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  Schluss damit! Ich stell mich vor
Geschrieben von: chrissly - Vor 7 Stunden - Forum: Begrüßungsforum - Keine Antworten

Hi,

Ich bin Chris, bin 27 Jahre alt und schaue seit ich 13 bin regelmäßig und zu oft übermäßig Pornos. Schon eine geraume Zeit versuche ich mehr oder weniger damit aufzuhören und scheitere immer wieder daran. <-- Schluss damit!

Mal ernsthaft, ich möchte das nicht mehr, ich schränke meine Lebensqualität damit ein, verletzte meine Freundin und verliere immer mehr den Bezug zu meiner eigenen Sexualität.
Ich habe dieses Thema sehr früh in meine Beziehung gebracht und kann wirklich froh sein, das ich eine tolerante und starke Freundin habe! Dennoch ich tue ihr damit unrecht und verletzte sie.. mittlerweile stehen wir an einem Scheidepunkt, irgendwann ist der Bogen überspannt und der Faden droht zu reisen. 
Ich war schon sehr weit, vor etwa 2 Jahren war ich drauf und dran dieses Problem zu lösen.. aber irgendwie bin ich wieder zurückgefallen, meiner Freundin hab ich dann gesagt das ich damit gut klar komm und hab es immer weiter vor mir hergeschoben.. <-- Schluss damit!

Heute bin ich auf dieses Forum gestoßen und hab einige Beiträge durchgelesen, ich wusste schon das es viele Menschen gibt denen es ähnlich geht wie mir, aber dieses Forum ist mir heute das erste mal aufgefallen. Es hat mir richtig Mut gemacht mich endlich von dieser Last, die ich Täglich mit mir Trage, zu lösen.

Ich bin bereit. Mein Wille ist Stark. Aber auch die Angst geht nicht, Unmut macht sich in mir breit das ich wieder zurück in alte Muster falle.

Aber eines ist für mich Klar! Schluss damit, heute beginnt ein neuer Abschnitt in meinem Leben --> Pornofrei 

Ich hoffe darauf hier Hilfe zu finden, mich austauschen zu können und zusammen Lösungen zu erarbeiten die uns allen Hilft ein besseres Leben mit uns Selbst zu Leben.
Ich bin total gespannt auf euer Feedback und auf Tipps wie ich besser mit meiner Abhängigkeit umgehen kann. 
Ich werde ab heute versuchen zu verzichten und werde die Tage auch in einem Blog anfangen meine Erfahrungen zu teilen Smile

Liebe und Freundliche Grüße, 
Chrissly

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  Die Pornos - Pack mit dem Teufel?
Geschrieben von: Bogaram - 04.03.2021, 22:05 - Forum: 22-29 Jahre alt - Antworten (7)

Hallo liebe Forumgemeinde, 

ich habe mich hier angemeldet, nachdem ich schon einige Beiträge und Themen gelesen habe. 

Ich schaue seit ich 14 bin regelmäßig Pornos und habe auch schon einige Male versucht diesen zu entkommen. 
Wie die meisten wohl wissen, ist das ziemlich schwierig. 

Ich bin jetzt 25 Jahre alt und im letzten Ausbildungsjahr. 
Mein Wunsch ist von den Pornos wegzukommen und mich auf viel wichtigere Sachen konzentrieren zu können. 
Zum Beispiel würde ich viel lieber am Computer lernen videos zu schneiden und zu bearbeiten. Aber sobald ich länger am Laptop arbeite, wird das Verlangen doch groß, nur mal zu schauen, was es denn so neues gibt... 

Ich habe eine Freundin und auch keine Probleme eine Erektion zu bekomme und zu halten. Nur, dass ich halt sehr lange brauche zu kommen.. 
Ich bin beschnitten seit ich 16 bin und hoffe das kommt nicht davon, ich weiß aber auch nicht wie es vorher war, da mein erstes mal danach war. 


Ich habe am 01.03.21 versucht aufzuhören, doch heute wurde ich rückfällig, weil ich alleine zuhause war und die "Chance" genutzt habe. 
Meine Freundin weiß nichts davon und ich möchte ihr das auch nicht sagen, weil ich gespräche bezüglich Pornos verneint habe und sagte ich möchte mich nicht auf anderen Frauen aufgeilen... Prinzipiell stimmt das ja schon, denn es geht nur nur darum, zu konsumieren und zu kommen.. Nicht immer finde ich die Frauen auch mega attraktiv. Paradox, oder? 


Ich möchte keine 90 Tage no fap betreiben, sondern einfach nur diese Pornos weglassen und ein intensivere Sexleben genießen und eventuell auch mal beim Oralsex kommen bzw. Allgemein nicht so lange brauchen... (ich weiß, dass das auch Kopfsache ist und man nicht verkrampfen darf und daran denken soll) 
Meine Vermutung ist, dass ich einfach zu wenig fühle, weil ich so abgestumpft bin. 

Also habe ich den Entschluss gefasst, mich hier zu registrieren, um das ganze für mich schriftlich festzuhalten, denn es tut gut, wenn man einfach mal das ganze runter schreiben kann... 


Mein Ziel ist also die 90 Tage zu schaffen und die positiven Auswirkungen zu erfahren. 

