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  Tag 10-12 Stress anfällig Zwangsgedanken
Geschrieben von: NonStop10 - 29.02.2024, 09:32 - Forum: 22-29 Jahre alt - Antworten (3)

Hallo Leute,

dies ist der zweite Anlauf. Ich befinde mich momentan zwischen Tag 10-12 NOPMO. Momentan gibt es eine stressige Situation, da ich selbstständig bin und mit gerade einen neuen Geschäftszweig aufbaue. 

Das erste mal NOPMO habe ich bis ca. Tag 40 durchgezogen. Ich erlebte vor allem in der Anfangszeit Symptome wie: Schlafstörung, Herzrasen, Panikattacken, Gehirnnebel, innere Unruhe, Angst und zwangsgedanken. Dadurch habe ich erst realisieren können, welchen Schaden die ganze Pornographie angerichtet hat. Ich Konsumierte Pornographie, seit meinem 14 Lebensjahr (bin mittlerweile 27 Jahre alt). 

Ab dem Tag 25 NOPMO ging es mir prächtig. Morgens stand ich ohne Probleme auf. Ich hatte Energie und einen guten Antrieb, doch an Tag 40 hatte ich Sex und habe die nächsten zwei Tage hintereinander wieder auf Pornos Masturbiert. Aktuell befinde ich mich wieder bei Tag 10-12.

Momentan durchlebe ich  Symptome wie Angstgedanken, Gehirnnebel, Leichte Panik, unmotiviert, depressive Verstimmung. 

Habt ihr eine ähnliche Erfahrung durchlebt?

Würde mich über eine Rückmeldung freuen.

Vielen Dank.

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  Mitglieder, die es sein wollen und welche, die es nicht sein wollen
Geschrieben von: Geduldige - 15.02.2024, 01:52 - Forum: Kritik und Anregungen - Keine Antworten

Hallo Ihr Lieben,

Ihr alle, die Ihr meinen Beitrag gelesen habt, der so gar nicht ins Bild der Geduldigen passt, so, wie Ihr mich bisher kennt.

Die, die ihn gelesen haben, wissen, worum es geht. Ich schreibe hier separat, um nicht das Thema des Verfassers weiter damit zu strapazieren.

Ich habe immer Verständnis, sowohl für die Männer als auch die Frauen, die sich hier im Forum bisher geäußert haben.

Und ich bin grundsätzlich dagegen, gleiches mit gleichem zu vergelten. Und ja, sicher habe ich aus der Emotion heraus, aus meiner Trauer heraus, weil ich meine Mutter verloren habe und sie nicht nochmal sehen konnte, ihr so vieles nicht mehr sagen konnte, reagiert, was keine Entschuldigung sein soll.

Aber ich habe, obgleich ich am nächsten Morgen meinen Beitrag wieder löschen wollte, was ich durchaus jederzeit als Moderatorin kann, nichts gelöscht, weil ich trotzdem dazu stehe und authentisch sowie ehrlich sein und bleiben möchte, auch wenn ich den ein oder anderen geschockt habe, nicht korrekt diplomatisch und sicher auch nicht ganz fair war.

Aber wer in diesem Forum angemeldet ist und auf meinen Schützlinge, die sich hier öffnen, selbstkritisch und ehrlich sind, sich bemühen und ein wirkliches Ziel haben, herumhackt und das Forum schlechtredet, muss auch damit rechnen, dass mal einer Geduldigen der Kragen platzt. Dazu stehe ich!

An alle Männer, die hier emsig ihr Ziel verfolgen, egal, wie lange es dauert und wie oft Ihr unten liegt und Euch aufrappeln müsst: Ich bin stolz auf jeden Einzelnen von Euch! Warum? Weil Ihr nicht nur jammert und bei allem und jedem die Schuld sucht, sondern weil Ihr Euch bewegt und etwas bewegen wollt!

Wer nichtmal selbst weiß, was er will und auf anderen Usern sowie diesem Forum herumtrampelt, ist hier fehl am Platz!

