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Normale Version: Verzweifelte Angehörige
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Liebe Crow,
Ich lese hier schon lange in diesem Forum mit und habe mich nun doch einmal angemeldet um meine Erfahrungen als Angehörige zu teilen. Leider gibt es kaum Plattformen wo ein intensiver Austausch für Angehörige stattfindet. Da die Pornosucht noch nicht lange als Sucht anerkannt ist gibt es auch kaum Angebote für Angehörige. Was ich hier lese deckt sich mehr oder weniger mit meinen eigenen Erfahrungen. Ich muss Susan leider recht geben. Ihr befindet euch noch am Anfang in der Auseinandersetzung mit der Sucht und du solltest dir gut überlegen wie abhängig du dich von dieser Beziehung machst.
Was passiert wenn ihr euch morgen trennt.....
Dein Mann verleugnet seine Sucht und macht eine Therapie um dich zu beruhigen. Leider ein Verlauf der bei allen Suchterkrankungen ähnlich ist. Ich habe das auch mit meinem Mann erlebt. Die Absicht deines Mannes ist sicher ehrlich aber da er wahrscheinlich alles tut um dich zu beruhigen wird es sicher keinen dauerhaften Erfolg für seine Sucht bringen.
Leider ist auch Kontrolle nicht etwas das dauerhaft zum Erfolg führt. Absolute Kontrolle ist gar nicht möglich und du wirst immer misstrauisch sein und bei jeder Entdeckung und glaube mir du wirst immer wieder was entdecken, er wird leugnen und es dann doch zugeben wenn er nicht mehranders kann. So wird das immer weitergehen bis du es schaffst dich aus diesem Kreislauf zu lösen. Konzentriere dich auf dich selbst. Du kannst deinen Mann nicht ändern. Das kann er nur selbst für sich entscheiden. Kämpfe für deine Unabhängigkeit und informiere dich ohne ihn missionieren zu wollen. Tu es für dich und du wirst dich irgendwann besser fühlen.
Ich wünsche dir viel Kraft bei deinem Kampf.
Liebe Grüße
Mira62
Liebe Susan,

Vielleicht ist es auch besser so, dass ich keinen Zugriff hab. Mein Misstrauen bleibt das gleiche... selbst wenn ich ab und zu sein Handy einsehen kann finde ich nichts und dann ärgere ich mich, weil ich mir denke, dass er sich richtig Mühe im vertuschen gibt.
Das stört mich an mir selbst gewaltig.


Sprechen ist mir persönlich in der partnerschaft sehr wichtig. Besonders was dieses Thema angeht. Ich hoffe immer, vielleicht ein bisschen was verstehen zu können...aber ich weiß, das ist unmöglich...ich werde das nie verstehen können.
Und es macht mich wahnsinnig wenn ich merke dass er nur um den heißen Brei redet weil er nicht reden will.
Vor allem wenn ich mir so einen scheiss anhören muss von wegen ' das gibt mir nix' und ich brauch das nicht...das macht mich so aggressiv dass ich ihm am liebsten mit der Faust ins Gesicht schlagen würde.

Entschuldigt hat er sich. Im Streit. Und laut. War jetzt irgendwie nicht so prickelnd.

Zum einen sieht er sich als nicht süchtig, weil er das seiner Meinung nach nicht braucht ( ich es ber auch nicht wert bin, es zu lasse)
Und natürlich weil der Therapeut das ganze sehr schön umschreibt...problematisches Verhalten nennt er das.

So einen Test hat er im Internet schon mal gemacht, ich glaube sogar den hier. In meinem Beisein. Aber ich finde definitiv, er belügt sich dabei selbst...

Ach susan, ich hab auch deine Beiträge gelesen, und es tut mir so wahnsinnig leid, dass ein Mensch das ertragen muss...
Und dann bist du noch so stark. Ich bewundere dich.

Wie gehst du derzeit mit deinem Mann um?

Hallo Mira,
Danke auch für deine Nachricht.
Puh, das ist ganz schön schwer zu schlucken. Ich hatte schon so gute Phasen zwischendrin...aber das reisst mich wieder voll runter.
Ich hab keine Ahnung wie ich die nächsten Tage schaffen soll?
Ich hab bald keine Kraft mehr in die Arbeit zu gehen.
Seltsam nur, dass hier wirklich alle derselben Meinung über meinen Mann sind.
Das macht mich wirklich sehr stutzig. Vor allem weil ich wirklich der Meinung war, dass er auf einem guten Weg ist und es einfach an mir ist ihm wieder zu vertrauen.

