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Normale Version: nach fast 7 Jahren: Ist er tatsächlich weg von Pornos?
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Hallo Ihr Lieben,

ich war die letzten Jahre immer mal wieder auf dieser Seite, um mich zu belesen, hatte mich aber nie angemeldet. Bis heute habe ich wirklich nahezu alles hier gelesen, und es hat mir sehr geholfen, vieles besser verstehen zu können. Vor einigen Tagen habe ich mich registriert, um hier meine Geschichte zu erzählen und mich mit Euch austauschen zu können sowie in der Hoffnung, dass Ihr helfen könnt, etwas Licht ins Dunkel meiner seit nun bereits einigen Wochen wieder auftretenden Gedanken, Ängste, Zweifel und negativen Gefühle zu bringen.

Bevor ich aber damit beginne und mich vorstelle, möchte ich an dieser Stelle zunächst einmal ein ganz dickes Lob aussprechen, an die Macher dieser Seite, an die Frauen, die um Ihre Männer kämpfen und an die Männer, die gegen Ihre Sucht, für sich und für Ihre/die Frauen kämpfen. Ihr könnt stolz auf Euch sein, egal, an welcher Stelle Eures Weges zum Ziel Ihr aktuell steht. Ihr alle seid meine Helden, all die Leute, die auf dieser Seite mitwirken sowie auch die, die nur stille Leser sind und hier nicht registriert. Denn auch sie haben einen ersten Schritt getan.

Nun zu mir: Ich bin 41 Jahre alt und seit 7 Jahren (in 1 Monat) mit meinem Mann (auch wenn wir nicht verheiratet sind) zusammen. Er ist 8 Jahre älter als ich. Ich habe 2 Kinder aus meiner vorherigen Ehe mitgebracht, er hat keine. Dazu muss man noch sagen, dass wir uns bereits seit 2004 kennen und auch schon 2x ein Paar waren (das 2. Mal 2008), jedoch jeweils nur für 6 Monate.

Ich hatte meinen jetzigen Partner zuletzt 6 Jahre nicht mehr gesehen und auch nichts mehr von ihm gehört. Im April 2014 schrieb er mich über WhatsApp an und wir fingen an, uns seit Juni 2014 wieder zu treffen, kamen schnell zusammen, und er äußerte bereits im August den Wunsch, dass ich zu ihm ziehen sollte. Er war aus seiner Stadtwohnung ausgezogen und hatte sich ein Haus auf dem Land gekauft (bauen lassen). Mir ging es etwas zu schnell, auch wegen meiner Kinder (geteiltes Sorge- und Aufenthaltsbestimmungsrecht, also 50/50 mit meinem Ex). Sie lernten ihn dann aber irgendwann kennen, mochten ihn sofort, und ich bin im Dezember 2014 zu ihm gezogen.

Von Anfang an war es traumhaft. Wir haben viel geredet, auch über unsere Zeit damals, haben was unternommen, gemütliche Filmeabende gemacht, viel gelacht, Partys geschmissen... Das einzige, was wieder so merkwürdig wie damals war, dass er nur am Anfang 1, 2x Sex zu wollen schien und es ab dann nur noch 1x im Monat passierte. Ich kenne das von meinen früheren Beziehungen anders, aber ich bewertete das nicht so hoch und machte mir keine Gedanken darüber, auch wenn ich gern öfter Sex gehabt hätte.

Bereits kurz darauf (immer noch Dezember 2014) entdeckte ich zum 1. Mal unbeabsichtigt etwas an seinem Laptop, dass immer (Seit meinem Einzug bei ihm, zuvor sagte er 1x, dass der Laptop für mich tabu ist. Ich hielt mich strikt daran, arbeitete mit meinem kleinen Netbook. Nach dem Einzug durfte ich ihn dann benutzen.) frei zugänglich und ohne Passwortschutz hier herumstand, und an dem ich im HomeOffice arbeitete wenn er im Büro war. Ich wackelte nur an der Maus, und da sprang mir eine nackte Frau entgegen. Ich schloss das Bild und dachte mir nichts dabei. Als ich mir tage später ein Lesezeichen anlegen wollte, sah ich, dass die Liste bereits mit Pornoseiten gefüllt war. Ich habe nichts angeklickt und hatte nur den Gedanken: "Achso, das macht ja jeder Mann mal."

An meinem Geburtstag Ende Januar 2015 war da wieder so ein geöffnetes Fenster, diesmal aber von einem Puff. Das war für mich zu viel, und ich bin schon immer ein viel zu schnell vertrauende Person gewesen und keine Schnüfflerin, aber in dem Moment ging ich sowieso davon aus, dass ich Schluss machen werde, und deshalb war es mir in dem Moment egal, ob es unmoralisch, unfair oder sonst was ist, was ich anschließend gemacht habe. Offensichtlich hatte er es ja darauf angelegt, dass ich etwas finden würde. Ich wollte wissen, woran ich bin und habe bis abends, als er nach Hause kam, mit Detektivarbeit verbracht, seine E-Mails gelesen, musste dort auch nur auf Links klicken und bin sofort auf Bordellseiten und in Sexchats sowie auf Partnersuchseiten etc. gelandet, konnte dort seine Nachrichten lesen, mir sein Profil ansehen etc. Ich musste mich nicht mal einloggen. Er hatte sich anscheinend nie ausgeloggt. Ich habe den ganzen Tag dabei geweint, wusste nicht wohin mit mir und meinen Gefühlen, wollte aber nicht heimlich abhauen sondern persönlich Schluss machen. Nur habe ich es auf den nächsten Tag geschoben, um mich etwas sammeln zu können (ich wollte ihm ruhig und nicht wie eine Furie gegenübertreten, was an dem Tag aber definitiv so passiert wäre) und weil es mein Geburtstag war, an dem er extra etwas für uns gebucht hatte und ich es einfach nicht übers Herz bringen konnte, so bescheuert das klingt. Er hatte einen Abend mit Show und mehreren Gängen ausgesucht, was sündhaft teuer war. Lust hatte ich darauf keine mehr, und es hat wahnsinnig viel Überwindung gekostet, ihm die ganze Zeit die heile Welt vorzuspielen. Ich konnte auch nicht abschalten. Bei den Shows musste ich bei jeder Frau, die auf die Bühne trat, immer an meine Entdeckung denken und was er jetzt wohl denkt wenn er die Frauen ansieht...

Am nächsten Abend setzte er sich wie so oft direkt an den Laptop, auch wenn meist nur für ein paar Minuten bis max. eine halbe Stunde (meistens zumindest), was ich bis heute nicht nachvollziehen kann wenn man gerade aus dem Büro kommt. Er macht das auch früh nach dem Aufstehen, ebenso am Wochenende. Ich habe ihn darauf ewig lange nicht angesprochen weil er es von sich aus immer schon begründet hat: "Ich habe einiges nicht geschafft im Büro, was ich jetzt noch machen muss." oder: "Wenn ich mich früh nicht an den Laptop setze und die Mails checke, muss ich das im Büro tun." Was? Ich verstehe nur Bahnhof, aber ok. Ich sah noch immer verheult aus, hatte den Tag über noch mehr verstörende Sachen gefunden, wie A4-große Blätter mit Namen von Frauen und Preisen/Stunde + Telefonnummer + Praktiken drauf (in seiner Aktenmappe, die er aber nicht immer mit ins Büro nahm). Auch wurde mir an dem Tag erst bewusst, was ich in den Portalen am Tag zuvor gelesen hatte. Mehrmals pro Woche schrieb er dort unzählige Frauen an und fragte fast immer nur nach Ort, Preis, ob mit Kondom etc. Für mich gab es keinen Zweifel.

Als ich ihm sagte, dass ich mit ihm reden muss, meinte er zunächst, dass er müde von der Arbeit wäre, ließ sich dann aber darauf ein. Ich fragte ihn ganz ruhig mit Tränen in den Augen, warum er fremdgeht. Daraufhin rastete er aus und schrie, ich kann sofort gehen wenn ich das glauben würde. Daraufhin konfrontierte ich ihn mit meinen Entdeckungen, und er wurde ganz ruhig, sagte zu mir, dass das nichts mit mir zu tun habe und er nicht fremdgeht. Er mache das schon seit vielen Jahren, auch damals schon, als wir zum 2. Mal zusammen gekommen sind (2008) und ihn reizt dabei nicht ein reales Treffen sondern die Fantasie und dass er es machen könnte wenn er wolle. Er könne mit den Frauen über Dinge schreiben, die er sich nie trauen würde, bei einer Frau persönlich anzusprechen und es wäre eine andere Welt für ihn, in die er sich flüchtet, da er so viel und lange arbeitet. Das sei er so gewohnt weil er viele Jahre allein gelebt hat und kann das nicht so schnell abstreifen. Aber es hätte sich sehr gebessert seit ich da bin. Er hätte das vorher täglich gemacht. Als ich ihn festnageln wollte, warum er sich denn alles aufschreibt wenn er sich gar nicht treffen will, sagte er, dass das der Alkohol ist, den er immer währenddessen trinkt. Dabei wird er mutiger und will es dann doch umsetzen. Am nächsten Morgen wäre aber dieser Wunsch weg weil er wieder nüchtern ist und sich sowieso nicht trauen würde. Aber das ist doch ein Widerspruch: Er sagt, ihn interessiert kein reales Treffen, schreibt sich aber unter Alkohol die Nummer auf. What? Ich denke, dass man unter Alkohol oft den wahren Menschen erkennt... Aber damals war ich viel zu naiv, hatte mit so einer Antwort und Begründung nicht gerechnet, glaubte ihm und blieb.

Der Sex wurde immer weniger, so alle 2, 3 Monate 1x und passierte auch nur noch wenn ich damit anfing. Wobei er nie wirklich den Anfang gemacht hat, auch 2008 schon nicht. Mir reichte da ein lüsterner Blick oder eine flüchtige intime Berührung, und ich wusste, er will, dachte ich. Denn meist war es gar nicht so. Oft wenn ich dann loslegen wollte oder zumindest verbal darauf ansprang, wich er plötzlich zurück... Ich kann das gar nicht beschreiben. Es war keine böse Reaktion und fühlte sich eher so indirekt an wie wenn jemand plötzlich das Thema wechselt. Manchmal sagte er aber auch, er habe den Kopf voll, sei müde, hat Angst, dass es mit dem Sex nicht klappt und schämt sich etc. Es müsse alles passen. Da mir das auf ihn zugehen sowieso schon schwer fiel weil ich das von meinen vorigen Männern nicht kannte, fiel es mir natürlich nicht leichter mit dieser Info von ihm. Das brannte sich dann natürlich in meinem Kopf ein. Ich habe ab da jeden Tag bewertet mit: Ob es heute passt bezüglich seiner Laune, Stress, Gesundheitszustand, Sorgen etc. und das Tag für Tag. Mit direkter oder indirekter Abweisung vergingen deshalb mehr Tage davon ohne Sex als mir lieb war, denn ich war verrückt nach ihm und hätte am liebsten jeden Tag mit ihm Sex gehabt, auch wenn der qualitativ eigentlich absolut unterste Schublade war und ist, aber dazu später mehr. Ich hatte aber die 6 Jahre, bis wir zum 3. Mal zusammen gekommen sind - bis auf 1 Vergewaltigung - KEINEN Sex (Ich bin nach der Geburt meines 1. Kindes 2010 - Notkaiserschnitt nach über 30 Stunden Wehen, einige Stunden später Not-OP weil ich fast verblutet wäre, Bauchfellentzündung dann 1 Woche Intensivstation mit Morphium etc., daraus resultierendem Darmverschluss und Darmlehmung, nochmal 1 Woche stärkste Schmerzen, Ängste und Krankenhausaufenthalt, während ich in dieser Zeit mein gerade geborenes Kind nicht 1x auf dem Arm halten konnte wegen den Schmerzen und es die 1. Woche nur 30 Minuten am Tag von weitem zu sehen bekam - an einer Zwangserkrankung erkrankt mit Wasch- und Putzzwang, mit der ich mich bis zur Geburt des 2. Kindes 2011 allein rumschlagen musste weil die Klinik nur Mütter mit Neugeborenen aufnehmen wollte und die einzige Klinik im fahrbaren Umkreis war, die mir helfen konnte und darauf richtig spezialisiert ist und selbst dann musste ich noch lange auf einen freien Platz warten, bin 2012 mit meinem 2. Kind in die Klinik und war 6 Monate dort, habe 2013 Zuhause weiter stark an mir gearbeitet, gekämpft und es geschafft, wobei auch ich immer "dran bleiben" muss und auf der Hut. Von meinem damaligen Mann habe ich innerlich 2013 schon getrennt weil ich mit ihm einfach nicht gesund werden konnte. Das hatte ich in der Klinik gelernt. Wer mehr dazu wissen möchte, gern.). Ich war also wie ausgehungert. Für mich war Sex zwar nie das Wichtigste, gehörte für mich aber immer zu einem erfüllten Leben dazu, und das habe ich auch ausgelebt in der Partnerschaft und zu Singlezeiten, hatte aber eine Zeit während des Zwangs weniger Lust und wenn doch, konnte ich es schlichtweg nicht umsetzen.

Ich sprach ihn darauf an, und er schlug einen Terminkalender vor. Das klang für mich jetzt alles andere als romantisch aber okay. Letztendlich scheiterte es dann aber bei ihm schon daran, dass er keinen Tag in der Woche fand, an dem er hätte ein "Date" mit mir eintragen können. Für jeden Tag hatte er eine Ausrede, warum es nicht passt. Außerdem sagte er, dass Sex für ihn in einer Beziehung nicht wichtig ist und er es nicht braucht und auch nichts vermisst.

