Porno-Sucht.com Forum: Nofap, Erektile Dysfunktion und mehr.

Normale Version: Wer ist dieser Mann eigentlich?
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Hallo ihr lieben Mitleidenden, 
ich lese nun seit Anfang Dezember 21 in diesem Forum und habe etliche Beiträge verschlungen. Es hilft mir beim beim Verstehen und Verarbeiten.

Kurz zu mir. Ich bin 33 Jahre alt, lebe mit meinem Freund(28) seit 6,5 Jahren in einer Beziehung mit einer halbjährigen Trennung inklusive Auszug seinerseits im Jahre 2018. Ich habe einen 15 jährigen Sohn, dazu kamen in der Beziehung zwei weitere Kinder (5jahre, 9 Monate). Unsere Beziehung war irgendwie immer schon 08/15 und ohne wirklichen Tiefgang. Ich war immer die Starke, die Familienmanagerin, die Antreiberin. Er der ruhige, den ich wie einen nassen Sack, antriebslos hinter uns herschleifen musste(wollte). 

Natürlich habe ich mein Schicksal selbst gewählt, ich habe ihn genommen wie er ist, leicht war es nie, gemeckert habe ich viel und viel Zeit und Nerven investiert in dem Glauben irgendwann wird alles besser. Der Gedanke vieler Frauen ihren Partner irgendwann da zu haben wo sie ihn sehen, aber er sich eigentlich nicht...? 

Nun ja, wir schreiben Anfang Dezember 2021. Danke Google das du wie immer alles weißt und mir somit zeigen konntest was nun wirklich die Wahrheit ist, denn von ihm bekam ich sie nie. 
Er schaut pornos, jeden Tag, meist vor der Arbeit kurz nach dem aufstehen heimlich auf der Toilette, manches Mal wenn er von der Arbeit kam oder in jeder Situation in der ich mal kurz das Haus verlasse oder an Abenden in denen ich mal mit einer Freundin im Kino war oder einfach nur im Wohnzimmer mit meinem großen Sohn einen Film geschaut habe, den er nicht sehen wollte weil er angeblich müde war.

Natürlich sprach ich ihn darauf an.. Mich erwartete das selbe Szenario wie sonst die Jahre auch wenn ich mal wieder ein merkwürdiges bauchgefühl hatte, wir eine Weile keinen sex hatten, ich entgeistert morgens einfach wach wurde, dreckige Unterwäsche vorfang oder Flecken auf dem Teppich vor der Toilette. 
Seine Aussagen waren immer.. 
Ich sei krank, ich Spinne, ich bilde mir das ein, ich hab ne Macke, er macht das nicht.... Immer lautstark fast schreiend und wild gestikulierend. Natürlich auch diesesmal. Als ich ihm dann sagte das ich es hier schwarz auf weiß habe war seine erste Reaktion... Du bist doch so krank eh, das ist strafbar was du da machst 
Ich wusste in dem Moment echt nicht ob ich lachend vom Stuhl fallen, mir mit der Hand an die Stirn fassen, heulen oder ihm meine Faust ins Gesicht drücken soll. Am liebsten wäre ich wohl explodiert oder hätte ihn angezündet. 

Als er dann im Laufe dieses Abends mal realisiert hat das ich es nun tatsächlich weiß, erzählte er mir das er es ab und zu macht, so ein zweimal die Woche, manchmal auch nur alle zwei Wochen... Schon klar, habe ich ihm ja kurz vorher noch erzählt das ich weiß das es täglich ist, das nehme er wohl überhaupt nicht so wahr, sagt er bis heute

