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Normale Version: Mein Tagebuch
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So ich denke es ist eine wirklich gute Sache dieses Tagebuch. Werde versuchen hier meine Geschichte zu erzählen.

Mit ca. 10 jahren fing das ganze an, anfangs nur mit SB. Damals noch kein direkter Zugang zu Porno. Machte meine Anfänge mit Modekataloge. Hatte meiner Mama einmal gesagt ich muss für die Schule eine Collage machen und habe dann mein eigenes Sex Heft gebastelt. Ich sog alles auf was ich nur konnte. Mit Porno kam ich das erste mal in Kontakt bei einer Papiersammlung. Es hat nur so geprickelt.

Da ich in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen bin hatte ich eigentlich wenig Möglichkeiten bzw. Ich wusste dass es etwas schlechtes war. Ich begnügte mich vor allem mit SB.

Es gab da mal diese Werbekataloge, da gab es eine Seite mit Pornofilmen. Ich hatte es geschaft mir eine Vorlage zu machen mit diesen winzigen bildchen auf Kreditkartengrösse, passte genau ins Portemonaie. Optimal für die Schule (Pause).

Später mit ca. 14 Jahren habe ich mir das Coupé gekauft, in der Mitte hatte es ein Riesenposter von einer nackten Frau ca 100 cm. Ich schnitt sie aus und folierte sie mit scotch und nahm sie in die Badewanne...

Fortsetzung folgt...
...Fortsetzung

Ich kaufte mir später ein Sexheft mit einer CD die viele Fotos drauf hatte. Meistens brauchte ich diese Vorlagen ein paar mal bis ich mich wieder hinterfragte auch wegen meinem Glaubens und zerstörte sie dann. Danach dauerte es jeweils einen Moment bis ich wieder damit anfing.

Wir hatten auch einen kleinen Fernseher und ich wusste immer genau was um welche Zeit kommt, es gab auf TSR jeden  Donnerstag 23.30 eine Erotik Folge, welches zum Pflichttermin wurde. Später kamen da noch andere Privat Sender dazu welche praktisch immer ab Mitternacht Erotiksendungen brachten. Ich hockte jeweils bis spät in die Nacht vor der Glotze bis zum richtigen Zeitpunkt ca. 02.00/02.30

Das Internet blieb mir zu diesem Zeitpunkt noch verschlossen.

Ich hatte zu diesem Zeitpunkt auch meine Zukünftige Frau kennengelernt. Es war irgendwie absurd kein Sex vor der Ehe aber SB und Pornokonsum.

Ich konnte einmal sehr lange auf SB verzichten weiss nicht mehr wie lange genau ca. 2-3 Mt. und war danach so frustriert als es wieder passierte dass ich wieder voll hineinstürzte, statt wieder aufzustehen

Als wir heirateten und zusammenzogen dachte ich zuerst auch ich brauche das nicht mehr aber weit gefehlt. Hatte zwar Internet, aber damals bezahlte man noch recht viel und ich wollte auf keinen Fall dass meine Frau etwas merkte. Somit beschränkte sich mein Konsum weiterhin auf TV. Ich kann mich sogar heute noch erinnern bei einem gewissen Sexy Sport Clip welches Lied dabei lief und das ist bestimmt schon 12 Jahre her.

So in der neuen Wohnung hatten wir dann freien Internetzugang. Das war für mich wie Himmel auf Erden. Ich musste natürlich meine Zeit suchen aber 1x unter der Woche hatte Sie Frauenabend und da gab es für mich kein Halten mehr. 3h nonstop porn und SB. Mein ganze Freizeit habe ich mich disem zeugs verschrieben.

In dieser Zeit kamen bei mir auch immer wider Zweifel am Glauben, dachte mir was gibt es schöneres, das würde mir bestimmt fehlen im Himmel.

Seit dieser Zeit hatte ich auch immer wieder diese Lustlosigkeit und Motivationsprobleme. Ich konnte mich auch nie länger für etwas begeistern. (Damals wusste ich nicht warum)
Das einzige was ich sehr ehrgeizig bis heute noch mache sind Online Manager Spiele.

Der Sex mit meiner Frau war und ist immer noch super 2-3x die Woche, OK zur Zeit vielleicht 1x die Woche. Hatte auch nie Probleme mit meiner Erektion.

irgendwann kamen dann die Kinder. Und ich musste mir meine Zeit richtig suchen für meine Sucht. Es hat sich so ergeben mit den neuen Medien, Tablet, Smartphone jeweil wenn alle schliefen hatte ich meinen Spass. Manchmal wenn ich nach hause kam und niemand war zu hause wusste ich sofort was zu machen ist und habe die Gelegenheit jeweils genutzt.