Für alles andere, Kritik und Vorschläge bin ich immer offen und damit auch fair. Die, die meine Beiträge kennen, wissen das. Und an diejenigen ist dieser Beitrag gerichtet und denjenigen ist er gewidmet.

Ich jammere nicht, denn dann würde ich das sicher in kürzereren Abständen tun. Die, die mich kennen, wissen, dass ich mir eher die Zeit nehme, anderen zu antworten, als in meinem eigenen Thema zu schreiben. Ich tue es nur, um zu zeigen, dass ich nicht die Super-Mentorin bin oder die Superheldin. Denn die bin ich nicht. Ich bin Eine von Euch, mit Problemen, Schwächen, Maleln, Ängsten und Sorgen. Ich Kämpfe, jeden verdammten Tag.

Soll heißen: Ich verstehe Euch, und ich verstehe jeden, der hier ehrlich kämpft und Verantwortung übernimmt oder es zumindest versucht.

Aber ich verstehe nicht den, der hier alles und jeden schlecht redet, das Forum frotzelnd und ungerechterweise kritisiert, obwohl er selbst nichts vorzuweisen hat und andere im Erreichen ihres Ziels hemmt. Der hat hier weder was zu suchen, noch das Recht, die selbstkritischen Kämpfer hier zu verhöhnen und ins Lächerliche zu ziehen, ohne selbst zu wissen, was er überhaupt vom Leben will.

Ich hoffe, Ihr verzeiht mir meinen untypischen, emotionalen, unverblümten Beitrag. Aber mir ist Eins klar geworden: Der Tod macht einem deutlich, wie kurz das Leben sein kann und wie sinnlos solche Sticheleien, die an Empfänger gerichtet sind, die etwas an ihrem Leben verändern wollen, ihre Fehler erkennen und kennen und sich dafür in Verantwortung sehen, etwas bewegen, und sei es noch so klein und langweilig oder unbedeutend für die, die es lesen, sind.

Eure Geduldige

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  Weg vom Irrweg
Geschrieben von: Komm_Schon_Cash - 25.01.2024, 08:20 - Forum: 30-39 Jahre alt - Antworten (5)

Hallo,

nun habe ich mich in dem Forum kurz vorgestellt und auch ein bisschen was gelesen. So ein Tagebuch ist vielleicht keine schlechte Idee. 

Ich konsumiere Pornos seit über 20 Jahren und weil ich mich nicht dagegen entschieden habe, hab ich eine tolle Frau verloren, die beste eben. 

Ich habe mehrere Anläufe gebraucht und nie länger als zwei Wochen durchgehalten. Hin und wieder genehmige ich mir gern einen Drink und dann ist der Pornokonsum nie weit weg. betrunkene und Kinder sagen immer die Wahrheit, aber es sollte nicht meine Wahrheit sein, Pornos zu konsumieren. 

Die normale Sexualität steht bei mir im Fokus, also beginnt heute für mich Tag eins. Keine Pornos, keine Masturbation, kein Alkohol.

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  Mein neuer Weg
Geschrieben von: Komm_Schon_Cash - 25.01.2024, 08:07 - Forum: Begrüßungsforum - Keine Antworten

Hallo zusammen,

mein Name ist "Cash", weil ich lieber Anonym bleiben möchte, bin 38 und ich hab wegen den Pornos meine Beziehung gegen die Wand gefahren. Eigentlich sind nicht die Pornos schuld, sondern ich selber, aber da liegt eben der Köter begraben. 

Ich konsumiere Pornos seit ich 15 oder 16 war. Das ganze fing mit meinem ersten Computer an. Damals war das Internet so langsam, dass sich die Bilder von oben nach unten nach und nach aufgebaut haben. An Videos war gar nicht zu denken. Irgendwann wurde alles "besser", aber eigentlich nur schlimmer. Videos, abgefahrene Sachen, eine verdrehte Realität und künstlicher Sex haben mich immer mehr eingenommen. Kein Mensch, keine Frau kann da mit mithalten. 

