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Normale Version: "Diesmal klappt es garantiert wieder nicht"
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Puh, habe deinen Text gelesen. Kann dir aber kaum einen echten Rat geben. So wie du es darstellst, wirkt es tatsächlich wie ein Kopfkino von dir. Und wenn die Kirmes im Kopf richtig rund läuft kollidiert es oft, wenn die Realität dazwischen kommt.
Mir scheint, die Arbeits Intimität überträgt sich hier auf eine gewünschte andere Intimität.
Wenn sie schon ihren Vertrag hat und ab nächster Woche 400 km weg sein wird, dann kann ich es mir kaum vorstellen weshalb sie da bleiben sollte.
Oder glaubst du, das sie nur darauf wartet von dir endlich das Signal zu hören? Du bist verheiratet und hast ein Kind.
Sie scheint absolut nicht dein Typ (Geruch, Bauch, kein String Arsch), also lass sie lieber ziehen und ergehe dich in deinen Fantasien.
Oder aber lass es drauf ankommen und mach deine nächsten Schritte von ihrer Entscheidung abhängig. Eröffne ihr deine Liebe(?) und schau was passiert?
Wäre natürlich ein Realitätscheck. Vielleicht bekommst du es auch so hin, dass niemand etwas merkt davon und im Falle einer Absage es nur eine kleine zwischenmenschliche Peinlichkeit bleibt.
Bist du denn glücklich mit deiner Frau?
Ist diese Liebelei eine Idee, um von etwas zu fliehen oder eine Sehnsucht?
Du bist mir vollkommen fremd, aber das sind so meine Gedanken dazu.
Daumen drücken ist vielleicht der falsche Ausdruck. Aber ich wünsche dir viel Glück.
Berichte Mal, wie es ausgegangen ist.
Und so kam nach immerhin zwei Wochen der Rückfall - aber nicht aufgeben, jede Reduktion dieses blöden Verhaltens zählt.

Aber zunächst vielen Dank für den freundlichen Kommentar. Die Frage, die du natürlich zu Recht stellst: liebe ich meine Frau? Ich weiß, es ist kein gutes Zeichen, wenn man diese Frage nicht sofort mit ja beantworten kann. Wir haben ein gutes Leben, lassen uns viele Freiheiten, haben eine tolle Tochter, demnächst ein zweites Kind, relativen Wohlstand, auch der Sex kommt nicht zu kurz. In Sachen Sex würde ich mir natürlich viel mehr wünschen, aber da habe ich mich tatsächlich schon fast mit abgefunden, dass es da bei uns im Standartbereich bleiben wird.

Interessanterweise verspreche ich mir von meiner Kollegin keinen besseren Sex. Es stört mich sogar, wenn in ihrem Zusammenhang von einem "Stringarsch" gesprochen wird. Ich habe sie glaube ich schon ein wenig in den "Heiligenstand" gehoben, was natürlich eher für eine realitätsferne Überhöhung spricht.

Ich habe schon öfter gemerkt, dass Frauen, die mit ihrer Lebensplanung noch nicht ganz abgeschlossen haben, auf mich einen Reiz ausüben - also, Auszubildende, Studentinnen ... das liegt nicht unbedingt daran dass sie jünger sind. Vielmehr strahlen sie den Glanz einer Welt aus, in der der noch vieles möglich ist, noch nicht alles Pläne festgemeißelt sind. Meine Kollegin hat jetzt eine sehr fundierte Ausbildung und wird auch gutes Geld verdienen, ihr Plan ist es aber eher, mit ihrem Freund eine Waldhütte zu kaufen und dort auf Selbstversorger zu machen. Schon etwas freakig, eigentlich garnicht mein Ding. Und dennoch vermittelt sie damit, dass die ganzen konservativen Lebensentwürfe bei ihr kein Muss sind, es schmeckt irgendwie nach Abenteuer und Freiheit.

