Porno-Sucht.com Forum: Nofap, Erektile Dysfunktion und mehr.

Normale Version: "Diesmal klappt es garantiert wieder nicht"
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Hoi mein Lieber, ... ich habe jetzt gerade deine Geschichte gelesen, auch dieses Schmachten und habe mich erinnert... Zum Forum - ich denke die meisten die hier landen landen hier, um ihre Pornoausrutscher, ihre Porno Unglücke, also die Pornosucht anzugehen, zu betrachten, hinter sich zu lassen... Bei deiner Geschichte landen diese interessierten nicht unbedingt gleich, sie geht nun in eine andere (wenn auch nicht leichte) Richtung.. Ich will das gar nicht schmälern, beim Lesen habe ich mit dir (wieder) mitgelitten... Denn ich kenne es, man leidet wie sau...

Meine Hypothese beim Lesen der letzten Beiträge: ihr geht es sicher auch nicht leicht damit, es ist für sie gar nicht einfach dir nicht zu schreiben, aber sie hat nun volle Wäsche den Kopf eingeschaltet, Emotionen, Gefühle, der Körper wird nicht mehr zugelassen, sie ist woanders und versucht auch von dem vorigen Leben Abstand zu gewinnen... Leicht fällt ihr das sicher nicht... Das mit dir war ja für sie wunderschön....

Eine Erfahrung die ich doch teilen will, ohne sagen zu wollen dass das das klügste ist: Geh weg von Whats App oder eMedien, wenn du sie wirklich so sehr gerne hast tue ihr anders was Gutes, schicke ihr mit der Post eine Aufmerksamkeit, ein Geschenk... keine Ahnung. Keinen schmachtenden Brief das macht ihr zuviel Druck, zeige ihr einfach dass du sie gerne hast ohne Antworten oder große Reaktionen zu erwarten.. Alles wo sie das Gefühl hat, der "will was" (was sie im Moment warum auch immer nicht geben kann) macht es für sie unglaublich kompliziert... Liebe zu geben ohne Erwartung (trifft vielleicht auch für Sex zu) ist vielleicht die schönste Form Zuneigung zu zeigen.... (auch ähnlich wie Arbeit für kein Geld oder so). Ein wenig loslassen würde ihr ev. gut tun...

Mehr fällt mir nicht ein.. Selbst wenn du sie dzt. überfällst mit vollem Elan würde sie glaube ich abblocken, denn im Moment geht es nicht/paßt es nicht für sie obwohl sie dich wahrscheinlich sehr sehr gerne hat...

Beim Forum darf man keine Antworte nicht persönlich nehmen, es ist wie es ist, manchmal paßt es manchmal nicht, lesen und mitfühlen . da bin ich sicher tun viele....
Vielen Dank für den Beitrag. Es hilft mir deine Meinung zu hören, dass es ihr möglicherweise mit der Situation auch nicht gut geht. Nicht, dass ich möchte, dass es ihr schlecht geht, ganz im Gegenteil. Es mildert aber meine Befürchtung, ihr unangenehm geworden zu sein, ihr auf die Nerven zu gehen. Wir sind ja nicht im Streit auseinander gegangen, als dass sie jetzt einen Grund hätte mich links liegen zu lassen und nicht einmal auf einen Geburtstagsglückwunsch zu reagieren. Aber wenn sie mich noch irgendwie mag und dennoch beschlossen hat, garnicht mehr mit mir zu kommunizieren, dann ist das sicher auch nicht schön für sie.

Was ich ihr wirklich sagen will, weiß ich eigentlich selbst nicht so genau. Denn dass ich meine familie für sie aufgebe, steht nicht als Möglichkeit im Raum. Vielleicht würde mich einfach nur interessieren wie sie denkt. Aber so wie ich den Verlauf unserer Kommunikation einschätze dürfte es aussichtslos sein, von ihr diesbezüglich eine Antwort zu bekommen. Sie hat sich zu der Situation ja garnicht geäußert, zB ihrerseits Unsicherheit oder andere Missempfindungen zum Ausdruck gebracht. Und ich habe ihr ja auch nie mitgeteilt, dass ich ein kommunikatives Problem sehe, dass ich ihr anbieten würde gemeinsam mit ihr zu klären.

