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RE: Ich versuche mal das Projekt - Schokiprinz - 06.07.2019

Hallo Burnham,

meinen allergrößten Respekt und herzlichen Glückwunsch, dass du es geschafft hast.

Es freut mich besonders, dass du als Weggefährte durchs Ziel gegangen bist.

Das du reflektiert bleiben musst, weisst du. Es sind die unvorherrsehbaren Ereignisse, die einen Rückfall begünstigen.

Deshalb ein Tipp. Natürlich wünsche ich dir, dass dein Ostsee Date erfolgreich wird. Setze dich aber trotzdem vorher damit auseinander, das dein Ostsee Date ein Fiasko werden könnte und wie du danach trotzdem standhaft bleibst.

Man muss psychisch so stabil sein/werden, dass kein Ereignis ein Auslöser für einen Rückfall werden kann. Aber du schaffst das schon!

Alles Gute


RE: Ich versuche mal das Projekt - Burnham - 06.07.2019

Tag 95,

alles beim alten. Ich mache noch jeden Tag meine Belohnungs-Kreuzchen in den Kalender. Ein Ritual, das mir gefällt und mir jeden Tag bewusst macht, dass der gestrige Tag gut war. Und dieses positive Gefühl bestärkt mich immer wieder aufs neue, dass der heutige Tag auch gut wird. Ich weiß noch nicht, ob ich dieses Ritual nach meinem Projekt weitermachen soll. Auf der einen Seite möchte ich schon mit dem Projekt abschließen. Auf der anderen Seite könnte mir ein gewisser Halt oder die Fokussierung fehlen. Jetzt wo ich das schreibe, wäre es wohl besser, wenn ich die Kreuzchen erstmal weiter mache. Ich bin ja nicht geheilt, nur weil ich die bald 100 Tage geschafft habe.

Es ist schon erstaunlich, dass ich so überzeugt bin, dass ich die 100 Tage schaffe. Das schrieb ich schon an Tag 90, wo ich doch noch 10 Tage zu überstehen hatte. 10 Tage die vor dieser erfolgreichen Phase locker zum Rückfall gereicht hätte. 10 Tage, wo ich gebangt hatte und trotzdem oft rückfällig wurde. Jetzt sage ich fast aus der Hüfte: 10 Tage? Das schaffe ich! Unglaublich, wenn ich es mir so überlege.

Ich habe mir über die zwei Jahre endlich den Flow erarbeitet, den ich haben wollte. Das konnte ich mir natürlich vorher nicht vorstellen, wie dieser Flow sein könnte. Ich kenne sowas ja nur aus der Kindheit, wo ich mit Sex/Porno nicht in Berührung gekommen bin. Es ist auf jeden Fall ein sehr gutes Gefühl. Das mir etwas fehlt, spüre ich gerade nicht. Ich bin gerade an einem Punkt, wo ich wirklich selbst entscheiden kann, was ich mache. Also auch die Entscheidung, ob ich mir jetzt Bildchen als Einstiegsdroge anschauen möchte. Nur ist es jetzt kein Drang oder Zwang mehr. Ich müsste mich jetzt wirklich dafür entscheiden. Was ich natürlich nicht tue. Das wäre ja absolut fatal. Und diese gelöste Grundhaltung wollte ich haben. Wie ich ganz am Anfang meines Projekt geschrieben hatte, wollte ich nicht permanent gegen meine Pornosucht kämpfen, sondern diese Sucht auflösen. Das scheint mir aktuell gut gelungen zu sein. Es ist also machbar. Und das wollte ich mit meinem Projekt erfahren. Jetzt weiß ich, dass ich es kann und dass es machbar ist.

Das ist die virtuelle Welt. Bildchen, Porno und Saunaclubliste. Wie ist es in der Umwelt? Da sind auch genug Reize. Und natürlich erkenne ich die Reize gewisser Damen. Manche sehen auch wirklich sehr gut aus. Nur es verfolgt mich nicht mehr bis zu mir nach Hause. Ich denke schon fast nicht mehr an die sexy Damen, wenn sie aus meinem Blickfeld wieder verschwunden sind. Wie ich schon mal geschrieben habe, ist es für mich eine wichtige Aufgabe, dass ich nicht ein zweites Mal hinschaue. Das erfordert noch etwas Konzentration, aber es geht.