Dann bemerkte ich durch Zufall das Ausmaß des ganzen "sichtbaren" Problems. Ich musste eines Nachts auf Toilette und hörte ein lautes Stöhnen aus dem Wohnzimmer. Mein Mann war nicht da, obwohl wir gemeinsam ins Bett gegangen waren. Die Tür zum Wohnzimmer stand etwas offen, sodass ich durchsehen konnte. Er saß am Laptop und onanierte. Ich ging wieder ins Bett, konnte aber nicht mehr schlafen und hörte mir die ganze Nacht diese Geräusche an sowie das Klacken unserer sich öffnenden und wieder schließenden Terrassentür wenn er zwischendurch immer wieder nach draußen ging, um sich an der Hecke des Nachbarn zu erleichtern und eine Zigarette zu rauchen. Ich war schockiert wie lange sich das hinzog: 6 Stunden, und wer weiß, wann er an dem Abend damit angefangen hatte... Was war das? Ich verstand es nicht. Also sprach ich ihn am nächsten Tag darauf an, nicht, dass ich ihn gesehen hatte, sondern, dass ich es hörte. Er sagte, das macht ja jeder, und er genießt es eben gern besonders lang, die Lust aufrecht zu erhalten und zögert es heraus. Ich sagte ihm daraufhin, dass ich damit kein Problem habe wenn er MICH dabei nicht vergisst, also auch mit mir (nicht so lange) aber genauso oft Sex hat, da ich mich ansonsten nicht begehrt sondern betrogen fühle. Er war einverstanden. Streit gab es keinen.

Die nächsten Wochen und Monate vergingen damit, dass ich irgendwie seitdem keinen so festen und friedlichen Schlaf mehr hatte und beim kleinsten Geräusch wach wurde. Entweder hörte ich wie er aufstand und nicht zurückkam, hörte unsere Terrassentür, das Geräusch wenn er den Kühlschrank öffnet, um sich ein Bier nach dem anderen zu holen, das Geräusch von den Videos wenn er irgendwann so besoffen war, dass ihn die Lautstärke nicht mehr juckte, ja sogar das Abreißen von der Küchenrolle wenn er "zum Ende" gekommen war. Ich nickte zwischendurch immer wieder ein und wachte jedes mal durch eins der Geräusche wieder auf. So stellte ich schnell fest, dass er das gern mehrmals in der Woche für viele Stunden in der Nacht praktizierte, mir aber nie sagte oder zeigte, dass er mich auch will und nicht nur die Videos, denn die flüchtigen Berührungen und/oder lüsternen Blicke von ihm waren genau wie die 1, 2x Sex am Anfang unserer Beziehung schnell verschwunden, sodass ich anfing, ein richtiges Problem mit den Pornos zu haben und mich betrogen, ungeliebt, ersetzbar und benachteiligt gefühlt habe, um nur einige der Gefühle zu nennen. Stattdessen war es so, dass ich zwar weiterhin auf ihn zuging, den Anfang im Bett machte, inzwischen auch mutiger war und es längere Zeit mehrmals die Woche probierte aber immer abgewiesen wurde. Als ich ihn darauf ansprach, kamen die oben genannten Ausreden und, dass er immer ein paar Tage braucht, nachdem er Pornos geschaut hat, um wieder zu wollen und zu können. Nun hatte ich also noch ein Kriteritum, was für den Sex erfüllt sein musste und worauf ich achten sollte. Den Anfang zu machen, war für mich deshalb noch schwieriger geworden, inzwischen hatte ich deshalb zwar keine Hemmung mehr wie zu Beginn (weil ich es von anderen Männern nicht kannte, den Anfang machen zu müssen, ohne dass ich eindeutige Zeichen erhalte) aber ich hatte Angst vor den Ablehnungen durch ihn, hielt aber durch, auch wenn ich weiß, dass ich irgendwann anfing, auch nicht mehr zu wollen, vor allem wenn er gerade 1 oder 2 Tage vorher Pornos geschaut hatte und es nur noch machte, damit er ausgelastet ist und mich nicht betrügt. Denn diese Unsicherheit war längst wieder da, ob er sich nicht doch mit Frauen trifft, um Sex zu haben.

Angesprochen habe ich ihn immer nur 1x nach Wochen und immer vorsichtig weil er über das Thema nie reden wollte und schon gar nicht, wenn ich ihm zu verstehen gab, dass da was nicht stimmt und wo ich dabei bleibt, auch wenn ich ihm seinen Spaß gönne. Öfter habe ich mich nicht getraut weil er da auch wirklich fies werden konnte und es mir manchmal vor so einem Gespräch besser ging als danach. 

Dieser Zustand und viele Gespräche, die zu keinem Ziel führten, löste aus, dass ich ihm nachspioniert habe. Ich wollte wissen, was so toll an dieser ganzen Sache ist (Ich bin alles andere als verklemmt, und außer, dass ich es von anderen Männern nicht kannte, den Anfang machen zu müssen, damit es zum Sex kommt, war ich im Bett nie eine Schlaftablette und sehr aktiv, lag nie einfach nur da. Was noch dazu kommt und wovon er schon wusste, als wir das 1. Mal zusammenkamen, ist, dass ich selbst 1,5 Jahre Erfahrungen mit Pornos gemacht habe und quasi "mitreden" kann. Gern schreibe ich mehr dazu wenn es jemanden interessiert.) und was ich tun kann, um ihn für mich zu begeistern. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich immer noch nicht, dass es eine Sucht ist! Was ich zu sehen bekam, bereue ich bis heute. Diese Bilder werden mich wahrscheinlich für immer verfolgen und auch das Bild von ihm, dieser Gesichtsausdruck, geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Er schaute zwischendurch wie ein sabbernder Hund und absoluter Trottel, dann verzerrte er das Gesicht wieder als ob er Schmerzen hätte. Nach Entspannung und Spaß sah es für mich nicht aus, und ich habe noch keinen Mann mit derartiger Mimik beim richtigen Sex gesehen. Es war einfach nur befremdlich, abstoßend und unnatürlich, irgendwie erbärmlich. Gleichzeitig empfand ich soviel Wut und Schmerz, dass er mir das antut und sich dafür so viel Zeit nimmt.

Ich habe versucht, mehr von ihm zu erfahren, wollte es verstehen und habe das Thema bagatellisiert, bin es fast schon lustig angegangen und unbefangen, und nur dann hat er mir etwas davon erzählt. Eingestanden hat er nur, was ich "beweisen" konnte und da ich ihm das Fremdgehen nicht beweisen konnte, stand ich doof da. Deshalb habe ich so getan als ob ich voll auf seiner Seite bin und ihm das nicht verbieten will, und auf ihn muss es fast schon gewirkt haben als ob ich total fasziniert davon bin. Ich habe gesagt, dass ich es akzeptiere wenn er sich z. B. mit anderen Frauen hier bei uns Zuhause trifft wenn er es mir sagt, damit ich mich für die Zeit "verziehen" kann. Auch was die Pornos betrifft, habe ich es so gemacht, als ob ich es selbst immer mal mache, nur eben nicht so lange und es verstehen kann, aber trotzdem ihn den Pornos vorziehen würde und auch keinen anderen Mann für Sex haben will. Am besten klappte es wenn ich ihm auch etwas von mir erzählt habe, damit er sich nicht wie bei einer Anhörung oder Befragung sondern im Austausch auf einer Wellenlänge mit mir fühlt. Was ich dann erfahren habe, wollte ich eigentlich gar nicht wissen. Er erzählte mir viele Details bezüglich der Bilder und Videos, wie er sich dabei fühlt, und dass er da der Tollste ist, was er bei wirklichem Sex nie sein kann. Er wäre EINS mit seinem Penis. Hand und Penis würden verschmelzen. Das wäre bei realem Sex nicht so. Er erklärte mir auch genau die Vorgehensweise: Er fängt mit Chatten an, ein paar extra Bilder zwischendurch, pendelt dann immer wieder hin und her, zwischendurch mal ein kurzes Video, dann wieder Bilder, Chat, ein kurzes Video, Bilder etc. und irgendwann, "um irgendwann zum Schluss zu kommen", immer mehr Videos, die früher als er noch ohne Beziehung war, schon teilweise sehr heftig gewesen wären.

Ich machte mich im Internet schlau und erfuhr zum 1. Mal, dass es eine Sucht ist. Ab da verschlang ich quasi alles, was ich im Internet dazu finden konnte und suchte weiter nach Antworten, indem ich mir Bücher zu dem Thema kaufte. Auch sprach ich nun regelmäßig mit ihm, teilweise 1x pro Woche, manchmal auch nur alle 2 Wochen 1x aber nicht mehr so selten wie früher. Jedoch war ich auch hier immer noch sehr verständnisvoll, ruhig und wirkte auf ihn wohl eher unbeschwert, außer, dass ich ihm jedes mal zu verstehen gab, dass ich mir Sorgen um ihn mache und denke, dass es ihn verändert und negativ beeinflusst und er nicht glücklich wirkt. Wenn dann später im Gespräch jedes mal um das Thema MEIN fehlendes Sexleben ging, war es meist ganz vorbei. Da hörte ich bereits so ziemlich von Anfang an von ihm: "Dir ist Sex wichtiger als normalen Menschen. Du bist total oberflächlich, und Sex ist Dir am wichtigsten, andere Dinge in der Beziehung anscheinend nicht. Warum müssen wir immer darüber reden? Das ist anstrengend. Wenn Du nicht aufhörst, gehe ich jetzt ins Bett und lass Dich hier alleine Sitzen. Ich bin nun mal anders als die meisten Männer. Ich brauche keinen Sex, auch wenn er mit Dir wirklich schön ist." usw. Auch sagte er immer wieder, dass es keine Sucht bei ihm ist und er es unter Kontrolle habe, es nicht machen müsse. Ich ließ aber jedes mal nicht locker und sagte, dass es egoistisch von ihm ist, nur an sich zu denken, von mir aber zu erwarten, dass ich ihm treu bin. Ich will schließlich auch auf meine Kosten kommen und brauche eben auch hin und wieder mal eine Bestätigung in der Richtung. Er sagte dann, dass ich dann gehen könne, da er Untreue nicht mit sich vereinbaren kann (Er weiß aus jedem Gespräch, dass ich nicht vorhatte, fremdzugehen, bin ich auch nicht.). Außerdem würde ich ihn nicht lieben und gar nicht sehen, was er alles für uns macht, und es würde mir immer nur um Sex gehen. Das, was er macht, hätte nichts mit Sex zu tun. Und ich will ihm die einzige Freude nehmen, die er im Leben hat. Mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen schaffte ich es immer wieder, ihn zu beruhigen und so versprach er mir jedes mal (aber immer nur auf meine Frage hin, ob er das auch kann), dass wir jetzt öfter Sex haben werden, er es ja auch will und mag mit mir aber sich da vielleicht einfach zu viel Druck macht, dass es nicht klappen könnte. Dazu muss ich sagen, dass es so gut wie immer geklappt hat, wenn auch NUR mit Handanlegen von mir (oder Mund). Ich kann mich nur an 2x erinnern, als er nicht richtig "stand" und in mir dann ganz zusammensackte. Ansonsten klappte es immer, wobei der eigentliche Akt letztlich IMMER nur 10 - 30 Sekunden gedauert hat. Dafür durfte ich mich oft 30 Minuten oder länger abmühen, um ihn in Stimmung zu bringen. Bei mir hat er nie was gemacht, maximal über den Rücken gestreichelt. Er lag einfach nur da. Aber ich machte es gern und ging schließlich davon aus, dass ich irgendwann auch mal "an der Reihe" bin. Bis dato war ich selbst Schuld weil ich ihm immer sagte, um ihm den Erwartungsdruck des "Klappens" zu nehmen, dass ich gern gebe (stimmt ja auch) und ich es immer schön finde, auch wenn es nicht klappt. Das ganz drumherum ist schon ganz toll. War es für mich ja auch. Ich hatte 6 Jahre keinen Körperkontakt, außer zu meinen Kindern wenn ich sie im Arm hatte. Ich war deshalb zunächst zufrieden damit wenn es regelmäßig zum Sex kam oder auch nur fast aber eben diese Nähe da war, denn Kuscheln konnte er auch noch nie. Kuscheln war für ihn, sich einen halben Meter von mir weg zu legen und den Arm auf mich zu legen. Gestreichelt hat er mich nie. Aber ihm war Kuscheln immer wichtig, und das sprach er auch oft an. Ich gab ihm das auch, kuschelte mich an, streichelte ihn. Manchmal kam es dann zum Sex aber meistens nicht weil er mir dann wieder Vorwürfe machte, ob wir nicht einfach nur mal kuscheln können, obwohl wir das schon von Anfang an regelmäßig machen, nur eben nicht den Sex.

Ich wusste, dass es nichts wird, da ich zu dem Zeitpunkt schon viel zu viel über diese Sucht gelesen hatte. Solange er das Zeug schaute, hatte er gar keinen Grund, mit mir zu schlafen.


Also beobachtete ich ihn weiter und sprach ihn nach JEDER Session (so nannte er es immer) unverzüglich darauf an, gab ihm wieder neue Infos zum Thema und machte nun auch deutlich klar, dass ich das so nicht mehr will und kann und ich merke, dass mir das so nicht mehr guttut. Ich bin nicht die Putzfrau oder nur ein guter Kumpel sondern seine Partnerin, und dazu gehört für mich auch Sex. Er hat nicht mal 30 Minuten für mich, hat aber Zeit und Kraft, sich 6 - 8 Stunden ohne Pause diesen Frauen am PC zu widmen und mich völlig zu vergessen. Ich war nicht hysterisch oder zickig, aber auch nicht mehr so nett wie vorher. 
Ganz dabei hatte ich hier vergessen, auf mich selbst und meine Gefühle zu achten und mich damals schon völlig in diesem Ziel, ihn ändern zu können und ihm zeigen zu wollen, wie toll doch alles ohne sein kann, dass ich nicht gleich bemerkt habe, dass ich ihm Vorschläge machte, die ich gar nicht mehr mit mir vereinbaren konnte. Die Bestätigung, die er mir mit Sex geben konnte, hätte mir zu dem Zeitpunkt nicht mehr gereicht, solange er weiter Pornos ansieht. Ich habe ihm das auch gesagt und dass ich nicht bleiben kann, meine Sachen später hole aber jetzt erstmal weg muss. Er hat mich aufgehalten, mich in den Arm genommen und gesagt, dass er mich nicht gehen lässt weil ich das Beste bin, was ihm je passiert ist. Wir haben dann noch lange am Feuer gesessen bis zum Morgen und geredet, ganz ruhig, ganz sachlich, und er hat mir viel erzählt, von seinem Problem mit Frauen weil er so schüchtern ist und schon immer war, seiner Unsicherheit, aus seiner Kindheit (beides war mir nicht neu, aber er holte diesmal weiter aus).