Ob es zu dem Realitätscheck kommt? Vor einiger Zeit saß ich, von ihr unbemerkt, im Nebenraum. Sie telefonierte (soweit ich weiß mit ihrer Mutter) und ich wollte natürlich nicht stören. Danach kam sie in meinen Raum und fragte mich erschrocken, ob ich da schon lange sitze. Ich sagte, dass ich nichts mitbekommen habe. Das kommentierte sie mit "Das wäre ja vielleicht peinlich ..." Ich habe mich nicht getraut sie zu fragen worum es denn ging, aber ob sie über mich gesprochen hat? Und wenn ja, dann eher im Sinne von "Ich mag ihn so gerne, aber wir sind ja beide vergeben" oder eher im Sinne von "Ich fürchte der steht auf mich ..."? Aber selbst wenn sie tatsächlich Liebesgefühle für mich hätte, wären sie so stark, dass wir alles abbrechen würden? Würde ich meine Familie verlassen und sie ihren Freund? Ich denke nicht. Natürlich ist die Neugier auf meiner Seite groß, zu wissen wie sie über mich denkt, eigentlich möchte ich sie nicht am Freitag mit dieser Ungewissheit entlassen. Aber mein Gefühl sagt mir, dass es genauso kommen wird. Wir werden daran nicht zerbrechen, auch wenn der Abschied sicher nicht schön wird.

Ein Zitat aus dem alten Song "Marianne" von THE HUMAN LEAGUE kommt mir in den Sinn:

"Add it up, all that's left is a space in a live, that goes on as before"
Deinen Gedanken zur Lebensplanung die noch nicht abgeschlossen ist und das daraus resultierende Interesse, finde ich interessant. Mir kommt es oft so vor, als ob alle anderen einen Plan vom Leben haben und wissen wohin sie sich entwickeln wollen.
Doch schaut man genauer hin stolpern die meisten doch von Zufall zu Zufall.
Und trotzdem bleibt da dieses Gefühl. Als ob sich auch jetzt schon mehr Türen schließen als öffnen.
Wenn du mit deiner Frau eine gute Basis hast, ein weiteres Kind sich ankündigt, der Sex auch einigermaßen befriedigt, dann solltest du darin daßsWertvolle erkennen.
Und auch auch da kann ich dein Trotzdem erkennen. War es das schon? Habe ich wirklich die Chancen genutzt die mir gegebenen wurden?
Hallo Fairlight!

Ich habe es auch gekannt, dieses Gefühl: "Das kann doch nicht alles gewesen sein!" Ich war fünf Jahre mit einer Frau zusammen, bei der sicher nicht alles gepasst hat für mich, aber doch sehr vieles. Sie hatte eine schon erwachsene Tochter, während meine, die aus meiner geschiedenen Ehe stammt, erst im Kindergartenalter war. Das war meine Rechtfertigung dafür, dass ich letzten Endes weg bin von ihr - ich wollte eine Frau "à la carte" - eine mit Kindern, die im gleichen Alter waren wie meine Tochter. Tatsächlich habe ich dann so eine Frau gefunden, aber nach einem halben Jahr war's wieder vorbei... Was ich damit sagen wollte ist, dass du deiner Ehe eine Chance geben solltest, umso mehr, als wieder ein Kind unterwegs ist. Die erste Entscheidung ist meistens die beste, oder "Schuster bleib bei deinem Leisten", so viele Volksweisheiten drücken aus, dass eben nichts Besseres nachkommt! Das ist eine große Illusion. Beziehungsarbeit ist halt mühsam, aber ich denke, es lohnt sich.