An dem Abend sackte er dann irgendwann in sich zusammen auf den Boden und verharrte dort wortlos mit Tränen in den Augen.
ich weinte ja schon seit Stunden, für mich brach einfach eine Welt zusammen. Ich sah kein Licht mehr. Ich fühlte mich belogen und real betrogen. Es war wirklich schlimm, dieses merkwürdige Gefühl war ja immer da, die Wahrnehmung dahingend hat er mir ja all die Jahre abgesprochen und sich mir als Mann dargestellt der er garnicht ist. Für mich war die Beziehung und all das was wir hatten in dem Moment zersprengt. Es folgte eine wirklich schwierige vorweihnachtszeit. Von meiner Seite aus unzählige Tränen, Tage an denen ich kaum aus dem Bett kam. Ich habe unsagbar viel gelesen und ihn jeden Tag auf der Arbeit schon mit Vorwürfen und neuen Erkenntnissen von gelesenem bombardiert. Mitte Dezember kam dann von ihm die Erkenntnis das es wohl eine Sucht sei, nachdem er mir die Wochen davor sagte ich wäre daran schuld. Wir hätten zu wenig sex, zuviel Streitereien usw. Auf mein drängen hin meldete er sich bei der Suchtberatung der Caritas lost in space in Berlin mit den Worten "ich habe durch die pornosucht meine Familie zerstört". Er begann nun auch selbst zu lesen und entdeckte immer mehr, äußerte das er generell keine Gefühle fühlen könnte und das die Pornographie ein fester Bestandteil war seitdem er jugendlich ist und er dies auch immer als sein gutes Recht ansah. Natürlich war ihm klar das es seine Beziehung gefährdet, deswegen hat er es auch nie gesagt und er sagt auch heute noch... Wenn ich es nicht rausgefunden hätte hätte er es mir nie gesagt und somit riskiert das ich ihn verlasse. Ich habe immer bemängelt das er sich zu wenig kümmert, wir zu wenig sex haben, das er antriebslos ist usw.

Er ist nun seit Anfang Dezember laut eigenen Aussagen pornofrei. Wir hatten im Dezember und Januar täglich sex bis auf wenige Ausnahmen. Mitte Ende Dezember erzählte er das er diese Fantasien generell im Kopf hat, die Szenarien begleiten ihm Tag und auch wenn wir sex haben. Jede weibliche Person wird objektiviert und sexualisiert. Nach bumsbar und nicht bumsbar kategorisiert und folglich gedanklich ins pornofilmchen gesetzt. Er erzählte das er sich auch in den letzten Jahren immer häufiger neben mir im Bett einen runter holte, ohne pornos aber eben mit Fantasien an die Frauen des Tages, Kundinnen etc. Die dann in seinen pornofantasien herhielten. Ob ich neben ihm noch wach war oder schlief war ihm egal, er hat sich das so gut eingeübt das ich davon tatsächlich nie etwas mitbekommen habe. Irgendwie kamen täglich neue Erkenntnisse dazu, neue verletzende Details, neue alte Lügen bzw Veränderungen in den vorher getätigten Aussagen. Mit mir versuchte er nun seine pornosucht oder sexsucht zu kompensieren, zumindest kommt mir das so vor. Mitte Dezember kam dann die erste flatline, er ist 28 und es regte sich überhaupt nichts mehr, nichts, keine morgenlatte gar nichts. Es war schrecklich für ihn und für uns ein Indiz dafür das es wohl tatsächlich eine Sucht ist und in seinem Hirn tiefer greift als gedacht. Vielleicht war das der Moment in dem er tatsächlich realisierte das es eine Sucht ist. Die flatlines kommen immer mal wieder, stand jetzt ist er immer noch pornofrei seit Anfang Dezember also bald drei Monate. Sie fehlen ihm nicht, er realisiere jetzt was sie angerichtet haben. Das er nichts fühlen kann, so antriebslos war, mich nicht mehr gesehen hat weil er dauerhaft befriedigt war. Mitte Januar sagte er er denkt er habe Depressionen, teilweise nun sogar mit suizidgedanken. Sein Kopf ist oft voll mit Gedankenwirrwarr und manchmal nun auch schulsgefühlen die er vorher laut eigener Aussage nie so wirklich hatte. Über die 116117 erhielt er Mitte Februar einen Termin zum Erstgespräch beim Psychologen. Reden bei fremden fällt ihm erstaunlich leicht. Im Gespräch diagnostizierte sie ihm mittelgradige depressionen und eine internetsucht. Täglich drei Stunden Youtube waren hier bis Anfang Dezember Standart und bis dahin mein eigentlich "größtes" Problem.
. Mehr wusste ich ja da noch nicht. Die Beratung bei lost in space hilft ihm, er besucht seinen berater seit Mitte Januar regelmäßig, die Abstände variieren von 2-4 Wochen Abstand. Die Aufgabe sich einen therapieplatz zu suchen und einen pornoblocker zu installieren konnte er bisher nicht bewältigen. Er suchte Adressen aber rief bisher nicht an, er installierte mit mir verschiedene Apps aber musste ernüchternd feststellen das diese ka greifen oder viel zu viel blockieren oder eben einen Haufen geld kosten oder man jede einzelne pornoseite einzeln sperren muss, das dauert stunden und es gibt ja täglich neue. Was zur Hölle ist daran soooo schwer einen vernünftigen Blocker zu entwickeln. Es nervt und man möchte fast meinen das niemanden tatsächlich daran gelegen wäre das Menschen es tatsächlich daraus schaffen wenn sie dadurch doch so wunderbar manipulierbar sind. Er nimmt mittlerweile viel mehr wahr, ärgert sich über die sexualisierung überall, in facebookbeiträgen, ja selbst auf der Dönerbude eine attraktive Dame die genüsslich in den Döner beißt... Wozu, sagt er, kann man dort nicht auch einen Mann oder ein Kind abbilden? Für Süchtige ist das anders, sagt er, er sehe es anders.... Ich sehe halt dort nur eine Frau...