Ich hatte meiner Frau auch schon von meinem Problem erzählt und ihr gesagt es ist halt einfach so. Ich hatte schon lange kein schlechtes gewissen mehr. Und habe mich mittlerweile auch schon fast damit abgefunden. Ich konnte sogar neben ihr im Bett liegen und mich befriedigen.

Ich habe mich auch sehr stark vom glauben distanziert.
Ich dachte mir irgendwie dieses Problem haben nur Christen.

Es gibt noch viel, will euch aber nicht langweilen.
Sehr interessant Tiganti,

ich werde dein Tagebuch weiter verfolgen. Deine Schilderungen haben mir verdeutlicht dass auch bei mir schon im Kindesalter definitiv ein gewisses Suchtmuster vorhanden war. Erst Unterwäsche im Katalog, dann Hefte, dann Videokassetten und schließlich www.

Echt heftig. War mir gar nicht mehr so über die Anfänge im Klaren. Vielen Dank.

Ich denke wir müssten ungefähr auf dem gleichen Stand sein, oder? Ich bin bei tag 13... du ungefähr auch?

Liebe Grüße, jkov
Hallo jkov

Ja es gibt bestimmt noch mehr Episoden, die ich noch teilen will.

Ich bin jetzt bei Tag 13 und habe absolut kein Verlangen weder nach SB noch Pornographie, ich mag mich nicht mal an eine Latte erinnern seit dem Reboot...  seltsam

Werde demnächst mein Tagebuch beginnen und mehr berichten.
Ich kann es immer noch nicht glauben wie mich die Porno Sucht im Griff hatte.

Mein Reboot fand am 26.08.2015 statt. Mein Sohn (6) hatte mir ein selbsgebasteltes Armband geschenkt, ich dachte mir nichts dabei und zog es an. Um Mitternacht bei meinem nächtlichen Porno Konsum wollte ich mich befriedigen und sah wieder dieses Armband. Es schoss mir wir ein Blitz in den Kopf. Ich lies sofort ab und ging dann zu Bett. 2 min Später musste meine Frau auf die Toilette. Ich dachte zum Glück hatte ich sofort aufgehört. Was währe wenn...

Sie weiss eigentlich von meinem Problem, wir hatten auch schon miteinander darüber gesprochen aber irgendwie haben wir uns beide damit abgefunden, erwischt hat sie mich jedoch noch nie, oder sie hat mir nie davon erzählt.

Nach diesem Erlebnis machte ich mir natürlich Gedanken über mein Leben, ich fügte ein Puzzlestein zum anderen und kam zum Schluss dass diese Pornographie die mein Leben bestimmt hat verschwinden muss.

Ich gab dann im Google Pornosucht ein und kam direkt auf diese Seite, und forschte mich durch dieses Thema. Ich habe dann den Ausstieg in 3 Tagen abonniert und mich später hier im Forum registriert.

Mit folgenden Problemen kämpfe ich seit dem 15./16. Lebensjahr:
- Lustlosigkeit, Antriebslosigkeit
- Motivationsprobleme
- Ich konnte mich nie länger für etwas begeistern
- Ich habe praktisch keine richtigen Freunde mehr (habe mich sehr isoliert bis heute)
- Seit meinem Lehrabschluss (2001) hatte ich nie mehr eine Weiterbildung gemacht
etc.

Es fällt mir irgendwie schwer meine Story aufzuschreiben da ich auch nicht sehr schreibgewandt bin aber ich denke es hilft mir sehr. Ich bin auch sehr überwältigt über eure Offenheit und Ehrlichkeit und bin froh dass ich nicht alleine Kämpfen muss.

Tag 1 - 13

Ich habe absolut keine Lust auf SB und Porno, hoffe das bleibt so.
Seit diesem Reboot kann ich mich nicht wirklich auf eine Latte erinnern, ich muss relativ viel pinkeln und er ist sehr winzig :-(

Ich spüre wie ich irgendwie mehr Freude bekomme. Tag 11 begann sehr motivationslos, erst ab ca. 09.00 ging es wieder aufwärts und hält bis jetzt.

Was mir sehr zur Hilfe kommt, ist dass ich nicht alleine zu Hause bin. Ich weiss nicht wie ich reagieren würde wenn ich ein Wochenende alleine zu hause währe.