Kontakt aufnehmen jenseits von WhatsApp kann ich leider nicht mit ihr, da ich keine Postanschrift von ihr habe. Ich wollte ihr ja ein Paket mit ihren vergessenen Besitztümern schicken - auf diese Anfrage hat die garnicht reagiert. Ich wüsste höchstens ihre neue Dienststelle, aber ihr darüber zu schreiben oder etwas zu schicken fände ich ziemlich daneben.

Es ist so schade dass unser wunderbarer Kontakt so traurig endete und dabei so viele offene Fragen und Unsicherheiten hinterließ. Ich wünschte ich könnte das bereinigen, aber wie soll ich das anstellen, wenn sie schon kleine Gesten abblockt. Manchmal denke ich, dass ich ihr den größten Gefallen damit tun kann, indem ich die von ihr praktizierte Fundstille respektiere und nicht mehr mit ihr Kontakt aufnehme.
Hoi mein Lieber, ja, das ist traurig... Ich kann das sehr nachvollziehen. Du hast dich in sie verliebt und das Leben bietet Umstände, die es gerade scheinbar nicht möglich machen mit dieser Liebe in ein IST zu gehen... Ich habe (hatte) lange ein Muster dieser Art gespeichert: Immer unglücklich verliebt, immer schmachtend nach jemand unerreichbaren, eigentlich meist unglücklich, dabei immer super intensiv, aufflackernde Momente wo man glaubte jetzt wird es doch wieder was... Ewig dran hängend, hoffend dass sie (zurück-) kommt, dass sie meine Gefühle versteht... Es war (ist?) ein Muster permanent traurig zu sein... Bin ich nie losgeworden, noch heute sticht es mich wenn ich mich an (manche) verflossenen Frauen erinnere... Mein Therapeut hatte es mal so herausgearbeitet - (hoffe ich beschreibe es nicht zu banal): "Frühe Trennung der Eltern, eine (ewig) traurige, sehnsüchtige Mutter man lebt sein Leben so, wie man es als Kind gewohnt war, also in meinem Fall lebe ich das Leben nach, das ich bei meiner Mutter "gelernt hatte"..." ich habe keine Ahnung ob es stimmt, bin auch trotz dieser Erkenntnisse damals immer und immer wieder in dieser Falle gelandet... Jedenfalls suchte ich (meist) dort Intensität, wo es nicht erfüllbar war... Ich weiß nicht ob dir das hilft...

Ich bleibe ja dabei... zur Selbstheilung wäre mein Ansatz ihr (warum nicht an die neue Arbeitsstätte) was liebes, persönliches zu schicken um ihr zu zeigen dass du sie richtig gerne hast... dann hast du ihr das nochmals gegeben... und gleichzeitig ihr Null Druck machen, denn sie kann/will eben derzeit nicht.... Wenn du sie frei läßt dann wird sie das schätzen, atmen, und vielleicht auch wieder melden.... Wäre mein Zugang, aber vielleicht eh auch wieder nur naiv auf meine Art....
Lieber Fairlight,
Du erwartest Dir mehr Reaktionen auf Deinen Beitrag, insbesondere Deine Liebesgeschichte?
Vielleicht folgt jetzt nicht der Beitrag, den Du Dir wünschst, aber trotzdem gerne meine ehrliche Meinung.

Was tust Du da eigentlich? Du schmachtest einer Frau nach, von der Du von vornherein ausschließt, dass Du für sie Deine Familie verlässt. Du hintergehst gleichzeitig Deine Partnerin, wenn auch nur gedanklich.

Findest Du das fair? Ich finde das ziemlich feige und egoistisch.