Meine Arbeitswoche war diesmal sehr angenehm. Es ist auch eine Kunst, das so zu erkennen. Ich konnte vieles aufarbeiten und mit großen Problemen wurde ich nicht konfrontiert. Die Woche davor war schon hart, weil ich mich durch die Wochen an der Ostsee und Österreich ziemlich heruntergefahren hatte. Und die tollen Seminare in Berlin und Salzburg taten natürlich ihr übriges. Durch die Seminare muss ich mir noch viel Wissen aneignen und auf der Arbeit werde ich dadurch natürlich jetzt viel mehr gefordert. Das spürte ich vor allem in der ersten Wochen nach dem ich wieder da war. Das alte Gefühl der Überforderung stieg langsam hoch. Da wäre ein Porno früher die logische Folge gewesen. Jetzt nicht mehr. Lieber nutze ich meine Energie, um die Probleme anzugehen. Deswegen war wohl auch diese Woche so angenehm. Wenn ich etwas noch nicht kann, sage ich es und überfordere mich nicht. Zum Glück bin ich in einem Team, das mich da auch unterstützt. Nur muss ich auch sagen was los ist, sonst werde ich erdrückt.

Karma. Wie oft hatte ich geschrieben, dass mein Karma nach Rückfällen richtig beschissen war. Ich sehe es immer noch so. Nach einem Pornorückfall wäre diese Woche nicht so gut gewesen. Davon bin ich überzeugt. Zu oft habe ich diese Erfahrung in meinem Projekt machen dürfen. Vor allem, weil ich nach einem Rückfall auch anders drauf bin. Deswegen habe ich absoluten Respekt vor einem Rückfall. Man könnte schon leichte Angst sagen, weil ich mir dadurch gerade viel versauen könnte. Und dieses Wissen um das miese Karma schreckt mich auch davor ab, mir Bildchen anzuschauen. Das Karma ist gerade richtig gut und das möchte ich nicht verlieren. 10 Tage Chaos kann ich mir absolut nicht leisten. Dafür habe ich noch zu viel aufzuarbeiten und in 6 Tagen fahre ich schon zu meiner Ostsee-Frau.


RE: Ich versuche mal das Projekt - Burnham - 06.07.2019

Ich danke euch herzlich für euer schönes Feedback und eure Glückwünsche! Ich gebe weiterhin mein bestes! Smile

(04.07.2019, 09:44)ITGuy schrieb: Wie du selbst schon geschrieben hast ist die Gefahr eines Rückfalls immer gegeben, und du mußt weiter auf der Hut sein.

Hi ITGuy,

so ist es. Ich darf mich nicht als geheilt ansehen und nach dem Projekt leichtfertig werden. Aber das tolle Gefühl, das ich gerade erlebe, kann mir schon mal keiner mehr nehmen. Es ist in meinem Leben verankert. Deswegen war es für mich wichtig, solange hier weiterzumachen, bis ich mein Projekt geschafft habe. Ich kann mich immer wieder an diese Phase zurückerinnern. Wir müssen uns unser Selbstbewusstsein erarbeiten und dann haben wir etwas, wo wir sagen können: Ich kann! Die beste Suggestion meiner Meinung nach.

(04.07.2019, 14:26)phoenix schrieb: Bleib reflektiert, das schützt Dich und die grossartige Entwicklung weiterhin.

Hallo phoenix,

das möchte ich gerne weiter so machen. Nur wie wird es sein, wenn ich mein Projekt hier für abgeschlossen erklärt habe? Dieses Tagebuch war schon eine schöne Sache, dass ich vieles reflektieren konnte. Ich bin ja weit über die Pornosucht hinausgegangen. Für mich gehört halt alles zusammen und ich wollte auch reflektieren, welche Auswirkungen meine Pornosucht in den ganzen anderen Bereichen hat. Für mich ist klar, dass die Pornosucht nicht für sich alleine steht. Es reicht nicht, einfach nur nicht mehr zu schauen. Die Sucht infiltriert alles. Die Arbeitswelt, der Bezug zur Umwelt, Beziehungen, Liebesleben, die Rolle in Gruppen, ... Es gibt bestimmt noch einiges zu reflektieren bei mir. Das Leben wird sich weiterentwickeln. Neue Herausforderungen werden kommen. Ich werde weiter geprüft. Vor allem von den Frauen. Smile Ich weiß noch nicht, wie ich weiter machen werde. Vielleicht tut mir auch mal eine kleine Reflektionspause gut und ich halte eine Weile meinen aktuellen Stand.  