Seit Anfang März versucht er sich nun in einem kompletten reboot, also auch ohne sex. Mitte Dezember war das für ihn nicht vorstellbar, er sagte er braucht es jeden tag und konnte sich nicht vorstellen eine woche ohne auszukommen. Wir reden viel, eigentlich täglich über diese sache und die Veränderung. Er hat das Gefühl das er durch die pornos jahrelang alles weggedrückt hat
Jeden Stress, jeden Zweifel, wenn etwas blöd lief, Einsamkeit, Eifersucht.. Überhaupt jegliche Gefühle. Das er jetzt wohl tatsächlich Depressionen hat kommt vielleicht überhaupt erst durch den Verzicht zum Vorschein. Es drückt in seinem Kopf, da will etwas raus was ewig verborgen war. Oft ist er überfordert damit. Mittlerweile öfter mal den Tränen nah obwohl er niemals weinen kann, er wünscht sich das mittlerweile sehr, aber es geht noch nicht. Er sieht sich als völlig kaputt aktuell, er bereut, er sieht was das angerichtet hat und wie er sich immer weiter von sich selbst entfernt hat. Er hält es nicht aus sich im Spiegel anzusehen. Bei der letzten Diskussion vor einer Woche verließ er die Wohnung und kam 1,5 Stunden später wieder, er kaufte sich Zigaretten obwohl er eigentlich nicht raucht und setzte sich in der Kälte an den See an dem wir damals zusammen kamen. Er wollte wieder nicht mehr leben und war überfordert mit allem, überlegte sogar einen Krankenwagen zu rufen und sich einweisen zu lassen. Gegenüber des see's sah er die lichter in den Häusern von "glücklichen Familien". Er kam dann doch wieder, erreichen konnte ich ihn nicht da er das Handy ausgeschaltet hatte. Ich merkte das er aktuell sehr leidet und glaube ihm schon, dass das was an Gefühlen dort nun alles durchbricht sehr schwer zu ertragen ist wenn man sich jahrelang darauf konditioniert hat es auszublenden. Am 10.3 und am 20.3 hatte er jeweils einen Rückfall mit mir. An den Tagen danach berichtet er mir von dem Schleier der sich dann wieder über seine Gefühle und die Wahrnehmung legt. Er möchte unbedingt weiter mache und den reboot durchziehen. Mich wundert dieser ganze Wandel der Aussagen in den letzten Monaten, es ist eine Entwicklung. Aber ich selbst kann mich nicht von dem Misstrauen befreien, ich leide immer noch jedem Tag. Sucht ist immer eine Familienkrankheit und vielleicht bräuchte ich selbst nun auch eine Therapie. Ich möchte hier gern weiter den Verlauf beschreiben. Wenn Fragen aufkommen immer gern raus damit, auch würde ich mich freuen wenn Kontakte zu anderen Betroffenen entstehen, vielleicht kommt sogar jemand hier aus Berlin oder Brandenburg Smile
Hallo Finchen,

irgendwie findet man sich zumindest zum Teil immer in den Geschichten der betroffenen Frauen wieder so auch in deiner. 