Alles Gute,

Rudi
Der letzte Tag mit meiner lieben Kollegin konnte nicht unwürdiger beginnen. Nachts raubte der Sturm den Schlaf, so dass ich mich bis 3 Uhr morgens mit meinen Seiten betäubte.
Plötzlich kam der Gedanke: was ist wenn der Betrieb wegen des Unwettern schließt und wir uns nicht mehr sehen? Ich muss gestehen, dass ich den Gedanken nicht schlecht fand, kein Abschiedsritual, kein Kampf mit den Tränen.
Das Unwetter brachte es mit sich, dass unser Betrieb heute still lag, man aber gebeten war etwas aufzuräumen. Ich bin für Audiotechnik zuständig und richtete eine Anlage ein, um den Soundcheck mit einer Aufnahme meiner Lieblingsband DEINE LAKAIEN durchzuführen. Als sie den Raum betrat verklang grade ein Lied mit den Textzeilen "We have been waiting far to long. Oh my love, now the days are all gone..."
Sie packte ihre Utensilien zusammen um sie nach Hause zu bringen. Nun fährt sie kein Auto und hätte mehrere Touren mit dem Rad fahren müssen, bei Sturm. Daher habe ich angeboten, die Sachen mit dem Auto zu ihr zu bringen, was sie auch dankbar annahm. Ich bin vorgefahren, sie hinterher. Vor ihrer Wohnung brachten wir schnell die Sachen in den Keller (nein, wirklich erwartet dass sie mich in ihre Wohnung bittet hab ich nicht) und sie verabschiedete mich mit den Worten "Morgen sehen wir uns noch einmal" mit einem Gesichtsausdruck, bei dem ich nicht sagen kann, ob es eher Mitleid oder Bedauern war.
Ich weiß nicht, wie der Tag morgen ablaufen wird. Gibt es Tränen? Ich habe Angst, ich bin traurig, ich fühle mich leer. Und doch weiß ich, dass es so sein muss. Wir haben uns viel Gutes gegeben, aber würde sie jetzt in meiner Nähe bleiben, würde es ein Desaster - wie auch immer geartet - geben.
Ich habe geschmackvolle Geschenke für sie. Eine CD mit mittelalterlicher Musik (wofür sie ein Faible hat) und ein Buch von Hermann Hesse mit einem bewegenden, aber nicht verfänglichem Zitat, das ich gestern von einem begabten Freund in Schönschrift in den Buchdeckel schreiben ließ.
Ich hoffe es wird ein würdevoller Abschied. Wir haben uns gegenseitig gestützt, wir kamen zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Ort - und jetzt scheint der richtige Zeitpunkt zum Gehen zu sein.
Es muss sein.
Ich finde deine Geschenke großartig und bin sowieso der Meinung dass du tust was du derzeit tun mußt... Ich halte dir die Daumen dass du das morgen gut schaffst... Irgendwo den Moment, die Frau im Herzen haben ohne dass alles super schwierig wurde ist ein Wert, von dem ich derzeit auch immer noch zehre - ähnliche Geschichte wie deine glaube ich.... Ich habe sie immer noch bei mir, zu vielen Moment.. Aber aufgeben immer Hammer, ganz schlimm... auch für mich... Alles gute!
Und so kam gestern der Tag des Abschiedes.

Bereits beim Betreten unseres Betriebes eröffnete mir eine Kollegin, dass unser Chef nicht da wäre und ob ich bereit wäre ein paar nette Worte auf der Abschiedsfeier zu sprechen. Das wird nicht leicht, sprach ich, willigte aber trotzdem ein.

Später auf der Treppe sprach meine liebe Kollegin mich sichtlich gerührt darauf an, wie sehr sie sich über das Bilderbuch gefreut hat, dass die von mir zu betreuenden Kinder auf mein Geheiß hin für sie gestaltet haben (man ahnt, um was für einen "Betrieb" es sich handelt, aussprechen werde ich es hier aber nicht).

Nun lag es an mir, die kleine Feierlichkeit zu gestalten. Nachdem die Kinder Platz genommen hatten, erklärte ich, dass meine Kollegin höchste Anerkennung verdient, denn unter den erschwerten C-Bedingungen die Ausbildung zu bestehen, ist wirklich nicht ohne.