Mein Umdenken fing mit einer Frau an, die ich vor einem Jahr kennen gelernt habe. Sie hat sich sehr bemüht und versucht, mich davon los zu reißen. Irgendwie habe ich es zwar eingesehen, weil es die Sexualität in der Partnerschaft stört, es auch immer wieder mal zwei Wochen geschafft nicht zu konsumieren, aber der Pornoteufel hat mich immer wieder in seine Fänge bekommen. Ich habe beschlossen, ehrlich mit dem Thema umzugehen und habe es ihr mal früher, mal später aber wenigstens jedes Mal gesagt. Dabei habe ich mich gefühlt wie ein zwölfjähriger, der irgendwas Beichten muss. Sie war davon immer sehr verletzt, weil es auf eine Art und Weise eben Betrug ist. Das Problem ist wohl, dass der Sex, der im Kopf passiert, viel intensiver ist als das, was einem ein einzelner Mensch geben kann. 

Jedenfalls bin ich hier, weil ich nach Heilung suche. Ich möchte die Reize, welche von außen auf mich wirken reduzieren und mit weniger zufrieden sein. Mir war schon immer bewusst, wie sehr ich sie damit verletze, aber es schlägt einem wie ein Hammer aufs Genick, wenn man eine Person verliert. Das verrückte ist, dass der Alkohol das alles nur verschlimmert. Ich bin kein Alkoholiker, aber gelegentlich genehmige ich mir einen und dann sinkt einfach alles bei mir. Das ändere ich von heute an.

Nun, danke fürs durchlesen und ich hoffe, hier und da ein paar Leute zu finden, die gerade den selben Weg gehen und man sich ein wenig austauschen kann.

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  Pedro unterwegs
Geschrieben von: Pedro - 24.01.2024, 16:07 - Forum: 40 und älter - Antworten (5)

Hallo zusammen

Mein Pseudonym lautet Pedro, ich bin neu hier, mein Problem hingegen ist uralt. Ich schau mich hier etwas um, allen scheint es gleich zu gehen.

Pornos sind seit vielen Jahren meine tägliche Nebenbeschäftigung. Einen Neustart vor längerer Zeit habe ich hinter mir, dann habe ich es lange einfach schlittern lassen.
Heute bin ich bei Tag 7.

Vermutlich werde ich nicht täglich hier sein. Ich möchte versuchen, mein Leben ohne Pornografie und möglichst auch ohne solche Foren zu leben. Besonders ist für mich das Forum nicht eine Ersatzbeschäftigung. Ich habe begonnen, meine pornofreie Zeit vorallem durch Musik und Sport zu füllen.

Geichwohl interessiert mich wie es anderen "Gleichgesinnten" ergeht.

Viel Erfolg allerseits.

Euer Pedro

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  Fragwürdige Therapeutin
Geschrieben von: Pandora - 19.01.2024, 15:18 - Forum: Betroffene Partnerinnen - Antworten (4)

Hallo zusammen,


Ich bin neu hier. Ich bin 28 und mit meinem Partner seit 8 Jahren zusammen, kennen tun wir uns seit 13 Jahren. 

Schon zu Beginn unserer Beziehung sagte mir mein Partner dass er eine Pornosucht hat. Ich wusste es erst nicht einzuordnen, doch als ich dann merkte wie sehr es sich auf unsere Beziehung auswirkt, und anfing das Verhalten nicht mehr gutzuheißen leugnete er es und stellte mich als die Verrückte da. Das ging einige Jahre so und mit der Zeit wurde mir immer bewusster, dass das kein Problem ist, das man ignorieren kann. Da er auch unter einer sehr starken Cannabis-Abhängigkeit litt, machte ich Druck (über Jahre), dass er sich in eine Suchttherapie begibt. Das tat er dann auch - hauptsächlich wegen dem Kiffen. 

In Therapie ist er nun seit Februar 2023 und gekifft hat er schon seit Ende 2022 nicht mehr. Im Zuge der Therapie öffnete er dann auch gegenüber seiner Therapeutin seine Pornosucht und auch dann erst öffnete er sich mir komplett und gestand mir das ganze Ausmaß. Natürlich ging es mir nicht gut damit, aber ich dachte natürlich, wenn er jetzt professionelle Hilfe bekommt, wird das schon besser. 