Ich fragte ihn, ob er irgendwann mit einer echten Frau fremdgegangen wäre wenn ich ihn nicht erwischt hätte. Er erzählte mir, dass er wenn es nicht ab und zu bei uns zum Sex gekommen wäre oder ich ihn nicht damals nicht erwischt hätte, er wahrscheinlich fremdgegangen wäre. Er hätte das vor mir auch gemacht, so 1 - 2x im Jahr und ist zu Nutten gegangen oder hat sich mit einem Escort-Girl getroffen. Aber in einer Beziehung wäre er immer treu gewesen, das wäre ihm auch sehr wichtig von beiden Seiten, da ihn seine Ex-Frau damals betrogen hat und mit einem anderen durchgebrannt ist. Er habe über die Jahre des Alleinseins zwar auch über offene Beziehungen nachgedacht, sich aber dagegen entschieden weil er denkt, damit nicht klarzukommen wenn seine Frau mit einem anderen oder mehreren anderen Frauen schläft. Interessant war, dass ich damals, als ich zu ihm gezogen war, sowohl Accounts fand, wo er sich für eine Partnersuche (fester Partner, auch gern mit Kindern, Treue bla bla bla) angemeldet und dort mit Frauen geschrieben hatte, gleichzeitig hatte er aber auch Accounts, wo es um offene Beziehungen und Affairen ging. etc. Auch dort schrieb er rege hin und her. 

Er erzählte mir übrigens schon sehr früh, dass er damals mit seiner Frau gleich nach der Hochzeit 2 Jahre keinen Sex mehr hatte, worauf Sie ihn nach 2 Jahren betrog. Dazu muss man sagen, dass sie immer wieder das Gespräch mit ihm suchte, er aber nie was änderte. Er verurteilt sie, trauert ihr - habe ich das Gefühl - immer noch nach oder ist nicht darüber hinweg, auch wenn es jetzt über 20 Jahre her ist. In seiner Wut sagt er oft, ich wäre wie sie, nerve immer mit dem Sex. Er würde so viele Parallelen zu ihr wiedererkennen, nur, dass wir uns besser darüber unterhalten können, was wohl mit ihr damals nicht möglich war. Wenn er dann mal angekommen wäre um Sex zu wollen, hätte sie ihm mit einem Spruch "Ach, ist es heute mal so weit." alles versaut und die Stimmung wäre im Eimer gewesen. 
Ich habe manchmal in der Wut gesagt, dass er sich nicht wundern braucht wenn Sie fremdgegangen ist. Was hätte sie denn machen sollen, ein Leben lang auf Dich warten?? Dazu kommt, dass bei damals sehr jung waren, wahrscheinlich viel zu jung. In dem Alter fällt man doch ständig übereinander her, also, so war es bei mir zumindest damals. Vielleicht war er damals schon süchtig, und vielleicht hatte er noch nie guten Sex.

Ich habe ihn darauf angesprochen und gefragt, ob ihm der Sex wirklich mit mir gefällt weil es sich für mich einfach nicht so anfühlt. Denn obwohl ich ihm das volle Programm im Bett liefere, versucht er sich davor zu drücken. Warum? Darauf sagt er immer, dass es mit mir immer schön ist. Das passt aber nicht zu seinem Verhalten. Wenn etwas schön ist, vermeide ich es nicht, erst recht nicht wenn der Partner mich darum bittet. Ich habe dann noch einen draufgesetzt und ihn gefragt, wogegen er sofort seine Pornosucht eintauschen würde. Er sagte, gegen eine Affäre, die er mal hatte. Warum genau das so ist, konnte er mir nicht beantworten. Ich weiß bis heute auch nicht, welche Affäre er meint, auch wenn er von einer immer mal wieder erzählte, aber ich weiß auch, dass er mehrere Affären hatte. Hier waren die Frauen vergeben, nicht er. Jedenfalls tat mir seine Antwort sehr weh und tut sie heute noch weil er mir nie gesagt hat, was konkret daran bzw. mit dieser Frau so toll war, dass er wegen ihr sofort die Finger von den Pornos lassen würde. Vielleicht weil er sie letztendlich nicht bekommen konnte bzw. nicht um sie kämpfte. Denn als er ihr damals sagte, dass er keine Affäre mehr mit ihr will, trennte er sich von ihr. Später kam sie nochmal auf ihn zu und wollte eine Beziehung mit ihm, hatte ihren Freund verlassen. Aber da wollte er nicht mehr. Vielleicht hat er das ja bis heute bereut. Oder das war der letzte Sex, den er vor der Pornosucht hatte und deshalb würde er diesen gegen den Porno tauschen (weil er sich daran erinnert, wie toll er war und dass er damals gar keinen Porno brauchte). Ich weiß es nicht, und er sagt es mir nicht. Er hatte gar keine Beziehung vor mir bis auf die mit seiner Ex-Frau. Sie waren 1 Jahr zusammen, heirateten dann und trennten sich 2 Jahre später wieder (also 3 Jahre Beziehung).

Er hat damals gesagt, dass er sich nach den Pornos schlecht fühlt und damit gerechnet hat, dass ich ihn erwische, sobald ich eine Weile bei ihm wohne. Aber er hat sich so sehr eine Beziehung gewünscht, wollte nicht mehr allein sein. Er habe Depressionen und manchmal Selbstmordgedanken gehabt. Erst als ich wieder in sein Leben kam, ging es ihm besser, er konsumierte seltener und blühte auf. Aber er hat mir auch mehrmals gesagt, dass er noch vor ein paar Jahren mit mir Schluss gemacht hätte wenn ich spioniert hätte weil es für ihn ein NoGo ist. Jedenfalls sage er, dass er sowieso irgendwann hätte aufhören müssen weil es ihm auf Dauer nicht guttut, das hätte er gemerkt. Dass es Auswirkungen auf richtigen Sex hat, hätte er aber nicht bemerkt. (???) Er will sich von den Pornos ab sofort trennen und es sein lassen. Ich gab ihm alle Zeit der Welt und verlangte aber von ihm, dass er mir sagt wenn es ihm schlecht geht oder er einen Rückfall hatte. Zudem wollten wir uns 1x in der Woche austauschen zwecks Gedanken, Gefühlen etc. und 1 - 2x / Woche miteinander schlafen, also an unserem GEMEINSAMEN Sexleben arbeiten.

Ab hier kürze ich nun ab, da es jetzt schon zu ausführlich wird und ich nicht weiß, ob ich soviel Text hier jemandem zumuten kann. Leider bin ich kein Talent im "Kurzfassen".

Er sagte natürlich nie etwas, hielt auch nicht die wöchentlichen Gespräche ein, und ich erwischte ihn 2 Wochen später wieder am Laptop/PC. Wir sprachen am nächsten Morgen darüber und danach passierte wieder nichts. Ich blieb diesmal deshalb dran und fragte 1x/Woche nach sowie auch bezüglich des immer noch ausbleibenden Sex, also dass er immer Ausreden dafür hat. Es wäre alles in Ordnung, und er sage mir Bescheid, sobald sich was in Richtung Porno anbahnt. Ich brauche mir keine Sorgen zu machen. Er ist sich diesmal sicher, dass es klappt, hat keinerlei Verlangen, Pornos zu sehen und fühlt sich super, nur etwas müde. Wie zu erwarten, folgte der nächste Rückfall, wenn auch hier diesmal anscheinend noch mehr Zeit dazwischen vergangen war (ich kann nur von der Zeit sprechen, in der ich dachte, er hat nichts gemacht) und ich wirklich glaubte, er hat den Absprung geschafft. Diesmal sah ich ihn als er sich zu Erotiksendungen und Pornowerbung nachts im TV stundenlang einen schüttelte. Am Sex hatte sich auch nichts geändert, und wenn ich ihn dann irgendwann selbst darauf ansprach oder auf die Pornos, wusste er nicht, wovon ich rede. Ich verführte ihn öfter als 1x/Monat. Er wollte nicht und lehnte oder brachte es schnell hinter sich, ließ mich danach wie Dreck liegen.

Ich habe ihm dann nochmal gesagt, dass ich ihm bei Rückschlägen keinen Vorwurf mache und ihm die Zeit gebe. Wenn einer ihn versteht, dann ich mit meiner damaligen Zwangserkrankung. Ich habe ihm auch gesagt, dass ich ihn nicht verurteile sondern dass er sicher seine Gründe hatte, worum er da "reingerutscht" ist. Er habe etwas aus seinem Leben gemacht, hatte jahrelang einen super bezahlten Job, sich später selbständig gemacht mit 2 Firmen und mit den Pornos einen Rückzugspunkt bzw. eine Auszeit gefunden. Was da für Probleme mit "dranhängen", konnte er ja nicht wissen. Aber ich habe ihm auch gesagt, dass ich das so nicht mehr kann und ich beim nächsten Mal, ohne dass sich was ändert, er es also nicht anspricht, gehen muss weil ich langsam kaputt gehe.

Inzwischen hatte ich schon 3 gute Jobs verloren weil ich immer wenn er das nachts stundenlang machte, ich nicht schlafen konnte, sondern die ganze Nacht durchweinte, mit Rauchen und Trinken anfing. Ich hatte also die ganze Nacht nicht geschlafen, fuhr direkt auf Arbeit, kam Abends nach Hause und wenn er dann nicht bereit war zu reden, konnte ich wieder nicht schlafen, lag nach spätestens 2 Stunden wieder wach und weinte. Immer wenn ich wir dann sprachen und es mir etwas besser ging, konnte ich wieder schlafen, nur dann begann er schon die nächste Session, die 6 - 8 Stunden in der Nacht dauerte. 
Egal ob er gut oder schlecht drauf war, sobald ich den Raum verließ, konnte ich drauf wetten, dass er sich was anschaute. Den nächsten Tag verschlief er oft komplett, ging nur noch arbeiten, lag auf der Couch und schaute Filme oder saß am Laptop. Ich existierte nicht mehr.

Er resignierte und sagte, dass er es jetzt schafft und nichts mehr konsumieren wird. Wir sollten uns regelmäßig austauschen und er will an dem Sex arbeiten, sobald er die Trockene Phase überstanden hat. Ich ließ ihn also mit dem Thema Sex für 3 Monate in Ruhe. Weil ich es öfter in Büchern gelesen hatte, nahm ich ihm etwas seine Freiheiten und blieb jeden Abend so lange mit ihm auf, bis er ins Bett wollte. Ich fuhr auch nicht mehr ohne ihn stundenlang einkaufen, die Kinder abholen etc. Auch meldete er sich immer wenn er vom Büro losfuhr und da er mit seiner Mutter im Büro arbeitet, war ihm klar, dass ich mir da schnell die nötigen Infos holen kann bzw. es durch unseren WhatsApp-Austausch (Er, Mutter, Bruder, ich) gut nachvollziehbar ist, da wirklich sehr viel darüber dokumentiert wird, was wer wann gemacht hat und ich somit immer wusste, wie lange seine Mutter im Büro war, er also nicht allein gewesen ist. Ein paar Bilder am PC gucken oder am Handy konnte ich damit natürlich nicht verhindern, da ich ja den Raum auch zumindest mal für die Toilette oder beim Gang in die Küche etc. verlassen muss. In 1. Linie ging es mir ja um die langen Sessions, nicht um ein paar Bilder gucken. Ich dachte, dass allein die mehrstündigen Sessions seine Lust zerstören und mich unsichtbar machen. Die sollte er lassen. Er hatte mir nach dem 3. Rückfall auch gestanden, dass er sich kurz Bilder (zum Auffrischen) angesehen hat wenn ich im Bad war, in der Küche, draußen gesessen habe. Ich hatte ihm eigentlich erklärt, dass Sinn und Zweck der Sache ist, dass er die Bilder immer mehr verblassen lässt und nicht auffrischen soll damit er umso mehr Kopfkino hat. Er hatte auch gestanden, dass er sich beim Sex auf Szenen oder Bilder konzentriert, damit "er" steht. Fühlt sich total toll an, dass er mit anderen Sex hat und nicht mit mir, deshalb die Augen schließt, damit er mich nicht anschauen muss. Aber trotzdem, ich schränkte mich so schon genug ein, traf keine Freunde, traute mich nicht mal zu meiner Familie zu fahren etc., nur, damit ja nichts umsonst gewesen ist und es funktioniert.

Nun sagte er aber, dass er gar nicht mehr konsumieren will, auch nicht nach dem Reboot, sondern es ganz lässt und es nicht mehr braucht. Das war im Februar 2017, und bis vor einigen Wochen war ich mir sicher, dass es mit der Sucht vorbei ist, hatte ihm nach ca. 1 Jahr auch wieder alle Freiheiten gelassen, ihm Anfang 2018 aber noch 2, 3x hinterher spioniert weil er mir einfach nichts mehr erzählte (auch nie die Gespräche einhielt - ich musste immer damit anfangen...War ja klar.) und trotzdem nichts konkretes entdeckt. Ich war eben noch nicht sicher, wollte eine Sicherheit, denn Möglichkeiten waren ja immer noch genug da. Mit den Meldungen zum Feierabend hörte er irgendwann auf. Er fing damals damit an, nicht ich. Er wollte sich immer melden. Jedenfalls machte er es irgendwann nur noch sehr selten. Auch hatte er ein Smartphone, und ich war ab und zu früher im Bett als er und auch mal länger unterwegs zum Einkaufen, Kinder abholen... Er wollte über dieses Thema nicht mehr reden und sagte, dass ihn das runter zieht, auch wenn er (und ich kam wirklich nur noch ganz selten damit an) mit hin und wieder wirklich toll zuhörte und - zumindest für den Moment - nachvollziehbare Antworten gab. Einmal sagte ich, dass ich bei meiner Freundin übernachte. Das habe ich aber nicht. Ich bin mit dem Auto rumgefahren, habe es dann irgendwo weit weg abgestellt und bin zum Haus zurückgelaufen. Dort habe ich ihn dann beobachtet, aber nur relaxt auf der Couch vorgefunden, als er sich einen normalen Film oder eine Serie ansah. Ich verbrachte die Nacht mit herumlaufen, wieder spionieren, herumfahren, wieder spionieren, und als er dann ins Bett ging, durfte ich im Auto schlafen. Ich hatte noch 2 solche bescheuerten Ideen, bei denen ich ihm aber auch nicht auf die Schliche kam. Auch habe ich mich ein einziges Mal heimlich rangeschlichen und dann schnell auf den Laptopmonitor geschaut, als er dran saß. Es schien hinsichtlich des Pornothemas alles okay zu sein. Ab da schloss ich langsam mit dem Thema ab und machte mir irgendwann keine Gedanken mehr darüber. Das war spätestens Mitte 2018. Ich hatte keine Sorge mehr wegen Porno etc. Nur durch den nach wie vor fehlenden Sex kam es immer wieder hoch, nicht das Misstrauen oder die Skepsis, sondern der Schmerz.

