Porno-Sucht.com Forum: Nofap, Erektile Dysfunktion und mehr.

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Hallo guten Abend die Herren,

mein Name ist C. bin 25 Jahre alt und Studiere zurzeit eine Wirtschaftswissenschaft.

Zurzeit beschäftige ich mich ganz viel mit mir. Ich hoffe, es ist in Ordnung, wenn ich euch heute mein Herz ausschütte. Ich bin an einem Punkt, welcher ein Wendepunkt in meinem Leben werden soll.

Ich hatte es schon immer satt, die folgenden Nebenwirkungen zu haben:
    • wenige Energie
    • häufige Müdigkeit
    • fehlende Motivation
    • wenig Konzentration und Fokus auf die Arbeit
    • vermindertes Interesse an echten Frauen oder diese kennenzulernen
    • Depressionen
Ich wusste aber nicht, woher dies kommt. Ich dachte, ich bin krank im Kopf. Ich hatte mich so lange Zeit aufgegeben und wollte lernen mit diesen Zuständen zu leben.

Aber seitdem ich mich von zeitfressenden Medien losgerissen habe, denke ich viel über mich, mein Verhalten und meine Umwelt nach.

Ich habe gemerkt das viele meiner persönlichen Nachteile durch meine Abhängigkeit von Pornos kommt. (Ich wixxe täglich, teilweise mehrfach am Tag) seitdem ich 13 Jahre bin. Ich bin süchtig nach dem wunderschönen Gefühl von nackten Frauen in eindeutigen Stellungen.

Tagtäglich war ich mehrere Stunden auf der Suche nach der "perfekten" Frau, der "perfekten Stellung" kurz gesagt: nach dem perfekten Porno! Diese Suche läuft bereits 12 Jahren und ich habe ihn immer noch nicht gefunden.

Doch erst jetzt habe ich eingesehen, dass es ihn gar nicht gibt. Es gibt keinen Super-Porno, der mich so heftig befriedigt, dass ich für immer und ewig glücklich bin, diesen zu sehen.

Die Suche und Stimulanz der immer neuen und härteren Filme war es, die mich stundenlang vor dem Computerbildschirm fesselte. Das Gefühl beim Abspritzen, welches leider nur zu kurz anhält und mich anschließend in ein Gefühl des Selbstmitleids, Wut und Antriebslosigkeit befördert.

Danach habe ich mich immer wie das letzte Stück Scheiße gefühlt. Nicht fähig eine echte Frau zu befriedigen. Nicht fähig eine Beziehung einzugehen. Nicht fähig mein Leben so zu leben, wie ich es gerne würde.

Meine Pornosucht hatte Mittlereile zu heftige auswüchse angenommen, dass ich im Nachhinein denke: Ich bin noch kränker gewesen, als ich dachte!

Eine Frau reichte nicht mehr, ich hatte gleich mehrere Hardcore-Filme gleichzeitig an. Sogar normale Frauen reichen nicht. Irgendwann brauchte ich eine Steigerung. Dies führte anschließend zu Ladyboys und anderen extremen.

Das Problem an der Sache war: Ich schämte mich sehr, weil ich dachte, schwul geworden zu sein. Ich wusste nicht, woher der Trieb kam und was ich tun sollte. Wie sollte ich meinen Eltern, meinen Verwandten erklären, dass ich keine Frauen mag?

Aber nachdem ich mich hier länger mit mir auseinandergesetzt habe, habe ich gemerkt, dass meine Einstellung zu anderen Männern durch Pornos kam.

Eigentlich bin ich gar nicht so. Eigentlich will ich gar nicht so sein.

Obwohl ich ein Leben geführt habe, welches ich auf das stiefste gehasst habe, war ich nicht in der Lage etwas zu ändern. Ich war gefangen im Laufrad meines eigenen Verhaltens. Nicht stark genug, um etwas zu ändern. - Bis auf jetzt. Jetzt wurde mir klar, dass ich etwas ändern muss. Wie war es möglich, dass ich zu dem geworden bin, was ich war, obwohl ich so nie sein wollte. Und ich fand raus, dass es vor allem an meiner Pornosucht lag. Diese war der Auslöser und ewiger Bestandteil meines Lebens geworden.