Nun ja. Jetzt sind einige Dinge mit seiner Therapeutin vorgefallen und ich bin mir nicht sicher, ob ich das problematischer beurteile als es ist - oder ob es wirklich so daneben ist, wie ich denke. 
Grundsätzlich habe ich schon länger das Gefühl, dass sie seine Pornosucht nicht wirklich ernst nimmt, bei unserem ersten Angehörigen-Gespräch öffnete er einen Rückfall und sie reagierte mit ‚Ja, das ist ja aber auch kein Wunder, sie haben ja im Moment auch wirklich viel Stress‘. Fand ich schon seltsam, aber es ist ja auch nicht mein Job, von daher habe ich mich nicht eingemischt. 
Jetzt letztens war ich aber vollkommen sprachlos. Es lief eine Weile sehr gut - sein Konsum hat sich deutlich reduziert. Wir sind parallel auch noch bei einer Paarberaterin, die sagte ihm dann, dass sie uns nur helfen könnte, wenn er einem kompletten Verzicht auf Pornos zustimme. Das hat er dann auch eingewilligt. Allerdings hat ihn das scheinbar extrem unter Druck gesetzt und er meinte, er muss seit dem Verbot wieder viel öfter daran denken, etc. Das war zwischen den Feiertagen. Und da lobte er mich noch wie gut ich damit umgehen würde. 

Eines Nachts wurde ich dann plötzlich wach und er lag nicht im Bett. Ich habe mir nichts dabei gedacht und bin auf Toilette, weil ich mal musste. Und da saß er und wirkte total ertappt. Er gestand mir dann, dass er sich extra einen Wecker mitten in der Nacht gestellt hatte um heimlich Pornos zu schauen. Ich fand das natürlich sehr beunruhigend und meinte er müsse das vielleicht nochmal näher mit seiner Therapeutin besprechen. 

Jetzt sind wir bei der Situation, die mir so Bauchschmerzen bereitet. Am nächsten Therapie-Termin kam er danach etwas verhalten nach Hause, sonst begrüßen wir uns immer sehr herzlich, aber ich spürte direkt seine Anspannung. Als ich dann fragte, wie die Therapie war, erzählte er mir dass er den Rückfall in der Gruppe geöffnet hätte. Seine Therapeutin hätte dann wohl die Frage gestellt, ob es nicht sein könnte, dass wir das in der Beziehung zu sehr problematisieren. Das hat mich schon sehr wütend gemacht. Und dann habe sie wohl so etwas gesagt wie ‚Schauen Sie sich doch mal in der Gruppe um, ich wette fast alle hier konsumieren mehr Pornos als Sie‘ . Da ist mir die Kinnlade nach unten geklappt und seit dem quasi nicht mehr zugegangen Big Grin 

Bin ich die Einzige, die das Gefühl hat, dass die Therapeutin das Thema absolut nicht ernst nimmt? Natürlich weiß ich dass es durch seinen Filter bei mir ankommt, aber ich finde das trotzdem sehr seltsam. Und zudem macht es mich wütend, dass sie die Frage stellt, ob wir das Ganze zu sehr problematisieren, nachdem mein Freund das mit dem Wecker erzählt hat, das ist ja kein gesundes Verhalten. Und ich habe jahrelang dafür gekämpft, dass mein Freund es auch als Problem annimmt und das ist ja die Basis für jede Besserung. 
Dazu kommt noch, dass sie ihn mehr oder weniger dazu geraten hat, auszuziehen und dass er mehrfach schon gesagt hat, dass er das Gefühl hat, dass sie ihn dahin drängen möchte mit mir Schluss zu machen. Ich finde das alles sehr alarmierend, weiß aber auch nicht inwiefern ich einfach nur nicht mit dem Kontrollverlust umgehen kann und mir da was zusammenspinne..