Was kann ich denn tun? Dass er ernsthaft einsieht? Oder unsere Beziehung eine Chance hat?
Ich bin um jeden Tipp dankbar.

Ein Gedanke der mir allerdings gerade kommt... meine Mutter ist Alkoholikerin. Sie ist mittlerweile seit vielen Jahren trocken, aber ich muss gestehen dass ihr ihr Verhalten bis heute übelst nachtrage..
Und bei jeder Differenz die wir miteinander haben, entwickel ich sofort ein Gefühl von Hass..

So will ich eigentlich nicht leben...
Liebe Crow,

für Dinge, die man nicht braucht gibt man keine 7000 Euro aus. Ich war auch Pornosüchtig und ich war nie auf bezahlten Websiten, weil es mir das Geld nicht wert war. Aber trotzdem reicht das kostenlos zugängliche Material aus, um die Sucht zu befriedigen. Wenn ich wirklich Geld dafür ausgebe, und bei 7000 Euro ist das nicht nur einmal irgendwo anmelden, dann brauche ich das. Da wird wohl jeder zustimmen.

Was solltest du tun? Der Beitrag von Mira enthält einen wichtigen Tipp. Du musst dich abgrenzen von ihm. Momentan ist eure Beziehung nicht auf Augenhöhe. Er weiß, dass du ihn liebst und ihn nicht verlieren willst. Daraus leitet sich sein ignorantes Verhalten hinsichtlich der Pornosucht ab. Er denkt, das du ihm eh nicht weglaufen wirst und es genügt, wenn er jetzt verständnisvoll ist und dann wird sich das Thema Pornosicht bei dir irgendwann erledigen. Er versteht nicht, dass du wegen seiner Ungewissheit leidest.

Wenn er Rückgrat hätte, würde er sagen, dass ihr den Grundstückskauf zurückstellen sollt, bis er seine Sucht im Griff und auch verabeitet hat. Denn selbst wenn er abstinent ist, braucht sein Gehirn Zeit für die Neuprogrammierung.

Ein Hausbau ist eine Lebensentscheidung, die man treffen sollte, wenn man davon ausgeht, das alles ok ist.

Du musst ihm zeigen, dass du nicht von ihm abhängig bist und du im Zweifelsfall stark genug bist die Konsequenzen zu ziehen. Mach es zur Bedingung, dass er dir deine Fragen beantwortet, weil du sonst die Beziehung so nicht weiterführen kannst.

Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, kennt ihr euch 20 Monate. Wo liegt sein Problem hier die Karten auf den Tisch zu legen. Für alles was eurer Beziehung war gibt es dich keinen Bezug zu eurer Beziehung. Selbst wenn er dort bei Hobbyhuren war, dann kannst du es verurteilen und dir überlegen, ob du generell mit jemandem zusammen bleiben willst, der so etwas tut. Aber es ist keine persönliche Kränkung, dass du ihm nicht ausgereicht hättest. Wenn er schweigt, verdichten sich die Anzeigen, dass da eben auch noch mehr war, nachdem eure Beziehung schon begonnen hatte.

Wenn man weiterdenkt und es auf die Spitze treibt, kommt man dann noch zu einem ganz anderen Schluss. Wir haben seit 13 Monaten Covid. War er etwa sogar während der Pandemie bei Hobbynutten? Ich hoffe es nicht, denn das wäre wirklich sehr perfide.

Du siehst, wie wichtig es ist die Wahrheit zu kennen. Er kapiert es entweder nicht, das dies wichtig ist oder er weiss es sehr wohl, weiss aber, das dass was es noch aufzuarbeiten gibt die Gefahr birgt, dass er dich verliert.

Ich rate dir nicht zu gehen, weil ich weiss, dass du ihn liebst. Aber wenn du ihn liebst, dann grenze dich ab und sag ihm, was er tun muss, um dein Vertrauen zurück zu gewinnen. Wenn er dich auch so liebt, wie du ihn wird er dir deine Fragen beantworten müssen, ansonsten musst du damit leben, dass es immer Geheimnisse in eurer Beziehung geben wird.