(05.07.2019, 22:29)RedBlob schrieb: Diese Welt ist nicht einfach. Die wahre Welt hat nicht nur schöne Seiten. Es gibt Schmerz, Langeweile, Einsamkeit, Wut... Aber gerade auch diese Emotionen machen diese Welt aus, machen unser Leben aus. Gerade durch diese Emotionen lernt man das Schöne im Leben zu schätzen. Und wir lernen mit dem Reboot mit diesen Emotionen umzugehen. Sie wieder zu fühlen und nicht zu unterdrücken und mit Pornos zu ertränken.
Der einfache Weg ist nicht immer der richtige Weg.

Hi RedBlob,

sehr gut gesagt und erkannt. Auch die "negativen" Gefühle wollen ausgelebt werden. Sonst werden sie nie heilen und uns ewig weiter verfolgen. Und durch das Hindurchgehen der "negativen" Gefühle erlebe ich die "positiven" Gefühle viel intensiver. Durch unseren Pornokonsum betäuben wir vieles und nehmen uns auch die Chance richtig tolle Gefühle zu erleben. Aber das wichtige dabei ist, dass wir nicht nur die Erkenntnisse haben. Wir müssen diese Erkenntnisse auch in die Tat umsetzen. Sonst bringen leider die besten Erkenntnisse gar nichts.

(06.07.2019, 06:52)Schokiprinz schrieb: Es freut mich besonders, dass du als Weggefährte durchs Ziel gegangen bist.

Das du reflektiert bleiben musst, weisst du. Es sind die unvorherrsehbaren Ereignisse, die einen Rückfall begünstigen.

Hallo Schokiprinz,

das freut mich besonders, dass du dich nochmal meldest. Ich wäre gerne mit deinem Abgang auch fertig geworden. Aber meine Zeit war es wohl noch nicht. Ich weiß noch, als du im November sehr an mich geglaubt hattest und ich nach meinem Gefühlschaos doch rückfällig wurde. Danach brauchte ich wieder eine ganze Weile, bis ich wieder auf Kurs kommen konnte. Vielleicht musste das nochmal sein, um mir klar zu sein, welche Gefahr so ein Gefühlschaos bei mir hat.

(06.07.2019, 06:52)Schokiprinz schrieb: Deshalb ein Tipp. Natürlich wünsche ich dir, dass dein Ostsee Date erfolgreich wird. Setze dich aber trotzdem vorher damit auseinander, das dein Ostsee Date ein Fiasko werden könnte und wie du danach trotzdem standhaft bleibst.

Danke für diese Reflektion. In dieser Geschichte hatte ich gestern Morgen ein down. Nach der ganzen Euphorie und dass das alles bis Dato so gut gelaufen ist, bin ich gestern in ein Emotionsloch gefallen. Da kamen schon die Zweifel, ob es richtig ist, ob ich nicht enttäuscht sein werde, dass meine Erwartungshaltung zu groß sein wird, dass ich gar nicht weiß, was sie denkt und fühlt, vielleicht kommt eine ablehnende Haltung, ...

Ich habe dieses Emotionsloch aber als positiv empfunden. Mir ist klar, dass ich diese positive Spannung nicht solange hochhalten kann und es auch ziemlich ungesund ist. Meine Erwartungshaltung an die Frau würde ich mir selber zu sehr nach oben schrauben. Und dann ist die Enttäuschung vorprogrammiert. Ich möchte locker und frei dort auftreten. Gut gelaunt - egal was kommt.

Deswegen finde ich es gut, dass ich gerade ein down durchmache, um bis nächste Woche Freitag auf ein Normalmaß zu kommen mit einer leichten Tendenz nach oben. Ich darf nichts erwarten. Ich darf auch kein Ziel haben, was ich erreichen möchte. Ich möchte nur die Zeit dort genießen können.

Es ist wirklich eine gefährliche Phase, die ich da provoziere. Projekt beendet, ein ungewisses Wochenende und wie werde ich danach weitermachen.


RE: Ich versuche mal das Projekt - Burnham - 08.07.2019

Tag 97

Morgen sind es schon 14 Wochen im Hardmode. Unglaublich, wenn ich das so sehe. Sonst war bei mir die 14-Tage-Grenze schon kaum zu erreichen gewesen. Aber irgendwann nach einem Monat gingen die Tage automatisch immer weiter. Der "Kampf" wurde etwas weniger, aber ich musste mich stark konzentrieren, den Triggern aus dem Weg zu gehen und mich nicht in irgendetwas erotischem hineinzusteigern.