Wie würdet ihr die Situation einschätzen? Findet ihr das Verhalten auch so fragwürdig? Wäre euch für eure Meinung dankbar Smile 

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  Sex- und Pornosucht: Zurück in ein normales Leben
Geschrieben von: michaelgingler97 - 16.01.2024, 19:09 - Forum: 22-29 Jahre alt - Antworten (2)

Liebe Alle,

nach nun mittlerweile sechsjähriger Qual habe ich mich dazu entschlossen, mein Leid mit Euch zu teilen und es langfristig zu beenden. Ich bin 27 Jahre jung, Single und habe wohl so etwas wie ein gestörtes Verhältnis zu meiner Sexualität. Objektiv betrachtet wäre ich mit meinem Problemen besser bei einer professionellen Hilfe aufgehoben, jedoch traue ich mich nicht diesen Schritt zu gehen und hoffe daher, hier auf Resonanz stoßen zu können.

Zu meiner Lebens-/Leidensgeschichte: Vor circa sechs Jahren habe ich mich von meiner ersten uns bislang einzigen Freundin getrennt. Nach fast dreijähriger Beziehung habe ich festgestellt, dass wir nicht mehr zueinanderpassen. Bevor wir uns endgültig getrennt haben, hatten wir lange keinen Sex mehr. Ich war zu dem Zeitpunkt pornosüchtig und habe mir über Pornos die libidinöse Befriedigung abgeholt. Nach der Trennung war ich überzeugt und fast schon arrogant, künftig viele Partnerinnen kennenzulernen und lose Verhältnisse mit ihnen führen zu können. Leider entwickelte sich mein in Leben in eine ganz andere Richtung.

Zuerst erkrankte ich psychisch und körperlich. Ich leide unter einer Krankheit, die bei mir übermäßiges Schwitzen am gesamten Körper verursacht. Zudem intensiviert sich das Schwitzen, sobald ich nur daran denke, nicht schwitzen zu wollen. Frei nach dem Motto: Denk nicht an den blauen Elefanten im Raum. Das macht es mir vermeintlich unmöglich, Frauen zu daten geschweige denn Sex zu haben. Ich habe Angst, dass es abstößt.

Nach der Trennung bin irgendwann in die Situation geraten, regelmäßig für sexuelle Dienstleistungen zu bezahlen, was mich finanziell geradezu ruiniert hat. Ich bin zwar nicht pleite, ich habe aber auch kaum Geld. Weiterhin verbringe ich mehrere Stunden am Tag am Handy oder am Computer, um Kontakte zu Escortdamen zu knüpfen und ein mögliches Treffen zu vereinbaren. Es kommt meistens nicht zum Treffen, da mir aktuell auch das Geld fehlet, aber allein die Kommunikation kurbelt meine Fantasie an. Unter diesen Umständen leidet meine Arbeit und mein Privatleben massiv. Die Kontakte zu meiner Familie & meinen Freunden verflüchtigen sich. Wenn ich zu masturbieren beginne, dauert es wenn überhaupt nur maximal 30 Sekunden, bis ich komme. Manchmal muss er dafür gar nicht steif sein, es reichen wenige Handbewegungen. Es ist in den letzten Jahren zu einer verhängnisvollen Verquickung zwischen Porno-/ Sexsucht und psychischen sowie körperlichen Problemen gekommen. Mit jemandem darüber sprechen möchte ich nicht, weil ich mich dafür schäme. 

Das Forum soll dazu dienen, nahezu kathartisch mit dieser Thematik umzugehen, auch in der Hoffnung, Leidensgenossen zu finden oder Menschen, die ähnliche Probleme haben, zu vermitteln, dass sie nicht alleine sind. Daher werde ich das Forum dafür nutzen wollen, mein Leben in Ausschnitten zu dokumentieren und Fortschritte & Rückschläge hinsichtlich meines Ziels festzuhalten.