Deine Kollegin hat Dir deutlich gezeigt, dass sie keinen Kontakt mehr mit Dir will. Denn sie weiß, wo sie Dich erreichen kann und sie tut es nicht. Wenn sie je etwas für Dich empfunden hat, so ist es trotzdem vorbei. Vielleicht war das so und sie hat sich Ihrem Freund offenbart, reinen Tisch gemacht und geht jetzt mit ihm unbelastet in ihre Zukunft.

Jeder Versuch von Dir sie nochmal zu erreichen , solltest Du unterlassen aus Respekt vor Ihr und vor Deiner Partnerin.
Sie kommt mir eh etwas kurz in Deinen Ausführungen. Wie wird sich Deine Partnerin fühlen, wenn sie erfährt, dass Du einer anderen Frau nachhängst?

Schalte mal Deinen Kopf ein und denke drüber nach und zwar darüber, was es bedeutet ehrlich zu sein zu Dir und den beiden Frauen.
Vielen Dank Alobar und Schokiprinz für eure beiden Antworten. Für mich ist jeder Gedanke von außen hilfreich, da mich die Situation etwas überfordert.

Und ja, das Thema ist zugegebenermaßen auch etwas offtopic. Oder auch nicht? Das Idealisieren des Unerreichbaren, das Abwerten von dem, was man schon hat - trifft das nicht sowohl auf den Pornokonsum als auch das Fremdverlieben zu?

Den Gedanken, dass mit diesem zwanghaften unglücklich bzw unzufrieden sein eventuell angelernte Muster nachgelebt werden, ist nicht von der Hand zu weisen. Meine Mutter hat sich bis zur Selbstaufgabe für andere aufgeopfert (im speziellen für meine Oma), die Anerkennung blieb aber aus. Ich habe mir früher auch eingebildet, ich müsste etwas besonderes leisten, um geliebt zu werden. Schon als Grundschulkind, als andere Jungs ihre ersten Küsschen bekamen und ich leer ausging, stellte ich mir vor ein Star zu sein, der dann Anerkennung findet.

Zu einer echten Freundin kam ich erst spät. Oft habe ich die Mädchen auch nicht wirklich geliebt, weil ich oft den Eindruck hatte, ich würde die bekommen, die übrig geblieben sind. Dankbar waren die dann auch nicht wirklich.

Als ich beruflich etwas mehr vorzuweisen hatte, änderten sich die Dinge. Vor etwa 15 Jahren verliebte ich mich in ein Mädchen, die fast genau den gleichem Muster entsprach wie meine Kollegin: zurückhaltend, mir in untergeordneter Position zugeteilt und "hilfebedürftig". Auch sie war mir recht zugewandt, aber auch hier erlaubten die Umstände ein Näherkommen nicht. Auch damals brach eine Welt für mich zusammen, als sich die Wege trennten.

Natürlich sagt das viel über mein Selbstbewusstsein aus. Ich bevorzuge also Frauen, die mit unterlegen sind, in deren Gegenwart ich mich stark fühlen kann und die auf diese Weise meinem schwachen Ego schmeicheln. Vor etwa fünf Jahren hatte ich schon einmal eine Auszubildende zu betreuen, ein sehr hübsches Mädchen. Auch damals liebäugelte ich mit ihr. Allerdings wurde sie recht schnell selbstbewusst und hat mich in Sachen Karriere mittlerweile sogar schon überholt. Es dauerte nicht lange und ich verlor jegliches Interesse an ihr, verachtete sie teilweise sogar.

Liebe ich vielleicht nicht den Menschen, sondern nur das Gefühl, wenn eine schwache Frau meinem Ego schmeichelt? Würde ich es deswegen auch gerne sehen, wenn meine Partnerin an einem möglichst vollen Badesee einen String trägt und alle mich beneiden? Aber bin ich nicht auch froh, mit einer Frau zusammen zu sein, die nicht das Gefühl vermittelt, stark defizitär und auf meine Hilfe angewiesen zu sein?

Eure beiden Texte offenbaren einen Konflikt, in dem ich stehe: soll ich ihr schreiben (wie Alobar es vorschlägt), um reinen Tisch zu machen? Oder soll ich eher Schokiprinz folgen und das besser bleiben lassen, weil davon auszugehen ist, dass jeglicher Kontaktversuch unerwünscht ist?