Ich brauche auf jeden Fall ein Hobby, im Idealfall auch eins, dass nicht vorm PC ist, aber wenn es draußen so stark regnet dann geht man bzw ich auch nicht spazieren oder ähnliches.. ? 

Ist denn nur Sex erlaubt währenddessen oder sich Petting? 
Und wie geht ihr mit dem Kopfkino um? Versucht ihr das komplett auszustellen.. Könnt ihr so dann trotzdem kommen? 


Vielen Dank fürs lesen und ich freue mich auf eure Antworten! 

Also: heute wurden die letzten Pornos gesehen, jetzt ist es vorbei! Der Pack mit dem Teufel wird beendet! Smile


Liebe Grüße

Bogaram

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Rainbow Leben Lernen
Geschrieben von: Kfee - 04.03.2021, 13:03 - Forum: 22-29 Jahre alt - Antworten (3)

Liebe Gemeinschaft,

ich möchte heute wieder einen Anfang wagen. Bin schon seit über 5 Jahren in diesem Forum angemeldet und kämpfe leider schon deutlich länger gegen die Sucht. Wobei ich oft nicht mehr kämpfe, sondern es eher passieren lasse.

Mein Selbstwertgefühl ist wieder im Keller, der Stress auf Arbeit erdrückt einen und wirklich tief empfundene Lebensfreude gab es lange nicht mehr.

Ich bin süchtig nach Pornos, stetigen Updates auf dem Handy und Youtube.
Zeitgleich bin ich in einem sehr anspruchsvollem Managementprogramm in der Lebensmittelbranche tätig und habe viel Personalverantwortung.
Diese Kombination ist mein persönlicher Teufelskreis.

Mir fällt es schwer mich zu konzentrieren und wirkliche Lust, ja Interesse an Dingen aufzubauen.

Ich bin schon sehr oft gescheitert und möchte es diesmal sehr langsam angehen.

Bleibt sauber!

VG
Euer Kfee

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Brick Tagebuch - Traubensaft
Geschrieben von: Traubensaft - 03.03.2021, 03:55 - Forum: 30-39 Jahre alt - Antworten (3)

Hallo!

Nach langem stillen Mitlesen habe ich mich nun hier angemeldet. Erhöht sicher noch zusätzliche meine schon hohe Motivation der Sucht zu entkommen bzw. mich zu arrangieren. Ich war längere Zeit abstinent und bei knapp 3 Monaten bin ich rückfällig geworden. Seit dem kämpfe ich seit ca 2 Monaten mit ständigen Rückfällen ca alle 7-10 Tage.

Das letzte Mal bin ich gestern, am 01.03.2021 rückfällig geworden. Letzt liege seit Stunden mit Schlafproblemen/Entzugserscheinungen im Bett, mittlerweile ist es kurz vor 4 Uhr.

Ich weiß nicht ob ich regelmäßig hier rein schreiben werde oder nicht, aber ich versuch mal hier einen Anfang.

Mehr zu mir und meiner Geschichte im Laufe meiner nächsten Beiträge.

Freue mich über jede Antwort. Wünscht mir Glück Wink

Danke!

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  Kann ich mein Leben verbessern?
Geschrieben von: Sprengie - 02.03.2021, 07:54 - Forum: 30-39 Jahre alt - Antworten (4)

Meine Vorgeschichte im Begrüßungsthread: https://www.porno-sucht.com/forum/showth...p?tid=2344

01. Februar
Nachdem ich Mitte Dezember bereits versucht hatte, in die NoFab-Sache einzusteigen, bin ich mehrfach rückfällig geworden. Will’s noch mal neu versuchen, weiß aber nicht genau, ob ich’s durchhalte, da ich mir erst vor wenigen Tagen von einem älteren Onlinekontakt Videos bekommen hab, die noch nicht bezahlt sind. Egal, bezahlen tu ich sie gleich, auch wenn ich sie wohl wieder loswerden muss, um es wirklich schaffen zu können. Ach ja, ist schon ein Teufelskreis.

02. Februar
Hab gestern mittag noch ein letztes Mal gewichst. Die erotisch gewürzten Like-Seiten bei FB und Insta sind ja eh seit der Dezemberrunde schpn deutlich geschrumpft, wenn welche in der Timeline auftauchen, de-aboniere ich die aber noch. Man kann das leider nicht aktiv suchen. Die Videolinks von DufteFee hab ich aber noch nicht gelöscht. Bin ich zu schwach? Hab sie aber nicht mehr angeschaut um drauf zu wichsen. Ich befürchte aber dass ich da wieder drauf zurückgreifen werde, ich kenn mich zu gut.

03. Februar
Ich weiß nicht, ob meine Entscheidung für NF wirklich gut war, ich fühl mich echt etwas unentspannt. Mail mit den Links ist immer noch nicht gelöscht.