Das Ziel: Zum einen möchte ich mich der Pornoindustrie (kursiv, da es verdeutlicht, wie ich darüber denke: uns wird ein völlig verzerrtes Bild von Sexualität gezeigt) komplett entsagen, auf einem meiner Ansicht nach gesunden Wege masturbieren (nicht zu häufig, mit viel Fantasie & bestmöglich ausdauernd), um mittelfristig wieder jemanden, einen Menschen, den man vertraut und gern hat, kennenzulernen und keine Scheu davor zu haben. Ich hoffe, es mündet in ein endlich wieder vitales Leben. 

Ich freue mich über jeden einzelnen Kommentar, ob kritisch oder unterstützend!

Wir schreiben den 16.01.2024: ich möchte mich ändern!

Liebe Grüße

Michael Smile

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  Ein Hallo in die Runde
Geschrieben von: Kelene - 13.01.2024, 08:05 - Forum: Begrüßungsforum - Keine Antworten

Guten Morgen ihr Leidgeplagten da draußen,

ich möchte mich hier nur eben vorstellen und zur Problematik lieber einen gesonderten Thread eröffnen.

Zu mir: ich bin 49 Jahre alt und arbeite in führender Position (das spielt vermutlich eventuell eine Rolle).
Ich bin keine Schönheit aber ich strahle von innen (auch das spielt vermutlich eine Rolle).
Da ich vermutlich eine Co-Abhängige bin wird es Zeit mich mit diesem Thema mehr und intensiver zu beschäftigen. Es liegt bei uns so vieles im Argen ....

Mein Partner ist 56 Jahre alt. Wir haben uns '08 über ein Sexforum kennengelernt und sind seit '09 ein Paar.
Dieses Forum war sehr lange Bestandteil unserer Beziehung. Dort dreht sich natürlich nicht alles um Sex, das reicht viel weiter. Und wir hatten da wirklich sehr schöne Freundschaften geschlossen, also reale Menschen.
Ich glaube das er schon süchtig war als wir uns kennengelernt haben.
Nur so richtig begriffen, oder eher in meinem Empfinden zugelassen das es so ist, habe ich wohl erst jetzt.
Und das trifft mich gerade ziemlich heftig.
Das er Probleme in vielen Lebensbereichen hat hab ich recht schnell erfasst.
Nur wenn Gefühle sehr stark sind glaubt man alles zu schaffen.
Man findet Lebenserfahrungen die vieles erklärbar machen.
Mittlerweile bin ich so leer und müde, ich weiß leider nicht mehr wirklich weiter.
Auf der einen Seite liebe ich ihn immer noch sehr und möchte ihn unterstützen und vor allem nicht hängen lassen. Ich weiß das würde für ihn den Untergang bedeuten.
Auf der anderen Seite habe ich gerade so viele negativen Gefühle in mir weil ich um so viele Dinge beraubt wurde und weiterhin beraubt werde.
Ja, ich weiß, es braucht immer einen der es macht und einen der zuläßt was mit ihm gemacht wird.
Nur mittlerweile ist der Sumpf so tief das es nicht so einfach sein wird diesem zu entkommen.

Das Forum hier möchte ich nutzen um meinen Kopf klarer und freier zu bekommen, meine Gedanken einfach fließen lassen zu können.
Da ich mit niemandem darüber reden kann hoffe ich hier auf Zuhörer die unsere Situation nicht verteufeln und nicht gleich nach Trennung schreien, auch wenn diese gerechtfertigt wäre.
Durchs Querlesen weiß ich schon das ich nicht allein damit bin. Zu viele Geschichten weisen Parallelen auf. Nur bleibt jede Geschichte doch auch individuell, so auch unsere.

Ich wünsche euch da draußen ein schönes Wochenende mit vielen guten Gedanken.

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  Ein Hallo in die Runde
Geschrieben von: Kelene - 13.01.2024, 08:05 - Forum: Betroffene Partnerinnen - Antworten (2)

Guten Morgen ihr Leidgeplagten da draußen,

ich möchte mich hier nur eben vorstellen und zur Problematik lieber einen gesonderten Thread eröffnen.

