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15 Tage kein Orgasmus
4 Tage keine Pornos
4 Tage keine Masturbation

@Daniel und Ralf: Danke für Eure aufmunternden und anerkennenden Posts. Ich muss gestehen, so revolutionär, mutig und heldenhaft kam ich mir gar nicht vor, als ich meiner Frau alles erzählte. Wir haben immer gut miteinander reden können und sind seit wir uns kennen füreinander die Bezugsperson. Drum war das nicht so schwer, wie Ihr es vielleicht bei Euren Frauen erwartet.

Ich kann Euch ja kurz einweihen: Sie wusste es bereits. Sie hat nur gewartet, bis ich irgendwann selbst damit rausrücke. Sie sagt, sie hat es jahrelang gewusst und liebt mich umso mehr, weil ich mich dieser Sache endlich stelle - aus eigenem Antrieb wohlgemerkt.
Wir haben über unser Sexleben gesprochen und festgestellt, dass das unter der Pornosucht sehr leidet. Wir haben normalerweise zwar Sex, aber sie sagt, dass sie gerne mehr hätte. Ich dagegen wäre oft lieber mit mir und dem virtuellen Ersatz beschäftigt gewesen. Also hat sie sich Ersatz gesucht.
So habe ich jahrelang vor einer Machine masturbiert und mir meine Schwellkörper und Libido abgenutzt - sie dagegen schaut keine Pornos und was mich überrascht hat, masturbiert nicht gerne. (Sie hat sogar Toys und ich dachte, sie mag das. Sie dagegen sagte nun, dass sie das nur gemacht hat, weil sie weiß, dass es mich erregt hat.) Wenn sie also erregt ist, möchte sie echten Sex. Und hat ihn dann auch so 2- 3x pro Monat ohne mich mit anderen. Das wäre aber nur ein Ersatz, weil ich so mit mir beschäftigt wäre. Wenn wir Sex haben, hat sie das Gefühl, ich lasse mich gar nicht gehen. Ich würde immer schauen, dass ich die Kontrolle nicht verliere. Das wäre im Widerspruch zu hemmungsloser Geilheit, der man sich einfach hingibt. So lange ich ihr und mir das verwehre, ist sie sexuell nicht erfüllt.
Und da schloss sich der Kreis: Ohne Masturbation und ohne Pornos wäre ich hemmungslos erregt. Es wäre nur eine Frage der Zeit, bis das eintritt. Dann bräuchte sie keine anderen mehr, die ihr das geben, was sie braucht.

Ich habe jetzt 2 Tage gebraucht, um das zu verarbeiten.
Bin ich ihr böse? Nein. Ich bin eher traurig über die Situation. Mein hauptsächliches Gefühl in dieser Sache ist jedoch eine Überraschung, selbst für mich: Ich beneide sie. Ich beneide sie um die Tatsache, dass sie im Einklang ist mit ihrer Sexualität, im Einklang mit ihren Bedürfnissen, sie kennt und zu stillen weiß. Sie hat dasurch ein erfülltes Sexleben, ich wichse heimlich im stillen Kämmerlein vor einem Bildschirm und mache mir obendrein meine Schwellkörper kaputt und fühle mich danach seelisch hohl und leer. Sie dagegen ist ausgeglichen und gelassen, zufrieden und im Einklang mit sich. Sie sagt, sobald ich "clean" bin und wieder so funktioniere (geistig wie körperlich) wie es natürlich wäre ohne MB und Internet, hätten wir den Sex, von dem sie träumt und die Treffen mit anderen wären dann nicht mehr wichtig. Sie liebt mich. Und sie ist verliebt in mich. Nur hat sie auch Bedürfnisse und die wird sie stillen. Mit mir oder ohne mich. Wenn es nach ihr ginge, mit mir. Aber es wäre meine Entscheidung, wie ernst ich die Situation nun angehen möchte.


@Ralf: Auch wenn Du Deine Frau kennst, kann sie Dich noch überraschen. Deine ganzen Gedanken, was wäre, wenn.. und dann reagiert sie BESTIMMT so... sind Geschichten, die Du Dir ausmalst. Sie haben nicht stattgefunden. Überlasse es ihr, zu reagieren, wie sie will. Das ist ihr Recht.
Ich habe nur wieder gemerkt, dass sich Vertrauen auszahlt. Sie hat mir nicht den Kopf runtergerissen. Und uns verbindet jetzt eine Bande mehr: die Ehrlichkeit. Währt bekanntlich am längsten. Wink



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Guten Morgen Lorenzo,

als ich gestern deinen Eintrag gelesen habe, war ich danach völlig fertig. Das was deine Frau dir "gestanden" hat, ist schon ein tiefer Schlag. Und das über Monate (vielleicht auch Jahre(?) hingweg). Ich bin froh, das du/ihr so offen damit umgeht. Das ist wichtig in einer Partnerschaft/Ehe.