06. Februar
Meine Frau hat mir heut  per WA signalisiert, dass sie glaubt, dass ich sie immer noch irgendwie hintergehe. Ich glaub, sie hat die Mails mit den Links gefunden. So ein Mist. Sofort gelöscht. Glaub das krieg ich dieses mal nicht mehr hin. Hab Angst. Scheiß Pornos, Drecks Unehrlichkeit.
Sie hat mich gefragt, ob ich immer noch Kontakte hab. Scheiße, ich hab das verneint, aber mit den Links, die sie vermutlich gefunden hat, sieht das richtig scheiße aus. Aber es ist wie immer: ich fühö mich in der Klemme, und das Lügen wird sofort einfach. Bin ein Arsch. Sie ist der Meinung (mal wieder) dass ich psychologische Hilfe brauch. Kann schon sein, aber davor hab ich Bammel. Erstens jemand fremden an mich ranlassen und zweitens: wer zwingt mich denn, vor dem die Wahrjeit zu sagen? Schwierig. Aber müsste eigentlich sein, weiß ich.

07. Februar
War klar. Sie hatte die Links gefunden und weiß jetzt auch, dass ich dafür bezahlt hatte obwohl ich die Verbindung Schmuddelkram  gegen Bezahlung etwas stark verneint hatte. Bingo, wieder mal gelogen. Oh man, ich will das alles doch gar nicht, ich hab meiner Frau echt schon zu oft weh getan. Hilfe. Die Diskussionen wahren jetzt alles andere als schön, vor allem, weil sie mir nun gar nicht mehr vertraut. Weder glaubt, dass es niemals persönliche Kontakte gegeben hat, noch, dass ich mich wirklich ändern will.
Gespräche waren jetzt  eine Mischung aus Standpauken, Vorwürfen, und Traurigkeit ihrerseits, Betroffenheit und Scham meinerseits. Ich glaubte dass ich jetzt endgültig verloren hab.

08. - 13. Februar
Die Gespräche mit meiner Frau waren all die Tage immer sehr ungemütlich, aber das hab ich mir selber zuzuschreiben. Logischweise haben wir an den Abenden auch nicht mehr  gekuschelt. Wer will halt schon mit so einem wie mir zärtlich sein oder sich Zärtlichkeiten gefallen lassen. Ab dem Wochenende hat Conny frei und Urlaub und sie hat Angst, Tag und Nacht mit mir zusammen zu sein und in einem Bett zu schlafen. Fühlt sich furchtbar an, so schlimm gesehen zu werden.
Im übrigen gibts langsam Entzugserscheinungen. Ich glaub mein Schlafrythmus ist nicht mehr ok. Bin jetzt oft sehr zeitig wach und muss oft nachdenken. Und manchmal drehen sich die Gedanken um wahllose Fickbilder und ich hab nen Ständer, ohne das ich das will. Hab zwar nie Hand angelegt, aber das war schwer. Und ich frier oft erbärmlich zu den unmöglichsten Zeiten, aber das soll angeblich obt so sein, wenn das Belohnungszentrum auf Entzug läuft.
In der Zwischenzeit hab ich ne App gefunden, die einen NoFab-Zähler darstellt. Kleines bissl motiviert das.

14. Ferbuar
Vor diesem Tag hab ich mich bissl gefürchtet. Conny hat sich ja vehement verbeten, dass ich an Valentinstag was für sie tue. Hab sogar auf den Versuch verzichtet, sie mal zu umarmen. Am Abend kam daraufhin ein ziemlich fießer Kommentar, aber habs nicht anders verdient Gab dann aber trotzdem ein eher unangenehmes Gespräch.

15. - 18. Februar
Ihr Urlaub verläuft relativ neutral. Manchmal kann ich sie in den Arm nehmen, da hab ich mich vorher sehr davor gescheut, weils sich nicht so anfühlt als ob ich das Recht dazu hab. Manchmal gibts diese teils unangenehmen Gespräche, denn natürlich traut und glaubt meine Frau mir nix. Ist logischwer verletzt und ich verdiehn wohl auch nix. Kann nur versuchen durchzuhalten. Ich möcht so gern wieder Zärtlichkeit geben dürfen. Aber entweder wird das nix, oder wird noch sehr lang dauern.
Craving ist noch da, läuft aber recht flach. 

19. Februar
Tag verlief neutral, Abends hab ich etwas Mut gefasst und Conny gebeten, mit mir um acht schlafen zu gehen und ihr für Vorher eine Massage angeboten. Ich hatte auch in den letzten Tagen echt versucht, ihr wieder mehr Aufmerksamkeit zu zeigen, weil ich ihr vielleicht so beweisen kann, dass ich ihr wieder ein guter Ehemann sein möchte. Den ich liebe sie nach wie vor. Selbst ehrlich Lust empfinde ich ihr gegenüber immer noch, aber das dauert noch, bis da wieder was laufen kann. Ich werd warten. Erst mal NoFab durchhalten und den Hirn-Reset schaffen. Na zumindest war sie ja einer guten Massage nicht abgeneigt, also darf ich zumindest mehr als sie nur mal in den Arm nehmen.
Als wir dann lagen, gabs woeder eins dieser eher unangenehmen Gespräche bzw. Diskussionen. Dachte, dass dann aus der Massage doch nix wird, aber Conny ging dann aufs Klo und wollte danach wirklich ihe Masage haben. Hätte ich echt nicht gedacht. Hab sie dann schön massiert. Rittlings hinter ihrem Po  gesessen. Hab ihr gesagt, dass mich das an die erste Massage erinnert, die ich ihr damals 2012 gegeben hab. Das war damals ziemlich geil und ich erinner mich immer noch gern dran. Ich glaub, wärend dr Massage hatte ich bereits einen Anflug an Erektion. Hab mir allerdings Mühe gegeben, es zu verbergen, damit sie keinen falschen Eindruck von der Sache bekommt. Erotische Handlungen laufen meiner Meinung nach der NoFab-Sache nicht entgegen. Ist ja kein Porno oder Wichsen. Und hier gehts ja auch um sie, nicht um mich. Hoffe, sdie hats ein bissl genossen und versteht meine Bemühungen richtig.

