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Normale Version: Sexualangst durch Erziehung / Pornosucht
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Hi

Mir ist aufgefallen dass ich wohl unter einer Sexualangst leide.
Sex war für mich immer (seid ich das erste mal Sexuelle bedürfnisse gespürt habe) mit *abartigkeit, das tut man nicht.. ist schmutzig etc* gebranntmarkt

Jedenfalls habe ich aufgrund dessen viele Psychische Probleme entwickelt und lebe weitesgehend Sozial Isoliert..
Was dann letztenendes mich in die pornosucht trieb
Der trieb wurde immer heftiger und ich schaute zunehmend immer härtere Inhalte an..

Seitdem ich mich damit beschäftige bin ich auf das Thema Beschneidung aufmerksam geworden. (bin seit Kindheit / so ca 10 Jahre alt. Beschnitten)
Ich las, dass beschnittene heftiger Stimuli brauchen weil sie kein Gefühl mehr haben, aufgrund der fehlenden Nerven...

Auf anderen Seite las ich dass die Pornosucht ursache für das Fehlende empfinden sei...
Mein haupt problem ist aber die Sexualangst.
Ich kann nichteinmal eine Frau in die Augen schauen.. bin demnach noch Jungfrau.
Habe gehofft dass diese Angst durch das Ablegen meiner Sucht weggeht.
Aber das ist ja nunmal nicht so einfach...
Ich bekomme immer heftigere Wutanfälle (auf mich und andere) einfach weil ich sehe wie mir das Leben entgleist...
Habe dann immer gedanken wie *So schön könnte intimität sein aber das wirst du nie erleben.. einfach wegen der Sexualangst gehemmtheit. und weil sich ohnehin keine Frau für dich Interessiert...)
Aufgrund der Psyche habe ich mein ganzes Leben verbockt...
kein job, keine ausbilduhng.. nichts...

Ich würde gern zu einer Prostituierten gehen, einfach um es mal erlebt zu haben. Trau mich aber nicht
fühl mich wie der letzte penner...
Und mit den Psychologen habe ich mich aufgrund dessen auch schon angelegt (hatten alle kaum verständniss für mich)

Weiß jemand wie man so eine Sexualangst angehen kann? einfach zu einer Prostituierten gehen so nach dem Motto: ins kalte wasser springen?
was sind eure Erfahrungen?
Hallo Beschnittener92,

wie ist das genau mit deiner Angst? Hast du nur Angst gegenüber Frauen oder spürst du auch Angst allgemein im Umgang mit allen Menschen? Oder hast du besonders Angst im Umgang mit Frauen, die du attraktiv findest?

In meinen Augen besteht kein Zusammenhang zwischen Pornosucht und soziale Ängstlichkeit, "Selbstbewusstsein" usw. wie das manchmal von Betroffenen behauptet wird.

Gruß
Habe generell Soziale Ängste (würde mich zb nie trauen jemanden nach dem Weg zu fragen oder sowas)
Das ganze hat sich aber schon ein wenig gebessert
Bei Frauen die ich Attraktiv finde ist es ganz schlimm
Sex kann ich mir überhaupt nicht vorstellen.

In meiner Kindheit wurden bei mir leider nie grenzen bewahrt...
Es wurde zb nie angeklopft wenn jemand in mein Zimmer wollte
Auch wurde mir als Kind eingeredet das Sex der Frau weh tut (damit ich das scheinbar nicht mache)

Und mir wurde im Alter von 9 oder 10 Jahren Pornos von meinem Vater gezeigt (Scheinbar zur aufklärung)
Ich habe irgendwie mein Leben lang verinnerlicht das Sex ezwas schmutziges ist was man nicht macht und was pervers ist.

Ich weiß echt nicht wie ich diese Fehlprogramierung raus bekomme..
Ich weiß noch dass ich als Kind gerne Baden gegangen bin, und als ich älter wurde (so langsam richtung Pupertät) habe ich angefangen mich für Nacktheit zu schämen. Bin seitdem nie wieder Baden gewesen...