Und nun liegt es an dir/an Euch: Was macht ihr daraus.

Aus deinen Schilderungen finde ich eine Passage sehr markant:

Zitat:Wenn wir Sex haben, hat sie das Gefühl, ich lasse mich gar nicht gehen. Ich würde immer schauen, dass ich die Kontrolle nicht verliere. Das wäre im Widerspruch zu hemmungsloser Geilheit, der man sich einfach hingibt. So lange ich ihr und mir das verwehre, ist sie sexuell nicht erfüllt.


Kannst du dich noch an deinen Eintrag vor wenigen Tagen erinnern?

Zitat:Der Sex gestern war gut und längst überfällig, aber ich will die Kontrolle haben, wann ich was mache oder auch nicht und mich nicht rechtfertigen und beurteilen lassen müssen.


Hier liegt für dich der Ansatzpunkt. Das mit den Pornos scheint bei dir zwar ein Symtom zu sein, aber wenn ich lese, dass du masturbierst aber dann nicht zum Höhepunkt kommen willst, weil DAS ein Rückfall ist, dann verstehe ich deine Frau.

Sex mit seiner Frau/Partnerin zu haben ist doch das schönste was es geben soll. Jegliche Kontrolle abzugeben, sich treiben zu lassen, einfach der Lust hingeben und geschehen lassen, was passiert.

Ich habe jahrelang auch so gedacht, das ich die "Kontrolle" über mich und meine Orgasmen beim Sex mit meiner Frau behalten muss. Ich muss erst sie zum Höhepunkt kommen lassen und dann darf ich. Dadurch wurde alles nur verkrampft. Und ist es dann wieder mal passiert, das ich vor ihr meine Höhepunkt hatte (was eigentlich fast ständig passierte), dann betrachte ich mich als Versager und war deprimiert.

Vielleicht ist bei dir jetzt der Punkt gekommen, das du "Loslassen" lernen musst. Denk vielleicht mal darüber nach

Hier liegt ein wahrer Kern: Lass dich gehen.
Hallo Lorenzo,
wow, dein letzter Eintrag gibt mir wirklich zu denken. Du bist echt ein starker Kerl. Wie du mit den Enthüllungen deiner Frau umgehst und welch Offenheit ihr gegenüber einander zeigt, ist toll.
Ich habe auch eine sehr gute Vertrauensbasis mit meiner Frau, aber ich tu mir wirklich schwer ihr von meiner Sucht zu erzählen und zuzugeben, dass ich in den 9 Jahren, die wir nun schon zusammen sind, täglich heimlich masturbiert habe. Ich merke, dass sie seit der Geburt unseres Sohnes ihren Körper nicht mehr ganz so schön findet, obwohl ich immer versuche, ihr zu zeigen, dass ich das anders sehe. Es ist schwierig abzuschätzen, wie sie darauf reagiert, dass ich mich täglich an der künstlichen Schönheit von Pornostars aufgegeilt habe.
Andererseits möchte ich nichts vor ihr verstecken und auch über diesen geheimen Teil von mir offen reden können, da er ja unsere gemeinsame Sexualität beeinflusst und sie wahrscheinlich der Mensch ist, der mich am besten auf meinem Weg aus der Sucht begleiten und unterstützen kann.
Gruß,
Daniel.
16 Tage kein Orgasmus
5 Tage keine Pornos
5 Tage keine Masturbation

Danke Euch beiden für Eure Kommentare. Wie gesagt, seid ehrlich zu Euren Frauen. Sie werden vielleicht anders reagieren als meine.
Aber sollte nicht auch ein Heroinsüchtiger seiner Frau von seiner Sucht erzählen.. Genauso sehe ich das mit der Pornosucht. JEDEN TAG, sobald man allein ist........!!!!
Seid ehrlich. Wenn sie das persönlich nimmt, stimmt bei ihr etwas nicht. Meine liebt mich, stellt aber Bedingungen. Das finde ich vernünftig. Eingeschnappt zu sein, wäre alles andere als vernünftig. Sie war aber auch sonst nie eine Zicke oder Prinzessin, wenn ihr wisst, was ich meine. ;-)

Nun zu meiner Situation. Ich bin heute mit Morgenlatte aufgewacht und hab mich darüber gefreut wie ein kleiner König. Das hatte ich Jahre nicht mehr und nun, innerhalb weniger Tage so oft..
Bin auch angenehm erregt. Lasse mich aber nicht drauf ein. Ich fasse mich nur an beim Duschen und danach, um mich untenrum weiter mit der Urealotion zu behandeln. Mein Penis ist letzten Mittwoch so zerschunden worden durch meine blöde Aktion, dass sich die Haut jetzt erst beginnt zu regenerieren.
Meine Pornos sind gelöscht. Fast alles, was ich hatte.
Als Konsequenz meines letzten Posts habe ich nun folgende Entscheidung getroffen.