Ich bin auch nicht für Handy und Laptop-Kontrolle. Aber wenn man nichts zu verbergen hat, muss man keine Passwörter ändern und Browserverläufe löschen. Solange er das tut, hat er etwas zu verbergen.Basta!
Liebe Crow,
Ich fühle mit Dir. Auch ich hatte diese verzweifelten Phasen bis hin zu Selbstverletzung. Bis ich erkannt habe das ich bei mir selbst anfangen muss um herauszufinden warum ich mir selbst so wenig wert bin das ein Partner so mit mir umgehen darf. In deinen Ausführungen ist mir aufgefallen das du von deiner alkoholkranken Mutter geschrieben hast. Warst du da jemals in eine Therapie einbezogen? Ich selbst habe inzwischen eine Therapie gemacht. Ich muss dazu sagen ich habe einige Zeit gebraucht um den richtigen Therapeuten zu finden.
Mit Co Abhängigkeit kennen sich aber einige Therapeuten aus.
Ich habe zu Begin viel themenbezogene Literatur gelesen.
Wenn du magst kann ich dir Literatur empfehlen.
Bitte tue etwas für dich dann wird vielleicht auch dein Mann das zum Anlass nehmen etwas zu verändern. Vertraue auf dein Gefühl und deine Intuition. Du musst deinem Mann nicht beweisen das er konsumiert. Wenn du in dich hinein spürst weisst du es.
Denke an dich. Du bist ein wertvoller Mensch. Ich glaube hier gibt es Viele die fühlen mit dir.
LG Mira62
Lieber Schokiprinz,

Ich sehe auch dass mein Mann definitiv ein suchtproblem hat. Ich bin mir unsicher wie er das sieht. Er sagt schon mal dass er jemanden gebraucht hat der das rausfindet um damit aufhören zu können. Auch dass ihn Situation belastet hat.
Aber sowas kommt immer nur aus ihm raus wenn die Situation eh schon wieder am köcheln ist. Nie redet er in Ruhe mit mir darüber.
Ich muss zugeben das liegt auch an mir, ich kann nicht ruhig über das Thema reden wenn ich merke das von ihm Ausflüchte kommen
Zu groß sind sind die Verletzungen.

Wir haben einen Termin bei seinem Therapeuten. Da geh ich mit. Ich muss mir ein paar Gedanken machen was ich den morgen fragen will, bzw. Hat jemand Tipps für mich was ich klären sollte??

Und in weiterer Instanz werde ich versuchen. Mehr Zeit alleine zu verbringen und Freunde zu treffen.

Von den nutten distanziert er sich ganz klar, allerdings versteh ich nicht warum man diese Seiten besucht wenn man nicht eine nutzen möchte??
Zutrauen tu ich ihm das allerdings nicht.

Schokiprinz ich danke dir.
Auch wenn es mir durch die aktuelle Konfrontation (Forum) so schlecht geht wie lange nicht mehr, muss ich sagen, ihr seid so toll!
Genau danach hab ich gesucht, Menschen die mir nicht alles schön reden. Von wegen das wird schon wieder, und das Leben ist doch schön..
Ich bete, dass ihr alle einen guten Schutzengel habt! Jeder auf seine Weise.
Liebe Crow,

ich helfe gerne. Ist auch für mich so eine Art Therapie, die mir immer wieder vor Augen führt, was für ein Mist die Pornos sind.

Zu deinem Termin beim Therapeuten. Sag ihm wie es dir geht und was du am meisten braucht; nämlich das dein Mann dir Rede und Antwort steht zu seiner Sucht. Frag ihn, wie er diesen Punkt sieht.

Frag ihn wie er das Thema Vertrauen beweisen, im Hinblick auf die PIN-Änderung, gelehrte Browserverläufe und den verwehrten Zugang zu PC und Handy sieht Sag ihm, dass es dir nicht darum geht ihn zu kontrollieren, sondern das du als Gesten der Offenheit von deinem Partner erwartest.

Schau wirklich, dass du dem Therapeuten deutlich machst, wie sehr du unter der Sucht, beziehungsweise der Art, wie dein Mann die Sucht bisher bekämpft, leidest.

Vielleicht springt dir der Therapeut zur Seite und wirkt auf deinen Mann ein. Vielleicht braucht es dein Mann, das ihm eine neutrale Instanz sagt, dass er etwas ändern muss.

