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Normale Version: Raus aus der Pornosucht!
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Hallo Zusammen,
ich bin Christian und möchte auf diesem Wege Menschen kennenlernen, mit denen ich mich über das Thema Porno Sucht austauschen kann.
Ich habe genau den heutigen Tag (1. Februar) ausgesucht, um mit dem konsumieren von Pornos aufzuhören und wieder zu einem normalen
Reizempfinden zu gelangen und auch wieder mehr Respekt zu mir selber aufzubauen.
Auf das Thema bin ich das erste Mal vor ein paar Wochen gestoßen und habe es da aber noch nicht für voll genommen (bzw. habe nicht gedacht, dass ich betroffen bin)
Als ich letzte Woche mich allerdings nochmal genauer damit beschäftigt habe, fiel mir auf, wie viele von den Punkten auf mich zutrafen.
Und bei den ersten 2-3 Versuchen, es ohne hinzubekommen, wurde mir erst bewusst, dass ich diese Filmchen manchmal wirklich "brauche".
An diesem Punkt habe ich mir das heutige Datum gesetzt, um mit einem Wandel zu beginnen und hoffe, hier anständige und
willensstarke Männer zu finden, die diesen Weg genauso beschreiten wollen! Smile

LG Christian
Hallo Christian,

toll das du hier her gefunden hast. So wie dir, ging es mir auch. Man ist sich gar nicht bewusst einer Sucht verfallen zu sein. Und man denkt, man kann jeden Tag damit aufhören. Und dann kommt die harte Realität: Man kann nicht mehr ohne diese Pornos leben!

Du wirst hier bestimmt nette Menschen (allermeistens Männer) die das selbe durchmachen wie du: Jeden Tag den Kampf zu kämpfen um von den Pornos weg zukommen. Manche Tage werden sehr "liecht" sein. Aber andere dagegen "hart" und du wirst denken, das Aufgeben die Lösung wäre. Aber "Aufgeben ist keine Option"!

Rückfälle mag es im Verlauf auch geben. Das wirft einen zurück. Aber schau nach vorn und betrachte, was du erreicht hast. Jeder Tag ohne Pornos ist ein Gewinn für dich. Und schon bald wirst du merken, das auch dein Körper sich auf diese "reine" Situation einstellt. Das motiviert dann weiter zu machen und dran zu bleiben.

Einigen hilft es ein Tagebuch zu führen und den Counter zu nutzen. So sieht man seinen Fortschritt und kann nachlesen, was man schon erreich hat (das vergisst man oft nach einiger Zeit). Auch kannst du damit anderen deine Gedanken, Gefühle und Veränderungen mitteilen, was dann zu einem Gedankenaustausch anregt.

Also viel Erfolg heute - und schon bist du bei Tag 2 ;-)
Hallo Ralflinden! Vielen Dank für deine motivierenden Worte! Smile
Ja, bereits heute war es schon schwieriger als Gestern, aber ich habe es durchgehalten.
Habe bereits selber mit einer Art Videotagebuch angefangen, welches ich jeden Tag fortführen möchte. Ich sage darin, wie ich mich fühle und den jeweiligen Tag so erlebt habe.
Heute habe ich z.B. gegen Abend eine kalte Dusche genommen und ich hätte nicht gedacht, dass das so gut hilft! Werde das auf jeden Fall häufiger machen, denn danach hatte ich für knapp 2 Stunden wirklich Ruhe im Kopf, was die Lust nach Pornos gucken angeht. Und zudem habe ich mich mega frisch und motiviert gefühlt! Kann ich also nur jedem zu raten!! Wink

Eine Frage habe ich allerdings.. Mir geht so ein Gedanke durch den Kopf. Man hat als Mann ja nunmal sexuell gesehen Druck. Big Grin Ich frage mich, ob es den gleichen positiven Effekt auf das Gehirn hat, wenn man sich einfach so (durch reine Vorstellungskraft oder so) einen runterholt, ohne dabei Pornos zu konsumieren. Also, dass man quasi die Droge weglässt, aber den sexuellen Trieb trotzdem auslebt. Das würde bestimmt für viele Männer leichter machen, denn gerade dieser Druck ist es ja oft, der uns Männer dazu verleitet, rückfällig zu werden.
Natürlich ist dann eine große Disziplin gefragt, eben dann, wenn man schon dabei ist sich zu befriedigen, eben nicht zusätzlich noch wieder die Filmchen anzuschmeißen Big Grin

Würde mich mal interessieren, ob das schonmal jemand ausprobiert hat, bzw. was da so die Meinungen hier sind ! Smile
Hallo Christian,

super Idee mit dem "kalt duschen" ;-)

Ich möchte kurz meine Gedanken zu deiner Frage wegen "Druck ablassen" hier niederschreiben, weil ich mir auch schon oft darüber Gedanken gemacht habe (die dann auch in meinem Tagebuch eingeflossen sind).