Ich wünschte ich könnte dieses Problem irgendwie überwältigen und einfach mal zu einer Profesionellen gehen und es endlich mal hinter mich bringen.

Ich sehe wegen den Problemen irgendwie überhaupt keinen Sinn mehr in meinen Leben.

Was sich in den letzten Jahren allerdings Positiv verändert hat ist:
Ich habe ein guten Freund mit dem ich jetzt schon mehrfach darüber sprach
und ich kann jetzt mit ihm auch über Sexualität usw sprechen ohne das es mir unangenehmt wird.
Was vor 2 Jahren noch undenkbar war.

Dieses unangenehme gefühl was mit Sexualität zu tun hat, habe ich sozusagen versucht zu Ignorieren und habe ihn einfach mal gebeichtet das ich 0 Erfahrungen habe und so ein Problem mit Blockaden was sexualität betrifft...
War anfangs extremst peinlich für mich, aber als ich merkte das er sich nicht lustig über mich macht.
´War es extremst befreiend.

Er ist auch der meinung ich soll mir eine Profesionelle kommen lassen..
Er meint, ich bin nur so verkrampft weil das unbekanntes gebiet für mich ist.

Jedoch kann ich mir die körperliche Nähe garnicht vorstellen
Ich schäme mich ja schon, überhaupt einen Sexualtrieb zu haben
Guten Morgen Beschnittener92,

es ist toll, dass du dich uns hier so weit öffnen konntest. Hier wird niemand über dich urteilen und ich hoffe, dass dir mehr Verstandnis entgegengebracht wird, als du es in der Vergangenheit feststellen musstest.
Dass da viele Begleiterscheinungen einer psychischen Erkrankung bei dir vorliegen, hast du selbst ja auch schon geschrieben. Da bist du aber in bester Gesellschaft.
Die heutige Zeit ist für meinen Verstand so anspuchsvoll geworden, sodass ich zu Menschen, die anscheinend nur so durchs Leben "tanzen" völlig den Bezug verloren habe.
Einiges von dem was du beschreibst, halte ich für völlig normal, wie etwa einer gewissen Scham bei Nacktheit, oder dem Hang zur Vermeidung, wenn etwas einige Male nicht so klappt.
Das mit den Prostituirten ist so eine Sache, da es ja auch nur eine verschobene Art der Sexualität ist und dir somit in vielen Bereichen die schönen Gefühle der Zweisamkeit in einer Beziehung in den meisten Fällen gar nicht bieten kann. Aber ob es dir helfen könnte, gewisse Sprünge auf diesem Gebiet zu machen, musst du selbst wissen.

Ich mache mir nur Sorgen, dass das von dir alleine nicht zu bewältigen ist, bzw. dass bloße Gespräche mit Freunden da nicht viel ausrichten. Trotzdem ist das wichtig und was dir hilft solltest du unbedingt weitermachen und versuchen auszubauen.

Ich glaube in seiner isolierten Umgebung steckt man immer in seiner Konfortzone fest und Veränderungen des Alltags können schwer umzusetzen sein.
Hast du schon mal in Betracht gezogen, stationär in einer Klinik für eine zeitlang aus deiner Realität herausgenommen zu werden, damit du deine Vergangenheit erst mal aufgearbeitet bekommst? Denn ich finde eine positive und zuversichtliche Sicht auf die Zukunft ist durch kaum was zu ersetzen, doch scheint dir dafür etwas im Weg zu stehen.
Wichtig hier ist dann aber dass es gute und schlechte Ärzte gibt, daher sollte hierbei die Wahl gut getroffen werden.