Obwohl ich von 2018 bis dieses Jahr wieder vertraute und ihm nie wieder hinterherspionierte, kam ich innerlich nicht zur Ruhe, nicht auf einen Nenner und fand keinen Frieden mit der "vergangenen" Pornosucht. Es ging mir irgendwie von Jahr zu Jahr schlechter. Es war so ein Gefühl wie wenn man die ganze Zeit gekämpft hat und permanent unter Strom stand, mit dem Ziel vor Augen, es zwar schmerzhaft war, sich aber in dem Moment, wo es dann endlich vorbei ist, und man keine sonstige Veränderung merkt, noch schlimmer anfühlt. Vielleicht weil ich eine Begründung hatte, solange er Pornos schaute, einen Begründung dafür, warum er keinen Sex mit mir wollte. Nun hatte ich nichts mehr und trat auf der Stelle. Wir hatten beide vereinbart, dass er es nicht nur mit den Pornos etc. lässt, sondern auch an einer gesunden Sexualität mit mir arbeitet, dass es regelmäßig passiert, auch mal von Ihm zumindest ein Wort oder sonstiges Zeichen kommt, dass ich weiß, er hat Bock auf mich und nicht immer denke, ich habe wieder den falschen Zeitpunkt für ihn erwischt, und nun macht er es nur mir zuliebe und hat gar keinen Spaß daran. 

Obwohl ich das mit der Sucht und Abstumpfung, dem Dopamin und Ängsten etc. verstehe, konnte ich bis heute nicht nachvollziehen, warum er sich so oft es ging vor dem Sex mit mir drücken wollte. Er tat doch sowieso nichts, genau wie mit seinen Pornos. Er lag doch nur mit geschlossenen Augen da und musste nichts tun, denn ich machte ja alles. Er ist auch fast immer zum Orgasmus gekommen. Wirklich gespürt hat er den anscheinend aber nur wenn ich ihn per Hand oder oral befriedigte. Aber selbst das bot ich ihm ja oft genug an, ihn einfach nur zu befriedigen, ohne den Rest. Die einzige Gegenleistung, die ich von 2015 - 2018 verlangte, war, dass ich 1x im Jahr auch an der Reihe bin, er mich mal verwöhnt. Er versprach es, tat es aber nie. Allein diese Tatsache, hat mir so weh getan und zu mir gesagt, wenn er schon nicht von selbst mal auf die Idee kommt, dass ich auch mal an der Reihe sein sollte, finde ich das verletzend und egoistisch genug. Aber wenn ich ihn noch dazu darum bitte, jedes Jahr aufs Neue, und er es nicht macht, was bin ich dann für ihn? Sprach ich ihn (1x im Jahr) darauf an, meinte er, ich hätte ihm doch immer gesagt, dass ich das gern für ihn machen würde, es mir gefällt etc. Ja, das habe ich gesagt, aber zwar nicht nur, jedoch auch deswegen, um ihm den Druck zu nehmen und ihn evtl. öfter ins Bett zu bekommen. Denn ich wollte nicht nur, dass er den Entzug macht sondern auch wieder oder überhaupt lernt, wie toll echter Sex sein kann, damit sich der Entzug für uns beide lohnt, wobei es natürlich noch weitere Gründe gibt, warum sich ein Reboot lohnt. Was meine Bedürfnisse beim Sex betrifft, habe ich von Anfang an nur 1x im Jahr verlangt, und der Rest betraf die Häufigkeit, überhaupt Sex zu haben, wie auch immer der aussehen mag. Vorigen Männern war es immer wichtig, dass es der Frau auch gefällt. Mein jetziger Partner hat einmal zu mir gesagt, als ich das Thema "Wann bin ich mal an der Reihe und darf genießen" ansprach: "Es ist gar nicht wichtig, zum Höhepunkt zu kommen. Ich hatte mal eine coole Freundin, die immer zu mir gesagt hat im Bett: Heute warst Du dran, und das nächste Mal bin ich wieder dran." Da frage ich mich, hat er mir überhaupt zugehört? Wann war ich denn mal dran? Ich war bis dahin nie gekommen, wie auch nach ein paar Sekunden und Null Streicheleinheiten. Ich war vielleicht maximal gerade in Stimmung gekommen. Da war es auch schon wieder vorbei, und er ließ mich liegen, auch ein Streitthema von uns. Warum er mich immer liegen ließ. Wie oft habe ich ihn darauf angesprochen. Als ich es monatelang (ja, wir hatten dann mit viel Druck von mir auch mal eine Phase, in der wir es 2 - 3x in der Woche schafften) immer wieder erklärte etc. und versuchte, er es aber immer wieder genauso machte, habe ich den Spieß umgedreht. Ich bin dann immer aufgestanden. Danach hat er gesagt, dass ich ja selbst Schuld bin, denn er wäre ja noch liegengeblieben und hätte auch noch weitergemacht... Ganz bestimmt, ausgerechnet dann hätte er das auf einmal gemacht.  Dodgy

Nach weiteren 3 Jahren und wieder endlosen Gesprächen sowie Sätzen von ihm wie: "Ich bin nun mal nicht so wie andere Männer." hatte ich ihn endlich soweit, dass er einsah, er konnte nicht immer nur nehmen und nie geben. Zumindest schien es so. Ich hatte ihn zwischendurch auch mal mehrere Wochen links liegen lassen und mein eigenes Ding gemacht. Auf mich zugekommen ist er trotzdem nie, und wenn ich nach vielen Wochen doch mal fragte, ob er mit mir über etwas reden wolle, kam immer "Nein, bei mir ist alles gut." Wenn ich deutlich machte, dass ich mal wieder reden wolle und er sich ja schon denken könne, worum es geht, sagte er immer "nein, keine Ahnung". Das regt mich bei ihm immer so auf. Wir reden jahrelang über 1 großes Thema, und er weiß nicht, worum es geht. Noch schlimmer daran ist, dass ER in den ganzen Jahren mich nie um ein Gespräch gebeten hatte, obwohl wir das vereinbarten, sowohl damals beim Porno als auch was den Sex anging. Wir machten teilweise ja sogar Termine für Sex und legten fest, dass derjenige, der verschiebt, einen neuen Termin nennen muss und wenn nicht, das Gespräch sucht. Er verschob sie 1x, legte aber keinen neuen Termin fest, und es passierte wochenlang nichts mehr, obwohl 2x/Woche minimum angedacht waren (sein Vorschlag). Wenn ich dann nach 1,5 Monaten sagte, dass wir uns unterhalten müssen (was das Thema Porno, Sex etc. anbetraf, wusste er quasi immer, worum es gehen würde, da ich nur dann eine Vorwarnung aussprach, dass das Gespräch etwas dauern könnte, je nachdem, wieviel er sagt oder nicht etc.). Trotzdem tat er immer so als wüsste er es nicht, als wäre es nicht schon schlimm genug, dass er nicht von selbst das Gespräch suchte.

Wenn er in mir kam, hat er mich übrigens immer gefragt, ob er gekommen sei. Auch das habe ich nie verstanden. Hin und wieder über die Jahre hatte ich ihn darauf angesprochen und ihm gesagt, dass ich möchte, dass es ihm gefällt. Er konnte sich angeblich auch nie erinnern, wie es früher einmal war. Aber ich meine, wir reden hier vom HÖHEPUNKT, der ja nicht umsonst so heißt. Wie kann man den nicht merken? Ich frage ihn doch auch nicht, ob ich gekommen bin...

Schön, dass er Freunden in meinem Beisein sagte, dass, wenn wir nicht so viel in der Vergangenheit geredet hätten, heute nicht mehr zusammen wären. Er gab ihnen Ratschläge, dass es zwar oft unangenehm sei aber vieles aufklären und Probleme mildern kann. Auch sagte er mir mal im Gespräch, dass er sich wahrscheinlich irgendwann das Leben genommen hätte, wäre ich nicht wieder in sein Leben getreten. Durch mich ist er davon weggekommen und will nie wieder dahin zurück. Das war das einzige Mal, dass er so tolle Sachen sagte, obwohl wir wirklich hin und wieder sehr angenehme Gespräche hatten. Ansonsten konnten wir ja wirklich über nahezu alles reden, aber die Pornosache ist ihm bis heute ein Dorn im Auge, an die er nicht erinnert werden will. Es wäre Vergangenheit und ewig her, wieso ich immer wieder damit anfangen müsse. Er hat die ganzen Jahre immer wieder zu mir gesagt, dass es doch nun mal gut sei. Wir würden im hier und jetzt leben, nicht in der Vergangenheit. Ich habe ihm dann erklärt, dass es für mich nicht Vergangenheit ist, ich damit nicht abschließen kann, bis ich von ihm mal sehe, dass er sich für die Beziehung einsetzt. ICH habe Verständnis und Geduld gezeigt, zurückgesteckt, war trotzdem nett zu ihm und habe nie etwas zurück bekommen. Nie hat er mir das Gefühl gegeben, wenigstens etwas wieder gutmachen zu wollen oder sich entschuldigt für den Schmerz, den er mir angetan hat und noch immer antut. Ende 2019 hat er dann mal 1x versucht, mich zum Orgasmus streicheln. Es hat nur wehgetan. Er hatte überhaupt keinen Plan. Egal, was ich ihm zeigte, in dem ich seine Hand nahm, er machte stur weiter damit, kratzte mich, anstatt zu streicheln. Die Jahre davor war es so, dass ich manchmal seine Hand nahm, damit er mich streichelt und sie zum Beispiel auf meinen Busen legte, sogar zudrückte. Er ließ seine Hand dann einfach wieder wegrutschen wie ein Toter oder eine Puppe. Wenn er (3x in den ganzen Jahren) dann doch mal an mir herumfummeln wollte, tat es weh, und außerdem lag er noch immer auf dem Rücken. Ich habe ihm dann mal gesagt, wie bescheuert und krank das eigentlich aussehen muss, wie er da neben mir liegt und nur seine Hand bei mir hat. Er meinte, dass es so unbequem wäre, auf der Seite zu liegen. Und was habe ICH die ganzen Jahre gemacht? Ich habe auch auf der Seite gelegen oder über ihn gebeugt, gesessen, gekniet, was weiß ich. Und er? Das kann doch keine Liebe sein! Und genau das macht mich so fertig. Wie kann jemand so gefühlskalt sein?

Dazu kommt, dass sich Anfang letztes Jahr hin und wieder Symptome meiner geheilten Zwangserkrankung nach Jahren erneut meldeten. Immer wenn ich einen kleinen "Schub" in Richtung Zwang hatte, wusste ich genau, woher dieser kommt, nämlich genau von diesem Gefühl, dass sich wieder mal ausbreitete weil es entweder ein Gespräch ohne Ziel gab oder man erst gar nicht auf einen Nenner gekommen ist oder weil ich mal wieder Hoffnung schöpfte, wartete und schließlich enttäuscht wurde. Ich sprach mit ihm darüber, dass mir die Zeit davonläuft, ich das so nicht mehr kann weil ich krank davon werde und ich vor kurzem sogar den Gedanken hatte, wieder für Jahre keinen Sex mehr haben zu können weil ich in dem Moment Panik bekam als der Zwang sich zum 1. Mal nach Jahren wieder meldete und dann so schlimm, dass ich mir einfach keinen Sex mehr vorstellen konnte. Ich hatte plötzlich panische Angst davor, wünschte es mir gleichzeitig aber auch. Ich sagte ihm, dass wir es diesmal nur durchziehen können oder sein lassen müssen weil ich sonst zugrunde gehe und ich schon viel zu lange auch das Glück meiner Kinder aufs Spiel gesetzt habe, die so manchen Streit mitbekommen mussten und bei denen das Jugendamt sagte, dass ich meine Zwangserkrankung gut im Griff haben muss, da ich sonst vor Gericht verlieren werde wenn es um das alleinige Sorgerecht geht (Die Jungs leiden beim Vater weil seine neue Partnerin und deren Tochter beide fertig machen, der Vater aber nichts dagegen unternimmt. Die Tochter bekommt alles in den A.... geschoben, und die Jungs gehen leer aus, sind immer Schuld, müssen zurückstecken und mögen deshalb ihren Vater mittlerweile nicht mehr besonders). Er versprach, sich jetzt an unsere Termine zu halten, und ich gab ihm den Freibrief, dass er auch außerhalb der Termine auf mich zukommen kann. Ein Wort, eine Geste oder eindeutige Berührung würden mir ausreichen. Er versprach.