a) Generelles zu PMO: Die Gründer dieser Bewegung haben den Gedanken, dass Pornos(P), Masturbation(M) und ein Orgasmus während des Geschlechtsaktes mit der Partnerin(O) eine gewisse Zeit (90 Tage) vollständig unterlassen werden soll, damit die Produktion von bestimmten Hormen (Dopamin) reduziert wird. Dafür benötigt man wahrhaftig eine Menge Disziplin. Aber die Erfahrungen vieler hier zeigen, dass es machbar ist. Und wenn man in den Tagebüchern liest, wie heftig es an manchen Tagen war, dann habe ich hohe Achtung und Respekt davor, das die Männer das durchgehalten haben. Und letztendlich zeigt ihr Erfolg am Ende, dass es hilfreich ist, sämtliche sexuellen Reize für eine gewisse Zeit zu eliminieren und sich auf andere Dinge im Leben zu konditionieren.

b) Woher kommt der "Druck": Du schreibst, dass man als Mann "sexuellen Druck" hat. Das klingt so, als ob jeder Mann das bei sich "eingebaut" hat. Aber in Wirklichkeit machen wir Männer uns den Druck selber, bzw. wir bauen ihn nach und nach auf, bis wir dann nur noch den Ausweg sehen, das man sich befriedigen will. Wie geschieht dieser "Aufbau"? Dadurch, dass sich unsere Gedanken um sexuelle Dinge drehen. Ich möchte das an einem persönlichen Beispiel fest machen. Vor circa 3-4 Wochen habe mich fast täglich mehrfach masturbiert. Aktuell ist meine letzte Selbstbefriedigung schon 6 Tage her. Was ist anders? Nun, in den 3-4 Wochen habe ich viele einzelne sexuelle Erlebnisse (mit meiner Frau) aufgeschrieben. Das schreiben als solches hat mich total erregt. Außerdem laß ich zu dem Zeitpunkt einen Krimi, der auch einen erotische Spannungsbogen hatte (und die Passagen, wo die beiden Hauptakteuere dann Sex hatten, sind darin wirklich "gut" geschrieben gewesen). All das sorge tagsüber dafür, dass sich der Druck aufbaute, bis ich dann zu onanieren begann. Durch verschiedene Umstände ist nun dieses "Schreiben von erotischen Texten" in eine Pause. Und das Buch ist zu ende gelesen. Und siehe da: weil ich auch sonst kaum Zeit habe mich mit sexuellen Themen in welcher Form auch immer zu beschäftigen, spüre ich auch (seit Tagen schon) nicht diesen "Druckstau"

c) PMO oder PM oder doch nur P? Das ist eine Frage, die kannst nur du beantworten. Wie schon bei a) gesagt, gibt es gute Gründe um von der Sucht loszukommen, wenn man komplett enthaltsam lebt. Ich habe für mich aus verschiedenen Gründen entschieden nur die Pornos konsequent wegzulassen. Und ich habe es mittlerweile schon 5 Monate geschafft. Aber das soll dir nicht als Ausrede dienen. Sondern ich will damit nur sagen, das ich für bestimmte Ziele habe. Und diese Ziele habe ich so am Besten für mich erreichen können - auch meine Situation eine etwas kompliziertere ist, was meine Frau angeht.

d) Trigger und Disziplin: Grundlegend wichtig ist für dich, das du erkennst, was dich zu den "P" treibt und dieses dann konsequent meidest. Wenn es die Masturbation ist, dann ist es natürlich kontraproduktiv, wenn du weiter wie bisher dich befriedigst. Dann ist ein Rückfall vorprogrammiert. Bei mir waren es "Langeweile" und "Neugier", die mich auf die Pornoseiten getrieben haben. Und wenn ich dann genug erregt war, dann habe ich natürlich auch versucht mich zu befriedigen. Mir "einen runterzuholen" war also nicht der Auslöser, sonder nur eine logische Folge (siehe Punkt b). Deshalb betrachte ich das Thema "M" in meiner Therapie nicht vorranging (und wegen "O" mache ich das ganze unteranderem ja auch)
Guten Abend Christian,