Ich hoffe ich war dir nicht zu direkt oder habe dich mit meinen Worten irgendwie gestört.
Ich wünsche dir auf deinem Weg alles Beste!
(19.09.2021, 08:37)aimtoresist schrieb: [ -> ]Guten Morgen Beschnittener92,

es ist toll, dass du dich uns hier so weit öffnen konntest. Hier wird niemand über dich urteilen und ich hoffe, dass dir mehr Verstandnis entgegengebracht wird, als du es in der Vergangenheit feststellen musstest.
Dass da viele Begleiterscheinungen einer psychischen Erkrankung bei dir vorliegen, hast du selbst ja auch schon geschrieben. Da bist du aber in bester Gesellschaft.
Die heutige Zeit ist für meinen Verstand so anspuchsvoll geworden, sodass ich zu Menschen, die anscheinend nur so durchs Leben "tanzen" völlig den Bezug verloren habe.
Einiges von dem was du beschreibst, halte ich für völlig normal, wie etwa einer gewissen Scham bei Nacktheit, oder dem Hang zur Vermeidung, wenn etwas einige Male nicht so klappt.
Das mit den Prostituirten ist so eine Sache, da es ja auch nur eine verschobene Art der Sexualität ist und dir somit in vielen Bereichen die schönen Gefühle der Zweisamkeit in einer Beziehung in den meisten Fällen gar nicht bieten kann. Aber ob es dir helfen könnte, gewisse Sprünge auf diesem Gebiet zu machen, musst du selbst wissen.

Ich mache mir nur Sorgen, dass das von dir alleine nicht zu bewältigen ist, bzw. dass bloße Gespräche mit Freunden da nicht viel ausrichten. Trotzdem ist das wichtig und was dir hilft solltest du unbedingt weitermachen und versuchen auszubauen.

Ich glaube in seiner isolierten Umgebung steckt man immer in seiner Konfortzone fest und Veränderungen des Alltags können schwer umzusetzen sein.
Hast du schon mal in Betracht gezogen, stationär in einer Klinik für eine zeitlang aus deiner Realität herausgenommen zu werden, damit du deine Vergangenheit erst mal aufgearbeitet bekommst? Denn ich finde eine positive und zuversichtliche Sicht auf die Zukunft ist durch kaum was zu ersetzen, doch scheint dir dafür etwas im Weg zu stehen.
Wichtig hier ist dann aber dass es gute und schlechte Ärzte gibt, daher sollte hierbei die Wahl gut getroffen werden.

Ich hoffe ich war dir nicht zu direkt oder habe dich mit meinen Worten irgendwie gestört.
Ich wünsche dir auf deinem Weg alles Beste!

Ja ich habe schon über Therapie in einer Klinik nachgedacht.
Habe mir vorgenommen bei einen Psychiater mich Diagnostizieren zu lassen um überhaupt ersteinmal zu wissen was mit mir los ist (Persönlichkeitsstörungen etc)
sehe mich leicht in richtung Ängstlich vermeidente Persönlichkeitsstörung. oder evtl Borderline (ist ja immer schwierig auseinander zu halten)

Die sache mit den Ärzten ist so ein ding... überhaupt ersteinmal einen Arzt / Therapeuten zu bekommen ist schon schwierig.. und dann noch einen der auch gut ist und seine Macht nicht missbraucht (hab ich in jüngster vergangenheit leider zu spüren bekommen... was dann auf meine Psyche geschoben wurde)
das hat mein Vertrauen noch mehr gemindert...
Ich habe so viele verschiedene Psychische Probleme dass ich nicht glaube das mir eine Therapie wirklich helfen wird.
Besonderst wenn ich immer wieder höre von Menschen die *nur* eine Sozialphobie haben und selber meinen das 1 Jahr Therapie nur alte Wunden aufgerissen hat...
Meine größte Angst neben Machtmissbrauch ist aber die Medikation...
Überall bekommt man Antidepressiva und ähnliche mittel die auf den Sertotininhaushalt einwirken..
Dann hört man dass Sexuelle dysfunktionen (teilweise ein Leben lang... selbst nach dem Absetzen) entstehen.
Und das ist meine Angst.. das ich dann garkeine Sexualität mehr habe.

Habe desöfteren gelesen dass selbst Ärzte davon wenig Kentnisse haben, und es dann auf die Psyche schieben... obwohl der Sexualtrieb durch Medikamente nachhaltig zerstört wurde.