Und was änderte sich dann? Nichts. Es gab letztes Jahr 3 schlimme Monate, danach fing ich mich mit sehr viel Kraft und Überwindung wieder, merke aber, dass es jederzeit wieder stärker werden kann und ich Stabilität brauche. Ich durfte nun ganze 1,4 Jahre völlig auf Sex verzichten. Ich hatte in einem Buch gelesen, bei dem es um passive Männer ging bzw. Männer, die keinen Sex mit ihren Frauen wollen, dass man, solange man mit den Männern immer wieder darüber redet, sie nicht auf die Frau zugehen können weil sie sich sonst aus ihrer Alpharolle begeben müssten, was gegen die Natur des Mannes verstößt. Ich hatte mittlerweile einfach keine Kraft mehr für Gespräche, Hoffnung, Enttäuschung, Tränen, Zwangsgedanken, noch mehr Fragen, auf ihn zugehen etc. Ich ließ ihn in Ruhe, und nun hatten wir eben 1,4 Jahre KEINEN Sex. Ich blies ihm aber auch keinen mehr, bis auf 1x. Vielleicht wäre es nur 1 Jahr ohne Sex geworden, denn seit Februar versuchten wir es 2x aber es klappte nicht. Er hatte nun auf einmal eine ED. Unabhängig von diesen 2 Versuchen: Als ich ihn dieses Jahr 1x mit Öl massierte, was er immer sehr mochte und dabei immer heftig kam, quälte ich mir über 1 Stunde einen ab, und er bekam weder eine Erektion noch einen Orgasmus. Erst nach einer weiteren halben Stunde passierte es. Dann versuchte ich es mit einem Blowjob, und es war dasselbe. Ich wäre normalerweise ein geduldiger Mensch gewesen, aber ich wusste, dass ich diese Zeit einfach nicht mehr habe und auch nicht die Kraft. Denn er hätte soviel mit mir "üben" können die Jahre und die Dauer des Sex etc. trainieren können, lernen können, was mir gefällt... Stattdessen hat er oft gesagt wenn ich ihn ansprach. Du hast doch gemerkt, dass es immer nicht gepasst hat mit Arbeit, Stress etc. Wie bitte? Ich arbeite genauso viel wie er, muss dazu noch den Haushalt machen, schlafe weniger als er weil ich seit Jahren nicht mehr richtig schlafen kann, nun noch seit letztem Jahr die Zwangssymptome, die einen richtig kaputt und müde machen (Jeder, der sich mit der Krankheit befasst hat oder sie mal hatte, weiß, wovon ich rede). Ich hatte inzwischen schon Angst vorm Sex und habe ich dennoch dazu durchgerungen, es weiter zu versuchen und er? Er hat mich in den ganzen Jahren nie verführt oder gesagt, dass er Bock auf mich hat, nie das Gespräch gesucht, es sei denn, es ging um andere Themen als Porno, Sex usw. Er hat nie auch nur in einem meiner Bücher zur Pornosucht gelesen, einen Brief, dem ich ihm mal schrieb, und an dem ich an 2 Tagen für mehrere Stunden dran gesessen hatte, dafür auf mein Wochenende verzichtete, was übrigens seine Idee war, las er nach vielem Betteln und Bitten nach genau 3 Monaten. Wow! Was für eine Leistung. Ich hatte mir den Brief mehrfach durchgelesen und war in 30 Minuten fertig. Er sieht sich regelmäßig Serien über mehrere Stunden an oder spielt seit circa Mitte 2020 Handyspiele für mehrere Stunden. Aber er hat natürlich für mich wieder keine 30 Minuten Zeit. Keine 30 Minuten für Sex und auch keine 30 Minuten für meinen Brief.

2x hatte ich zu ihm in den Jahren angeboten, den Sex mit mir ganz sein zu lassen, weil ich langsam keinen Bock mehr auf die Spielchen hatte. Dann bekam er immer Panik oder spielte das gut, dass er das eben nicht wollte. Er war dann immer ziemlich aufgebracht und meinte, dass er es unfair findet, dass ich das so entscheide ohne mit ihm darüber zu reden. Wenn es mich glücklich macht, dann bitte, aber es wäre nicht das, was er will.  Huh

Seit diesem Jahr im Januar hatte er es wenigstens 2x versucht und an unsere Termine gedacht. Nun hat mich aber seine ED total aus der Bahn geworfen, sodass ich zu ihm vor 3 Wochen sagte, dass ich nicht weiß, ob ich es durchhalte, mich damit jetzt auch wieder 1 Jahr oder so herumzuschlagen und ich nicht wüsste, woher die ED kommt. Ich informierte mich wieder online und fand heraus, dass er die ED haben könnte weil er so lange auf Sex verzichtet hatte. Er sagte mir ja auch nun schon seit Mitte 2017, dass er nie wieder masturbiert hätte, auch seit 2018 kein Kopfkino mehr habe etc. In dem Bericht zur ED stand, dass wenn länger als ein paar Monate auf Sex und Masturbation verzichtet, eine ED entwickeln kann, was wohl auch mit Dopamin, Testosteron etc. zusammenhängt. Ich weiß nicht, ob das stimmt und ob es bei ihm der Grund ist. Aus dem folgenden Grund aber bin ich nun wieder in meinen Grundfesten des Vertrauens erschüttert worden:

Als ich mit ihm vor 4 Wochen über die ED sprach, sagte er, dass er mir die Erlaubnis erteilt, mich mit anderen Männern zu vergnügen. Er würde auch brav leben wie ein Mönch und mir treu bleiben. Ich verstand die Welt nicht mehr und sagte, dass es nicht das ist, was ich wollte und wofür ich die Jahre gekämpft habe. Ich meinte zu ihm, dass wir es ja nicht mal ehrlich versucht hätten, er zumindest nicht, nur halbherzig und nie aufrichtig, es zumindest bei mir so ankam. Er sagte darauf, dass ich ja inzwischen gemerkt haben müsste, dass es mit dem Sex nie funktioniert hat und ihm deshalb nichts anderes einfällt. Ich war geschockt und musste das erstmal sacken lassen. 2 Tage später sprach ich ihn wieder an, um herauszufinden, ob er das mit den anderen Männern wirklich ernst meinte. Ich fragte ihn, ob wenn ich das mir nun doch überlegt hätte und gern ausprobieren möchte, ob er damit denn kein Problem habe? Daraufhin sagte er etwas, was ich schon die 2 Tage zuvor von ihm erwartet hätte, nämlich, dass er es nicht genau sagen kann, es sein kann, dass unsere Beziehung trotzdem hält oder er eben nicht damit klar kommt und die Beziehung daran zerbricht. Was wäre denn gewesen wenn ich nicht nochmal nachgefragt hätte? ... Hätte er es dann darauf ankommen lassen?

Jedenfalls sagte ich ihm, dass wir darüber reden können wenn ich an den Punkt komme bzw. ich ihn vorher informiere bevor ich es tue (so wie er mit mir bezüglich der Pornos...).

2 Wochen danach sprach ich wieder das Problem mit der ED an und wann wir denn nun üben wollen damit es besser wird (Ich hatte ihm etwas Angst gemacht und gesagt, dass die ED genauso lange anhalten kann wie der Sexentzug gedauert hat und dann auch chronisch werden kann wenn man nicht übt mit Sex oder Masturbation, wobei Sex natürlich die bessere Wahl ist - so stand es wirklich in dem Buch!). Er hatte dazu mal wieder keine Meinung, hörte mir zwar brav zu, saß aber da wie ein kleiner Junge, überlegte ewig und fand dann doch keine Worte. Damit wir beide schneller Erfolge sehen und besser durchhalten können, schlug ich ihm einige Hilfsmittel vor, die ich in Erfahrung bringen konnte. Die blauen Pillen hatte ich auch überlegt, aber nicht angesprochen weil ich befürchte, dass sie bei ihm nicht helfen würden. Denn ohne Libido wirken diese und auch andere Wunderpillen überhaupt nicht. Es heißt also, er muss Bock haben, ansonsten passiert Null. So habe ich es gelesen. Also schlug ich ihm vor: Ernährungsumstellung als viel potenzsteigernde Nahrungsmittel essen, wie zum Beispiel Fisch, eine Penispumpe/Vakuumpumpe, Penisring... Das einzige, was er sagte, war das Wort Fisch. Ich fragte nach, ob er denn die anderen Sachen nicht wenigstens mal ausprobieren wolle. Die Penispumpe könne er sich gar nicht vorstellen und den Penisring eventuell (obwohl das vor paar Jahren mal SEIN Vorschlag war weil er ja immer so schnell zum Orgasmus kam und der Sex deshalb die ganzen Jahre extrem kurz war). Ich hatte an dem Abend leider etwas viel Alkohol getrunken und war ziemlich übermütig. Ich weiß nicht mehr warum, aber plötzlich sagte ich zu ihm, dass es irgendwie damals, als er noch Pornos schaute, besser war als heute, denn da hatten wir mehr Sex als heute. Ich weiß, dass das bescheuert war oder doch nicht? Jedenfalls hatte ich ihn die ganzen Jahre über ganze 2x gefragt, ob er nicht wenigstens 1x wieder einen Porno schauen wolle, nur um zu sehen, wie es sich inzwischen anfühlt und er sagte beide Male "Nein, ich will es nicht ausprobieren. Ich brauche das nicht mehr und habe gar kein Bedürfnis danach." Natürlich war das nur ein Test von mir. Mit seiner Antwort vor 2 Wochen, als ich ihm sagte, vielleicht könne er so seinen Penis wieder etwas trainieren wenn er so 1x/2 Wochen oder 1x/Woche wieder Pornos schaut, hatte ich in dem Moment überhaupt nicht gerechnet. Er sagte sofort "Ja, das kann ich mir gut vorstellen". Ich fasste es nicht! Als ich am nächsten Tag wieder nüchtern war, hatte ich diesen "Er hat Schluss gemacht"-Schmerz in der Brust. Es tat höllisch weh. Ich dachte nur, was hast Du blöde Kuh da nur zu ihm gesagt. Ich war zwar nie so betrunken, dass ich nicht mehr wusste, was war, denn ich wusste immer ganz genau alles bis ins Detail, aber ich wusste auch, dass ich sehr mutig bin wenn ich getrunken habe (der Grund, warum ich bei fast jedem großen Gespräch mit ihm Alkohol trinke, damit ich mutig genug bin, mit ihm zu sprechen weil ich solche Angst mittlerweile hatte, dass er mich wieder zurückweist). Am übernächsten Tag sprach ich ihn erneut darauf an und fragte, wie er sich das jetzt vorstellt, ob er nicht Angst hat, wieder die Kontrolle zu verlieren wenn er einfach wieder einen Porno ansieht. Er sagte "Ich glaube nicht." Ich fragte ihn, warum er nicht auf meine anderen Vorschläge reagiert habe, obwohl die nicht so ein Risiko mitbringen würden. Daraufhin sagte er zu mir, er habe doch auf den Fisch reagiert. Ich würde schon wieder übertreiben und mir alles so drehen, dass es für mich passt. Er ist immer Schuld, er mieses Arschloch. Das alles sagt er übrigens seit Jahren sehr oft zu mir, auch vor anderen Leuten, die dann nur den Kopf schütteln weil sie mich genau verstehen, er aber meint, im Recht zu sein. Sogar sein bester Kumpel und seine Mutter + Bruder haben mich schon auf seine Launen angesprochen sowie unsere Kinder. Er habe sehr wohl auf die anderen Vorschläge reagiert. Ich meinte zu ihm, dass er nur auf den Fisch reagiert habe obwohl ich ihn darauf hinwies, dass Fisch allein keine Wunder bewirkt und wir ja schnell Ergebnisse sehen wollen. Auf die anderen beiden Vorschläge habe ich erst eine Antwort bekommen als ich nochmal nachgefragt habe. Daraufhin sagte er trotzig, dass wir es eben mit den Pornos sein lassen. Er habe es sowieso nicht gewollt. Ich fragte ihn, warum er denn dabei aber sofort ja gesagt hat. Dazu sagte er weil er sich da am besten Ergebnisse vorstellen könne. Ich sagte zu ihm, dass es schade und traurig ist, dass er so schlecht über Pornosucht informiert ist. Denn dann wüsste er, dass Pornos keine Erektion im Bett trainieren sondern verhindern. Zudem muss ich befürchten, dass er immer noch süchtig ist, da er offensichtlich das Risiko nicht erkannt hat. Daraufhin sagte er nichts mehr. Ich teilte ihm mit, dass mich interessieren würde, wie er das Thema Porno denn angegangen wäre, mit Null auf Hundert so wie es zuletzt war? Volle Kanne stundenlang und gleich den harten Scheiß? Will er damit einfach unsere Beziehung aufs Spiel setzen? Er sagte immer noch nichts. Ich sagte zu ihm, dass es sicher auch was bringen würde, wenn er einfach mal wieder ab und zu masturbiert ohne Kopfkino bzw. Vorlage, auf sich hört/achtet und auf die Berührungen. Dann sagte ich ihm, dass es auch falsch wäre, sich lauter Bilder anzusehen, zu chatten und mehrere Videos reinzuziehen. Akzeptabel wäre vielleicht ein einziges Video, das man als Zuschauer nicht als Mitspieler ansieht und sieht, ob allein dieses Zusehen einen erregt. Dazu sollte es kein gekünsteltes Pornofilmchen sondern ein Amateurfilm sein weil es da eben noch mehr um wirklichen Sex geht als in Hochglanzpornos. Er war sehr verständnisvoll und sagte, dass ich hätte Psychologin werden sollen. Er könne das gut nachvollziehen, die Erklärungen und Begründungen und würde das dann so machen. Ich könne ihm vertrauen. Ich will aber gar nicht, dass er das macht! Wie komme ich aus dieser Nummer nur wieder raus?

Jedenfalls lese ich seit diesem Gespräch täglich hier Eure Geschichten und nur deswegen bin ich die letzte Zeit nicht durchgedreht. Es geht mir grad wieder extrem schlecht und ich befürchte, dass alles umsonst war, obwohl ich auf Grund der kleinen Fortschritte zwischendurch glaubte, irgendwann erledigt sich auch der Rest noch und wir können endlich ein glückliches Leben führen. Nun renne ich wieder umher, kann schlecht schlafen, muss eigentlich arbeiten, habe jeden früh und Abend extrem viel gelesen, um mich abzulenken und nun heute 12 Stunden an diesem Text hier gesessen weil ich mir hoffe, mit Euch zusammen etwas Klarheit in diese verwirrende Geschichte zu bringen.