20. Februar
Bin wieder mal für meine Verhältnisse zeitig wach geworden. Hab bemerkt dass Conny auch wach geworden ist. Hab versucht, mich an sie zu kuscheln und ihr zu zeigen, wie liebevoll es swieder sein kann, mit mir im Bett zu sein. Auch ohne Sex. Haben uns gekrault und gestreichelt und unsere erogenen Zonen zu berühren. Ich hätte es gern getan, aber es hat sich auch so wunderschön und richtig angefühlt. Hab gemerkt, wie sehr ich Conny immer noch liebe, aber wird sie mir das irgendwann wieder glauben? Kann nur durchhalten mit dem NoFab. Irgendwann auch mal einen Psychologen finden, um auch andere Dinge aufzusarbeiten. Irgendwann hoffe ich, dass unsere Beziehung ein wenig heilen wird. Ich fühl mich innerlich fürchterlich, dass ich uns kaputt gemacht hab und sie so lang emotional und körperlich allein gelassen hab.

23. Februar
Ich halte gut durch und habe nun auch immer öfter spontane Erektionen, besonders in der Nacht und es hat nichts mit übermächtigem Harndrang zu tun. Auch beim Kuscheln mit meiner Frau fange ich oft an steif zu werden, denn die Lust auf weiters mit ihr ist bereits am Erstarken. Ich denke, es würde unglaublich Spaß machen, aber erstens möchte ich wenigstens erst mal die 30 Tage-Grenze ohne Orgasmus erreichen und zweitens weiß ich nicht genau, in welchem emotionalen Zustand Conny sich befindet. Hab schließlich viel Mist gebaut und sie ist vielleicht noch gar nicht so weit. Wohlfühlmassage und Kuscheln geht aber bereits und mir bedeutet das eine Menge. Will ja, dass sie sich bei mir wieder bissl wohl fühlt und mir tut es innerlich auch gut, wenn ich sie nicht nur innere Kämpfe ausfechten sehe.  Auf dem Weg zum Hirn-Reset sehe ich mich auf nem guten Weg, auch wenn es mit mehr körperlicher Liebe wahrscheinlich noch dauert.
Ich hab über die letzten Tage eine Art erotische Kurzgeschichte geschrieben, wie ich meiner Frau beginne, im Bett was gutes zu bieten. Ist einerseits eine Fantasie, aber theoretisch so möglich. Hat mir geholfen, mein zur Zeit oft unstillbares Verlangen zu kanalisieren. Während des Schreibens und Verbesserns hab ich zwar öfter nen Harten in der Hose gehabt, aber ich konnte mich immer beherrschen. Hatte ich erwähnt, dass ich „damals“ auch öfter mit Fantasien an meine eigene Frau gewichst hatte.
Der NoFab-Counter auf dem Handy ist nun zum morgendlichen Ritual geworden. 

24. Februar
Schon seit Tagen hab ich den Eindruck, dass sich bei mir ein gewisser Tatendrang einstellt. Ich fang an, etwas strukturierter zu handeln und erledige auch viel mehr Dinge am Tag ohne großartige Unterbrechung und motoviert genug fürs Durchziehen. Der Suchtdruck kommt jetzt auch nicht mehr so oft und selbst bei Gedanken an erotische Handlungen hab ich nicht mehr ungewollt nen Ständer. Ok, wenn ich abends im Bett mit meiner Süßen kuschele, werd ich schon bissl hart. Hab mir üverlegt, ob ich sie frage, ob ich nach der 30er-Grenze ein bisschen erotischere Dinge mit ihr zun darf. Ihre weichen Möpse massieren zum Beispiel oder sogar ihre Pussy ein wenig streicheln. Ich weiß, dass ich wegen allem was ich verbockt hab, gar nicht in der Position für solche Dinge bin, aber Conny weiß auch von meinem NoFab-Plan und ist bestimmt dann auch ein klein wenig stolz und gönnt mir so ein kleines Vergnügen quasi als Belohnung. Und ich träume davon, dass irgendwann unser Sexleben wieder in die Gänge kommt und so ein bissl fummeln wie Teenies könnte doch ein kleiner Anfang sein?
Natürlich hab ich auch weiter den Vorsatz Porno- und wichs-frei zu bleiben, das ist gar keine Frage. Und ich sehne mich nach meinen ersten freien Orgasmus als Teil einer geistigen und körperlichen Gesundung und vor allem als Zeichen dafür mit meinem Schatz wieder ins beinahe Reine gekommen zu sein. 100% wird’s sicher nie wieder geben, da speziell eine Frau sicher irgendwann verzeiht, aber bekanntlich niemals vergisst.