Eine Patientin meinte sie fühlt untenrum garnichts mehr, als würde sie mit einer Spritze (die man beim Zahnarzt bekommt) betäubt werden..
und sie is wohl auch schon mehrere Jahre von den Medikamenten runter..
stichwort: PSSD

Das ist meine größte Angst, nebenbei habe ich auch noch bedenken wegen Gewichtszunahme etc...

Leider wurde in jüngster vergangenheit die Macht (emotional) von ein Therapeut missbraucht.
Wo ich dann generell Skeptischer gegen dieser Berufsgruppe bin...

Mein Gedanke war, dass ich *das erste mal* mit einer Prostituierten *hinter mich* bringe..
Sodass der Druck genommen wird und ich an das ganze Thema Sexualität nicht mehr so verkrampft rann gehe...

Du sagtest dass es *normal* sei mit Nacktheit ein wenig Schambehaftet umzugehen.
Ich habe aber mittlerweile das gefühl das auf gut deutsch gesagt *alles mit jedem Schläft* nur ich komme nicht zu potte.

Auch höre ich immer wieder: Sex gehört in der Kennenlern phase dazu

Entweder bin ich wirklich Psychisch krank oder die Gesellschaft ist es.
Mir ist auch bewusst das die online Pornografie da erheblich mit rein spielt dieses *freizügige* gar *verhurte* bild aufrecht zu erhalten..

Habe zb noch nie erlebt dass ein Mann eine Frau im Supermarkt anquatscht
trodzdem wird es in den Medien immer so propagiert..

Jedenfalls sind Prostituierte momentan eh mein einzigster weg wie ich an Sex ran komme.
Da ich mit Frauen so heftige Probleme habe überhaupt erstmal in ein normales gespräch zu kommen...

Habe immer noch die Hoffnung dass Pornoentzug und Sport (leichtes Krafttraining) irgendwie mein Selbstbewusstsein dahingehend verbessert dass ich den schritt endlich mal angehen kann..

Im großén und ganzen verstehe ich die Welt nicht.
Auf mich wird immer der eindruck gemacht dass alle super schnell in Partnerschaften kommen und irgendwas mit mir als Mann nicht stimmt da ich verklemmt bin.


was mich in letzter zeit heftig triggert (wo ich rasende Wut und zerissenheit fühle) sind solche berichte wo erklärt wird wie wichtig körperliche nähe (umarmungen etc) für einen Menschen sind.
Die einzigste Körperliche nähe die ich in meinen Leben habe ist ein Händeschütteln beim berüßen

Naja das ganze Sprektrum an Problemen lässt mich auch immer wieder an Suizid denken.
Wobei ich den schritt mich wohl nie trauen werde.

zusätzlich zu den Problem, kommt dann noch das ur Problem der Beschneidung und Gefühlsverlust..
Ich glaube selbst wenn ich es endlich mal hinbekomme sex zu haben, fühle ich sowieso nichts.
Fühl mich im Leben Behindert und entmannt in jeglicher hinsicht.
Den ersten Weg zum Psychiater/Psychotherapeuten zu machen ist schon sehr sinnvoll, wobei ich das mit der Klassifizierung in Persönlichkeitsstörungen schwierig finde.
Ich schätze die Anthroposophie, sie ist zwar auch lange nicht perfekt, hat aber klare Überlegenheit in Bezug auf das strikte Schubladendenken der allgemeinen Schulmedizin.