Wie geht es mir körperlich? Ziemlich gut. Keine Schmerzen, kein Druck und irgendwelche Beeinträchtigungen spüre ich ebenfalls nicht. Außerem habe ich ca. 6 Kilo seit meinem Abnehmprojekt abgenommen. Sieht also nicht mehr so erschreckend im Spielgel aus. Smile Bis zu meinem Wunschgewicht möchte ich noch 8 Kilo abnehmen. Außerdem merke ich, dass es im Sommer doch einfacher ist abzunehmen. Bei der Wärme habe ich eh kaum Hunger. Ich mache das aber nicht so verbissen. Esse manchmal auch Sachen, die ich besser nicht essen sollte. Nur auf die Waage stelle ich mich jeden Morgen und Abend. Das allein motiviert mich schon richtig zu reagieren.

Das Wochenende war extrem bei mir. Ich habe lange nicht mehr soviel geschafft, wie an diesem Wochenende. Selbst am Freitag nach der Arbeit habe ich noch bis 22 Uhr gewisse Arbeiten nachgeholt, um endlich auf einen guten Stand zu sein. Am Samstag/Sonntag habe ich mein zu Hause umstrukturiert, umgeräumt, ausgemistet, geputzt, gewaschen, ... Und ich wollte gar nicht mehr aufhören. Es kam mir so vor, als wenn ich Speed geraucht hätte. Umso besser alles aussah, desto mehr Lust bekam ich weiterzumachen. Dann fing ich an mein zu Hause so zu säubern und zu gestalten, als wenn meine Ostsee-Frau zu mir kommen würde. Auto gewaschen und Schuhe gekauft habe ich auch noch. Also sowas hatte ich schon Ewigkeiten nicht mehr gehabt. Ich glaube, dass das auch dem Hardmode zuzuschreiben ist. Ich spüre schon viel mehr Energie in mir, als noch zu Porno- und Masturbationszeiten.

Mit meiner Ostsee-Frau läuft alles ganz gut bis jetzt. Freitag Nachmittag darf ich bei ihr aufkreuzen. Also werde ich so um 10 Uhr gemütlich zu ihr hinfahren. Außerdem darf ich bei ihr schlafen. Bestimmt hat sie mich im Wohnzimmer oder so geplant. Mal sehen, wo ich lande. Smile Bin echt gespannt, wie weit ich überhaupt gehen darf und was sie überhaupt zulassen möchte. Ich merke schon, dass ich absolut scharf auf körperliche Nähe bin. Und der Wunsch nach einem romantischem Abenteuer wird auch immer größer. Ich muss cool bleiben, aber auch nicht zu cool. Außerdem bin ich auf die Resonanz zwischen uns gespannt.  

Heute Morgen hatte ich einen richtigen Schreck bekommen. Ich hatte intensiv geträumt, dass ich rückfällig geworden bin. Ich hatte mir Pornoseiten angeschaut und dort sogar weiter gesucht. Unglaublich, voll das alte Muster. Als ich aufgewacht bin, hatte ich noch nicht realisiert, dass es ein Traum war. Das kann doch jetzt nicht wahr sein, dachte ich zu mir. Wie konnte das geschehen? Und langsam wurde mir klar, dass es ein Traum war und die Erleichterung war groß.

Was möchte mir dieser Traum sagen? Ich bin gerade in einer schwierigen Phase. Wenn das Projekt vorbei ist, brauche ich hier nicht mehr Rechenschaft abzulegen. Freie Bahn für alles? Meine Pornosucht scheint darauf zu spekulieren. Gerade wenn das Wochenende mit meiner Ostsee-Frau nicht so toll verlaufen sollte, hätte meine Pornosucht ja richtigen Spekulationsgrund. Also mache ich es jetzt fest: Wenn am Wochenende nichts laufen sollte, werde ich den Hardmode auch diesen Monat durchziehen. Ich muss klar ein Zeichen setzten, dass ich meinen guten Lauf nicht gefährden möchte.


RE: Ich versuche mal das Projekt - phoenix - 09.07.2019

Du bist einer der Kämpfer, die mich am meisten beeindrucken.

Bist oft gestolpert, wieder aufgestanden, hast analysiert und weiter gekämpft.
Und nun ist beinahe der 100er voll!

Geniess die Zeit mit "Deiner" Ostseefrau, egal was auch immer passiert.