Es tut mir leid, dass du auch eine der betroffenen bist.

Bei meinem Mamn kommt auch immer mal wieder ein neues Bruchstück hinzu.  Ich dachte er ist damit durch  seit September 2020. Bis ich ihn im Januar wieder erwischt habe. Die Sucht war zu groß,  seine Antwort. 

Es ist super, dass dein Mann sich so schnell Hilfe gesucht hat, das hat mein Mann leider erst jetzt getan. Therapie zu finden ist aber sehr schwierig....
Mein Mann hat es die letzten Monate fast nur auf der Arbeit gemacht.  Trotz Blocker auf den Handy. Es gibt immer noch irgendwelche Lücken....

Er ist noch sehr viel einsichtig als zuvor aber der Inhalt seiner Sucht macht es mir schwer es als Sucht zu sehen, da es mich so verletzt. Er meidet jetzt Trigger, gibt aber zu, dass da eine große Unruhe da ist. Er sagt es geht nicht um die Frauen sondern um das Dopamin. Schwer für mich,  das auseinander zu halten. 

Mit dem Sex das hatten wir damals auch, im Nachhinein ein Fehler. Denn das eine wurde durchs andere ersetzt. Und als der Sex alltagsbedingt nur noch 2 mal wöchentlich war, fiel er zurück. 
Ich wünsche Dir viel Kraft. Es hilft schon sich hier etwas von der Seele zu schreiben. 
Trotzdem ringe ich mit mir ob ich das weiter kann. 


Liebe Grüße
Liebe Verena, vielen Dank für deinen Text.
Das stimmt, ich habe bei vielen Berichten die ich hier schon las viele parallelen finden können. Ich habe oft das Gefühl das mir diese ganze Sache einfach zu groß ist.
Warum ich, habe ich mich doch in so einer Sicherheit gewogen das ich so ein liebes Schäfchen abbekommen habe.. Ja Stille Wasser sind tief.
Wenn ich hier oft lese wie "spät" viele dann wieder zurück fallen graust es mir vor der Zukunft. Woher die Kraft nehmen immer wachsam zu sein, zumal völlige Kontrolle ja nicht geht und natürlich auch nicht sein soll, er ist kein kleines Kind und ich sehe mich auch nicht in der Position mein ganzes Leben auf seine Sucht auszulegen.
Der Konsum auf der Arbeit, immer wieder großes Thema. Er hat es immer wieder verneint, aber wer weiß... Er hat ja immer schon seine normalen Verläufe gelöscht und war ein Meister im vertuschen und Lügen, immerhin habe ich es erst nach 6,5 Jahren erfahren. Auf Ehrlichkeit kann ich bei ihm nicht hoffen, ich kann mir kaum vorstellen das er jetzt wirklich ehrlich ist nachdem er gemerkt hat das und vorallem wie er mich über Jahre perfekt an der Nase herum führen konnte. Ich weiß nicht wo die Reise hingehen soll, auch wenn er Therapien macht die warscheinlich Jahre dauern, diese naive Sicherheit wird es wohl nie wieder geben. Ich halte die ganzen vergangenen Jahre für eine riesengroße Lüge, wenn ich Fotos sehe denke ich... Ach ja, da hat er morgens auch im Bad gesessen und mir direkt danach einen Kuss gegeben und mir gesagt das er mich liebt und ist dann zur Arbeit oder oder oder. Im Juni kam unsere Tochter, ich konnte am selben Abend nach Hause, es war total schön, wir haben soviel gekuschelt und er hatte zwei Wochen Urlaub.... Jeden Morgen saß er im Bad während ich endweder mal kurz schlief oder die kleine versorgte. Das ist so erniedrigend. In 6,5 Jahren waren es locker 3500 Frauen, das muss man sich mal vorstellen. Diese Gedanken kommen immer noch oft in meinen Kopf, nicht mehr täglich aber immer noch regelmäßig, ob das je vergeht wage ich zu bezweifeln. Auch wenn es eine Sucht ist, auf der Aussage er sich mittlerweile oft ausruht
.... Er hat trotzdem jeden Tag diese Entscheidung getroffen, jeden Tag gegen uns, ich wäre immer bereit gewesen und er wusste das er mit mir über alles reden kann, ich verstehe es bis heute nicht wieso er von Anfang an dort zu lügen begann. Er hat mir somit jeden Tag meine freie Entscheidung genommen das mit zu machen oder nicht,er hat mich meines selbstwertes und auch meiner paarsexualität beraubt.
Angeblich fällt es ihm bis heute überhaupt nicht schwer auf pornos zu verzichten, wohlgemerkt seit 1.12.21...das finde ich schon sehr merkwürdig,es begleitet ihn schließlich schon viele Jahre.
Was du schreibst kann ich so nachempfinden. 