Dein leicht ängstlich/vermeidender Bindungstyp kommt so wie du schreibst schon zum Vorschein. Geht mir aber sehr ähnlich und da ich schon mit einer satten Portion Skepsis geboren wurde, würde ich dir auch nie raten, Dinge nicht erst mal mit Vorsicht zu genießen.
Wie du schon angedeutet hast, an sich laufen in unserer Gesellschaft so einige Drähte nicht mehr grade. Ich glaube nicht, dass man das unbedingt auf das Individuum herunter brechen muss.
Auch grade in den letzten paar Jahren hat sich der Umgang miteinander und der allgemeine soziale Kontakt stark zum schlechten verändert. Viele Menschen sind gefühlt gar nicht mehr in der Lage ein Gespräch zu führen (eine Entwicklung, die wir in Ländern wie Japan schon länger vermehrt beobachten können). Ziemlich sicher hat da auch unser gesteigerter Hang zu digitalen Medien starken Anteil daran.
Einsamkeit und Isolation sind seit der Pandemie doch sehr gesellschaftsfähig geworden.
Ich wünsche dir wirklich sehr, dass du eine Partnerschaft finden wirst, um all die Dinge herauszufinden, nach denen du suchst. Das wird dir aber leichter fallen, wenn du dich in dir selbst wohler fühlst, denn nur dann können das auch andere.
Die Kombination aus Pornoentzug und dem Krafttraining hat mir auch schon sehr geholfen. Wichtig ist, dass du etwas findest, was dir Spaß mach und worauf du dich freuen kannst. Darauf kann man gut aufbauen. Wenn man die Dinge negativ sieht, dann bleiben sie zumeist auch so.
Und Suizid ändert nichts, er gibt einen nur noch mehr Leere nimmt einem lediglich die Chance auf all das, was noch Gutes gekommen wäre.

Kopf hoch, das Leben ist zwar ein Kampf, aber es gibt keinen, der sich mehr lohnt zu gewinnen.
Ich wünsche dir neben dem schönen Abend, dass du dich bald besser fühlen und viele schöne Erfahrungen machen wirst!
(19.09.2021, 21:43)aimtoresist schrieb: [ -> ]Den ersten Weg zum Psychiater/Psychotherapeuten zu machen ist schon sehr sinnvoll, wobei ich das mit der Klassifizierung in Persönlichkeitsstörungen schwierig finde.
Ich schätze die Anthroposophie, sie ist zwar auch lange nicht perfekt, hat aber klare Überlegenheit in Bezug auf das strikte Schubladendenken der allgemeinen Schulmedizin.

Dein leicht ängstlich/vermeidender Bindungstyp kommt so wie du schreibst schon zum Vorschein. Geht mir aber sehr ähnlich und da ich schon mit einer satten Portion Skepsis geboren wurde, würde ich dir auch nie raten, Dinge nicht erst mal mit Vorsicht zu genießen.
Wie du schon angedeutet hast, an sich laufen in unserer Gesellschaft so einige Drähte nicht mehr grade. Ich glaube nicht, dass man das unbedingt auf das Individuum herunter brechen muss.
Auch grade in den letzten paar Jahren hat sich der Umgang miteinander und der allgemeine soziale Kontakt stark zum schlechten verändert. Viele Menschen sind gefühlt gar nicht mehr in der Lage ein Gespräch zu führen (eine Entwicklung, die wir in Ländern wie Japan schon länger vermehrt beobachten können). Ziemlich sicher hat da auch unser gesteigerter Hang zu digitalen Medien starken Anteil daran.
Einsamkeit und Isolation sind seit der Pandemie doch sehr gesellschaftsfähig geworden.
Ich wünsche dir wirklich sehr, dass du eine Partnerschaft finden wirst, um all die Dinge herauszufinden, nach denen du suchst. Das wird dir aber leichter fallen, wenn du dich in dir selbst wohler fühlst, denn nur dann können das auch andere.
Die Kombination aus Pornoentzug und dem Krafttraining hat mir auch schon sehr geholfen. Wichtig ist, dass du etwas findest, was dir Spaß mach und worauf du dich freuen kannst. Darauf kann man gut aufbauen. Wenn man die Dinge negativ sieht, dann bleiben sie zumeist auch so.
Und Suizid ändert nichts, er gibt einen nur noch mehr Leere nimmt einem lediglich die Chance auf all das, was noch Gutes gekommen wäre.