Wie erfahre ich nun, ob er die Jahre wirklich nichts mehr geschaut hat oder doch? Er sagte von sich aus ja immer, dass er nichts mehr geschaut hat und hätte auch jahrelang nicht mehr masturbiert. Ich bin mir dabei nicht sicher weil er in den vergangenen 2 - 3 Jahren manchmal nachts auf Toilette ging und dann erst nach 15 - 20 Minuten wiederkam. Die Tür war nur angelehnt, und er hat jedenfalls kein großes Geschäft gemacht. Das Klo ist genau gegenüber von unserem Schlafzimmer. Das hätte ich gerochen. Ich habe auch gehört, dass er manchmal mehrfach Klopapier abgerissen hat obwohl er nur pinkeln war und ich weiß, dass er immer nur 1 Blatt Klopapier benutzt wenn er pinkelt. Wozu also der Rest an Klopapier? Auch habe er damals beim Reboot keine Entzugserscheinungen gehabt und nach wenigen Wochen keinerlei Bedürfnis mehr gehabt, sich etwas anzusehen.
Hat er nun die ED weil er immer noch oder wieder guckt, oder hat er die ED weil (was ich leider vergaß oder erst zu spät gelesen habe) er noch immer Bilder im Kopf hat bzw. neue Bilder aus TV, Facebook etc., also unbeabsichtigt? Ich habe nämlich gelesen, dass man selbst beim TV schauen aufpassen muss sowie mit Facebook etc. Er schaut nämlich schon immer viel und gern fern wie Mittelalterfilme und Serien. Seit ein paar Wochen schaut er Sons of Anarchy, und ich finde, dass die Serie für einen Pornosüchtigen oder Ex-Pornosüchtigen ungeeignet ist, da es viel nackte Haut gibt und auch Sexszenen. Seit unzähligen Folgen taucht hier mehrmals ein Bordell auf mit den leicht bekleideten Mädels darin etc. Aber ich habe mir darüber bis heute keine Gedanken gemacht und mir war nicht bewusst, dass sowas den ganzen Erfolg zunichte machen kann bzw. verhindern kann, dass der Erfolg jemals eingetreten ist. Vielleicht hat er wirklich nicht wieder Pornos geschaut etc. und ihm haben irgendwann die TV-Serien und Filme gereicht... Ich weiß es nicht. Er schaut jedenfalls fast immer in meinem Beisein bzw. bin ich ganz in der Nähe. Sexszenen tuen mir nur immer höllisch weh weil sie mich daran erinnern, dass wir keinen haben und an die Pornosucht und weil ich nie wirklich weiß, was er denkt, wenn er sowas sieht. Mir fällt nämlich heute wie damals unverändert auf, dass er noch so beschäftigt sein kann, sobald eine Sexszene im Film oder in der Serie kommt oder sich anbahnt, sieht er sofort wie versteinert dahin.

1000x sorry für den Mega-Text!!! Ich bin grad selbst erschrocken über die Länge. Ich hoffe, dass ihn überhaupt jemand von Euch liest, auch wenn es schon gut tut, sich alles von der Seele zu schreiben. Bitte verzeiht mir wenn ich ihn nicht nochmal durchgelesen habe und er voller Rechtschreibfehler etc. ist sowie hin und wieder etwas wirr klingt. Ich habe in den letzten 2 Wochen wirklich extrem wenig geschlafen und bis vor 2 Tagen echt viel gearbeitet, inkl. Wochenenden, hatte seit ca. 1 Jahr keinen Tag frei. Kann mich nur schlecht konzentrieren und verlor immer wieder den Faden weil ich nach jedem 3. Satz wieder abgelenkt wurde durch meinen Mann, der mit am Tisch sitzt (Homeoffice) und durch eins unserer Kinder.

Ich danke schon jetzt denen, die es lesen werden und freue mich auf Eure Antworten.

Ganz liebe Grüße  Shy
Liebe Geduldige,

ich wollte Dich kurz  Heart - lich willkommen heißen.

Wir werden immer mehr... 
Wäre ja eigentlich schön, wenn der Grund nicht so traurig wäre.  Undecided 

Ich hoffe, ich habe bald Zeit, mir Deine Geschichte ganz durchzulesen.

Viele Grüße
Susan
Blush
Hallo liebe Geduldige,

dein Name ist ja Programm. Wink Herzlich willkommen.

Ich habe noch nicht alles gelesen. Wenn du viel schreibst, ist das kein Problem. Irgendjemand wird es schon lesen. Wink
Und das Schreiben ist ja auch "Selbsttherapie", man schreibt also auch für sich selbst.

Ich muss sagen, dass dein Partner schon sehr tief drin zu sein scheint. Wenn du nicht einmal den Raum verlassen kannst, bzw. er sofort schaut, sobald er allein ist, das ist schon krass. Dann ein plötzliches "ich brauche es nicht mehr" ist meines Erachtens entweder eine dreiste Lüge oder völliger Selbstbetrug!

Du machst so viel: du bist rücksichtsvoll, geduldig, bietest dich an, bettelst nach Sex - und er gibt dir nichts. Wer eine Partnerin hat und sagt, er bräuchte keinen Sex - hängt aber nächtelang (!) vor Pornos... sorry: da habe ich keinerlei Verständnis mehr! Mit diesem Verhalten zeigt dein Partner eigentlich nur, dass er dich eigentlich nicht braucht.

Definitiv möchte ich laut schreien: "Du bist mehr wert! Du bist mehr wert als dich diesem Mann anzubiedern, dass er sich bitte bitte erbarmt und mit dir schläft" Und wenn er es dann tut, zeigt er dir ganz deutlich, dass es eine lästige Pflichtaufgabe ist und eigentlich schläft er nicht mit dir, sondern mit den Frauen in seinem Kopf. Du bist nur die Puppe für ihn. Widerlich! Das hast du nicht verdient!

Was mich noch ärgert ist, dass er nicht betrogen werden möchte. Was bildet er sich eigentlich ein!? Er betrügt dich jede Nacht stundenlang. So selbstverständlich, dass er nicht mal mehr mit dir Sex haben kann. Und dann stellt er eine solche Forderung?! Eine Frechheit!

Jetzt muss ich Schluss machen. Ich lese heute Abend weiter und schreibe noch etwas.
(22.04.2021, 22:43)Geduldige schrieb: [ -> ]Wie erfahre ich nun, ob er die Jahre wirklich nichts mehr geschaut hat oder doch?

Hallo Geduldige (Masochistin),

Deine obige Frage ist m.E. völlig irrelevant.

Frage Dich doch lieber,
ob Du nach so vielen Jahren in denen Du wie Dreck behandelt wurdest,
weitere Jahre einem Pornowichser, welcher Dich nicht liebt, opfern willst?
Willst Du einen "Mann", welcher mit Abstand neben Dir liegt und sich gerade so herablässt, eine Hand auf Dich zu legen? Und das als kuscheln bezeichnet...? ("Er ließ seine Hand dann einfach wieder wegrutschen wie ein Toter oder eine Puppe.")

Das soll nicht hart klingen, aber ich kann Dir nur sagen, egal welche materiellen oder beruflichen Probleme eine Trennung bringen mag, nichts rechtfertigt diese oben von Dir beschriebene Tortour.

Ich habe hier schon einigen zur zumindest zeitweiligen Trennung geraten.
Oft wurde widersprochen, aber am Ende bekam ich dann Nachrichten, wo bestätigt wurde der Rat war richtig.

Wenn Du ausziehst, zwingst Du ihn sein Verhalten zu reflektieren.
Ev. ist er dann in der Lage sein Problem zu erkennen.
Drohen, betteln und immer wieder verzeihen und nachgeben bringen nichts.
Denn Du liegst weinend im Bett, ihm geht es doch gut... Er kommt immer wieder durch damit!

Wenn er dann wieder voll in den Pornosumpf fällt, weißt Du Du bist ihm egal.

Einem Süchtigen kann nur einer helfen, er sich selbst.
Er muß sein Problem erkennen und angehen wollen.
Dann kann auch Hilfe von außen helfen.

Und eine ED kommt oft vom Porno und zu hartem Wichsen. Ich glaube nicht an seine Abstinenz!

Also Du hast Deinem Namen genug Ehre gemacht. Gern ändere ich ihn für Dich in Handelnde...

LG Frasier
Liebe Geduldige,

gut dass du auch den Weg hierher gefunden hast. Und schön dass du bei uns bist.
Ich denke, den Austausch können wir Betroffenen alle sehr gut gebrauchen und ich wünsche mir sehr für dich, dass das Forum dir Hilfe bieten kann sowie es mir Hilfe bietet. Es schafft unser Problem nicht aus der Welt, aber es ist gut zu wissen, dass man nicht allein ist.
Man kann ja nicht wirklich mit jemandem über dieses Thema reden. Ich zumindest nicht. Zu gross ist die Scham.

Ich hab deine ganze Geschichte gelesen und muss schon sagen, das ist wirklich hammerhart. Ich versteh nicht, wie du das aushalten kannst.

Viele Situationen aus deiner Geschichte kenne ich nur zu gut...
Hat dein Mann jemals eine Therapie gemacht bezüglich seiner sucht?
Ist er einsichtig dass er krank ist?
Sein Verhalten ist ja schon sehr extrem.
Und in meinen unwissenden Augen auch unnormal. Ich mein das im Bezug auf euer Sexualleben.
Keine Ahnung ob es vielleicht eine medizinische Ursache dafür gibt? Thema hormonstörung.
Auch interessant wäre natürlich herauszufinden ob er irgendein Kindheitstrauma durchgemacht hat...

Wie ich das lese, muss ich dir leider sagen, dass ich vermute dass dein Mann immer noch konsumiert. Daher die ED.
Aber ich bin auch keine Fachfrau. Und nur Betroffenene.

Aber mit Sicherheit werden sich noch Männer bei dir melden die von internas mehr Ahnung haben und auch kompetent sind.
Ich für meinen Teil hab hier schon sehr viele wenn auch schmerzhafte Beiträge erhalten.

Meine persönliche Frage, möchtest du wirklich um jeden Preis bei diesem Mann bleiben?
Mir tut das so leid für dich und deine Kinder.
Kommt eine eventuelle Trennung für dich in Betracht?
Bitte entschuldige die sehr persönliche Frage, antworte nur wenn das für dich ok ist.

Fühl dich ganz lieb in den Arm genommen meine gute.
Crow.
Liebe Susan,

Ganz lieben Dank für Dein Willkommen und dass Du Dir meinen (eigentlich unzumutbar langen Text) durchlesen willst.

Ich habe ihn mir grad einmal durchgelesen (hatte aus Zeitmangel einfach drauflos geschrieben und wurde öfter abgelenkt) und entschuldige mich für die vielen Tippfehler und dass ich mich hin und wieder etwas verhaspelt habe, in dem, was ich eigentlich ausdrücken wollte. Ich hoffe, Ihr versteht es trotzdem richtig und nehmt es mir nicht übel.

Hier eine Anmerkung/Korrektur zu folgendem Absatz:

Ich fragte ihn, ob er irgendwann mit einer echten Frau fremdgegangen wäre wenn ich ihn nicht erwischt hätte. Er erzählte mir, dass er wenn es nicht ab und zu bei uns zum Sex gekommen wäre oder ich ihn nicht damals nicht erwischt hätte, er wahrscheinlich fremdgegangen wäre. Er hätte das vor mir auch gemacht, so 1 - 2x im Jahr und ist zu Nutten gegangen oder hat sich mit einem Escort-Girl getroffen. Aber in einer Beziehung wäre er immer treu gewesen, das wäre ihm auch sehr wichtig von beiden Seiten, da ihn seine Ex-Frau damals betrogen hat und mit einem anderen durchgebrannt ist. Er habe über die Jahre des Alleinseins zwar auch über offene Beziehungen nachgedacht, sich aber dagegen entschieden weil er denkt, damit nicht klarzukommen wenn seine Frau mit einem anderen oder mehreren anderen Frauen schläft. Interessant war, dass ich damals, als ich zu ihm gezogen war, sowohl Accounts fand, wo er sich für eine Partnersuche (fester Partner, auch gern mit Kindern, Treue bla bla bla) angemeldet und dort mit Frauen geschrieben hatte, gleichzeitig hatte er aber auch Accounts, wo es um offene Beziehungen und Affairen ging. etc. Auch dort schrieb er rege hin und her. 

Hier meinte ich natürlich, dass er denk, nicht damit klar zu kommen, wenn seine Frau mit anderen Männern schläft, nicht mit Frauen.  Exclamation 

Ja, eigentlich traurig, dass es meistens nichts Positives ist, was man in so einem Forum schreibt. Viel lieber hätte ich hier von einer super Erfolgsgeschichte erzählt, um anderen damit helfen zu können. Stattdessen bitte ich selbst um Hilfe.

Allein, dass jemand meine Geschichte lesen will und somit zuhört, hilft ungemein. Und dafür möchte ich mich schon vorab bei allen hier, die das tun, bedanken.

Ich freue mich sehr, von Dir zu lesen.

Ganz liebe Grüße

Geduldige
(23.04.2021, 18:03)Mosaikstein schrieb: [ -> ]Hallo liebe Geduldige,

dein Name ist ja Programm. Wink Herzlich willkommen.

Ich habe noch nicht alles gelesen. Wenn du viel schreibst, ist das kein Problem. Irgendjemand wird es schon lesen. Wink
Und das Schreiben ist ja auch "Selbsttherapie", man schreibt also auch für sich selbst.

Ich muss sagen, dass dein Partner schon sehr tief drin zu sein scheint. Wenn du nicht einmal den Raum verlassen kannst, bzw. er sofort schaut, sobald er allein ist, das ist schon krass. Dann ein plötzliches "ich brauche es nicht mehr" ist meines Erachtens entweder eine dreiste Lüge oder völliger Selbstbetrug!

Du machst so viel: du bist rücksichtsvoll, geduldig, bietest dich an, bettelst nach Sex - und er gibt dir nichts. Wer eine Partnerin hat und sagt, er bräuchte keinen Sex - hängt aber nächtelang (!) vor Pornos... sorry: da habe ich keinerlei Verständnis mehr! Mit diesem Verhalten zeigt dein Partner eigentlich nur, dass er dich eigentlich nicht braucht.