Ich fuhr damit fort, dass unser Chef bei solchen Gelegenheiten gerne das Lied "Niemals geht man so ganz" zitiert. Ich wollte aber lieber Hermann Hesse zitieren (den Spruch, den mein Kumpel vor einigen Tagen in ihr Buch schrieb):

Die meisten Menschen
sind wie ein fallendes Blatt,
das weht und dreht sich durch die Luft,
und schwankt
und taumelt zu Boden.

Andere aber, wenige, sind wie Sterne,
die gehen eine feste Bahn;
kein Wind erreicht sie,
in sich selber haben sie ihr Gesetz und ihre Bahn!

Danach kündigte ich noch ein Lied an, dass die Kinder sangen und dabei von mir am Klavier begleitet wurden. Anschließend durften die Kinder mit meiner Kollegin Fotos machen (ok, es war meine Idee, ich wollte einfach noch ein paar Fotos von ihr ...)

Nachdem die meisten Kinder freiwillig den Ort des Geschehens verlassen hatten und die übrigen mit sanften Druck hinausbefördert waren, waren wir allein. Ich sah dass sie weinte. Sie erklärte dass das Zitat sie so berührt hätte, außerdem hätten wir uns so gut verstanden... das hätte sie noch nie erlebt, dass sie wegen einem Kollegen weint. Ebenfalls unter Tränen sagte ich ihr wie schön ich die Zeit mit ihr fand und wie wertvoll sie mir ist. Es folgte eine Umarmung, die ich als die liebevollste meines bisherigen Lebens empfand (was ich aber natürlich nicht sagte).

Danach hieß es wieder an die Arbeit. Ein freundliches und intelligentes Mädchen sprach mich an: Deine Stimme klingt so anders und deine Augen sehen glasig aus ...

Für die Mittagszeit hatten wir uns noch einmal in unserem gemeinsamen Raum verabredet. Ich hatte Essen aus der Kantine besorgt für uns beide, sie sagte aber sie hätte keinen Appetit. Den hatte ich untypischerweise dann auch nicht und entsorgte die Nudeln im Resteeimer. Noch einmal sprachen wir darüber, wieviel wir uns verdanken, über unsere Tränen, wie sehr ich mich bei meiner Rede zusammen reißen musste, wie ich beim Lesen des Buches "Siddartha" an sie denken musste und über das Zitat stolperte, über die uns verbindende Corona-Frage, dass ich sie ja eigentlich gerne hier behalten hätte, über Kolleginnen, über das Leben allgemein - nur die Frage "verliebt oder nicht" wurde gekonnt umschifft. Wir hatten noch Geschenke füreinander: ich schenkte ihr das Buch, aus dem ich zitiert hatte. Für mich hatte sie eine Klangschale - genau die, die ich vor einiger Zeit bewundert hatte und die sie, so sagte sie, von ihrem Freund geschenkt bekommen hatte. Ich fragte ob ihr Freund davon wisse ...

Als kleines Extrageschenk bekam sie noch eine Dose mit einem speziellen Gewürz. Als ich es ihr überreichte bemerkte sie, dass ich zittern würde. Mir war das tatsächlich nicht aufgefallen und überging das schnell mit einer scherzhaften Geste.

Wir sprachen recht lange miteinander. In einem Nebensatz erwähnte sie dass sie nächste Woche noch die Schlüssel abgeben und bei der Gelegenheit nach mir sehen wolle. Außerdem wäre sie noch ein paar Wochen in unserer Stadt.

Bewusst auf ein Wiedersehen eingegangen bin ich nicht. Mit der von ihr in Aussicht gestellten Perspektive gestalteten sich die letzten Minuten aber nicht so emotional. Ich begleitete sie noch bis zur Tür. Eine letzte kurze Umarmung und sie war verschwunden.

Kurz danach hatte ich einen Notartermin, wo ich ohne jede Gefühlsregung mein Elternhaus verkaufte.

