite, deren Name ich noch auswendig kenne, ich kenne noch so ziemlich alle Seiten auswendig.

Nun befürchte ich das Wochenende doch nicht überstehen zu können, ohne es mir einmal gemacht zu haben. Und dafür hasse ich mich jetzt schon.

Meine Überlegung war jetzt schon mir einen Peniskäfig zu bestellen und ihn immer dann anzulegen wenn ich zu Hause bin, und den Schüssel ins Bad lege. Wenn ich erst aufstehen muss um ihn zu öffnen ist der Kopf schon wieder abgelenkt und ich kann mich wieder fangen.

Ich merke selber, dass es noch ein weiter Weg ist. Wobei mir eines bei den ganzen Videos und Erklärungen noch nicht klar ist. Ist es nur schädlich wenn ich zu bestimmten Material SB betreibe? Ist SB ohne Material auch schädlich, oder SB zu geschmackvollen Bildern geht auch, was ich aber bezweifle bzw. wenn ich immer nur das selbe Bild nehme, also keinen neuen Reiz setze. 

Mal sehen was die Woche 2 bringt.
(13.03.2021, 22:20)Marcsl schrieb: [ -> ]Ist es nur schädlich wenn ich zu bestimmten Material SB betreibe? Ist SB ohne Material auch schädlich, oder SB zu geschmackvollen Bildern geht auch, was ich aber bezweifle bzw. wenn ich immer nur das selbe Bild nehme, also keinen neuen Reiz setze.

Also anhand dessen, was ich gelesen habe: Also masturbieren soll dann den Entzug verhindern, wenn man sich Pornos oder pornobasierte Fantasien dabei vorstellt. Es ist ja so, dass man rein in der Vorstellung so ziemlich dieselben Hirnareale aktivieren kann, das ist ja bekannt. Z.B. wer sich in ein traumatisches Erlebnis zurückversetzt, kann sich so fühlen wie damals. Wer einen Menschen keine Ahnung beim Sport machen sieht, der kann sich so in ihn hineinversetzen, dass dieselben Hirnmuster aktiv werden wie als wenn er selbst den Sport machen würde.
Diese Information ist in dem Sinne wichtig, weil man mit der Abstinenz sein Hirn gerade umprogrammieren will. Die neuronale Verbindung von Pornos mit Masturbation und Orgasmus (MO) will man ja gerade als Süchtiger umprogrammieren. Wenn man sich pornobasierte Fantasien beim Masturbieren vorstellt, erhält man das Suchtmuster. Deshalb wird da oft empfohlen einige Monate auch ohne Masturbation durchzuhalten, weil wahrscheinlich automatisch pornografische Assoziationen im Kopf auftauchen.
Daneben besteht noch das Problem, dass man wahrscheinlich deutlich mehr gereizt ist wieder auf Pornos zurückzugreifen, wenn man masturbiert, weil man ja sowieso schon die Verbindung MO=Pornos im Gehirn hat - meistens wie gesagt auch pornobasierte Fantasien auftauchen, sodass man wieder das gute alte Erlebnis haben will, nach dem das Belohnungssystem verlangt.

Ich denke zudem, im Grunde macht es letztlich - gerade bei Süchtigen - keinen Unterschied mehr, ob es weniger anzügliche Bilder oder immer dieselben Fotos sind. Vermutlich hält man so auch wieder alte Muster aufrecht, sich nur an Bildern aufgeilen ohne MO hat wieder Züge von "edging".
Aber ehrlich gesagt ist das super hardcore mode, MO zu vermeiden, gleichzeitig aber dauernd von Pornos gereizt zu werden. Man muss kein Genie sein, um zu vermuten, dass die Verlockung deutlich höher ist rückfällig zu werden, wenn man sich dauernd mit Reizen berieseln lässt. Deshalb wird beim Entzug auch empfohlen, die ersten Monate der Abstinenz möglichst alle Reize zu vermeiden - selbst ganz natürliche (zu den vermeidenden Reizen zählt auch: attraktiven Personen hinterherglotzen, sich sexualisierte Fantasien über sie vorstellen, aber auch Sex mit dem Partner ausüben, anreizende Werbung ansehen usw.).

Aber das ist nur meine Position, bin mir nicht absolut sicher, ob das alles neurowissenschaftlich stimmig ist. Das ist jedenfalls das, was ich bisher aufgegriffen habe und meine Schlussfolgerungen dazu.
Ich würde stark empfehlen auf jeden Fall alle sexuellen Reize zu vermeiden, erst recht Pornos jeder Art.

Gruß und viel Erfolg.
Ich habe übrigens gerade auch meine erste Woche geschafft, und da gibt es viele Verlockungen... aber ich versuche alle Reize erst einmal zu vermeiden, damit ich ganz explizit auf andere Gedanken komme und endlich dieses ständige gedankliche Kreise um Sexualität irgendwann aufhört.
Danke für Erklärung, so in der Art hatte ich das schon befürchtet. Leider kann ich wieder von vorne anfangen, aber zudem ist jetzt alles restlos von meinem Rechner verschwunden. Ich hatte leider nicht bedacht, dass über dem Verlauf noch Seiten hängen bleiben.

Aber das ist jetzt auch pasé. Da ich ich diesen inneren Dämon überwinden will, nehme ich das als zusätzlichen Lerneffekt. Das es nach so vielen Jahren nicht gleich beim ersten Anlauf klappt, hatte ich erwartet.
2. Woche. Nach dem ich letzte Woche groß Reine gemacht hatte auf meiner Festplatte, Lief es eigentlich ziemlich gut. ich habe mir an meinem Kalender der im Bad hängt, jeden geschafften Tag abgehakt. Bzw. Ein Kreis für nicht geschafft und ein X für, nicht SB aber trotzdem etwas Pornomaterial angeschaut.

Von Montag bis Samstag hatte ich nur Haken zu vergeben und freute mich auch immer, wieder einen erfolgreichen Tag überstanden zu haben. Leider hat mich der heutige Sonntag einen Kreis machen lassen, da ich bei de Sichtung alter CD´s auf gebranntes Material gestoßen bin. Dieses wurde jetzt zwar vernichtet, aber der Schaden war angerichtet.

Macht aber nichts, da ich dennoch 6 Tage ohne irgend einen Einfluss oder sogar SB ausgekommen bin. Das zeigt mir, dass es auch ohne geht und man mehr Zeit hat um sich um die wichtigen Dinge zu kümmern.

Auf zur nächsten Woche.