Porno-Sucht.com Forum: Nofap, Erektile Dysfunktion und mehr.

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Hallo alle,

im Begrüßungsforum hab ich mich schon vorgestellt. Ich bin 47 Jahre. Seit 10 Jahren Single. Ich habe die letzten Jahre viel Pornos konsumiert. Nachdem ich auf Seiten zu Internet- und Pornosucht gestoßen bin, hab ich gemerkt, dass ich umsteuern muss.  

Hier meine bisherigen Erfahrungen
2.11.15: Montag. Habe mir Pornoverbot bis Anfang Februar vorgenommen.
Überlege mir alternative Handlungen: Musik, Lesen, Filme, Freunde treffen
Ich sollte mir am Vortag überlegen, was ich am nächsten Abend machen kann, damit ich nicht aus langweile auf blöde Ideen komme.

4.11.15 Gestern und vorgestern ohne Porno und Onanie geschafft. 
War in der Arbeit in den vergangenen Jahren immer sehr frustriert. Konnte mich damit nicht mehr identifizieren. Sollte den Job wieder ernster nehmen und Erfolge dort genießen.
Ich merke, wie sehr ich soziale Kontakte vernachlässigt habe, weil ich lieber P* sah.
Hab Steuererklärung gemacht. Endlich Konzentration auf sowas möglich.

8.11. Heute (Sonntag) gelesen, wäsche gewaschen, aufgeräumt, rad gefahren. Im Kino gewesen.
Mir fällt auf, dass ich deutlich weniger sexuellen Assoziationen habe, wenn ich Frauen sehe.

10.11 Heute mal onaniert, ohne Pornos, nur mit ‚realistischer‘ Phantasie. Hab mir ja vorgenommen, dass das ab und zu erlaubt ist. So eine lange Pause muss schon ewig her sein.

11.11. immer noch clean. Vorgestern hatte ich so ein Gefühl im Magen, dass ich nur kenne, wenn ich verliebt bin. Komisch, dabei bin ich gar nicht verliebt. Nehme das als Zeichen, dass sich mein Hormonhaushalt normalisiert.

12.11 Warum hab ich oft Pornos konsumeiert? Zum großen Teil war es langweile. Einsamkeit. Im Vergleich zu anderen Drogen gab es nicht das Bewusstsein für Gefahren. Die Auswirkungen auf das Verhalten bei sozialen Interaktionen hab ich nicht gesehen.
Manchmal hab ich schon früh morgens auf nen Porno onaniert. Abends dann meist zwei mal. Wochenende häufiger. Oft Stunden auf diversen Seiten verbracht. Hat nicht dazu geführt, dass ich mich im Allgemeinen besser gefühlt habe. Langfristig ist es besser, die Zeit mit anderen Dingen zu verbringen.

15.11. Diversen Behördenkram erledigt, den ich Monate vor mir her geschoben hab.

19.11. Letzte Woche gab es tage, wo ich oft Bilder im Kopf hatte. Zur Zeit ist das kaum der Fall. Kein Verlangen nach so Filmen.
Hab ein Gehirnjogging App auf mein Tablet geladen. Zur Ablenkung, wenn ich auf blöde Gedanken komme. Und vielleicht hilft es auch bei der Neuverdrahtung des Gehirns. Wie ich gelesen hab, geht gezieltes Verlernen von Mustern nur durch Erlernen von etwas neuem.

Bluebeery

Voll cool, dass Du hier deine Erfahrungen mit uns teilst Smile Danke dafür. Das mit dem "alte Muster durch neue Muster ersetzen" finde ich echt interessant. Hoffe Du lässt ab und an von Dir hören Smile
Heute Tag 27.

Die letzten Tage waren ein auf und ab.

Hab zwar keine Pornos gesehen, aber manchmal Bildern an der Grenze dahin gesucht. Die sind ja allgegenwärtig. Hab jetzt sicherheitshalber den Pornoblocker Salfeld installiert. Das Passwort dazu liegt in meinem Büro in der Arbeit.

Hab vergangene Woche drei mal onaniert. Das ist zu oft. Das trägt doch dazu bei, dass einem die Bilder in den Kopf kommen. Das letzte mal war vor vier tagen. Fühle mich jetzt wieder ausgeglichener.

Lese zur Zeit you brain on porn von Gary Wilson. Hilft, zu verstehen, was für Mechanismen da im Gehirn vorgehen. Wenn ich mir klar mache, bestimmte Impulse habe ich nicht, weil mir irgendetwas fehlt, sondern weil in der Vergangenheit  mein Belohnungssystem überreizt wurde, gewinnt man Abstand dazu.   
Ein Rückfall. Ein kurzer Rückfall nach 30 Tagen, würd ich sagen.