RE: Ich versuche mal das Projekt - frame - 11.07.2019

Burnham,
einen riesigen Glückwunsch zu Deiner echt starken Clean-Phase und dem Mut und der Standhaftigkeit mit der Du da weitermachst.
Es gab bei Dir schon andere Zeiten und ich ziehe meinen Hut vor Deiner Leistung.
Ich wünsche Dir auch weiterhin Mut und Entschlossenheit den Weg weiterzugehen. Ich lese sehr gerne Deine Beiträge...
Frame


RE: Ich versuche mal das Projekt - Burnham - 11.07.2019

Tag 100

Geschafft!  Smile

Das Projekt erkläre ich hiermit als erfolgreich beendet! Nach 2 Jahren, 2 Monaten und 2 Tagen habe ich es doch noch hinbekommen. Unglaublich.

Wie fühle ich mich zurzeit? Richtig zufrieden. Ich spüre viel Energie in mir und auch richtige Lust auf das Leben. In den letzten Tagen wurde mir oft bewusst, wie gut es mir doch gerade geht und hatte einige Male das Gefühl richtig glücklich zu sein.

Was hat sich im Projekt von Anfang bis Ende verändert? Ein Thema, das ich in der kürze jetzt nicht behandeln kann, weil ich noch einige Vorbereitungen für das kommende Wochenende zu tun habe. Ich habe schon noch den Wunsch, mein Tagebuch nochmal zu lesen. Und wenn es mich gelüstet dazu nochmal was zu schreiben, dann mache ich es auch. Smile  Es ist für mich schon einfacher zu reflektieren, wenn ich es auch aufschreibe.

Und solange ich da noch mit meinem Tagebuch verbunden bin, möchte ich natürlich auch weiterhin sauber bleiben. Vielleicht hilft es mir den Übergang etwas schonender zu gestalten. Wie ich schon mal geschrieben hatte, fühle ich mich noch nicht geheilt. 

Jetzt freue ich mich sehr auf morgen. Mit einem sehr guten und zufriedenen Gefühl werde ich zu ihr hinfahren. Ich bin guter Dinge und gebe mein bestes. Smile 

Vielen Dank an alle, die mit mir das Tagebuch gestaltet haben. Eure Feedbacks waren für mich sehr wichtig! Sie haben mir geholfen, mich besser zu reflektieren. Und dadurch war ich irgendwann in der Lage die 90 Tage durchzuziehen. Bleibt weiter dran gegen die Pornosucht anzugehen. Es lohnt sich definitiv!


RE: Ich versuche mal das Projekt - Burnham - 11.07.2019

Danke phoenix und frame!  Smile

(09.07.2019, 09:02)phoenix schrieb: Du bist einer der Kämpfer, die mich am meisten beeindrucken.

Es war wirklich ein langer Kampf. Ich hatte ja Ende letzten Jahren schon die Schnauze voll von dem Projekt gehabt. Und dann bin ich doch wieder gefallen. Da aufzustehen war wirklich ein Kraftakt. Und dann noch der beschissene Rückfall vor dieser erfolgreichen Phase. Aber dass gerade dieser Rückfall mir den nötigen Kick gegeben hat, bin ich immer noch erstaunt drüber. Wahrscheinlich hatte ich mich da am absoluten Tiefpunkt gesehen, wo ich nicht mehr hin wollte.

(09.07.2019, 09:02)phoenix schrieb: Bist oft gestolpert, wieder aufgestanden, hast analysiert und weiter gekämpft.
Und nun ist beinahe der 100er voll!

Wie viele auch, hatte ich ebenfalls mal Gedanken, das alles abzublasen. Es war schon sehr frustrierend gewesen und ich habe mich nicht in der Lage gesehen, von dem Porno weg zu kommen. Ich wollte ja auch nicht weg. Aber dann kam nach kurzer Zeit immer wieder der andere Burnham. Und er wollte davon weg kommen. Und solange hier weitermachen, bis es klappt. Jetzt bin ich natürlich happy, dass ich 100 Tage im Hardmode durchziehen konnte. Ich wollte mir auch selbst beweisen, dass ich auch schwierige Projekte zu Ende bringen kann. Und dieses war bestimmt mein schwerstes Projekt. Dass andere Projekte vorher auch nicht geklappt hatten, lag oft daran, das mein krankes Sexleben mir die nötige Energie geraubt hatte.

(09.07.2019, 09:02)phoenix schrieb: Geniess die Zeit mit "Deiner" Ostseefrau, egal was auch immer passiert.