Zu mir: ich bin 49 Jahre alt und arbeite in führender Position (das spielt vermutlich eventuell eine Rolle).
Ich bin keine Schönheit aber ich strahle von innen (auch das spielt vermutlich eine Rolle).
Da ich vermutlich eine Co-Abhängige bin wird es Zeit mich mit diesem Thema mehr und intensiver zu beschäftigen. Es liegt bei uns so vieles im Argen ....

Mein Partner ist 56 Jahre alt. Wir haben uns '08 über ein Sexforum kennengelernt und sind seit '09 ein Paar.
Dieses Forum war sehr lange Bestandteil unserer Beziehung. Dort dreht sich natürlich nicht alles um Sex, das reicht viel weiter. Und wir hatten da wirklich sehr schöne Freundschaften geschlossen, also reale Menschen.
Ich glaube das er schon süchtig war als wir uns kennengelernt haben.
Nur so richtig begriffen, oder eher in meinem Empfinden zugelassen das es so ist, habe ich wohl erst jetzt.
Und das trifft mich gerade ziemlich heftig.
Das er Probleme in vielen Lebensbereichen hat hab ich recht schnell erfasst.
Nur wenn Gefühle sehr stark sind glaubt man alles zu schaffen.
Man findet Lebenserfahrungen die vieles erklärbar machen.
Mittlerweile bin ich so leer und müde, ich weiß leider nicht mehr wirklich weiter.
Auf der einen Seite liebe ich ihn immer noch sehr und möchte ihn unterstützen und vor allem nicht hängen lassen. Ich weiß das würde für ihn den Untergang bedeuten.
Auf der anderen Seite habe ich gerade so viele negativen Gefühle in mir weil ich um so viele Dinge beraubt wurde und weiterhin beraubt werde.
Ja, ich weiß, es braucht immer einen der es macht und einen der zuläßt was mit ihm gemacht wird.
Nur mittlerweile ist der Sumpf so tief das es nicht so einfach sein wird diesem zu entkommen.

Das Forum hier möchte ich nutzen um meinen Kopf klarer und freier zu bekommen, meine Gedanken einfach fließen lassen zu können.
Da ich mit niemandem darüber reden kann hoffe ich hier auf Zuhörer die unsere Situation nicht verteufeln und nicht gleich nach Trennung schreien, auch wenn diese gerechtfertigt wäre.
Durchs Querlesen weiß ich schon das ich nicht allein damit bin. Zu viele Geschichten weisen Parallelen auf. Nur bleibt jede Geschichte doch auch individuell, so auch unsere.

Ich wünsche euch da draußen ein schönes Wochenende mit vielen guten Gedanken.

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Rainbow Ich war lange süchtig auf Porno u. Masturbation
Geschrieben von: zomagis - 10.01.2024, 03:00 - Forum: Begrüßungsforum - Antworten (1)

Ich bin jetzt 65. Wurde als junger Erwachsener massiv traumatisiert (nicht sexuell), daraus entwickelte sich eine PTBS (das Wort gab es in den 80ern noch nicht mal) und mehrere Süchte, speziell Sexsucht und Sucht nach „weichen“ Drogen, Cannabis, Ecstasy, LSD, Psilo-Pilze und so weiter. Die Sexsucht war hauptsächlich eine Sex-Ersatz-Sucht, Porno & Selbstbefriedigung. Die heftigste Phase hatte ich noch vor der allgemeinen Verbreitung des Internet, also in der Zeit, wo man Pornofilme nur in Kabinen in Sexshops ansehen oder zum Ansehen mit Videorekorder kaufen konnte, es gab gedruckte Pornohefte und solche Sachen wie Peep-Shows. Ich war größtenteils vollzeit-berufstätig, aber derart gestört, dass ich Jahre hindurch große Teile meiner Freizeit mit Pornos und SB verbrauchte. Ich hatte eine Freundin, dann eine Zeit lang keine (in der Zeit wurde wohl die Grundlage für die Sexsucht geschaffen), dann wieder eine. Auch guten Sex mit ihr, die Sexsucht übernahm aber bald das Ruder, was zu einer Abnahme des Interesses an der Freundin und irgendwann zu einem Ende der Beziehung führte. Danach hatte ich immer Beziehungen, die nach einer mehr oder minder langen Zeit an meiner Sexsucht scheiterten (auch an anderen Dingen). Ich will jetzt nicht meine ganze Suchtgeschichte erzählen, der Text würde einfach zu lang werden. Ich hatte eine ausgeprägte Suchtpersönlichkeit, drei Süchte: Sexsucht, Drogensucht und Mediensucht (stundenlang im Web interessante Sachen lesen). Dann sind ein paar wirklich gefährliche Dinge in meinem Leben passiert,  belastende Grenzerfahrungen, vieles hat mich an gewisse Psychothriller erinnert (David Lynch lässt grüßen …), nur dass ich in keinem Film war, sondern in meinem realen Leben, welches ich beinahe völlig zerstört hätte.