Ich mache mir Gedanken wie ich mein Leben sinnvoll gestalten soll, weis noch nicht genau wie die gewonnene Zeit zu nutzen.
Tag 14
Gestern hatte ich mich meiner Frau offenbart. Sie wusste von früher bereits dass ich Probleme damit habe. Es hat sehr gut getan. Mir fallen die kleinen Details an Ihr wieder auf. Wir haben uns dann noch ein wenig liebkost und ich merkte wie sich da unten etwas regte. Kurz darauf hatten wir sehr schönen Sex. Danach plagte mich ein schlechtes gewissen ob es richtig war in dieser heiklen Phase Sex zu haben. Mir war heute Morgen recht mulmig zu mute. Unter der Dusche war ich dann auch sehr empfindlich. Erst wieder gegen 09.00 hat sich das Gefühl und die Empfindlichkeit wieder gelegt. Muss sagen dass mich das gerade sehr erregt beim aufschreiben.

Ich hatte heute einen sehr schönen Arbeitstag und mir wird immer mehr bewusst und erlange irgendwie klarheit über meine Situation. Ich nehme alles viel bewusster war. Heute waren meine Augen sehr sensibel und ich merkte wie meine Blicke ständig wanderten nach schönen Frauen, Brüste, Po einfach alles! Ich musste mich sehr zusammenreissen und immer wieder nein sagen.

Heute war ich noch mit meinem besten Freund im Ausgang und habe ihm alles erzählt. Es braucht überwindung aber tut so gut.
Hallo Tiganti!

Du hast einen großen Schritt getan! Ich freu mich für dich! Die Wahrheit zu sagen und sich anderen mitzuteilen, hilft enorm auf diesem Weg. Du merkst ja selbst, wie gut es dir getan hat. Es war auch für mich einer der wichtigsten Schritte, mich anderen mitzuteilen. Es braucht Mut, diesen Schritt zu tun. Du hast ihn! Weiter so!!!
Danke Eleasar!

Auch für deine Unterstützung! Ich lese dein Tagebuch auch immer gerne. Es hilft mir enorm auch zu sehen wie andere am Kämpfen sind und sich einen richtigen Schlachtplan aushecken. Auch dir wünsche ich viel Kraft und durchhaltevermögen!

Tag 15

Momentan befindet sich meine Gefühlslage in einem hoch! Es ist bemerkenswert wie ich in den 15 Tagen bereits eine starke Veränderung wahrnehme. Habe am Mittag das Juniorentraining vorbereitet und normal habe ich sicher 30 min, heute war ich in nicht mal 10 min fertig. Mein Kopf ist frei und ich denke viel klarer. Hatte schon lange nicht mehr so viel Freude im Training. Ich kann mich auch wieder über die kleinsten Dinge freuen. Das Leben macht einfach wieder Freude.
Tag 16
Es geht mir super, ich fühle mich wie ein andere Mensch, Power ohne Ende. Hoffe es ist nicht nur eine Enzugsphase! Heute war es wider ein wenig wärmer und die Frauen hatten irgendwie weniger an. Ich musste mich extrem zusammenreissen! An einer Ampel musste ich warten und hatte direkt vor mir eine atraktive Frau. Ich musste nach 2 Sekunden wegschauen damit sich meine Gedanken wieder fassen konnten. Am Abend begann ich im Keller aufzuräumen, will mich von unten nach oben durchkämpfen.

Beim Händewaschen ist mein Armband gerissen, hoffe es ist kein schlechtes Omen. Ich freue mich aufs Wochenende. Bin gespannt wie viel Geduld ich mit meinen Kindern haben werde.

Wenn ich zurückdenke frage ich mich ob ich unbewusst jeweils Enzüge durchmachte, ich hatte auch schon so motivationsschübe die dann aber plötzlich wieder weg waren. Mein Pornokonsum war nicht immer gleich, es kamen auch schon Pausen vor von 1-2 Wochen. In letzter Zeit, bis vor den Reboot war mein Pornokonsum eher hoch. So jeden  Abend 0.5 - 2.0 h über ca. 3 Monate.
Tag 17-18
So das Wochenende ist um. Ein kurzer Rückblick: Immer noch voll im Elan, am Freitag Abend begann ich wie ein verrückter zu Räumen, füllte ein ganzes Auto mit Abfall. In der Garage türmten sich schon seit einer weile diverse Entsorgungsgegenstände, die auch geräumt werden mussten und ditekt im Auto landeten. Am Samstag Morgen hatte ich sogar den Wecker gestellt. Der Tag war gut, ich war auch richtig geduldig mit den Kindern. Aber ich spürte wie der  Flow abnahm.  Heute war ich wieder einmal nicht so motiviert une auch die Geduld war abhanden gekommen. Hoffe es geht  wieder aufwärts! Merker wie der Anfangsflow rasch zurückgeht. 

Mit Porn und Fap noch keine Probleme, wow schon bald Tag 18 um! Ich habe immer noch diese pornographischen Gedanken wenn ich Frauen ansehe. Ich stelle mir immer vor was ich mit Ihnen machen würde. Hoffe ich kann diese Gedanken ablegen.
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