Danke dir! Das Wochenende möchte ich wirklich richtig genießen. Ich denke, dass wir beide es auch hinbekommen werden. Mal sehen was passiert.

(11.07.2019, 13:30)frame schrieb: einen riesigen Glückwunsch zu Deiner echt starken Clean-Phase und dem Mut und der Standhaftigkeit mit der Du da weitermachst.

Danke dir, frame. Ich brauchte wohl wirklich fast zwei Jahre, um mich überhaupt soweit zu bringen, um die Clean-Phase durchstehen zu können. Aber kaum war ich in dem Flow drin, gingen die Tage nur so vorbei. Klar musste ich mich zwischenzeitlich gut konzentrieren, um keinen Rückfall zu provozieren. Aber es ging richtig gut. Und die Masturbation hatte mir auch nicht gefehlt. In meinem Tagebuch hatte ich des öfteren mal geschrieben, dass mich Masturbation ohne Vorlage nicht reizt. Das spielte mir bei dem Hardmode natürlich in die Karten.

(11.07.2019, 13:30)frame schrieb: Es gab bei Dir schon andere Zeiten und ich ziehe meinen Hut vor Deiner Leistung.

Ja, es gab wirklich einige Phasen in meinem Projekt. Bin gespannt, die nochmal zu lesen. Ich wollte es mir einfach beweisen, dass ich es kann. Wenn ich dieses Projekt abgebrochen hätte, wäre es meine größte Niederlage gewesen. Und das konnte und wollte ich nicht. Mit einer Niederlage durfte mein Tagebuch nicht enden.

(11.07.2019, 13:30)frame schrieb: Ich wünsche Dir auch weiterhin Mut und Entschlossenheit den Weg weiterzugehen. Ich lese sehr gerne Deine Beiträge...

Danke schön.  Smile Ich versuche meinen Weg weiter zu gehen. Es fühlt sich so einfach toll an. Wie oben gesagt, werde ich mein Tagebuch wohl nochmal in ein paar Beiträgen reflektieren. Es ist auch für mich spannend zu sehen, was sich in den über zwei Jahren wirklich verändert hat.


RE: Ich versuche mal das Projekt - Burnham - 15.07.2019

Tag 104

Ich bin wieder zu Hause angekommen. Das Projekt muss ich für mich weiter führen. Ich merke gerade intensiv, dass ich keine andere Wahl habe, um die kleinste Rückfallgefahr zu meiden und um mich noch weiter zu reflektieren. Es muss weiter gehen. Und zwar so, wie es in dieser Phase war. Konsequent alle erotischen Bildchen, alle erotischen Internetseiten, pornographischen Materialien aller Art und alle zwielichtige Ortschaften meiden. Und das weiterhin im Hardmode. Wie lange? Das weiß ich noch nicht. Mir schwebt vor, es so lange weiter durchzuziehen, bis ich mich mit meiner Ostsee-Frau wieder treffe. Wann es sein wird? Das steht noch in den Sternen.

Wie fühle mich mich gerade? Ich bin traurig. Ein emotionales Tief hat mich gerade erwischt. Aber das war mir schon klar, dass das passieren wird. Ich habe es ja provoziert.

Wie war das Wochenende? Ein Traum! Ich habe wirklich alles gegeben und kann sehr zufrieden mit mir sein. Aber gerade merke ich, dass mich das doch ziemlich viel Kraft gekostet hatte. Was mir dort natürlich nicht so vorkam. Die Energie aus meinem Projekt kam da voll zur Geltung.

Wir waren sehr schnell wieder auf dem Level, wo wir uns an der Ostsee verabschiedet hatten. Sie wohnt aber nicht an der Ostsee sondern eher im Süden von Deutschland in einer sehr schönen Stadt. Die Gespräche nahmen sehr schnell wieder Fahrt auf. Nachdem wir lecker Essen waren, waren wir noch bis tief in die Nacht auf ihrem Balkon. Sie hatte es auch richtig gemütlich vorbereitet gehabt. Couch mit Decke, Kerze und leckere Getränke.