Kopf hoch, das Leben ist zwar ein Kampf, aber es gibt keinen, der sich mehr lohnt zu gewinnen.
Ich wünsche dir neben dem schönen Abend, dass du dich bald besser fühlen und viele schöne Erfahrungen machen wirst!


Danke,
Das mit der Gesellschaft ist mir schon seit meiner Kindheit aufgefallen.
Aber die Erkentniss seit dem Corona Lockdown -  nähmlich dass sich für mich absolut 0 geändert hat.. ist schon sehr hart (lebe seit meiner Jugend quasi im Lockdown)

Wurde damals hart gemobbt, und dann kam der Soziale rückzug und Alkohol...
Später dann Marihuana + Pornografie

was mich sehr mit dem Thema Beziehung und Sex fertig macht ist der heute Umgang damit.
Ich habe immer gedacht es sollte so wie in die Liebesfilme sein...
Man lernt eine Frau kennen und findet sich Sympatisch, unternimmt immer öfter was.
Verliebt sich ineinander und dann kommt es zum Sex...

Heute hört man immer öfter.. nach dem 3 Date wird Sex gemacht.
Sex gehört zum kennenlernen dazu...

Wenn man als Mann nicht schnell genug auf Sex aus ist (also der Frau Sexuelles Interesse mitteilt) landet man in der Friendzone

mMn gibt es auch kaum noch richtige Beziehungen, mir fällt immer mehr auf dass Beziehungen scheinbar nur noch als Statussymbol betrachtet werden

Laut Statistik halten Ehen gerade mal 4 Jahre im Durchschnitt..
Ich selbst sehe auch immer mehr Alleinerziehende Frauen.

Was ist denn hier nur los?

Das seztzt mich zusätzlich noch unter Druck.

So wie ich das sehe habe ich genau 2 möglichkeiten.
entweder:
1. Prostituierte um die Erfahrung zu machen..
und genau in dem Bereich habe ich mich gestern im Internet erkundigt was es da alles gibt.
Und da ging es mir ein wenig besser weil ich gemerkt habe.. ich müsse Sie nur anrufen und dann geht es los...
Abends dann spielte ich dass dann in gedanken mal durch wenn sie zu mir kommt und wie ich mich dann fühle und verhalte...
Naja, hab dann mitbekommen das wird echt nix....
Ich fühle mich dann irgendwie *Cringe*
kann  mir die körperliche nähe auch echt nicht vorstellen obwohl ich mir es so sehr wünsche.

oder aber
2. Ich verzichte und bleibe zölibatär.
Problem ist, ich werd immer Pessimistischer, Agressiver etc

Ich bekomme immer mehr Wut wenn ich paare sehe...
Ich verstehe auch nicht wie das andere Männer mit ähnlichen Problemen machen die dann noch so lieb und ruhig bleiben.

Zusätzlich zu den problemen scheine ich auch Emotional sehr schnell angreifbar zu sein.

Als ich mal bei einer Therapeutin war, sagte sie mir sie müsse eine Stunde mal Telefonisch machen, da sie Krank sei.
So weit kein Problem für mich... wenn ich sie dann nicht 2 Tage später kern Gesund auf der Straße rumlaufen gesehen habe.

Da habe ich mich so verletzt gefühlt dass ich so eine starke Wut entwickelt habe sodass ich Dissozierte..
Wusste dann nicht mehr was ich in dem *Wutrausch* gemacht habe, jegliche erinnerung .. weg.

Von daher, währe wohl die Prostituierte die bessere Wahl.
Ich halte glaub ich eine richtige Beziehung mit den höhen (und vorallem tiefen) garnicht aus.
Irgendwas ist in meiner Kindheit scheinbar furchtbar schief gelaufen (einiges habe ich mir schon in erinnerung geholt)

Nur habe ich jetzt Angst wenn ich beim Psych mir eine Diagnose geben lasse, dass sowas schwerwiegendes wie Borderline oder Ängstlich vermeidente Persönlichkeitsstörung raus kommt.
Was ja nicht heilbar ist.