Definitiv möchte ich laut schreien: "Du bist mehr wert! Du bist mehr wert als dich  diesem Mann anzubiedern, dass er sich bitte bitte erbarmt und mit dir schläft" Und wenn er es dann tut, zeigt er dir ganz deutlich, dass es eine lästige Pflichtaufgabe ist und eigentlich schläft er nicht mit dir, sondern mit den Frauen in seinem Kopf. Du bist nur die Puppe für ihn. Widerlich! Das hast du nicht verdient!

Was mich noch ärgert ist, dass er nicht betrogen werden möchte. Was bildet er sich eigentlich ein!? Er betrügt dich jede Nacht stundenlang. So selbstverständlich, dass er nicht mal mehr mit dir Sex haben kann. Und dann stellt er eine solche Forderung?! Eine Frechheit!

Jetzt muss ich Schluss machen. Ich lese heute Abend weiter und schreibe noch etwas.

@Lieber Mosaikstein,

auch Dir lieben Dank für Dein Willkommen und Deine verständnisvollen Worte. Sie sind im Grunde genau das, was ich so ziemlich von Anfang an der Misere gefühlt habe, nur will man es nicht wahrhaben, zweifelt an sich selbst  denkt immer, es muss doch einen guten Grund für alles geben, und er sagte ja auch oft zu mir, dass er das nicht macht oder bestimmte Dinge sagt, um mir weh zu tun, sondern dass er sich oft selbst im Weg steht, auch bei dem Vorhaben, Sex mit mir zu haben oder auch mit Prostituierten vor unserer Zeit. Deswegen wäre es auch nur 1 - 2x im Jahr gewesen.

Er ist bei allen anderen Themen so einfühlsam, verständnisvoll, reflektiert auch und redet dann stundenlang mit mir, nur eben meist nicht so und nicht gern wenn es um das Thema Pornos oder unser nicht vorhandenes Sexleben geht.

Ich war ihm gegenüber aber auch offen wenn es um meine Zwangserkrankung ging und schäme mich auch nicht mehr dafür, rede völlig frei darüber. Ich denke, dass auch er das mit dem Pornothema könnte wenn er sich damit wirklich auseinandergesetzt hätte.

Ich glaube einfach eher, dass er es nur vermeiden wollte aber sonst nichts. Denn woher kommt sonst diese dauerhafte Einstellung zum Sex? Immerhin hat er doch anstatt einer Beziehung oft schon über Affairen oder zumindest offene Beziehungen nachgedacht. Das macht man doch nicht wenn man kein Interesse an Sex hat, oder?

Ich freue mich über Dein Weiterlesen und auf Deine nächsten Zeilen.

Liebe Grüße

Geduldige

(23.04.2021, 23:47)Frasier schrieb: [ -> ]
(22.04.2021, 22:43)Geduldige schrieb: [ -> ]Wie erfahre ich nun, ob er die Jahre wirklich nichts mehr geschaut hat oder doch?

Hallo Geduldige (Masochistin),

Deine obige Frage ist m.E. völlig irrelevant.

Frage Dich doch lieber,
ob Du nach so vielen Jahren in denen Du wie Dreck behandelt wurdest,
weitere Jahre einem Pornowichser, welcher Dich nicht liebt, opfern willst?
Willst Du einen "Mann", welcher mit Abstand neben Dir liegt und sich gerade so herablässt, eine Hand auf Dich zu legen? Und das als kuscheln bezeichnet...? ("Er ließ seine Hand dann einfach wieder wegrutschen wie ein Toter oder eine Puppe.")

Das soll nicht hart klingen, aber ich kann Dir nur sagen, egal welche materiellen oder beruflichen Probleme eine Trennung bringen mag, nichts rechtfertigt diese oben von Dir beschriebene Tortour.

Ich habe hier schon einigen zur zumindest zeitweiligen Trennung geraten.
Oft wurde widersprochen, aber am Ende bekam ich dann Nachrichten, wo bestätigt wurde der Rat war richtig.

Wenn Du ausziehst, zwingst Du ihn sein Verhalten zu reflektieren.
Ev. ist er dann in der Lage sein Problem zu erkennen.
Drohen, betteln und immer wieder verzeihen und nachgeben bringen nichts.
Denn Du liegst weinend im Bett, ihm geht es doch gut... Er kommt immer wieder durch damit!

Wenn er dann wieder voll in den Pornosumpf fällt, weißt Du Du bist ihm egal.

Einem Süchtigen kann nur einer helfen, er sich selbst.
Er muß sein Problem erkennen und angehen wollen.
Dann kann auch Hilfe von außen helfen.

Und eine ED kommt oft vom Porno und zu hartem Wichsen. Ich glaube nicht an seine Abstinenz!

Also Du hast Deinem Namen genug Ehre gemacht. Gern ändere ich ihn für Dich in Handelnde...

LG Frasier

@Lieber Frasier,

auch an Dich herzlichen Dank für Deine direkten und verständnisvollen Worte. Über das, was Du schreibst, habe ich tatsächlich schon öfter nachgedacht, über die verschwendete Zeit und ob ich gehen sollte. Nur liebe ich ihn wirklich von ganzem Herzen und habe nach den ersten beiden Trennungen so sehr gelitten, jahrelang, dass ich panische Angst davor habe. Auch passt bei uns so ziemlich alles bis auf das Sexthema.

Manchmal war ich schon so verzweifelt, dass ich an einen Seitensprung gedacht habe, es aber nicht konnte. Ich bin nun mal ein Herzensmensch und würde mich spätestens danach noch schlechter und einsamer fühlen.

Da ich, zumindest aktuell und nicht nur aus materiellen Gründen und meiner Angst, nicht von jetzt auf gleich einfach gehen kann weil ich die Kinder, zumindest für eine Zeit, verlieren könnte (Extremsituation = Zwangssymptome = Klinik), müsste das gut organisiert sein, und ich bin gerade dabei, nach all den Jahren des Zuhause Hockens mit viel Arbeit und Warten, endlich wieder etwas für mich zu tun, um mich zu stärken, auch gegen meinen Zwang. Ich treffe mich seit einigen Tagen wieder mit einer Freundin, habe mir Klamotten gekauft und angefangen, wieder Sport zu machen, was ich bis vor 5 Jahren noch fast täglich tat.

Ich habe schon den Eindruck, dass er darauf reagiert und es in seinem Hirn rödelt. Er schaut jetzt ganz anders und wirkt etwas irritiert. Denn genauso lief es damals mit meinem EX-Mann ab. Ich veränderte mich, ging aus etc., wurde unabhängiger und ging schließlich. Er erlebte es damals mit und weiß, wie es ablief. Vielleicht genügt ihm das schon, um in sich zu gehen und sich mal zur Abwechslung nicht in Sicherheit zu wiegen. Und auch wenn nicht, tut es mir gut und hilft mir vielleicht so wie damals, den Weg sicher gehen zu können, mir klar zu werden und eine Entscheidung zu treffen.

Meine Kinder brauchen mich gerade mehr denn je. Gerade der Jüngste hat aktuell Probleme und würde das nicht verkraften. Er steht selbst grad kurz vor einem Klinikaufenthalt. Zum Glück hatten beide erst 2x in den ganzen Jahren einen richtigen Streit mitbekommen, da wir darauf sehr achten, das zu vermeiden. Seitdem reden wir nur noch wenn die Kinder nicht da sind sondern bei ihrem Vater. 

Mir hilft es sehr, mich mit Euch hier über das ganze Thema auszutauschen.

Wir hatten übrigens für morgen ein Gespräch anberaumt und wow, er hat mich daran heute tatsächlich erinnert. Ich bin gespannt...

GLG Geduldige
Liebe Geduldige,

Ich habe etwas länger gebraucht. Sorry! Manchmal muss ich Antworten erst in mir bewegen.

Du brauchst dich aber bitte nicht entschuldigen. Weder für die Länge des Textes noch für irgendwelche Rechtschreibfehler! Und erst recht nicht dafür, dass du hier Fragen stellst. Genau dafür ist dies Forum doch da.

Du bist wertvoll!

In deinem Text lese ich nicht nur eine unermessliche Geduld deinerseits. Ich lese auch sehr, sehr viel (ungesunde) Selbstaufgabe. Du hast über die Jahre so ziemlich alles getan. Du vergisst (und verlierst) dich selbst.

Du hast mehrfach gute Jobs verloren, du kannst nicht mehr schlafen. Deine Zwangserkrankung kommt zurück und du bekommst Ärger bezüglich des Sorgerechts!

Kurzum: Du bist dabei, alles zu verlieren: Deine Jobs, deine Gesundheit, deine Kinder!

Dein Partner zeigt keine wirkliche Einsicht. Durch das nächtelange Konsumieren wundert mich nicht, dass es nur noch mit Handanlegen geht. Wenn überhaupt. Auf normalem Wege spürt er eigentlich nichts mehr.
Und er will nicht (mehr). Er liegt neben dir wie ein toter Fisch. Erbarmt sich über dich, in dem er dich machen lässt. Keinerlei, absolut keine (!) Energie, Kooperation oder Aktivität seinerseits!
„Nimm meine Hand. Mach, was du willst. Ich ertrage es. Aber mach schnell.“ Ich bitte dich. Was ist das bitte für ein Verhalten?!

Er kann keinen Sex haben.

Was mich erschreckt ist, dass Sex in einer Beziehung doch völlig normal ist! Schau dir die jungen Paare an: Sie fallen doch regelrecht übereinander her. Von Beziehungen ohne Sex habe ich noch nie gehört. Mönche leben im Zölibat. Aber Sex gehört einfach in eine Beziehung.

Und dein Partner möchte überhaupt keinen mit dir. Ist das eine Beziehung? Du schreibst, dass auch für dich Sex dazugehört. Hat eure Beziehung eine Chance?

Wenn sonst alles passt, ist doch diese Problematik da! Und, noch einmal: Du gehst zugrunde in dieser Beziehung!

Er hat massive ED (selbst für ein Forum, wie dieses hier. Selbst diese (schon extremen) Verhältnisse toppt er. Selbst wenn es Ursachen in seiner Vergangenheit gibt (Trauma, etc.), so will er daran nichts ändern. „Beziehung ja, aber bitte keinen Sex.“ Möchtest du das?

Noch einmal: In dem, was du berichtest, geht dein Leben kaputt. Beruflich, gesundheitlich, seelisch/ mental, familiär (Kinder).
Ist es das wert?

Du bist mehr wert! Das hast du nicht verdient! Ein Leben wie das, was du beschreibst, hat kein Mensch verdient!

Jeder Schritt muss überlegt sein. Wie wäre es, wenn du dich von jetzt an um dich kümmerst? Was können erste Schritte sein? Es geht um dein Leben.
An deiner Stelle würde ich an seinem Problem gar nichts zu ändern versuchen. Er möchte eigentlich ja auch gar nicht.
Kümmere dich um dich. Was tut dir gut? Mach das. Selbst, wenn es auf mittelfristige Sicht die Beziehung beendet.

Noch einmal: In dieser Beziehung gehst du kaputt. Dein Leben wird durch das Verhalten deines Partners zerstört.

Was auch immer dir hilft: tu es!

Und noch einmal: du musst dich nicht entschuldigen, wenn du hier schreibst. Bitte nicht. Dafür ist das Forum da.
Fühl dich gedrückt aus der Ferne unbekannterweise.

PS: Ja, dass es ihm beim Thema fremdgehen um Sex deinerseits mit einem Mann handelt, habe ich auch so verstanden. Aber mein Unverständnis bleibt: Er betrügt dich nächtelang in seinen Sessions! Er versagt sich dir konsequent. Er enthält dir jeden Sex mit ihm! Er hat eigentlich keinerlei Recht, auch nur im Kleinsten eifersüchtig zu sein, wenn du mit einem anderen Mann schlafen würdest. Eine Frechheit seinerseits!
Zitat:Liebe Geduldige,

gut dass du auch den Weg hierher gefunden hast. Und schön dass du bei uns bist.
Ich denke, den Austausch können wir Betroffenen  alle sehr gut gebrauchen und ich wünsche mir sehr für dich, dass das Forum dir Hilfe bieten kann sowie es mir Hilfe bietet. Es schafft unser Problem nicht aus der Welt, aber es ist gut zu wissen, dass man nicht allein ist.
Man kann ja nicht wirklich mit jemandem über dieses Thema reden.  Ich zumindest nicht. Zu gross ist die Scham.

Ich hab deine ganze Geschichte gelesen und muss schon sagen, das ist wirklich hammerhart. Ich versteh nicht, wie du das aushalten kannst.

Viele Situationen aus deiner Geschichte kenne ich nur zu gut...
Hat dein Mann jemals eine Therapie gemacht bezüglich seiner sucht?
Ist er einsichtig dass er krank ist?
Sein Verhalten ist ja schon sehr extrem.
Und in meinen unwissenden Augen auch unnormal. Ich mein das im Bezug auf euer Sexualleben.
Keine Ahnung ob es vielleicht eine medizinische Ursache dafür gibt? Thema hormonstörung.
Auch interessant wäre natürlich herauszufinden ob er irgendein Kindheitstrauma durchgemacht hat...

Wie ich das lese, muss ich dir leider sagen, dass ich vermute dass dein Mann immer noch konsumiert.  Daher die ED.
Aber ich bin auch keine Fachfrau. Und nur Betroffenene.

Aber mit Sicherheit werden sich noch Männer bei dir melden die von internas mehr Ahnung haben und auch kompetent sind.
Ich für meinen Teil hab hier schon sehr viele wenn auch schmerzhafte Beiträge erhalten.

Meine persönliche Frage, möchtest du wirklich um jeden Preis bei diesem Mann bleiben? 
Mir tut das so leid für dich und deine Kinder.
Kommt eine eventuelle Trennung für dich in Betracht? 
Bitte entschuldige die sehr persönliche Frage, antworte nur wenn das für dich ok ist.

Fühl dich ganz lieb in den Arm genommen meine gute.
Crow.