Bei uns geht es auch so seit ca. 2015.... 
Ich habe auch immer dieses schale Gefühl, wenn ich an die Vergangenheit denke. Wir haben in der Zeit 2 Kinder bekommen es liegt über allem so ein dunkler Schatten. 
Und die Paarsexualität....die uns gefehlt hat, das kuscheln, das richtige Zuhören. 
Mein großes Problem ist es auch, zu vertrauen, dass meine Zukunft mit ihm nicht nur aus Kontrolle und Zweifeln bestehen wird. 
Wie kann man da nach vorne schauen... Wie soll es da weitergehen....? 

Es kann bei deinem Mann anders sein. 

Mein Mann hat erst jetzt viele Zusammenhänge verstanden....und ich auch. Er will es angehen, weg davon kommen sein Verhalten ändern. Aber wie lange hält das an? 

Auch ich war ein Schäfchen und habe nicht gefragt obwohl Anzeichen da waren....ich frag mich auch immer was er mit mir will bei dem was er sich da alles angeschaut hat...... 

Ich hoffe es wird irgendwann leichter.

LG
Habt ihr denn einen Blocker den ihr empfehlen könnt? Wie hast du das bemerkt das er pornos auf der Arbeit anschaut? Meiner würde mir rückfälle garantiert nicht erzählen da bin ich mir ziemlich sicher. Alles was ich seit Dezember in Erfahrung gebracht habe, habe ich ihm mühselig aus der Nase ziehen müssen oder tausendfach fragen müssen.
Also er hat diesen BlockerX drauf, aber der lässt doch irgendwie was durch. Und einiges lässt sich scheinbar nicht sperren...
Das mit der Arbeit hat er nach endlosen fragen meinerseits zugegeben....
Blocker x hatten wir auch schon. Die Standardversion ohne Premium kann man total vergessen, entweder sperrt das Seiten die es nicht soll, wie Nachrichten oder ähnliches und dafür dann nicht alle pornoseiten. Sehr nutzlos leider.
Von der Suchtberatung hatte er eine Kindersicherung vorgeschlagen bekommen, aber auch diese wäre kostenpflichtig. Das kommt für ihn leider nicht in Frage.

Hatte mich oben verschrieben
.. Der reboot läuft im hardmode seit 1.2...Wir haben ja noch nicht März ?