Ich praktiziere seit langer Zeit buddhistisches Tantra, hierzulande meist in der Erscheinungsform „Tibetischer Buddhismus“ bekannt. Jedenfalls ist es mir unter äußerst anstrengenden jahrelangen Bemühungen und Kämpfen gelungen, auch mit Hilfe von wunderbaren Menschen in meiner Umgebung, alle meine Süchte, insbesondere die Sexsucht, die im Vergleich am meisten Leid bewirkt hat, unter Kontrolle zu bekommen. Das heißt nicht, dass Sucht für mich kein Thema mehr ist, aber ich bin hinüber gelangt auf die „andere Seite“. Ich möchte sexsüchtige Menschen motivieren, ihre Sucht zu beenden zugunsten einer vollständigen und ganzheitlichen sexuellen Zufriedenheit. Ich habe mich mit dem Thema als Betroffener, aber auch wissenschaftlich reflektierend, gründlich auseinander gesetzt und bin dabei, etwas zu entwickeln, was ich „Suchtbegleitung mit Geistestraining“ nenne, diese funktioniert nicht nur für Sexsucht.

Über Sexsucht spricht kaum jemand offen, es ist die einsamste aller Süchte. Ich will diese Mauer des Schweigens durchbrechen, indem ich mich offen darüber äußere und meine Erfahrung zur Verfügung stelle, einen Weg heraus aus der Sucht und hin zu tatsächlicher Erfüllung eröffne.

Ich unterscheide zwischen Ersatz-Sexsucht, vor allem SB und Porno, und Real-Sexsucht, also tatsächlichen sexuellen Begegnungen in einer süchtigen Weise, z.B. Machtgefälle missbrauchen, viel Geld für Prostituierte ausgeben, ständiger Partnerwechsel usw.). Es gibt auch sexsüchtige Frauen, gar nicht so wenige, und immer mehr relativ junge Menschen, die schon lang sexsüchtig sind.

Ich halte nichts von den meist religiös überfrachteten Vorstellungen, wie glücklicher Sex auszusehen hat, nämlich ausschließlich in einer monogamen Partnerschaft stattfindend. Das ist recht seltsam, wenn man nach Selbsthilfe bezüglich Sexsucht recherchiert, findet man jede Menge christliche Initiativen. Jeder Mensch braucht gute sexuelle Befriedigung, wofür es sehr verschiedene Modelle gibt. Auch die sogenannten dunklen Seiten des Sex, BDSM oder allerlei Fetische, können meiner Meinung nach einen Platz in einem ausgewogenem Sexleben haben. Das Problem mit der Sexsucht besteht darin, dass wir keine schönen intimen Begegnungen mehr haben, wenn wir uns sexsüchtig verhalten. Sexsucht und sexuelle Zufriedenheit schließen einander aus. Um zur Zufriedenheit zu gelangen, muss man die Sucht beenden. Die Grenzen sind immer individuell, und um die zu finden, ist es gut, mit jemanden über all das sprechen zu können. In diesem Sinn ist es wunderbar, dass Foren wir dieses hier existieren, weil es für viele wohl die erste Möglichkeit ist, sich über ihr Problem zu äußern.

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