@Liebe Crow,

1000 Dank! Ich bin sehr froh, hier zu sein.

Zu Deinen Fragen:

Hat dein Mann jemals eine Therapie gemacht bezüglich seiner sucht? Nein, er wollte das damals nicht, und ich habe nie wieder danach gefragt. Trotzdem muss ich sagen, dass er mir oft sehr interessiert zugehört hat wenn ich über das Thema Pornosucht informativ gesprochen habe, solange es ihm nicht zu persönlich wurde oder er daraus einen Wing mit dem Zaunspfahl erkannte. Ich eröffnete lange Zeit damit unsere Gespräche, um ihm etwas Wissen darüber zu vermitteln, da er keine Bücher etc. las und um ihn zum Nachdenken zu bringen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er es irgendwann für mich gemacht hätte, zu einer Therapie zu gehen oder um der Ruhe willen, aber das wollte ich nicht. Das hatte ich ihm damals auch gesagt, dass ich möchte, dass er die Probleme erkennt und etwas für UNS macht, nicht nur für mich.

Ist er einsichtig dass er krank ist? Zumindest hat er gefühlt spätestens 1 Jahr nach meiner Entdeckung bei jedem Gespräch von sich aus gesagt, dass das Pornogucken ihn danach immer runterzieht, er sich nicht gut fühlt, ein schlechtes Gewissen hat, es ihn einschränkt und belastet. Da er vor mir viele Jahre allein war und es quasi täglich tat, fiel das aber viel mehr ins Gewicht, weil er die negativen Gefühle ständig hatte, behinderte ihn z. B. auch, Frauen kennenzulernen etc., und seit ich da bin, sei es für ihn zwar auch nach jedem stundenlangen Gucken mit einem schlechten Gewissen etc. verbunden gewesen, er habe aber ab dem Zeitpunkt bereits gedacht, es irgendwann gar nicht mehr zu brauchen, da es, seitdem ich bei ihm bin, viel weniger geworden wäre. Ich hatte es leider zu früh entdeckt, und er brauchte noch Zeit zum "Aufhören", konnte diese Jahrelange Gewohnheit nicht von heute auf morgen abstellen. Also das Wort Krankheit mochte er dabei zwar nicht so, aber er war irgendwann soweit, dass er es auch als Sucht und somit als Krankheit akzeptierte.

Ich fand es nur immer schade, dass er sich nie selbst über die Sucht informierte. Ich hätte ihm sonst was über die Sucht erzählen können. Er hat das nie überprüft sondern mir einfach so geglaubt, ließ mich zumindest in der Annahme zurück. Zwar widersprach er mir auch mal hier und da, dass dies und das bei ihm anders sei, aber er zweifelte nie die Fakten an sich an. Schade auch, dass er nie an unserem Sexleben mitarbeitete, obwohl ich ihm erklärte, dass es nach dem Reboot für die Veränderung, Sensibilisierung etc. wichtig wäre und die Stabilität, langfristig umzudenken mit sich bringt. Ich erzählte ihm von den vielen positiven Aspekten usw.

Ich hatte mir so sehr gewünscht, dass er diese Erfahrung macht, wie toll Sex sein kann wenn man endlich frei im Kopf ist. Denn ich habe bis heute das Gefühl, dass er entweder noch nie erfüllenden Sex hatte oder sich schlicht und einfach nicht mehr daran erinnert.

Meine persönliche Frage, möchtest du wirklich um jeden Preis bei diesem Mann bleiben? Um JEDEN Preis, NEIN! Aber im Moment bin ich noch nicht an dem Punkt weil er mir doch (bis auf die extremen Phasen, als er so viel Pornos schaute und mich links liegen lies) Dinge gibt, die mir zum Beispiel mein EX-Mann nie geben wollte oder konnte, sei es das Zuhören, die Gespräche, wie er sich (außer beim Thema Sex) um mich sorgt, sich kümmert, sich Gedanken über Familienausflüge macht, organisiert, wahnsinnig toll auf die Kinder eingeht, die er liebt, und sie lieben ihn, sodass ich das nicht von heute auf morgen einfach wegwerfen kann und möchte. Bei einem Mann, der mir sexuell viel gibt, aber viele dieser Eigenschaften nicht hätte, würde ich auch nicht glücklich sein.


Kommt eine eventuelle Trennung für dich in Betracht? Wenn die positiven Veränderungen, die ich vor einigen Tagen an mir begonnen habe, vorzunehmen (siehe meine Antwort an @Frasier) nicht in den nächsten Wochen bei ihm fruchten, ja.

GLG Geduldige

[/quote]
(24.04.2021, 12:53)Mosaikstein schrieb: [ -> ]Liebe Geduldige,

Ich habe etwas länger gebraucht. Sorry! Manchmal muss ich Antworten erst in mir bewegen.

Du brauchst dich aber bitte nicht entschuldigen. Weder für die Länge des Textes noch für irgendwelche Rechtschreibfehler! Und erst recht nicht dafür, dass du hier Fragen stellst. Genau dafür ist dies Forum doch da.

Du bist wertvoll!

In deinem Text lese ich nicht nur eine unermessliche Geduld deinerseits. Ich lese auch sehr, sehr viel (ungesunde) Selbstaufgabe. Du hast über die Jahre so ziemlich alles getan. Du vergisst (und verlierst) dich selbst.

Du hast mehrfach gute Jobs verloren, du kannst nicht mehr schlafen. Deine Zwangserkrankung kommt zurück und du bekommst Ärger bezüglich des Sorgerechts!

Kurzum: Du bist dabei, alles zu verlieren: Deine Jobs, deine Gesundheit, deine Kinder!

Dein Partner zeigt keine wirkliche Einsicht. Durch das nächtelange Konsumieren wundert mich nicht, dass es nur noch mit Handanlegen geht. Wenn überhaupt. Auf normalem Wege spürt er eigentlich nichts mehr.
Und er will nicht (mehr). Er liegt neben dir wie ein toter Fisch. Erbarmt sich über dich, in dem er dich machen lässt. Keinerlei, absolut keine (!) Energie, Kooperation oder Aktivität seinerseits!
„Nimm meine Hand. Mach, was du willst. Ich ertrage es. Aber mach schnell.“ Ich bitte dich. Was ist das bitte für ein Verhalten?!

Er kann keinen Sex haben.

Was mich erschreckt ist, dass Sex in einer Beziehung doch völlig normal ist! Schau dir die jungen Paare an: Sie fallen doch regelrecht übereinander her. Von Beziehungen ohne Sex habe ich noch nie gehört. Mönche leben im Zölibat. Aber Sex gehört einfach in eine Beziehung.

Und dein Partner möchte überhaupt keinen mit dir. Ist das eine Beziehung? Du schreibst, dass auch für dich Sex dazugehört. Hat eure Beziehung eine Chance?

Wenn sonst alles passt, ist doch diese Problematik da! Und, noch einmal: Du gehst zugrunde in dieser Beziehung!

Er hat massive ED (selbst für ein Forum, wie dieses hier. Selbst diese (schon extremen) Verhältnisse toppt er. Selbst wenn es Ursachen in seiner Vergangenheit gibt (Trauma, etc.), so will er daran nichts ändern. „Beziehung ja, aber bitte keinen Sex.“ Möchtest du das?

Noch einmal: In dem, was du berichtest, geht dein Leben kaputt. Beruflich, gesundheitlich, seelisch/ mental, familiär (Kinder).
Ist es das wert?

Du bist mehr wert! Das hast du nicht verdient! Ein Leben wie das, was du beschreibst, hat kein Mensch verdient!

Jeder Schritt muss überlegt sein. Wie wäre es, wenn du dich von jetzt an um dich kümmerst? Was können erste Schritte sein? Es geht um dein Leben.
An deiner Stelle würde ich an seinem Problem gar nichts zu ändern versuchen. Er möchte eigentlich ja auch gar nicht.
Kümmere dich um dich. Was tut dir gut? Mach das. Selbst, wenn es auf mittelfristige Sicht die Beziehung beendet.

Noch einmal: In dieser Beziehung gehst du kaputt. Dein Leben wird durch das Verhalten deines Partners zerstört.

Was auch immer dir hilft: tu es!

Und noch einmal: du musst dich nicht entschuldigen, wenn du hier schreibst. Bitte nicht. Dafür ist das Forum da.
Fühl dich gedrückt aus der Ferne unbekannterweise.

PS: Ja, dass es ihm beim Thema fremdgehen um Sex deinerseits mit einem Mann handelt, habe ich auch so verstanden. Aber mein Unverständnis bleibt: Er betrügt dich nächtelang in seinen Sessions! Er versagt sich dir konsequent. Er enthält dir jeden Sex mit ihm! Er hat eigentlich keinerlei Recht, auch nur im Kleinsten eifersüchtig zu sein, wenn du mit einem anderen Mann schlafen würdest. Eine Frechheit seinerseits!

@Lieber Mosaikstein,

Du hast so Recht, mit dem, was Du schreibst. Danke für Dein Lesen, Dein Verständnis und Deinen Zuspruch.

Das intensive Lesen auf Eurer Seite in den letzten Wochen hat mich zwar noch nicht zum Gehen bewegt, jedoch an einen Punkt, den mir schon Freunde ans Herz gelegt haben: mich unabhängiger zu machen und etwas für mich zu tun. Ich habe, wie schon Frasier mitgeteilt, etwas verändert, was er so von mir die ganzen Jahre nicht kennt. Ich habe immer nur gearbeitet, war immer da, habe nie etwas ohne ihn unternommen und alles gemacht, was er von mir verlangt hat. Ich habe mir endlich mal wieder Klamotten gekauft, mir die Nägel machen lassen, eine völlig neue Frisur zugelegt, wieder mit meinem geliebten Sport angefangen, mich mit meiner Freundin getroffen, mich einer Suchtgruppe für Angehörige angeschlossen und beachte ihn nicht mehr in dem Maße, wie er es gewohnt ist. Ich habe in 1 Woche fast 8kg abgenommen und fühle mich seit heute zum 1. Mal seit langem richtig stark.

Noch vor einigen Tagen hatte ich kein Ziel, versank in meinen negativen Gefühlen. Die ganzen Jahre verbrachte ich mit Zuhören, Ansprechen, Hoffnung, Warten und Enttäuschung. Hätte ich das nur früher versucht. Es hörte sich für mich so ungreifbar an wie der Satz: Die Zeit heilt alle Wunden."

Und bereits nach diesen paar Tagen sehe ich die Veränderungen, nicht nur bei mir, sondern auch bei ihm, obwohl ich nicht damit gerechnet habe, da ich bisher auf Reaktionen entweder vergeblich oder Jahre warten musste. Er nimmt die Veränderungen wahr! Er fragt: "Warum hast Du Dich so schick gemacht? Wo gehst Du hin?" Ich sagte, ich bin bald wieder da. Das muss ihn fertig gemacht haben. Als ich heute von einem Pläuschchen mit meiner Freundin nach Hause kam, nahm er mich in den Arm und küsste mich.  Seit 2 Tagen merke ich, dass er mich ziemlich oft anschaut, und ich nehme wahr, wie es bei ihm rödelt. Er denkt nach. 

Er hat mich vorgestern zum 1. Mal an unser für gestern anberaumt Gespräch erinnert! Er bat mich vor 2 Tagen, ihm etwas zum Lesen zu geben, als er erfuhr, dass ich gerade viel über das Thema Sucht und die Zeit "danach" lese. 

Noch vor ein paar Tagen hatte ich unser Gespräch herbeigeführt, mit dem Wissen, erst dann wieder ein paar Stunden Schlaf zu bekommen. Gestern war mir vieles so klar, dass ich das Gespräch schon sausen lassen wollte weil ich meine Antworten schon auf dem Tisch hatte. Ein tolles Gefühl und ganz ohne Selbstzweifel. Er bat um das Gespräch, und diesmal ließ ich ihn warten, bevor ich anfing, 2 Stunden lang.

Ich sagte ihm von vornherein, dass ich mit ihm rede wenn ich einfach mal frei heraussprechen kann, auch wenn es nicht den gewünschten Formulierungen entspricht sondern meinen Gefühlen und Gedanken, meinem Eindruck, meinem Empfinden, meinen Ansichten, meinen Zielen, ohne, dass er ausrastetsten, wegläuft...und dass ich ein "Ich weiß nicht, Ich weiß nicht mehr und auch kein Schweigen mehr akzeptiere." Ich teilte ihm mit, dass ich Antworten will, kein Ausweichen, keinen genervten Blick und keine Versprechen, die er nicht halten kann oder will. Er stimmte zu.

Überraschung: Er hielt durch, hörte sich alles an, blieb ruhig, obwohl ich wirklich direkt und schonungslos war, aber ich fand, dass mir das nach dieser langen Zeit auch mehr als zustand: keine Rücksicht mehr und kein Nachgeben, keine Kompromisse. Er hatte damit sicher nicht gerechnet. Manchmal versuchte er, die alte Schiene zu fahren und mich einzulösen, doch ich war mehr als vorbereitet. Meine Argumente waren schlichtweg vernichtend. Ich bin stolz! So kannte er mich bisher nicht. Zwar behaarte er auf seinem jahrelangen Pornoverzicht, auch keine Bilder mehr konsumiert zu haben sowie, dass weder Kopfkino noch Masturbation ein Thema seien, doch egal ob ich Beweise habe oder nicht, die ausbleibende Veränderung und sein Verhalten sprechen für sich. Er warf mir fehlende Liebe und Vertrauen vor. Ich fragte ihn, wo sein Vertrauen und seine Liebe wären. Er war baff. Auch kam er wieder mit Veränderungen am Haus und dass wir ein gemeinsames Hobby haben sollten, dann würde es auch mit dem Sex wieder klappen. Ich wies das zurück. Wieviel sollte ich schon ändern und machen, damit wir Sex haben könnten, und alles, was ich machte, änderte gar nichts. Ich sagte ihm, dass nach all den Jahren der Sex zuerst kommt und dann auch gern unser gemeinsames Hobby folgen kann, nicht umgekehrt. Denn das heißt für mich wieder nur Hinhalten und Zeit schinden.

Er widersprach mir nicht und bat darum, das Gespräch heute weiterzuführen, mit welchem Ziel auch immer...Mein Standpunkt jedenfalls bleibt derselbe!

Danke Mosaikstein!
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