Ich werde mich nicht mehr selbstbefriedigen.

Ich werde Sex haben.
Ich werde geil sein, sehr oft geil sein.
Ich werde hemmungslos geil sein.
Ich werde Sex haben.
Habe ich keinen Sex, werde ich geil bleiben..
Ich werde spontane Erektionen haben, Morgenlatten, geil träumen, feuchte Träume haben oder spontane Ejakulationen. Auch das gibt es.
Ich werde ejakulieren durch Sex mit meiner Frau. Oder durch die Möglichkeiten, die mein Körper dann einsetzt, wenn er meint, es ist Zeit für eine Ejakulation.
;-)
17 Tage kein Orgasmus
6 Tage keine Pornos
6 Tage keine Masturbation

Gestern lief alles wie geschmiert. Konnte meine "To Do"-Liste abarbeiten und war dann beim Sport. Hab in letzter Zeit wenig gedehnt, als Folge hab ich mir bei einer Übung einen Muskel in der linken Schulter gezerrt.. Die Schulter tut mir nun seit gestern schon weh, hab sie sogar beim Schlafen gemerkt. Hat aber etwas gutes: So kommt natürlich keine Geilheit auf.
Das Einreiben mit der Urealotion hilft sehr, meine Penishaut zu regenerien. Ich merke aber, das wird in Zukunft DIE Herausforderung. Schon jetzt geht das Eincremen schnell, zackig und emotionslos. Muss, sonst wird das schwierig. ;-)
Ansonsten passt alles. Mir tut unten nichts weh, ich bin nicht gereizt, ich schlafe gut (abgesehen von der Schulter). Läuft!



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19 Tage kein Orgasmus
8 Tage keine Pornos
8 Tage keine Masturbation

Mir geht es großartig. Ich bin die letzten beiden Tage überhaupt nicht erregt. Müsste per Hand etwas entfachen. Will aber, dass sich erst etwas entfacht und ich dann sogar eher mit Anstrengung kämpfen muss, nicht Hand anzulegen. Davon bin ich gerade meilenweit entfernt..
Hatte zwar die letzten beiden Nächte erotische Träume und eine Weile schöne kräftige Erektionen, die ich im Halbschlaf auch sehr angenehm fand. Aber das ist etwas anderes.
Es gab noch keinen einzigen, wirklich kritischen Moment seit letzter Woche. Das macht mir gerade sehr gute Laune, weil ich erfolgreich bin und auch ein bissl stolz auf mich. Kann nur damit nicht hausieren gehen. ;-)


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20 Tage kein Orgasmus
9 Tage keine Pornos
9 Tage keine Masturbation

War letzte Nacht zwei Stunden wach und heute entsprechend müde. Hab mich vorhin nach der Arbeit hingelegt und erstmal 90 Minuten geschlafen. Leider waren keine erotischen Träume und keine Nachmittagslatte beim Aufwachen für mich drin.. ;(

Ansonsten geht es mir gerade wie folgt: Keine Morgenerektion, keine erotischen Träume, keine spontanen Erektionen, keine Erregung, kein Kribbeln in den Hoden, nichts.... Meine sexuelle Lust scheint sich gerade vor dem Wetter zu verstecken...

Überraschend, aber gut. Schlimmer wäre es, ich müsste jeden Tag mit mir kämpfen. Wink

Schönes Wochenende allerseits!
22 Tage kein Orgasmus
11 Tage keine Pornos
11 Tage keine Masturbation


Sonntag nachmittag. Wochenende fast vorbei und einiges geschafft. Sexuell läuft nichts, rein gar nichts. Seit Tagen ist meine Libido praktisch nicht vorhanden, mein Penis hängt leblos an mir herum, ohne dass ich irgendetwas da unten spüren würde. Keine Erektionen, tags noch nachts, keine Lust auf Sex, nichts. Bis gestern abend war meine Frau noch nicht vollends eingeweiht in diese Entwicklungen und machte ihr "Ich will Sex und ihn interessiert das nicht"-Gesicht. Würde sie nie zugeben, aber ich kenne sie lange genug. Aber diesmal will ich nicht. Gar nicht. Nicht mal lange kuscheln oder Zungenküsse. Nada. Ich war ziemlich verwirrt. Also hab ich mich schlau gemacht und siehe da: auch etwas gefunden.