Ich drücke dir die Daumen und bin gespannt, was du berichtest.
Hallo Mira,
Danke dass du schreibst. Es tut gut, zu wissen dass man nicht alleine ist.
Man kann ja auch kaum mit jemandem darüber reden. So geht's mir zumindest.
Auch ich verletze mich selbst. Der Druck ist zu gross.
Wegen meiner Mutter war ich nie in Therapie. Auch sonst nicht. Mein Papa war zwar immer da und hat sich um alles gekümmert wenn ich ihn beispielsweise in der Arbeit angerufen habe dass es schon wieder soweit ist.. aber auch er war überfordert. Geredet haben wir darüber nie. Das Thema wurde totgeschwiegen. Auch heute noch. Meine Mutter hat geschlagen, getroffen und mich emotionslos erpresst. Eine Entschuldigung hab ich von ihr nie gehört. Sie hat sich immer nur als das arme Opfer gesehen.

Ich konnte niemals eine richtige Beziehung führen . Ich schätze das ist ein Bindungsproblem das aus meiner Kindheit herrührt.
Der Johannes, mein Partner, ist meine erste richtige Beziehung. Und das mit 40 Jahren.
Mit ihm war alles so einfach. Er hat nie an unserer Beziehung gezweifelt. Hat mich nicht fallen lassen. Obwohl ich oft schwierig bin.
Ich leide seit meiner Pubertät an Depressionen. Seit der suchtgeschichte kommt auch noch borderline hinzu.
Ich hab mir diesbezüglich sogar vor ein paar Wochen eine Therapeutin gesucht, war da auch ein paar Wochen lang, aber irgendwie gibt mir das nichts.
Vielleicht war auch die Therapeutin nicht die richtige.

Ich lese gerade 'Kindheit im Schatten' aber für weitere Empfehlungen bin ich dankbar!

Danke schokiprinz für deine Empfehlung. Ich schreib mir alles zusammen. Ich bin sonst morgen wieder so durcheinander dass ich da sitze und nichts mehr weiss.
Hab soeben mal mit meinem Mann gesprochen.
Das war mal das erste vernünftige Gespräch seitdem die Karten auf dem Tisch liegen. An Info s hats mir nicht viel gebracht, aber wir haben uns wenigstens nicht angeschrien... vielleicht ist das ein Anfang, dem noch weitere Gespräche folgen können...
Allerdings hat er heute schon zugegeben, dass er schon mal bei ner Nutte war. Vor 10 Jahren. Mir schlug das Herz bis zum Hals, aber ich war auch erleichtert über sein Zugeständnis.
Er sieht allerdings das Forum als Quatsch..
Aber das ist sein Problem. Ich hätte allerdings gehofft, dass er vielleicht auch mal reinschaut, wie es anderen Männern in der Situation geht oder dass er mal sieht dass es anderen Frauen genauso geht..
Jetzt ist er beim Urologen, worum ich ihn gebeten habe.

Ich werde euch morgen berichten wie der Termin beim Therapeuten war.
Liebe Crow,

ich drücke dir die Daumen.

Schön, dass ihr zumindest ruhig miteinander reden konntet, aber schade, dass es nicht wirklich viel gebracht hat.

Wie ich vermutet habe, wendet dein Mann die Salami- Taktik an, was eben bedeutet nur immer nur ein Stückchen mehr zu sagen.

Aus eigener Erfahrung kann ich dich nur vorwarnen. Wahrscheinlich ist das noch viel mehr, was du nicht weißt. Hure vor 10 Jahren klingt besser als Hure vor 2 Jahren. Man maipulliert auch schon mal gern die Daten, damit sich das Ganze etwas abschwächt. Das habe ich früher auch getan.

Vielleicht solltest du den Therapeuten auch noch Fragen, wie wichtig die Offenlegung der ganzen Wahrheit ist, damit eure Beziehung noch eine Chance hat. Nutze den Therapeuten für dich. Stelle ihm die Fragen, die du eigentlich deinem Mann stellen willst und verpacke sie entsprechend.

Bsp: Wie wichtig wäre es aus ihrer Sicht, dass mir mein Mann die ganze Wahrheit über seine Sucht sagt?

Ich lese bei dir immer wieder, dass du ihm dies oder jenes nicht zutraust. Soll ich dir was sagen. Das war bei mir genau so und zeigt nur, dass du in keinen Menschen hineinschauen kannst.

Das er nicht hier ins Forum will, wundert mich nicht. Er ist immer noch dabei zu verdrängen, abzumildern und herunterzuspielen. Er denkt, sie kann eh nichts mehr nachprüfen, also warum soll ich ihr es erzählen. Aber bei dir ist etwas, was dir sagt, da gibt es noch Geheimnisse und wenn ich die nicht weiß, kann ich nicht wieder vertrauen.