25. Februar
Heute Nacht hatte ich einen sehr seltsamen Traum. Vor dem Einschlafen haben wir wieder ausgiebig gekischelt (wie immer ohne erotische Berührungen, aber ich hatte durchaus ne leichte Erektion, keine Ahnung ob sie das manchmal mitbekommt, ich frag da nicht). Im Traum später in der Nacht hab ich geträumt, dass meine Frau neben mir liegt und wir kuscheln. Nackt wie wir sind, so wie die Situation auch abends immer aussieht. Dann habe ich mich zur anderen Seite gedreht. Da lag ebenfalls meine Frau nackt, mir in Löffelchenposition zugewandt. Ich habe begonnen, sie im Schritt zu streicheln und bin dann mit dem Finger in sie eingedrungen und hab sie heftig gefingert. … Mehr war glaub ich nicht, denn nach dieser Traumphase bin ich wach geworden und hatte einen Mordsständer. Einen unwillkürlichen Erguss hab ich glaub ich nicht gehabt, aber es ist in den letzten Wochen durchaus vorgekommen, wenn man die Spuren auf dem Laken richtig interpretiert. Und der Ständer hatte sicher nix mit voller Blase zu tun, wie man meinen könnte, da ich vor der Schlafphase mit besagtem Traum erst auf Toilette war.
Nun bin ich etwas verunsichert, in welche Richtung dieser Traum geht. Ist das nur eine Entzugserscheinung und das Hirn versucht, mich zu einer schnellen Erleichterung zu bewegen oder heißt das, dass mein Hirn-Reset langsam Erfolge zeigt, und mein sexuelles Verlangen auch unterbewusst langsam wieder auf meine Frau gerichtet wird, was ja sehr schön währe, denn auch im Unterbewusstsein sollten gespeicherte Bilder ja neu durch die Realität verdrängt werden. Vergessen wird man es ja nun nie können, aber die Prioritätsgewichtung sollte auch im Oberstübchen vollständig richtig gestellt werden.
Meine kleine Phantasiegeschichte ist nun fertig, ich denk, weitere werd ich nicht machen, zum Kanalisieren hat es gereicht und ich bin mir klar, dass ich die Geschichte in Realität auch genauso mit meiner Frau umsetzen würde. Ich hoffe, nie wieder einen Porno zu brauchen, um mein Hirn mit solchen Fantasien füttern zu können. Meine Frau soll für lustvolle Momente vollständig genügen, das ist mein fester Vorsatz. Will sehen ob sie das unterstützt und mir irgendwann wieder Chancen einräumt.
Hab heut übrigens ein bisschen an der Vorgeschichte (gesonderte Datei) weitergeschrieben. Ist gar nicht so einfach, zu rekapitulieren, wie ich mich in diesen Teufelskreis begeben hab, und an manchen Stellen kommt mein Schamgefühl doch sehr hoch. Ist halt kein schönes Gefühl, wenn man sich zwingt, neben der Seite auch den Blickwinkel zu wechseln und erkennt, wie sehr man sich selbst und vor allem seiner Frau geschadet hat. Aber das ist kein Grund, abzubrechen oder gar umzukehren.

26. Februar
Gestern Abend hab ich an den Texten hier gearbeitet, als sie sicher näherte, hab ich zu ihr aufgeschaut und es gab mal wieder einen Kommentar der Art „ich guck schon nicht, ich will gar nicht wissen, mit wem du schon wieder schreibst“ … solche Seitenhiebe hab ich sicher verdient, aber ich hoffe, sie kann mir irgendwann glauben, dass ich jedwedes Material gelöscht hab, jegliche Onlinekontakte abgebrochen hab und NoFab wirklich versuche, zu schaffen. Für uns. Alle anderen Probleme, die es noch aufzuarbeníten gibt, werde ich mithilfe eines Psychotherapeuten in Angriff nehmen, dass muss sich aber erst noch ergeben. Erste Weichen sind aber bereits gestellt. Das hat aber zumindest vordergründig nichts mit NoFab/NoPMO zu tun.
Da meine Frau gestern Abend mit einem Nachtschichtblock begonnen hat, war ich heut Nacht allein im Bett. Kein Kuscheln, Knutschen oder sonst was. Gar nicht so einfach wenn man sich da an den letzten Abenden dran gewöhnt hat. Auch wenn ich dabei eigentlich immer einen Halbsteifen hatte, hat es mich regelmäßig beruhigt und ich hab den vertrauten Momenten an den Abenden relelrecht entgegengefiebert. Hoffentlich entwickeln sich die nächsten Abende nicht zu Risikomomenten.
Meine Vorgeschichte ist so gut wie fertig. Ist dich einiges länger gewirden, als gedacht. Wer sie am Wochenende noch auf Rechtscheibung, Gramatik und Logik prüfen und dann kann sie auch jemand anderes sehen, wenn das notwenig sein sollte. Psychologen oder meine Frau vielleicht.