Meine Hauptsorge ist, dass unser wunderbarer Kontakt so unglücklich endet. Sie hält mich möglicherweise für aufdringlich und könnte ihrerseits glaube, dass ich sie für ignorant halte. Das möchte ich eigentlich nicht so stehen lassen. Oder war der Kontakt nur vordergründig schön, in der Tiefe aber eher ungesund, da unsere beiden schwachen Persönlichkeiten mit unseren ineinander zahnenden Macken aufeinander prallten? Wäre sie mit einem starken Selbstbewusstsein versehen, hätte ich mich wahrscheinlich nicht in sie verliebt. Wäre ich nicht darauf programmiert, Liebe durch Aufopferung erarbeiten zu müssen, hätte sie nicht mein Ego angefüttert, weder bewusst noch unbewusst.

Momentan tendiere ich eher zu Schokiprinz. Sie könnte Kontakt mit mir aufnehmen, leichter konnte ich es ihr nicht machen. Sie tut es aber nicht, also muss ich davon ausgehen, dass sie sich bewusst nicht meldet. Ich zolle ihr Respekt, indem ich das akzeptiere.

Um den Bogen zu unserem "Hauptthema" zu schlagen: Auch wenn ich mich wieder stark daran gewöhnt habe, den Konsum zur Betäubung von Angst und Kummer zu benutzen - es ist ein guter Zeitpunkt, mit neuen Kräften dagegen anzugehen. Drogen lösen keine Probleme. Klingt entsetzlich banal, ist aber nun einmal eine Tatsache.
Ein wenig ist es ja auch eine Frage der Etikette, wer sich jetzt melden soll, wenn man davon ausgeht, dass die Situation für beide unangenehm ist und beide "in ihrem Herzen" eine Klärung wünschen. Ich habe ihr deutlich öfter geschrieben als sie mir. Und sie ist eine erwachsene, gebildete Frau, die jetzt durchaus auch Verantwortung übernehmen kann und entweder der Höflichkeit gerecht wird und sich für den Glückwunsch bedankt - oder klar und deutlich formuliert, dass ihr die Situation unangenehm ist. Sie geht jetzt aber den Weg, einfach garnichts mehr zu sagen. So muss sie wirklich damit rechnen dass ich das dahingehend deute, dass weitere Kontaktversuche wirklich unerwünscht sind. Und das schließt meines Erachtens auch das Angebot mit ein, dass wir die unangenehme Situation klären und den Kontakt freundschaftlich und ohne Beigeschmack beenden können. Es ist ja nicht so, dass sie mir gegenüber keine "erhöhte Sympathie" zum Ausdruck gebracht hat. Ein bißchen Gegenseitigkeit war das schon, da wäre es doch angebracht, wenn von ihrer Seite auch etwas käme. Oder sehe ich das falsch...?

Ich bin ja jetzt bereit, mich auch einfach nicht mehr zu melden, aus "Etikette", aber schön ist das so nicht, und meines Erachtens auch nicht ganz angemessen.
Hey Fairlight,
nur ein kurzer Gedanke. Es klingt nach "klassischem" Ghosting. Schreib die Frau ab, leck deine Wunden und besinne dich auf die wirklich wichtigen Dinge.
Deine Frau, dein(e) Kind(er).
Plus die Erkenntnisse die du aus dieser Erfahrung ziehen durftest.

Noch ein zweiter Gedanke zu deinem "Gekränkt sein" weil meine Meldungen kamen. Kenn ich von mir selbst. Kann ich mittlerweile ganz gut mit umgehen. Wenn Antworten kommen ist es gut, wenn nicht eben auch. Ich habe mich auch oft gefragt, wieso ich relativ wenig Antworten bekommen habe ( wie gesagt "relativ", denn es kamen ja welche). Ob meine Art des Schreibens abstoßend ist, meine Themen nicht "interessant" genug oder meine Themen selbst abstoßend sind. Ich weiß es nicht und es spielt auch keine Rolle mehr. Vielleicht auch ein Wahrnehmungsfehler.
Kurze Korrektur, gemeint war natürlich :
".... weil keine Meldungen kamen...."