Vor 1 Monat habe ich zum ersten Mal einen Versuch gemacht, dagegen anzukämpfen. Mein Verlangen nach Pornos zu unterdrücken und zu lernen, wie sich normale Menschen verhalten.

Doch der Versuch ist damals gescheitert. Ich bin nach ca. 1 Woche rückfällig geworden. Ich dachte mir damals: "Was solls. Nach einer Woche einen Porno. Kann doch nicht schlimm sein?!" - und auf einmal war ich wieder drinnen. Aus einmal wichsen wurde am nächsten Tag noch mal und am dritten Tag wieder. Nach dieser Zeit habe ich gelernt, dass Pornos genau wie Alkohol oder Nikotin süchtig machen können. Durch die Stimulanz durch Pornos bekommt das Hirn einen Dopamin-Stoß, wodurch ein schönes Glücksgefühl entsteht. Dieses Gefühl wollen süchtige wieder und wieder erleben. und so war es bei mir bisher auch.

Heute bin ich wieder seit 9 Tagen "clean".

Diesmal habe ich viel über mich gelernt.


Ich habe gelernt, dass ich eigentlich gar keine Pornos brauche, um glücklich zu sein! Ich habe gelernt, dass ich für mein eigenes Glück verantwortlich bin! Ich habe gelernt, dass nur ich alleine auf mein Glück!

Ich werde mich mehr auf mein Leben und mein Studium konzentrieren und jeglicher Überstimulation durch Pornos verzichten. Ich will versuchen echte Frauen kennenzulernen und nur noch in Ihnen zu kommen.

Nun heißt es nur noch den Weg weiterhin gehen und nicht vom Weg abgekommen. Ich werde versuchen ab und zu über meine Vortschritte zu berichten.

Viele Grüße,

euer Craving
Leider hat es mich am 02.12. also am 12. Tag erwischt. Gestern habe ich meine Cravings nicht ausgehalten und musste 2x Fappen. Doch ich habe heute trotzdem das Gefühl dass es aufgeht. Gestern hatte ich auch keine Depressionen nach dem Wichsen. Heute habe ich mich sehr gut gefühlt, sodass ich bis eben noch draußen bei der klaren Nacht spazieren war. Ich fühle mich gut und fange heute wieder an!
Hallo Craving,

super, dass Du Dich trotz des Wichsens nicht abhalten lässt, weiterhin auf Porno zu verzichten. Wie ging das beim Wichsen mit den Phantasien? Hattest Du dabei Bilder im Kopf aus Pornos und wenn nein, wie hast Du die aus dem Kopf rausgehalten?

Ich habe zwar noch nicht viel Erfahrung (heute ist erst mein 6. Tag mit noporn und nofap) aber ich denke (nachdem, was ich so alles im www gelesen habe), dass es anscheinend viel wichtiger ist, die ganzen pornomäßigen Stimulationen konsequent wegzulassen, also hauptsächlich Filme, Bilder und Stories . Ich vermute, dass beim Wichsen das problematische eigentlich das Abrufen von abgespeicherten Bildern ist und man dadurch wieder in die Dopamin-Schleife kommt. Ich habe mir vorgenommen, 90 Tage ohne zu wichsen durchzuhalten und mich aber bei Bedarf (der sich in den letzten Tagen sehr hoch angefühlt hat, heute geht´s einigermaßen) endlich auf die Suche nach realen Sexpartnern zu machen und dann auch echten Sex zu haben und dann mal zu sehen, wie es mir nach den 90 Tagen nofap geht und wie es dann mit dem Bedürfnis zu wichsen tatsächlich aussieht. Idealerweise stelle ich mir das so vor, wie ich es mal in einem Trantra-Workshop gehört habe: Selbstbefriedigung nicht als Ersatz für Sex oder als "virtuelle"Angelegenheit zu betrachten sondern als eigenständige, vollwertige sexuelle Handlung durchführen zu können, also erstmal zu üben, den eigenen Körper, die Gefühle, die Lust etc. wahrzunehmen, das ganze als Selbstliebe zu betrachten und das, was man selbst mit dem Körper macht, in erster Linie durch Körperwahrnehmung zu erfahren uns sich also nur auf den Körper zu konzentrieren, so dass man gar keine Fantasien in Form von Bilden oder Stories im Kopf benötigt. Hört sich überzeugend und gut (wenn auch fremd) an und vielleicht werde ich das dann mal üben.