Was ist passiert?  Hatte eine Woche nicht onaniert. Ging ganz gut. Vorgestern hab ich dann fast im Halbschlaf onaniert. Keine Pornophantasien, sondern an den Sex mit ehemaliger Freundin gedacht.

Tag danach verlief ganz gut. Abends dachte ich, 'normale' Bilder kann ich ja mal anschauen. Die wurde graduell immer expliziter. Irgendwann war ich bei Pornobildern und hab drauf onaniert.

Auch wenn man nach normalen Bildern von hübschen Frauen surft, bedient das das gleiche Belohnungs- und Erwartungssystem im Gerhirn und ziehen einen zu dem entsprechenden Verhalten. Eine List des Belohnungssystems im Gehirn. Man denkt, das ist harmlos. Ist aber eigentlich das gleiche Verhaltensmuster, von dem man sich lösen will. Und schwups schaltet sich der Autopilot ein. Also: Gar nicht anfangen damit.

Also zähl ich die Tage weiter ab Null, und kann das bereits Erreichte würdigen.

Was hat der vergangene Monat gebracht:
Der Verzicht auf Pornos hat jedenfalls nicht dazu geführt, dass es mir schlechter ging.  
Ohne den Versuch hätte ich vermutlich im vergangenen Monat über 50 Stunden mit dem Zeug verbracht, die ich für anderes verwenden konnte. Statt dessen Steuererklärungen und ähnliches gemacht. Viel gelesen. Filme gesehen. Meditiert.

Der Weg, den ich gegangen bin, war also richtig. Auch wenn es manchmal anstrengend ist, sollte ich ihn fortsetzen.
Hallo Atticus,
gut zu lesen, dass Dir der letzte Monat echt was gebracht hat - Rückschläge können halt passieren und sind kein Grund zum Aufgeben. Sicher hilft es, sich immer wieder die positive Effekte ins Gedächtnis zu rufen. 30 Tage sind schon beeindruckend viel und wenn Du das schonmal geschafft hast, wirst Du es auch wieder und dann länger schaffen können! Viel Erfolg, ich drück die Daumen!
C.
Danke für die Rückmeldung centaur6.

Seit 5 Tagen kein Porno und nicht onaniert. Der Drang, nach Bildern zu suchen ist da. Bin aber in keine Porno-Session abgerutscht. Die Pornofilter sind schon gut. Die erleichtern es, diszipliniert zu bleiben.

Verbringe mehr Zeit mit lesen oder meditieren.

Merke, dass die sexuellen Assoziationen geringer werden. Hab eher das Bedürfnis zu kuscheln.
super super super! weiter so!
C.
Immer noch clean.

Gab Tage in der vergangenen Woche, an denen ich öfter Bilder im Kopf hatte. An anderen war alles ganz entspannt.

Die letzten Tage hab ich öfter onaniert. Das sollte ich wieder reduzieren. Denke, das macht es einfacher.

Wenn ich im Internet oder in der Werbung aufreizende Bilder sehe, versuch ich gelassen zu bleiben und mir zu sagen, das muss mich nicht beeindrucken, sowas hab ich schon oft genug gesehen (klappt nicht immer, aber manchmal hilft das).

Finde jetzt auch mehr Konzentration in der Arbeit.
Erstmal allen alles Gute und viel Kraft im neuen Jahr.

Über die Feiertage hab ich meine Eltern und Geschwister besucht. In der Zeit hatte ich keine Gedanken an Porno. Wenn ich zuhause allein bin, ist es schwieriger diszipliniert zu bleiben. An manchen Tagen surfe ich nach erotischen Bildern. Der Pornofilter erinnert mich daran, dass ich abdrifte.

Onaniere 2 mal die Woche. Möchte ich auf maximal einmal reduzieren.
Läuft immer noch ganz gut.

Die Assoziationen oder Gedanken an Porno sind nicht weg. Werden aber weniger.

Hab heute unruhig geschlafen und geträumt, dass ich auf einen Porno onaniert habe. Sonst schlafe ich meistens ganz gut.

Steuererklärungen und andere organisatorische Sachen, die ich immer vor mir her geschoben hatte, hab ich alle gemacht. Langsam gehen mir die Sachen aus, die ich in der neu gewonnenen Zeit machen kann. Immer Filme schaun ist auch langweilig. Muss mir neue Hobbys suchen.
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