Ob wir uns wiedersehen? Bewusst forcieren werde ich es nicht. Möglich dass Sie nach der Umarmung an der Tür für immer aus meinem Leben verschwand. Was aber geschieht, sollte sie doch noch einmal den Kontakt suchen, weiß ich nicht. Dass unser Gefühle scheinbar irgendwie auf Gegenseitigkeit beruhen, haben wir uns beiden gezeigt, wobei das Thema Liebe aber nicht zur Sprache kam. Und eigentlich sollte es gut sein, wir hätten beide etwas zu verlieren - sie die Zukunft mit ihrem Freund, und ich meine Familie. Aber ...
Lieber Fairlight,
Ich habe deine Geschichte verfolgt und es bisher geschafft nicht zu schreiben. Ich möchte dir nicht zu nahe treten aber vielleicht einen kleinen Denkanstoß bieten.

Ich habe vor kurzem gelesen, dass Menschen in ihrer Jugend und dann im hohen Erwachsenenalter djeweils am zufriedensten und am glücklichsten sind. Dann gibt es aber eine Talsohle in der Lebensmitte in der alle Menschen ein Tief erleben und sich Fragen stellen nach der Art, wie du sie dir stellst, war das schon alles. Hätte ich nicht was anderes haben können, ist die Zukunft nun so vorgeschrieben wie ich sie bereitet habe… alle Menschen Männer wie Frauen erleben eine solche Zeit. Man nennt das umgangssprachlich wohl Mitlife crisis. In dieser Zeit kann man den Weg seiner Zukunft neu definieren und diese Lebenskrise als Chance nutzen um sich selbst neu zu finden. Auch ist es nicht unüblich, dass sich männlein wie weiblein in dieser Zeit in den Gedanken verlieben, alles hinter sich zu lassen und mit jemand anderem neu anzufangen. Ich persönlich glaube, dass das nicht der beste Weg sein kann, sicher ist es ein Weg. Aber deine Kinder brauchen dich, denen einfach den Rücken zu kehren, deine Frau sitzen zu lassen und mit einer jüngeren durchzubrennen klingt dann doch sehr Klischeehaft für mich. Ich glaube ehrlich gesagt auch nicht, dass das junge Mädchen tatsächlich an einer Liebesbeziehung interessiert ist, sondern dich als Mentor und Freund schätzen gelernt hat. Dich auf rein platonische weise mag und auch so vermissen wird. Sie wird in ihrem späteren Leben gerne an diese Zeit zurück denken und sich dabei wohl fühlen. Ich glaube nicht, dass sie sich darüber Gedanken machen wird, wie ein Leben mit dir wohl gelaufen wäre. Ich glaube das ist nur dein tiefer Wunsch, aber nicht das was ihr Gefühl spiegelt…

Ich glaube, wenn sie geht und du sie in schöner und liebevoller Erinnerung behalten kannst, ist das der beste Gewinn für dich. Vielleicht solltest du aber mal mit deiner Frau ins Gespräch gehen und ihr von deinen Gefühlen bezüglich der Zukunft berichten. Du solltest mit ihr reden und ganz offen sagen, dass du Angst hast, dass das jetzt schon alles war. Vielleicht findet ihr gemeinsam Wege euch neu zu erfinden, eure Beziehung neu zu gestalten, nicht grundsätzlich anders aber einfach gemeinsam in die selbe Richtung zu schauen und neues zu probieren…

Ich hoffe ich trete dir mit meinem Beitrag nicht zu nahe und drücke dir für deine Zukunft ganz fest die Daumen!! Und verliere die nicht aus dem Blick, die dich noch brauchen.

Fühle dich lieb umarmt
Schmetterling
Lieber Schmetterling,

Vielen Dank für deinen Text. Im Augenblick hilft mir jeder Gedanke von unbeteiligten, da die Situation mich überfordert. Du hast natürlich völlig recht, ich habe ein Familie, die ich mit in die Tat umgesetzten Ausbruchsfantasien aufs Spiel setze. Dazu sollte es keinen Grund geben, da ich ja nicht unglücklich bin.

Und der Gedanke an die Midlifecrises ist natürlich nicht von der Hand zu weisen. Diese unbeschreibliche Anziehungskraft des Unbekannten, dieser Glaube daran , doch diese möglicherweise einmalige Chance nutzen zu müssen...