Ich drück Dir und allen anderen die Daumen, dass es erfolgreich weiter geht!
7.12 - 21:00 Uhr
Die Geilheit war am Abend zu groß. Ich habe mich einen gewichst. Ich war schon den ganzen Tag rollig, doch als ein Kollege nach Hause ging kam noch ein riesiges Gefühl der Einsamkeit dazu.

8.12. - 08:00 Uhr
Kurz vor der Schule noch schnell einen gewichst und die Pornos vom Vortag gelöscht.

9.12. - 20:00 Uhr
Prüfungsstress. Gerade habe ich gemerkt, dass ich viele Fehler mache. Ich muss mich ablenken und dannach lernen. Deswegen meine Pornovideos widerhergestellt und ein paar Mal gewichst.

10.12. - 22:00 Uhr
Als Belohnung für eine gute Note habe ich die Pornos wiederhergestellt und mir einen gewichst. Anschließend habe ich mich wieder "besonnen" und alle besagte Filme wieder gelöscht.

11.12 - 12:00 Uhr
Aus Langeweile und Einsamkeit einen Runtergeholt. Es war nichts besonderes Los, jedoch wurde geil nachdem ich eine Doku über Afrika gesehen habe.

12.12. - 03:00 Uhr
Nach einer Durchzechten Nacht und Clubbesucht nachts noch einen runtergeholt, weil ich kein Mädel abschleppen konnte. Die Einsamkeit kam wieder über mich.

13.12 - 11:00 Uhr
4 Mal am Folgetag der Partynacht einen gewichst. War irgendwie geil nach der Partynacht und dachte mir "Naja was solls". Jetzt hast du wieder nachgegeben gestern Abend. Mein Problem ist, wenn ich einmal angefangen habe, denke ich nagut heute noch ein Mal und dann ab morgen höre ich auf.

14. 12 - 13:00 Uhr
Einmal wieder aus Langeweile und Einsamkeit gewichst, um den Tag schneller rumzubekommen.

20.12 - 14:00 Uhr
Wieder aus Langeweile und Einsamkeit einmal einen gewichst. Jetzt haben auch noch die Ferien angefangen. Das heißt ich bin auch meistens Vormittags mit mir alleine.

25.12 20.12 - 13:00 Uhr
Wieder aus Langeweile und Frust gewichst.

26.12. - 01:00 Uhr
Bei einem Kollegen gewesen und geil geworden von einigen Musik-Clips und deshalb nachts einmal einen Gewichst.

27.12. - 11:00 Uhr
Am folgenden Tag auch noch zwei Mal, weil ich dachte "Naja, was solls".


// Im Grunde erkenne ich, dass die Wichserei wengier wurde, weil nur im Durchschnitt alle 3 Tage aber ich will ja auf die 90 Tage NoFap kommen. Ich erkenne, dass ich viel aus Langeweile, Frust und Einsamkeit wichse. Wie bekommt man das abgestellt? Ich habe eigentlich immer Leute um mich, fühle mich aber trotzdem einsam, weil es nur "Männer" sind und mir keine Nähe einer Frau geben können. Aber eine Freundin bekommt man hier nicht so leicht.
Lass es einfach! 

Versuche Situationen zu vermeiden, in denen du Hand anlegen kannst. Morgens im Bett - steh früher auf und mach dir was zu essen, Sport, Wäsche etc. Abends - geh schlafen, denk nicht an Masturbation, sondern konzentrier dich zB auf deine Atmung. Tagsüber - geh raus!

Ich bin jetzt bei 37 Tagen. Es gab allein in den letzten beiden Tagen etwa 20 Gelegenheiten, in denen ich mir unendlich gerne einen runtergeholt hätte, aber ich hab es gelassen. Wenn auch widerwillig... 

Du musst, nein du solltest es dir selbst gegenüber ernst meinen. Dann kannst du alles schaffen! Wenn du es aber nur mit Hintergedanken (Sieht doch keiner) angehst, verfällst du viel leichter zurück in alte Muster.