27. Februar
Am Abend wieder Gespräche mit meiner Frau gehabt. Sie meint, ich wäre fein raus, weil ich durch Forum, FB-Gruppe usw. was hätte, wo ich mich hinwenden könne, sie müsste den Bullshit mit sich selbst ausmachen. Hab ihr angeboten, dass sie ihren Frust, Enttäuschung, Wut oder was auch immer bei mir abladen kann, da ich ja immerhin der Verursacher des Leides bin. Da ich im Forum schon auf Beiträge von anderen Partnerinnen gestoßen bin, hab ich ihr den Tipp gegeben, sich hier ebenfalls anzumelden, wenn sie Erfahrungsaustausch unter Gleichgesinnten sucht. Keine Ahnung, ob das richtig war. Wie sie das aufgenommen hat, ist mir noch nicht ganz klar.

28. Februar - 2. März
Im Augenblick wechselen unsere Gespräche schnell zwischen Alltagsgesprächen und Frustdialogen. Ich bin gelegentlich ziemlich Scheiße drauf und meine Frau hat mir auf den Kopf zugesagt, dass sie an mir starke Zeichen eines gewöhnlichen Entzuges bemerkt, so stimmungsmäßig. Da kann ich schlecht mitreden, denn mit Alkoholsuch oder dergleichen hab ich keine Erfahrung. Obwohl, wenn ich an die Zeit meines kalten Zigarettenentzuges damals zurückdenke, war ich glaub ich sogar viel biestiger drauf, aber das hat sich relativ schnell gelegt.
Wenn ich im Moment Bilder von Frauen sehe, ist mein Denkmuster nicht mehr unmittelbar auf Fabb-Szenarien gerichtet wie noch am Anfang. Die letzten beiden Tage hatte ich auch keine intensive Morgenlatte mehr. Weiß nicht ob ich grad die erste kleine Flatline habe, Suchtdruck ist aktuell kaum spürbar. Mal abwarten…

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  Hallo zusammen!
Geschrieben von: Amelia - 26.02.2021, 20:41 - Forum: Begrüßungsforum - Antworten (11)

Hallo zusammen, 

Ich wollte mal einen Gruß in die Runde werfen, ich hab schon einiges als Gast gelesen und mich heute angemeldet. 

Mein Mann ist pornosüchtig. Das ist zumindest meine Deutung unserer Lage. Bei ihm schwankt es zwischen Konsum gänzlich leugnen, schweigen, mich angreifen und verantwortlich machen, zusammenbrechen und gestehen. Dann wird ab jetzt die Wahrheit angekündigt.
Ja, ziemlich genau in dieser Reihenfolge und in Dauerschleife. Dazwischen sind Tage/Wochen/Monate in denen das Thema immer wieder unter den Tisch fällt. 


Die Kommunikation funktioniert offensichtlich nicht. Daran habe ich meinen Anteil, ich reagiere zunehmend wütend und verletzt/ verletzend. Habe es so satt mir wie seine Therapeutin oder eine Co-abhängige vorzukommen. Immer Verständnis zu haben. Versuchen an sich selbst zu arbeiten. Ich bin es leid die Entschuldigungen, Beteuerungen, Halb/Unwahrheiten. 
Es nervt mich dass ich keine Konsequenzen zieh. Er weiß es, ich weiß es. Ich werde nicht gehen. Ich liebe ihn. 
Leider oder zum Glück kann ich die Hoffnung und den Kampf nicht aufgeben...
Aber momentan hab ich das Gefühl ich kann nicht mehr. Es tut nur wahnsinnig weh. Und wütend bin ich auch. Vor allem die Unehrlichkeit verletzt mich. Dieser beständige Vertrauensbruch. Der nie abheilen kann, weil immer der nächste folgt.  
Ich erfahre (gefühlt) immer nur das was ich selbst weiß/rausfinde/behaupte. 
Ich habe das Gefühl zu kämpfen und zu geben und wenig zurückzubekommen.

Tja, das liest sich alles gruselig. Und weit weg von dem was ich unter einer erfüllenden Beziehung verstehe. Aber da ist trotz allem die Liebe. Und natürlich alles was sonst so wunderschön ist bei uns. 


Puh, viel Text. Wahrscheinlich  alles nichts Neues für euch. Aber es musste mal raus. 
Vielleicht hilft es sich hier ein bisschen auszutauschen. 

Liebe Grüße
Amelia

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  Glück Auf!
Geschrieben von: Sprengie - 25.02.2021, 14:43 - Forum: Begrüßungsforum - Antworten (1)

Glück Auf!

Ich habe das Forum hier über die Webseite gefunden.

Bin seit vielen Jahren regelmäßiger Pornokonsument und seit meinem elften Lebensjahr befriedige ich mich sehr regelmäßig selbst. Unterschwellig ist mir schon länger klar, dass ich ein Problem habe.

Seit Mitte Dezember letzten Jahres ist es jedoch zu einer zwischenmenschlichen Eskalation in meiner Männlein-Weiblein-Beziehung gekommen, die sich Ende Januar noch stark zugespitzt hat.

Da ich die NoFab-Bewegung schon ein Weilchen länger kenne, war mein dramatisches Aufwachen der Auslöser, einen massiven Versuch zu starten, von dem Doppelproblem loszukommen. Meine Frau liebt mich immer noch, sodass sie hinter mi.r und meinem Versuch steht, auch wenn sie zur Zeit emotional sehr verletzt ist, aber letzteres ist dann ein anderes Thema.