mit dem erkennen und akzeptieren der Sucht, hast du einen der wichtigsten Schritte geschafft. Jetzt heißt es "nur noch" durchhalten. Ich wünsche dir dabei viel Glück.
Zum Thema mit dem nur mastubieren sehe ich eine große Gefahr. Selbst wenn du vorher alle Sicherungen rausnimmst, um nicht doch noch schnell mal ein wenig Anreiz im Internet zu suchen, besteht zudem die Gefahr, dass sich deine Gedanken pötzlich auf die gesehene Pornos richten. Und das geht schneller als einem lieb ist. Ich würde dir daher anraten, soweit es geht zumindest die ersten 90 Tage komplett auf Masturbation zu verzichten.
Ansonsten kann ich nur dem letzten Beitrag von ralflinden zustimmen.
Guten Abend ihr Beiden,
Vielen Dank für Eure Worte!!
"Grundlegend wichtig ist für dich, das du erkennst, was dich zu den "P" treibt und dieses dann konsequent meidest." Gerade diesen Satz finde ich total wichtig zu verstehen.
Ich habe oft auch die Pornos geschaut, weil ich Langeweile hatte. Besonders passierte das, wenn ich alleine Zuhause, für mich in Ruhe war. (wie bei Vielen wahrscheinlich!)
Habe mir jetzt verschiedene "Aktivitäten" überlegt, denen ich nachgehen kann, wenn ich mal wieder diese Langeweile verspüre und es im Kopf anfängt zu hämmern und drängen.
Klavierspielen, Joggen, kalte Dusche nehmen, Kochen etc. einfach den Fokus wieder mehr auf Dinge legen, an denen ich selbst arbeiten möchte.
Ich denke, das mit dem Masturbieren werde ich dann lassen, da ich da auch eine gewisse Gefahr sehe, ähnlich wie ihr beide!
Ansonsten habe ich mich heute an Tag 3 gut gefühlt, zwischendurch war der Gedanke öfters da, jetzt eben schnell nachzuschauen, aber ich habe es konsequent gelassen!

Danke nochmal für eure Antworten und schönen Abend Allen!
Christian
Hallo Christian,

es freut mich, dass du schon 3 Tage erfolgreich sein konntest. Vielleicht magst du ja hier auch in dem Bereich "Tagebuch" von deinem Fortschritt berichten. Auch deine "Leidensgeschichte" und warum du letztendlich "hier" bist, würde bestimmt den einen oder anderen interessieren und dadurch auch Mut geben, nicht aufzugeben.

Ich fand es als Motivationshilfe, wenn ich täglich den Counter von mir sehe. Dann sieht man schon gleich, welche Fortschritt man selbst gemacht hat und motiviert auch andere durchzuhalten ;-)

LG
Ralf
Hallo Ralf bzw. Alle,

ich habe es fast 5 Tage ausgehalten und habe jetzt vorhin nachgegeben..Damit beginnt mein Counter jetzt wieder neu.
Ich schreibe das hier rein, damit ich das loswerde, weil ich mich schon etwas schlecht deswegen fühle.
Also, was ich vielleicht sagen kann, 5 Tage mich nicht befriedigt habe ich lange nicht mehr.. insofern kann man das vielleicht als kleinen Erfolg ansehen!
Möchte es jetzt aber wieder angehen und wenn jemand vielleicht Tipps hat, wie man es besser angehen kann, bzw. was man gegen ständige Gedanken an bestimmte Videos machen kann, dann darf er das gerne schreiben!!

Schönen Abend an Alle,
Christian
Hallo Christian,

toll das du nicht aufgiebst. Natürlich erhofft man sich, dass man länger durchhalten kann. Aber 5 Tage sind schon mal ein Erfolg. Außerdem weißt du dadurch, wo jetzt deine Grenze liegt. Diese Grenze jetzt Stück für Stück zu erhöhen, ist dein nächstes Ziel.

Darf ich fragen, ob du dabei auch Pornos geschaut hast oder war es nur die Masturbation als solches?

Es ist immer sehr schwer allgemeine Ratschläge zu geben. Was dem einem geholfen hat, mag bei dem anderem nutzlos sein.

Als meine Gedanken in Richtung "Ich will mir jetzt einen Porno anschauen" gingen, habe ich mir laut gesagt: "Nein, dass will ich nicht". Dann bin ich meist vom Platz an dem ich saß aufgestanden und habe was anderes gemacht. Oft reichte schon was kurzes, wie Kaffee kochen oder den Müll rausbringen oder ähnliches. Wenn ich dann wieder an dem Platz war, konnte ich mich wieder besser auf das konzentrieren, was ich da eigentlich machen sollte (ich arbeite im HomeOffice am PC).

Ansonsten wünsche ich dir einen guten Start in die Woche. Vielleicht ist es ein Trost, aber die meisten hier berichten von Rückfällen am Wochenende, weil sie dann "Freizeit" haben und nicht im Alltag eingespannt sind. Also, dann auf - beginne wieder aufs Neue
Hallo Ralf,
Danke für die Antwort! Ja, ich habe dabei auch Pornos angeschaut. Und es war komisch, weil ich fast den ganzen Tag an nichts anderes denken konnte!
Aber gut, was du sagst. Das "Nein, das will ich nicht!" wenn der Gedanke kommt Pornos zu schauen, habe ich auch gemacht und die besagten 5 Tage hat es auch geklappt. Vielleicht lag es wirklich am Wochenende und dem Mangel an Beschäftigungen. Ich habe es auf jeden Fall jetzt wieder neugestartet und werde versuchen, diese Zeit auszubauen!
Dir auch eine schöne Wünsche!

LG Christian Smile