Ich war erleichtert, als ich reinen Tisch gemacht hatte.

Ach ja, es gibt immer noch diesen Test der sehr aussagekräftig sein soll, um zu sehen, ob jemand die Wahrheit sagt. Setz dich ihm gegenüber und stelle ihm eine Frage. Schau ihm tief in die Augen (ohne ihn vorher auf den Test hinzuweisen natürlich) und schaue, ob er den Blickkontakt halten kann. Viele die lügen, können das nicht, weil es eine mentale Anstrengung bedarf, sich die Lüge parat zu legen.

Darf ich fragen, warum du ihn zu Urologen geschickt hast? Hat er ED? Das wäre nämlich ein weiteres Puzzleteil zum Thema Pornosucht.

Viel Glück für morgen!!
Ich hab ihn zum Urologen geschickt, weil ich wissen wollte ob er irgendwelche Geschlechtskrankheiten hat. Nach seiner Vorgeschichte hat mich dieser Gedanke immer wieder belastet.
Ursprünglich war der Plan dass wir irgendwann nochmal ein Kind haben wollten, aber das ist nach dieser Geschichte definitiv vom Tisch.
Ich hab schon ein Kind alleine gross gezogen, das mach ich kein zweites Mal. Für meinen Sohn war das eine schlimme Situation.
Aber dazu muss ich sagen, dass mein Mann meinen Sohn angenommen hat wie ein eigenes Kind. Ohne Vorbehalt.
Er steht felsenfest zu ihm und ist da wenn er ihn / uns braucht. Das rechne ich ihm sehr hoch an. So etwas hab ich in den letzten 20 Jahren nicht erfahren. Mein Sohn auch nicht.

Unter ED leidet mein Mann keineswegs. Alles im grünen Bereich. Er mag auch so st sehr gerne Körperkontakt. Kuscheln und wir schlafen auch meist arm in arm ein.
Ist das ein gutes Zeichen?
Ich finde auch nicht, dass sein Konsum stärkere Reize braucht. Er schaut immer noch 'normale Nacktbilder ' von reiferen Frauen.

Salamitaktik ist schon sehr treffend. Er gibt immer nur scheibchenweise zu. Oft auch weil ich s eh schon weiss und es keinen Zweck mehr hat zu leugnen...oder einfach so, wie mit der mutte heute. Wobei das schon die Ausnahme schlechthin war.
Liebe Crow,
Ich wünsche dir für morgen viel Kraft.Schokoprinz hat schon alles geschrieben. Fühle in dich hinein und nutze den Termin für dich. Vielleicht gelingt es deinem Mann ein wenig zu verstehen was seine Sucht mit dir macht. Leider muss ich dir auch sagen dass sich das Verhalten deines Mannes sich sehr nach Salamitaktik anhört. Bei meinem Mann war es immer so das sich das was er am wehementesten abgestritten hat sich im Nachhinein immer als wahr herausgestellt hat.
So wie du euer Zusammensein beschreibst scheint ihm unabhängig von der Sucht aber auch viel an dir zu liegen. Ich habe in diesem und anderen Foren oft gelesen das die Männer nicht offen und ehrlich mit ihren Frauen reden wollten um sie nicht zu verletzen. Sicher ist dies auch ein Teil der Wahrheit. Zum anderen ist für einen Süchtigen das Schlimmste die Vorstellung ohne sein Suchtmittel leben zu müssen eigentlich kann er nicht anders als Lügen. Er muss sich selbst für Abstinenz und für seine Familie entscheiden. Du kannst ihm nur zeigen was er verlieren würde.......
Ich drücke Dir/Euch die Daumen das Ihr einen Weg findet.
Für meine eigene Entwicklung haben mir im Umgang mit der Sucht die Bücher von Melody Beatty geholfen Klarheit für mich zu finden und an mir zu arbeiten.
Du scheinst dich ja auch mit den Verletzungen die du aus deiner Kindheit mit dir trägst zu beschäftigen. Vielleicht suchst du doch nochmal nach einem Therapeuten für dich oder hast du einmal über eine Kur oder eine Rehamassnahme nachgedacht. Ich wünsche dir das du einen Weg findest.......
Liebe Grüße
Mira62
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