Blöde Autokorrektur
(01.05.2022, 18:40)Fairlight1976 schrieb: [ -> ]Vielen Dank Alobar und Schokiprinz für eure beiden Antworten. Für mich ist jeder Gedanke von außen hilfreich, da mich die Situation etwas überfordert.

Und ja, das Thema ist zugegebenermaßen auch etwas offtopic. Oder auch nicht? Das Idealisieren des Unerreichbaren, das Abwerten von dem, was man schon hat - trifft das nicht sowohl auf den Pornokonsum als auch das Fremdverlieben zu?

Den Gedanken, dass mit diesem zwanghaften unglücklich bzw unzufrieden sein eventuell angelernte Muster nachgelebt werden, ist nicht von der Hand zu weisen. Meine Mutter hat sich bis zur Selbstaufgabe für andere aufgeopfert (im speziellen für meine Oma), die Anerkennung blieb aber aus. Ich habe mir früher auch eingebildet, ich müsste etwas besonderes leisten, um geliebt zu werden. Schon als Grundschulkind, als andere Jungs ihre ersten Küsschen bekamen und ich leer ausging, stellte ich mir vor ein Star zu sein, der dann Anerkennung findet.

Zu einer echten Freundin kam ich erst spät. Oft habe ich die Mädchen auch nicht wirklich geliebt, weil ich oft den Eindruck hatte, ich würde die bekommen, die übrig geblieben sind. Dankbar waren die dann auch nicht wirklich.

Als ich beruflich etwas mehr vorzuweisen hatte, änderten sich die Dinge. Vor etwa 15 Jahren verliebte ich mich in ein Mädchen, die fast genau den gleichem Muster entsprach wie meine Kollegin: zurückhaltend, mir in untergeordneter Position zugeteilt und "hilfebedürftig". Auch sie war mir recht zugewandt, aber auch hier erlaubten die Umstände ein Näherkommen nicht. Auch damals brach eine Welt für mich zusammen, als sich die Wege trennten.

Natürlich sagt das viel über mein Selbstbewusstsein aus. Ich bevorzuge also Frauen, die mit unterlegen sind, in deren Gegenwart ich mich stark fühlen kann und die auf diese Weise meinem schwachen Ego schmeicheln. Vor etwa fünf Jahren hatte ich schon einmal eine Auszubildende zu betreuen, ein sehr hübsches Mädchen. Auch damals liebäugelte ich mit ihr. Allerdings wurde sie recht schnell selbstbewusst und hat mich in Sachen Karriere mittlerweile sogar schon überholt. Es dauerte nicht lange und ich verlor jegliches Interesse an ihr, verachtete sie teilweise sogar.

Liebe ich vielleicht nicht den Menschen, sondern nur das Gefühl, wenn eine schwache Frau meinem Ego schmeichelt? Würde ich es deswegen auch gerne sehen, wenn meine Partnerin an einem möglichst vollen Badesee einen String trägt und alle mich beneiden?  Aber bin ich nicht auch froh, mit einer Frau zusammen zu sein, die nicht das Gefühl vermittelt, stark defizitär und auf meine Hilfe angewiesen zu sein?

Eure beiden Texte offenbaren einen Konflikt, in dem ich stehe: soll ich ihr schreiben (wie Alobar es vorschlägt), um reinen Tisch zu machen? Oder soll ich eher Schokiprinz folgen und das besser bleiben lassen, weil davon auszugehen ist, dass jeglicher Kontaktversuch unerwünscht ist?