Dabei, ich schrieb es bereits, ist diese Kollegin noch nicht einmal attraktiver als meine Frau, und auch nur geringfügig jünger. Also die Hoffnung auf besseren Sex verbinde ich nicht mit ihr. Es ist eher der sonderbare Glaube daran, in ihr einen ganz besonderen Menschen gefunden zu haben, ich hab sie hier ja schon als "Heilige" beschrieben. Möglicherweise bin ich der Verlockung erlegen, hier eine Seelenverwandte gefunden zu haben - dass ich unsere Bekanntschaft möglicherweise spirituell überhöhe, hab ich selbst schon vermutet. Klein reden möchte ich sie aber auch nicht.

Bitter ist natürlich der Gedanke , dass sie möglicherweise nur meinen Beschützeribstinkt geweckt hat und ich sie vor allem deswegen mag, weil ich mich in ihrer Gegenwart "überlegen" und "bewundert" gefühlt habe. Dieses Gefühl hat sie mir ziemlich offen, fast schon zu offensichtlich ("Mein Beschützer ...") vermittelt und damit natürlich meinem Ego geschmeichelt. Warum sie solche Dinge sagte weiß ich nicht. Ihre ehrliche Meinung? Angelerntes Verhalten, dass sie als "schwaches Mädchen" geschont wird? Oder Kalkül, um sich bewusst Vorteile zu verschaffen? Derzeit tendiere ich zur zweiten Möglichkeit.

Nur was tue ich, wenn sie selbst den Kontakt sucht, wie sie es ja ankündigte? Aber natürlich ist auch das Wunschdenken. Sie ist ausgesprochen feinfühlig und intelligent, eigentlich sollte ihr auch klar sein, dass es keine gute Idee ist mit mir Kontakt halten zu wollen. Außer natürlich... naja Wunschdenken...
Ohje, du Armer! Ich habe das schon verstanden. Auch dass sie eigentlich, rein optisch gar nicht dein Typ ist. Daher denke ich, dass du dich eher in den Gedanken des neuen, des unbekannten des noch nicht festgelegten verliebt hast. Und ja, es ist bitter, aber ich glaube nach dem was ich von dir gelesen habe wirklich nicht den Eindruck, dass sie ein anderes als rein freundschaftlichen Interesse an dir hat. Und, ich glaube nicht, dass es ein Kalkül war um sich einen Vorteil zu verschaffen. Manche Frauen haben eben ein schwaches Selbstwertgefühl und brauchen viel Zuspruch. Natürlich klammern sie sich dann an die Vaterfigur, die ihnen das gibt was sie brauchen. Aber nicht aus einer tiefen Liebe heraus, sondern eher, weil es einfach gut tut einen lieben Freund in der Nähe zu wissen.

Wie schon geschrieben. Du solltest sie zu einer schönen Erinnerung werden lassen und nach vorne schauen. Und gemeinsam mit deiner Familie planen. Mach dir doch mal Gedanken darüber, was du schon immer mal machen wolltest. Ein neues Hobby. Ich bin mir sicher es gibt noch sehr viel das du nicht ausprobiert hast. Aber vielleicht findest du was, das dir Spaß macht. Vielleicht auch etwas mit deiner Frau zusammen? Oder eben jeder für sich… vielleicht lernst du Bogen schießen oder fängst an mit einem Freund Bier zu brauen. Mach den Angelschein oder geh mit deiner Frau zum Skydiving. Du mochtest als Kind vielleicht Ritter und Burgen. Nimm deine Familie und besuche einen Mittelaltermarkt du möchtest es ein bisschen Steigern. Hol dir eine Gewandung und tauche ein in diese andere Welt… wenn du noch mehr Anregungen brauchst, kannst du dich gerne melden, ich bin sehr kreativ und hab noch viele Ideen, was man mal machen kann Smile

Ich drücke dir die Daumen!

Liebe Grüße
Schmetterling
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