Aktuell ist seit dem letzten Rückfall am 20.2 wieder alles richtig blöd. Er macht total dicht, ist sehr abweisend. Wenn ich ihn anspreche "ist nix" und "keine Ahnung". Gestern kam dann wieder eine Kleinigkeit heraus die er vor Wochen noch anders darstellte, er reagierte wieder sehr gereizt, wie immer wenn etwas rauskommt. Seine Argumente sind dann immer er kann sich doch nicht alles merken.... Ninja, die absolute Wahrheit kann man sich merken, aber ein lügengebilde erfordert das man sich explizit merkt was man erzählt hat. Wir hatten es teilweise schon so das er mich dann wieder als bescheuert darstellt und meint er hätte das nie gesagt. Das führte dann dazu das ich mir gewisse Aussagen dann sogar aufgeschrieben habe und wenn er dann Wochen später wieder etwas anderes sagte ich dann gegenhalten konnte und ich eben nicht die jenige bin die eine verzerrte Wahrnehmung hat. Ob da nun Absicht hinter steckt oder ob das Hirn in d Punkt einfach im Sucht/lügemprogramm oder Selbstschutz läuft... Keine Ahnung
Es nervt einfach, er verspricht ehrlich zu sein und ist es einfach immer noch nicht
.. Aber auch das lese ich in so vielen Beiträgen von euch und scheint zum Suchtcharakter dieser Menschen zu gehören. Ich finde das sehr schade, versuche ehrlich durchs Leben zu wandern und meine eigenen Werte nicht zu verraten und dann hat man jemanden an der Seite der genau das Gegenteil davon lebt.
Einmal hab ich ihm gesagt er könnte ja nie wieder eine Kirche betreten, er würde an der Tür schon in Flammen aufgehen... Das war natürlich spaßig gemeint. Einen Hintergrund hat das ganze ja trotzdem.
Für mich war immer klar das ich eigentlich heiraten möchte, das kam für ihn in 6,5.jahren nie in frage. Er sagte mir vor einer Weile dann, das er sich in der Beziehung nie sicher war mit mir. Sehr nett und kein Wunder bei dem Überangebot an Frauen. Wirklich traurig zu sehen, alle um einen herum festigen ihre Beziehung und andere treten sie mit Füßen.

Die therapeutensuche geht nicht wirklich weiter. Die Aufgabe sich einen zu suchen bekam er schon beim ersten Gespräch in der Suchtberatung Mitte Januar. Gestern hat er dann wieder die Zettel vergessen( einfach Googlen und dann anrufen ist natürlich zu schwer *Ironie*). Er ist generell in den letzten Tagen sehr verpeilt und vergesslich. Erkältet hat er sich nun auch und legte sich nach der Arbeit gestern ein wenig schlafen. Ich glaube ihm schon das er selbst nicht weiß was grad los ist und dennoch denke ich das er sich bewusst in diesen Zustand bringt indem er ausblendet.das er nun auch noch depressionen haben soll macht ihm zu schaffen. Aber haben scheinbar 70% der pornosüchtigen. Was nun vorher da war, keine Ahnung. Aufjedenfall zieht ihn diese Diagnose die er vorher schon vermutet hatte weiter runter, er hielt sich ja immer für sehr stark und ihn könne soetwas nicht treffen, gerade als Mann. Er sucht sonst immer stark meine Nähe, aktuell komplett null. Das war in sonstigen flatlines nicht so, er hatte dort dann zwar kein sexuelles Interesse aber suchte die Nähe über kuscheln. Ich sitz nun da und kann mal wieder einfach nur warten.... Wie unerträglich dieser "wartezustand" ist muss ich niemanden erklären, man hängt so zwischen den Seilen und funktioniert einfach.
Ich habe Blocker X als Premuim und dazu noch Kapersky Antivirus (Kindersicherung). Klappt zwar nicht zu 100%. Falls ich die VPN bei Blocker X oder allgemein Blocker X ausschalten möchte greift Kapersy. Bei den Apps Instagram sowie Telegram wird es etwas schwerig sobald Blocker X ausgeschaltet ist. Und nicht vergessen sollten einige Apps auch bei Blocker X gesperrt werden z.b. Reddit.