Ich habe auf meinem PC bereits ein NoFab-Tagebuch und eine Datei mit meiner ausführlichen Vorgeschichte begonnen. Wenn das alles halbwegs spruchreif ist, werde ich euch gern daran teilhaben lassen, weil mir die Meinungen von Aussenstehenden ebenfalls wichtig sind.

Ansonsten hoffe ich, hier Gleichgesinnte für guten Erfahrungsaustausch zu finden. Auf ein gutes Miteinander.

Der Sprengie  Blush

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  Ist eigentlich kein Pornosucht sondern Masturbationssucht
Geschrieben von: Dlxndr - 25.02.2021, 00:09 - Forum: Begrüßungsforum - Keine Antworten

Hallo Menschen

Ich bin neu hier und hoffe bald Unterstützung von euch zu erhalten.

Bin 38 Jahre alt und bin süchtig nicht direkt auf pornos.

Ich erkläre es mal ganz simpel.

Ab zirka 18 Jahre hatte ich wirklich Lust auf pornos. Konnte jeden Tag ein Film anschauen und masturbieren. Mit dem Alter habe ich herausgefunden dass ich mich nur masturbiere wenn ich ein Ereignis erlebt habe wo traurig, frustrierend oder sogar erfolgreich waren.

Ich hasse ehrlich gesagt heute pornos. Sie zeigen keine Liebe sondern nur Sex Appetit.
Leider kann ich aber nicht das masturbieren ausweichen. Ich könnte täglich masturbieren und das mach ich auch regelmässig. Es gibt aber seltene Momente dass ich 2-5 Tagen hintereinander nicht masturbiert habe. 
Ich masturbiere mich, wenn ich etwas im Internet schaue wo nicht direkt mit pornos zu tun habe. Zum Beispiel Erotik Filme, Erotik Theater Stücke, oder Periscope wo man je nach dem Frauen sehen kann wo sich freizügig zeigen obwohl es auf diese Plattform verboten ist.
Also habe ich herausgefunden dass ich nicht direkt auf pornos stehe, sondern auf so aufregende Situationen wo man evtl. nackte Frauen sehen kann. Ich habe schon monatlich bis 50.- CHF oder mehr ausgegeben für diese Apps auf dem iPhone wo man Frauen über live Stream sehen kann. Man zahlt pro Minute einen Betrag. 

Ich möchte mich nicht mehr masturbieren. Das macht mich nur müde und gehe öfters spät schlafen. So habe ich extrem Mühe am Morgen aufzuwachen und arbeiten gehen. Zum Glück kann ich mich desto trotz auf dem Arbeit gut konzentrieren.

Aber diesen Sucht mich zu masturbieren macht mich fertig und muss aufhören

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  Psychologische Begründungen
Geschrieben von: Jana - 24.02.2021, 09:12 - Forum: Persönlichkeitsentwicklung - Antworten (6)

Hallo ihr Lieben,

wie die meisten lese ich schon eine Weile mit... in der akuten Phase nach der Aufdeckung habe ich es nicht geschafft, etwas zu schreiben und mit euch zu teilen.. Nun habe ich mich aber so intensiv mit dem Thema Porno- bzw. Sexsucht (Pornosucht wird im wissenschaftlichen Kontext meist als Variante/Bereich/Teil der Sexsucht betrachtet und bei vielen hier geht es ja auch in die Richtung Cybersex-Sucht mit Sexting und erotischen Chats oder sogar das Ausleben mit Prostituierten..) beschäftigt, dass ich gerne einiges davon mit euch teilen möchte.
Ich habe es in "Persönlichkeitsentwicklung" eingeordnet, weil das bloße Aufhören mit süchtigem Verhalten das darunter liegende Problem aus psychologischer Sicht nicht löst.

Den Teil mit dem Dopamin und anderen körpereigenen "Drogen" überspringe ich vorerst mal, da ihr darüber wahrscheinlich bestens informiert seid. Dieser spielt natürlich eine entscheidende Rolle.

Ich fasse hier einfach mal so knapp wie möglich zusammen, was ich bei meiner Recherche so gelernt habe:

  • im Grunde hat diese Sucht nichts mit Sex zu tun, sondern
    ist eine erlernte Art, negative Gefühle wie Einsamkeit, innere Leere, Minderwertigkeitskomplexe, Scham, Langeweile, Angst, Wut usw. "wegzudrücken", auszuschalten, zu betäuben, zu überdecken. Eine Flucht, ein Schutzmechanismus.
    Zu Beginn mögen diese Mechanismen noch gut funktionieren, da da sich das süchtige Verhalten gut anfühlt, im Laufe der Sucht werden diese negativen Gefühle nun allerdings verstärkt (Teufelskreis), da Scham, Schuldgefühle und die Machtlosigkeit, das süchtige Verhalten aufzugeben, diese noch befeuern (oft werden diese dann auf Angehörige projiziert)
    Durch diesen Mechanismus werden die meisten Süchtigen auch relativ bis völlig unfähig, Empathie zu empfinden...
  • die Amis betrachten sexuelle Sucht meist als Symptom einer "Intimitätsstörung (intimacy disorder)",
    (im deutschsprachigen Raum mit dem Konzept Bindungsangst/-störung vergleichbar)
    meist liegt die Ursache dafür in der Kindheit/frühen Jugend.
    Laut Dr. Robert Weiss wird Intimität durch Intensität ersetzt. Intimität meint hier ein sich Öffnen, eine echte Verbindung mit einem anderen Menschen eingehen, welches dem Betroffenen nicht möglich ist und durch intensive Beschäftigung mit Sex ("falsche Intimität") ersetzt wird.
  • 8 Grundmotive sexsüchtigen Verhaltens (aus wissenschaftlicher Studie von John R. Guigliano, 2006), ohne Rangfolge:
    narzisstische Bedürfnisse, Bedürfnis nach Nähe und Liebe, Bedürfnis nach Selbstwertgefühl, Bedürfnis nach Schmerzfreiheit, Bedürfnis nach Befreiung von schmerzhaften traumatischen Affekten, Bedürfnis nach sexueller Identität, Befreiung von Belastung und Druck, Bedürfnis nach Macht und Kontrolle
  • 4 Grundüberzeugungen nach Dr. Patrick Carnes:
    #1 Selbstbild: Ich bin eine schlechte, wertlose Person
    #2 Beziehungen: Niemand würde mich lieben können, wenn er wüsste, wie ich wirklich bin
    #3 Bedürfnisse: Meine Bedürfnisse können nie erfüllt werden, wenn ich von anderen abhängig bin
    #4 Sexualität: Sex ist mein wichtigstes Bedürfnis


Wie bei jeder Sucht oder jedem Zwang ist dies natürlich alles unbewusst und durch die Betäubung ist es gar nicht möglich, mal tiefer zu schauen, was eigentlich los ist.
Außerdem trifft dies sicherlich nicht bei jedem zu und wenn dann wahrscheinlich nicht alle Punkte oder eben in unterschiedlicher Gewichtung.. Ist ja auch alles wahnsinnig komplex.
Im ersten Moment mag sich das alles sehr brutal anhören und ich hoffe sehr, dass sich niemand angegriffen fühlt und ich jetzt nicht total gesteinigt werde.

Zu einer konstruktive Diskussion darüber oder der Ausführung/Erklärung der einzelnen Punkte bin ich natürlich gerne bereit.
Bedenkt bitte auch, dass diese Zusammenfassung sehr abstrakt ist, UND sich auf Sexsucht im Allgemeinen bezieht. Zu Pornosucht im Speziellen gibt es natürlich auch noch jede Menge andere Theorien (vor allem was die jüngeren Süchtigen betrifft), über die ich natürlich auch gerne diskutiere.

Für mich als Partnerin waren diese Erkenntnisse sehr wichtig, um die Sucht besser zu verstehen und natürlich auch um zu versethen, dass das Ganze nichts mit mir zu tun hat.

Ich bin sehr gespannt, was ihr dazu sagt.

Liebe Grüße,
Jana

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  Keine Pornos ab 22.02.2021
Geschrieben von: quonn - 22.02.2021, 20:06 - Forum: 14-21 Jahre alt - Antworten (3)

Hintergrund:
Ich bin 17 Jahre alt, gehe auf ein Gymnasium und konsumiere mehr oder weniger regelmäßig seit meinem 13. Lebensjahr Pornos. Generell bin zufrieden mit meinem Leben, allerdings bin ich über einige meiner Eigenschaften unglücklich, die sich auf meine Porno-Sucht zurückführen lassen. Dazu gehört die extrem schlechte Organisation in meinem Leben. Sicherlich wäre ich auch ohne Pornos nicht der Strukturierteste, trotzdem erlauben sie mir, mich für einige Minuten in eine Welt voller Dopamin  und ohne Sorgen zurückzuziehen, um mich vor wichtigen Aufgaben zu drücken.
Durch diesen hohen Dopaminspiegel werden andere, eigentlich interessante Sachen fahl und langweilig, während mich die Pornos auch immer weniger befriedigen. Aus diesem Grund schaue ich mir nur noch selten "weiche" Pornos an, sondern suche nach immer extremeren Videos. Nach diesen extremen Pornos fühle ich mich schlecht und habe eine soziale Phobie, was vermutlich aufgrund der Schuldgefühle der Fall ist, die ich mir selber wegen dem Schauen der Videos gebe. Ich fühle mich dann wie ein Tier, welches im Grunde nur von seinen Trieben gesteuert wird. Außerdem fällt mir auf, wie ich nach dem Sehen von Pornofilmen angespannt bin und besonders meine Körpersprache aggressiver wird. Ich bin mir dessen bewusst und versuche, diese anzupassen und auch mit anderen Menschen nett und entspannt umzugehen, um Konflikte zu vermeiden. (weitere Nachteile: schlechte Konzentration, ungesunde Lebensweise, Vernachlässigung von Dingen, die mir wichtig sind, leichte Depressionen)

Mein Ziel:
Keine Pornos mehr schauen, bis ich das ohne ein schlechtes Gewissen machen kann. Dafür: sinnvoll Dinge, die mich am Ende des Tages glücklich machen.


Erster Tag (22.02.2021):
 Heute habe ich Pornos konsumiert. Aber morgen beginnt meine Abstinenz

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