Dann kann ich glaub nur noch hoffen dass ich nicht so Alt werde.
Hallo, Beschnittener! Ich bin ein Leidensgenosse von Dir und habe ähnliche Schwierigkeiten, auch mit der Frauenwelt. Um erste Erfahrungen zu sammeln, ist eine Prostituierte wirklich keine Schande. Wenn Du an eine liebe Frau gerätst, wirst Du hinterher nicht bereut haben, diesen Schritt gegangen zu sein.

Hast Du eigentlich mal dein Blut untersuchen lassen? Eventuell hast Du einen Testosteronmangel. So etwas hatte ich mal und habe seitdem meine Ernährung umgestellt und spreche auch Frauen an, wenngleich oft voller Nervosität.
Hallo Beschnittener92,

du hast hier so viele Themen angeschnitten, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.

Gehe nur auf ein paar Gedanken ein, weil es wohl sonst zu viel wird.

Wie hier schon angedeutet wurde, wäre wohl ein psychosomatische Reha hilfreich. Da kommt ja so schon viel bei dir hoch. Dann diese negative Sicht auf Beziehungsthemen, die schon Elementar sind. Dass man so keine richtige Lust mehr insgesamt hast, kann ich gut nachvollziehen. Rede mit deinem Hausarzt darüber. Er sollte dir helfen, die nötigen Schritte (z.B. Reha-Antrag) zu machen.

Die eine Gesellschaft gibt es nicht. Die Menschen, die um uns herum sind, erschaffen wir uns in der Regel selber. Verändern wir uns und grenzen uns Menschen gegenüber ab, die uns nicht gut tun, dann ändert sich automatisch, was um uns herum geschieht.

Du hast viele Vorurteile, was den Sex mit Dates angeht. Es muss nicht nach dem 3. Date direkt zum Sex kommen. Warum über den 3. Schritt sorgen machen, wenn der 1. Schritt noch nicht gegangen wurde? Die Kunst ist, zu lernen den 1. Schritt zu genießen und sich nur darauf erstmal zu fokussieren. Da passt es auch nicht, sich von negativen Sachen, wie nach 4 Jahren ist die Ehe schon wieder vorbei, herunterzuziehen. So sucht man sich nur weitere Bestätigungen der negativen Sichtweise. Es gibt so viele positive Sichtweisen, die man sich auch anschauen könnte. Aber am besten bleibst du im hier und jetzt und denkst nur an den 1. Schritt.

Mit den Prostituierten ist so eine Sache. Wie mit allem im Leben kannst du an eine geraten, die sich auf dich einlassen und dir langsam die Angst nehmen kann. Aber es gibt auch welche, denen es scheiß egal ist, was mit dir ist und das Treffen kann sehr unangenehm und frustrierend werden. Bist du bereit, auch eine negative Erfahrung hinzunehmen?

Die Sache mit deiner Therapeutin würde ich nicht so negativ hochkochen. Was bringt das? Es belastet dich und bestätigt nur, dass so viele angeblich so niederträchtig sind. Ich bin auch manchmal an einem Tag krank und am nächsten Tag wieder topfit. Man kann sich so leider durch zu negative Gedanken gute Beziehungen selbst zerstören.

Du schreibst, dass du wohl viele verschiedene psychische Probleme hast und nicht glaubst, dass dir eine Therapie wirklich helfen wird. Es kommt darauf an, was du willst. Willst du an deine psychischen Probleme ran und sie angehen? Möchtest du so nicht mehr weitermachen und dein Leben grundlegend ändern? Die Profis können dir Wege zeigen und mit dir psychologische "Tricks" anwenden, die du nicht für möglich hältst. Diese Hilfestellungen können sehr viel in dir bewirken. Das hat natürlich nur Erfolg, wenn du dich auf die Hilfestellungen voll einlässt und vertraust.
Ich schätze ich nehme mir ersteinmal den Druck raus und lass es ersteinmal sein mit den Gedanken zu einer prostituierten zu gehen..
Am ende würde mich eine Negativ Erfahrung komplett vernichten.
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