http://yourbrainonporn.com/porn-recovery...s-flatline


Demzufolge habe ich seit ungefähr letzten Mittwoch die so genannte Flatline, die bei allen Männern auftritt, die mit PMO aufgehört haben. Dieser Zustand sei völlig normal und gut, weil der Körper diese Zeit braucht, um sich komplett zu erholen. Die Sucht wirkt sich viel gravierender auf den Körper aus, als ich es jemals für möglich gehalten hätte. Nach 2 bis 3 Monaten konsequentem Verzicht auf PMO und auch bei Verzicht auf P, M, O jeweils einzeln, endet die Flatline langsam und der Körper samt dem Gehirn funktioniert sexuell wieder so, wie es naturgemäß sein sollte.


Heute morgen habe ich meiner Frau die Studien gezeigt, und sie war sehr erstaunt. Sie findet das aber alles sehr schlüssig und gibt mir die Zeit, die es eben dauert. Es ist für uns beide nun ungefähr so, als hätte ich eine Krankheit, die uns für ein paar Wochen Sex unmöglich macht. Sie sagt aber, dass das alles ok, da es langfristig ja für unser Sexleben von Vorteil ist. Sie will nur in alles weiterhin eingeweiht werden. Falls ich unter der Woche, wenn wir uns nicht sehen, doch mal einen schwachen Moment hätte, sollte ich nicht nur hier im Forum rumlungern, da sie weiß, dass mich auch Texte u.U. erregen können. Ich soll sie in diesem Falle lieber anrufen und sei es mitten in der Nacht. Ich liebe diese Frau!!!! Smile


Nun werde ich höchstwahrscheinlich die nächsten Wochen als Flatliner leben... Auch mal ganz schön. So schaffe ich wenigstens anderweitig viel, was unter den früheren "Umständen" liegenbleiben würde.
23 Tage kein Orgasmus
12 Tage keine Pornos
12 Tage keine Masturbation

Flatliner-Tag: alles "tot" in meiner Hose. Hab aber durchgeschlafen und bin noch vor dem Weckerklingeln aufgewacht. Ich bin gut gelaunt, schaffe auf Arbeit viel und gehe heute nachmittag noch zum Sport, mich mit ein paar Endorphinen zu belohnen. Denn die fehlen mir schon.

An Sex muss ich noch recht oft denken. Es ist aber eher der Gedanke: Ich hätte gerne Sex, weil es mir guttun würde. Das ist aber mein Gehirn. Mein Körper spricht eine andere Sprache. Er lässt ihn da unten schlafen und sagt: Ich brauche gerade keinen Sex, lass mich ausruhen..

Das werde ich.


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24 Tage kein Orgasmus
13 Tage keine Pornos
13 Tage keine Masturbation

Und täglich grüßt die Flatline...

Hab mich gestern weiter informiert, um zu verstehen und anzunehmen, dass es jetzt eine Weile dauert.

Beim überhöhten Dopaminausstoß bei allen Suchtkranken (auch bei stundenlangem Edging plus Pornos) sammelt sich ein Lernbotenstoff im Gehirn an: Delta FOS B. Das bleibt 8 Wochen im Gehirn hängen und nagt immer wieder an Dir: Mach es wieder, Du willst es wieder usw. Erst wenn dieses Delta FOS B ab der 8. Woche abgebaut ist, beginnt man wieder normal auf natürliche Reize zu reagieren. Die gelernten Reaktionen auf High-Speed-Porno könnten aber ein Leben lang bestehen bleiben, ähnlich einem trockenen Alkoholiker. Alte VHS-Pornos wären zwar ungefährlich, Cumpilationvideos mit wechselnden "Partnern" aller paar Sekunden wäre aber wie Gin für trockene Alkis..

Das heißt für mich: Nie wieder, ich bin süchtig. Mein Gehirn ist, was Highspeed-Porno betrifft, höchstwahrscheinlich irreparabel geschädigt.

Alles andere wird wieder von ganz alleine funktionieren, es braucht nur Zeit.

8 Wochen bis Delta FOS B aus meinem Gehirn verschwindet, heißt in meinem Fall nun: 01.03.2017.

Am 01. März müsste die Flatline zurückgehen und meine natürliche Libido wiedererwachen..

Passt ja zum erwachenden Frühling..

Bis dahin ist noch knapp 2 Monate Winter... auch in meiner Hose.


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