Wie ich hier ja schon geschrieben hatte, wollte ich ihr gerne sehr nah kommen. Von ihr kam da aber nicht viel bis gar nichts. Irgendwann in der Nacht hatte ich sie doch soweit, dass sie in meinem Arm war. Aber mehr auch nicht. Ihre Hände blieben bei ihr. Da kamen schon Gedanken, ob sie das überhaupt möchte oder ob es ihr vielleicht unangenehm sein könnte. Egal, sie kann ja sagen, wenn ich etwas sein lassen soll. Nachdem sie zwischendurch mal aufgestanden ist, ist sie schon immer in meinen Arm zurück gekommen. Irgendwann sind wir in getrennten Räumen schlafen gegangen. Mir hatte sie ihr Schlafzimmer gegeben. Sie wollte auf der Schlafcouch im Wohnzimmer schlafen.

Der Samstag begann dann so weiter. Sehr locker, mit viel Spaß und sehr guten Gesprächen. Sind auswärts Frühstücken gegangen und sind viel in ihrer Stadt spazieren gegangen. Das Wetter war insgesamt ein Traum gewesen. Zwischendurch gab es mal Schauer, aber das störte nicht. Leichte Annäherungversuche machte ich schon zwischendurch, nur von ihr kam so nichts zurück. Nebenbei merkte ich mal an, dass sie mir ruhig sagen kann, wenn ihr irgendetwas unangenehm sein sollte. Das würde sie schon machen, meinte sie. Ok, dann werde ich sie weiterhin in den Arm nehmen, wenn wir bei ihr auf der Couch sind.

Am Abend sind wir wieder Essen gegangen und haben den Tag wieder auf ihrem Balkon bis in die Nacht ausklingen lassen. Wieder war sie in meinem Arm. Ich hatte sie schon zwischendurch mal gestreichelt. Von ihr wieder komplette Zurückhaltung. Bleib locker und gut gelaunt Burnham, dachte ich mir. Auch wenn du mehr möchtest. Irgendwann war mal eine Gesprächspause und wir haben mal die Ruhe genossen. Da wurde ich nervös. Ich dachte mir, jetzt oder nie. Ich konnte es kaum mehr so ertragen. Entweder es geht gut oder sie setzt mich vor die Tür. Ich nahm meine Hand, drehte ihren Kopf sanft in meine Richtung und habe die geküsst. Es war ein langer und intensiver Kuss. Sie kann wirklich super küssen. Und dann taute sie doch auf und streichelte mich auch mal sanft. Wir haben noch lange auf ihrem Balkon geknutscht.

Irgendwann schlug ich vor, schlafen zu gehen. Nachdem wir uns fertig gemacht hatten, wollte ich noch gute Nacht sagen und dachte mir, dass ich sie am Morgen auf jeden Fall in ihrem Couchbett besuchen werde. Sie meinte nur, dass sie jetzt ja wieder umziehen könne und holte ihre Sachen aus dem Wohnzimmer und brachte ihr Kopfkissen und ihre Decke in "mein" Bette. Ich dachte nur, das ist jetzt nicht wahr und legt mich schon mal ins Bett. Und dann kam sie mit ihrem süßen kurzen Nachthemd und legte sich dazu. Eine Augenweide. Im Bett war das knutschen natürlich um einiges schöner. Brüste und Po waren auch erlaubt. Mehr nicht. Das hatte sie mir schon sehr charmant und mit Witz deutlich gemacht.

Der Sonntag war dann wie ausgewechselt. Es wurde immer intensiver mit uns. Tolles Wetter, schöne Spaziergänge, sehr entspannte und ausgelassene Stimmung. Sie suchte jetzt zusehends mehr den Kontakt. Wollte Händchen halten, in den Arm genommen werden und kam selber zum küssen und streicheln auf mich zu. Ich war schon sehr erstaunt, wie sich das so intensiv gedreht hatte. Besser als ich es mir vorstellen konnte.

Verrückt ist, dass ich noch nie etwas mit einer Frau hatte, die das selbe Sternzeichen hatte wie ich selber. Und sie hat auch noch den selben Aszendent wie ich. Sie kam auf dieses Thema. Meinen Aszendent wusste ich nicht mehr und wir wollten es mal recherchieren. Nur da brauchte sie mein Geburtsjahr. Unser Alter war bis dahin unser großes Geheimnis. Deswegen hatte ich dann ohne sie weiter recherchiert. Sie war schon platt, dass wir die selbe Konstellation haben. Wir sind uns in vielen Dingen schon ziemlich ähnlich. Mir gefällt bei ihr auch diese Tiefgründigkeit und als der Knoten bei ihr geplatzt ist auch ihre extreme Leidenschaft. Und ihr Körper, ihre Ausstrahlung und ihr Wesen sind einfach nur top.