Meine Hauptsorge ist, dass unser wunderbarer Kontakt so unglücklich endet. Sie hält mich möglicherweise für aufdringlich und könnte ihrerseits glaube, dass ich sie für ignorant halte. Das möchte ich eigentlich nicht so stehen lassen. Oder war der Kontakt nur vordergründig schön, in der Tiefe aber eher ungesund, da unsere beiden schwachen Persönlichkeiten mit unseren ineinander zahnenden Macken aufeinander prallten? Wäre sie mit einem starken Selbstbewusstsein versehen, hätte ich mich wahrscheinlich nicht in sie verliebt. Wäre ich nicht darauf programmiert, Liebe durch Aufopferung erarbeiten zu müssen, hätte sie nicht mein Ego angefüttert, weder bewusst noch unbewusst.

Momentan tendiere ich eher zu Schokiprinz. Sie könnte Kontakt mit mir aufnehmen, leichter konnte ich es ihr nicht machen. Sie tut es aber nicht, also muss ich davon ausgehen, dass sie sich bewusst nicht meldet. Ich zolle ihr Respekt, indem ich das akzeptiere.

Um den Bogen zu unserem "Hauptthema" zu schlagen: Auch wenn ich mich wieder stark daran gewöhnt habe, den Konsum zur Betäubung von Angst und Kummer zu benutzen - es ist ein guter Zeitpunkt, mit neuen Kräften dagegen anzugehen. Drogen lösen keine Probleme. Klingt entsetzlich banal, ist aber nun einmal eine Tatsache.

Lieber Fairlight,
Du hast mich wohl nicht richtig verstanden.

Meine Meinung ist, dass du jeglichen Kontakt mit Ihr unterlassen sollst, weil du gerade Deine Frau/Partnerin hintergehst.

Falls sie Dich doch noch anschreiben sollte, was sie hoffentlich nicht macht, solltest du die Nachricht löschen und nicht antworten.

Du bist nämlich auch Ihr gegenüber nicht fair. Du hast klar gesagt, dass du Deine Partnerin nicht wegen Ihr verlassen würdest. Was willst Du also von ihr?

Eine Affäre, Bewunderung was Du für ein toller Kerl bist? Du wartest auf die Antwort von einer Frau, von der Du mehr möchtest, sie aber verletzen wirst, wenn sie mehr möchte.

Außerdem denkst du an diese Frau, während Du bei Deiner Partnerin bist. Das ist gedankliches Hintergehen und zutiefst abzulehnen.
Lieber Schokiprinz, ist es wirklich so einfach? Moralisch und Ethisch hast Du Recht, aber ist es denn so, dass das Leben und Momente so mitspielen, wie du es beschreibst? Ist es nicht so, dass man in Menschen stolpern kann, und ohne versehen auf einmal in einer Welle aus Glück und Frohsein schwimmt? Schwimmen darf? Und ich rede hier nicht von körperlichem Betrug...

Aus meiner Sicht müsste man sich - wenn man es so leben will wie du es beschreibst - quasi kaum aus dem Haus trauen, und dann schon gar nicht Situationen heraufbeschwören, in denen du nur die leiseste Gefahr von Nähe entstehen darf... Und das kann doch schnell gehen... ich finde dass man das zulassen darf, eigentlich soll, es ist 100 mal besser als zum Beispiel sich schamhaft ungelebt hinter Pornos zu verstecken oder ähnlichem... Ich denke im Prinzip auch dass es das beste wäre, einfach mit einer Familie zusammen zu leben und sich zu freuen, aber sich aus der Welt der Emotionalität und Nähe darüber hinaus zurück zu ziehen (vor allem wenn Sehnsucht entsteht, Tiefes Miteinander etc.) cut cut cut? Daher meine ich, dass es ehrlich wäre noch ein liebevolles Zeichen zu setzen, dass man jemanden gern hat, wenn man ihn gerne hat... Warum ist es schlimm? wenn es ehrlich ist, und einem auch den Abschied erleichtert indem man ein bestehendes Gefühl ausdrückt (und sich dadurch auch besser verabschiedet indem man es ausgedrückt hat)? Wo ich dir recht gebe ist der Umstand, dass man mit dem Partner darüber reden sollte/ müsste/muß .... Aber es gibt Partnerschaften wo so etwas nicht möglich ist, wo diese Möglichkeit einfach nicht erlaubt ist.... Wow, was für ein Dilemma...
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