Möchte dein Mann eigentlich von sich aus davon weg?
Danke Franky,
Ich finde es toll das es dir so wichtig ist das du dafür sogar Geld bezahlst. Hier sehe ich einen für mich klaren Unterschied. Er beteuert das er davon weg will, will aber kein Geld darin investieren. Meine Frage ist, wieso? Selbstüberschätzung Ala es geht schon so? Doch noch nicht so bewusst wie tief er drin steckt? Für Spotify kann er 10€ im Monat bezahlen und kann unbegrenzt Musik hören, für Bier ist auch immer Geld da. Fürs Fitnessstudio investiert er nun auch, das finde ich auch richtig toll das er das macht um sich selbst wieder wahrzunehmen, sich gut zu fühlen usw.
Aber es gibt für mich keine nachvollziehbare Begründung weshalb er es dann nicht als sinnvoll oder notwendig ansieht für einen vernünftigen Blocker Geld zu investieren. Hier würde ich auch anerkennen können das er sein Vorhaben wirklich ernst meinst, er beklagt ja immer das ich ihm misstraue nach all den lügen und den ganzen kleinen lügereien die immernoch rauskommen wenn ich dinge explizierter hinterfrage.
Reddit kenne ich garnicht, da muss ich erstmal Googlen.

Zum "von sich aus weg" muss ich sagen: er hatte bevor es rauskam nie ein Problem gesehen, ich war das Problem. Als es rauskam warf er mir vor es liegt an mir, wir hätten zu wenig sex, das macht doch jeder, er ist nicht süchtig, ich übertreibe etc.
Ich denke es macht für die eigene Motivation einen riesen großen unterschied ob man selber feststellt das man ein problem hat oder wenn wie hier der Partner sagt das da wohl was nicht rund läuft. Er hat alles für die pornos liegen lassen und jede freie zeit dafür aufgewendet und das nicht realisiert. Er sagte mir sogar das er morgens manchmal hörte das ich schon wach war und er im Bad trotzdem weiter gemacht hat. Auch am Nachmittag nach der Arbeit, die Kinder rennen hier rum, abgeschlossen hat er die Tür ja nicht, wäre ja aufgefallen, find ich schon krass wenn eins der Kinder reingeplatzt wäre... Oder auch ich.. War ihm egal. Auch wenn ich im Nebenzimmer mit meinen großen Sohn einen Film gesehen habe und er ja angeblich zu müde war hat er im Bett pornos gesehen, unsere winzig kleine Tochter lag daneben. Auch wenn ich neben ihm im Bett lag und schlief oder sogar noch wach war und am Handy saß und er sich nach Stunden Youtube ohne ein gute Nacht wegdrehte holte er sich ganz heimlich einen runter obwohl ich neben ihm wach war. Das war warscheinlich noch ein richtiger kick für ihn. Er hat über die Jahre somit irgendwie immer mehr Grenzen überschritten, ganz bewusst ausgereizt wie weit er gehen kann. Wenn er dann die schlüpper im Bad liegen ließ und nachfrage flippte er immer aus, schrie mich an ich hätte ne Macke und ob ich noch nie etwas von feuchten träumen gehört hätte.. Klar.
Also... Ich weiß nicht ob ER wirklich davon weg will. Ich sagte er solle sich informieren, es ist ne Sucht. Ich drängte ihn zur Caritas, er schrieb dann ne e mail. Ich rede seit Wochen er solle die Psychologen anrufen, ich werde ihm das nicht abnehmen. Er war immer schon wie gelähmt bei allem, hoch verschuldet, Briefe nicht geöffnet, alle Absprachen mit Gläubigern habe ich vereinbart, ihn immer an pünktliche Zahlungen erinnert. So war es bei allen Angelegenheiten im Leben. Mein 5 jähriger wechselt seine Batterien im Spielzeug nun selber weil er keinen Bock mehr hat seinen papa fünf Wochen lang zu fragen. Ich bin nach dem Umzug im Sommer mit der Bohrmaschine durch die Wohnung.... Diese antriebslosigkeit zog sich durch wirklich alle Bereiche und ich fragte mich immer was das ist was da nicht stimmt.
Von der Passivität kann ich auch ein Lied singen. 
Unglaublich was das alles mit einem Menschen und auch mit seiner Familie macht. 
Mir fällt das Verzeihen sehr schwer. Man ist ja erst mal überhaupt in die Sucht gekommen, weil man das so exzessiv praktiziert hat. 

Ich hätte mir auch Zärtlichkeit gewünscht. 

Ich kann schlecht damit umgehen, dass auch wenn er davon weg will, er das tiefe Bedürfnis/ die Sucht nach diesen anderen Frauen hat.

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