Gestern beim Biergarten wollten wir der Wahrheit ins Gesicht schauen, also Butter bei die Fische. Wie alt sind wir? Ich hatte ja schon mal geschrieben, dass ich sie mindestens 10 Jahre jünger als mich schätze. Wenn ich Glück habe. Hatte eher die Befürchtung, dass unser Abstand sogar noch größer ist. Was mich nur immer sehr erstaunt hatte war, dass sie für ihr Alter so eine tiefgründige Grundweisheit hat, also schon Hoffnung auf Mitte 30. Ihre glatte Haut und die Straffheit gepaart mit ihrem frischen Charme sprachen für 28-31. Also definitiv zu jung für mich mit meinen 44. Jetzt kommt der Hammer, wo ich erstmal ein Bier brauchte. Sie befürchtete, dass sie zu alt für mich wäre und hatte mich max. bis Ende 30 geschätzt. Sie ist tatsächlich 4 Jahre älter als ich. Ich kam aus dem innerlichen kopfschütteln erstmal nicht mehr raus. So extrem daneben gelegen hatte ich noch nie. Sie meinte, dass sie oft für so jung gehalten wird. Mir fiel ein Stein vom Herzen, dass wir doch nicht so weit auseinander liegen. Smile Aber das ist schon krass.

Am Abend im Bett war es wieder sehr intensiv und sinnlich. Aber ich wollte mehr. Das kotzt mich manchmal an, dass ich da meine eigene Bremse nicht habe. Sie musste mich dreimal stoppen, um nicht zu weit zu gehen. Beim dritten mal fühlte ich blöderweise doch eine Art Ablehnung und mein Feuer war plötzlich weg. Haben noch etwas weiter leicht geküsst und ich hatte es langsam abklingen lassen. Das war der einzige Punkt, wo ich mit mir unzufrieden war, dass ich mir da die positive Spannung selbst genommen hatte. Ich war auch nicht mehr in der Lage, da noch eine positive Stimmung zu projizieren. Die Luft war selbstverschuldet raus. Wir mussten eh langsam schlafen, weil sie ja heute morgen wieder arbeiten musste. Am nächsten Morgen hatte ich mich zum Glück wieder im Griff und die Leidenschaft war wieder da. Sie merkte schon, dass bei mir die Luft am Ende raus war und meinte, dass wäre ihr zu schnell. Da hat sie ja absolut recht. Es wäre von mir souveräner gewesen, wenn ich mir selbst gesagt hätte, es reicht so wie es gerade ist. Aber ich wollte eher wie ein Sportler, die nächste Grenze überschreiten. Sie war jetzt nicht böse deswegen und meinte im Scherz, so sind die Männer halt. Und haben noch etwas weiter gekuschelt.

Wie es mit uns weiter geht? Keine Ahnung. Eine Frau, wo ich eindeutig sagen kann: JA! Nur ihr Lebensraum ist 400km entfernt. Bin gerade selbst etwas ratlos und muss das alles mal sacken lassen. Ich weiß nur, dass ich weiter meine Kräfte brauche und in einer so guten Verfassung sein möchte, wie dieses Wochenende, wenn ich sie irgendwann wiedersehen werde. Deswegen geht das Projekt erstmal bis zu diesem unbestimmten Treffen weiter. 


RE: Ich versuche mal das Projekt - phoenix - 16.07.2019

Hallo Burnham

Das Du mehr wolltest, ist völlig normal, mach Dir keine Vorwürfe.
Wenn Gefühle und Lust im Spiel sind, kann man nicht gleichzeitig reserviert und kontrolliert bleiben.
Sie hat souverän und verständnisvoll reagiert und weiss, dass es Dich erwischt hat.
Das auch für Sie Einiges stimmt, hat Sie Dich spüren lassen, sonst wäre Sie auf der Couch geblieben.
Wenn es trotz Distanz mit Euch weitergeht, wird Sie Dir zeigen, wenn sie zu mehr bereit ist.

Bei uns waren es vor 5Jahren nur ca. 100km, der Rest ist mir bekannt.
Da kommt automatisch der Gedanke auf, wie und ob es weiter geht.

Wenn es sein muss, sind 400km kein Hinderungsgrund.


Bleib mit dem Projekt unbedingt am Ball, so eine emotionale Zeit hat ihre Tücken.

Ich wünsche Dir alles Gute in Sachen Ostseefrau!


LG
phoenix