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RE: Ich versuche mal das Projekt - Burnham - 23.11.2017

Tag 2

Danke dir Daniel für dein Feedback.   Shy  Es tut gut, sowas zu lesen. Die 36 Tage waren wirklich ein guter Erfolg gewesen. Meine längste Zeit bei diesem Projekt. Ein schönes Gefühl, das mich gerade weiterträgt. Ich bin nicht traurig, dass es nicht mehr Tage geworden sind, sondern sehe eher den Erfolg, dass ich einen neuen Rekord für mich geschafft habe. Zum größten Teil war es durch die neue Ausrichtung meiner Taktik nicht so anstrengend wie davor gewesen.

Davor waren 20 Tage ohne Pornos das längste, was ich geschafft hatte. Und das ist auch schon eine Weile her gewesen. Dann kam die Phase mit den wenigen Tagen und wiederholten Rückfällen. Bis die 36 Tage angebrochen sind. Also heißt die Devise: Immer dran bleiben, auch wenn mal eine blöde Phase einen unterdrücken möchte. Irgendwann platzt dann der Knoten von selbst.

Ich fühle mich heute gut. Selbst auf der Arbeit hat die Motivation der letzten Wochen keinen großen Dämpfer bekommen. Das Niveau wird höher und ich fühle mich dem immer mehr gewachsen. Genau da muss die Energie auch hin. Und nicht in die blöden Gedanken und Schauen der Pornos. Sie verschwenden Zeit und Energie. Und das schlimmste ist, dass sie extrem an mein Selbstwertgefühl kratzen und mich in eine Stimmungslage bringen, wo ich mich bei meinen Mitmenschen selbst ins aus befördere. Einen schwachen und unsicheren Burnham braucht kein Mensch. Und ich am wenigsten.

Durch die Arbeit und die Tanzschule habe ich ein gutes Betrachtungsfeld, wo ich gut sehen kann, wie ich mich dort fühle, wie ich mich dort interegriere und wie motiviert ich bin, dort weiter zu kommen. Und in beiden Feldern habe ich in den letzten Wochen gute Fortschritte gemacht, die ich vor den 36 Tagen nicht für möglich gehalten hatte. Vor den 36 Tagen war es in beiden Bereichen etwas schwierig für mich gewesen. Durch Unzufriedenheiten anderer und durch die Unzufriedenheit von mir selbst. Aber dieses Tal habe ich einfach ausgehalten und mich durch meine Eigenmotivation selbst in eine gute Position gebracht. Aber das erfordert Lockerheit, Humor, geistige Frische und gute Kommunikation mit meinen Mitmenschen. Und das geht bei mir mit Pornos nicht. Die Eigenmotivation ist in jedem drin. Wir müssen "nur" schauen, wie wir sie geweckt bekommen und wie wir die Blockaden aus dem Weg räumen.

Ich bin zurzeit sehr motiviert in allen Bereichen und nehme den Schwung der 36 Tage mit in meinen "Neustart". Durch den Rückfall bin ich wieder etwas demütiger und fokussierter geworden. Ich muss weiter aufpassen und den Porno bloß nicht auf die leichte Schulter nehmen. Das wäre der Anfang vom Ende des Weges, den ich gerne weiter beschreiten möchte.

Euch wünsche ich auch weiterhin viel Erfolg!
Burnham


RE: Ich versuche mal das Projekt - Burnham - 26.11.2017

Tag 5

Der Rückfall scheint mich doch mehr zu beschäftigen, als ich dachte. Alte Muster lassen sich nicht so einfach abstreifen. In diesem Projekt habe ich es noch nicht hinbekommen, dass nach dem Rückfall einer langen Phase ohne Pornos direkt die nächste lange Phase ohne Pornos folgte. Das wäre jetzt zum ersten mal und ich merke, dass ich die ersten Tage kämpfen muss. Das Verlangen sich mit Pornos "kurz und schnell" zu befriedigen ist da. Der Softmode hilft dagegen, nur es vertreibt es nicht.

So ein Mist. So ein Rückfall ist schon Kacke. Durch den kurzen "Dopaminstoß" kam mir erstmal alles so einfach vor, so dass ich dachte, ich kann einfach so weitermachen, wie vor dem Rückfall. Aber so ist es nicht. Nach dem Rückfall kommt ein kurzzeitiges Hoch und die Motivation, alles wieder anzupacken, ist dementsprechend auch hoch. Gefährlich... Dadurch wird man nicht nur süchtig von der Befriedigung, sondern auch von dem Motivationshoch. Bei der nächsten Downphase möchte man doch bestimmt wieder ganz schnell so einen Motivationsschub bekommen. Nur dauert "dieser" Motivationsschub nicht sehr lange an. Und wenn man nicht nachlegt, kommt erstmal eine Downphase, die es zu durchschreiten gilt. Da fühle ich mich gerade. So ein Mist.

Also weiter hinschauen, was der Porno mit mir macht und daraus meine Erkenntnisse ziehen, um weiter für mein Leben zu kämpfen.


RE: Ich versuche mal das Projekt - Daniel K. - 26.11.2017

Abend,

gut erkannt die gleiche Kiste hat mich auch an den Eiern gepackt. Man wird total ängstlich und unsicher in den Tagen nach einem Rückfall. Das ist das wirklich tückische an einem Rückfall. Versuch dir klar zu machen das die Ängste und die Unsicherheit unbegründet sind. Weil sein wir mal ehrlich. Wie lief es sonst ab man hatte einen Haufen Arbeit vor sich und hat davor Schiss bekommen. Dann wurde gewixxt und Pornos rein gezogen und am Ende war die Arbeit doch erledigt. Das klappt ohne Pornos auch! Das und noch viel mehr weil mehr Zeit zur Verfügung steht ohne Pornos.

Bleib dran Burnham!

LG Daniel


RE: Ich versuche mal das Projekt - Burnham - 31.12.2017

Hallo liebe Mitleidenden!

Mein letzter Post ist ja schon wieder über einen Monat her... Das geht manchmal so schnell.

Ein ereignisreiches Jahr geht vorüber. Es war kein leichtes Jahr, aber ein sehr wichtiges. Auch habe ich viele tolle Ereignisse erleben dürfen und viele neue interessante und wichtige Menschen kennengelernt. Dieses Forum ist ebenfalls ein prägendes Ereignis diesen Jahres für mich geworden. Dadurch bin ich noch mehr aufmerksam geworden, was bei mir nicht richtig läuft.

Sich der Pornosucht zu stellen, hat mir viele neue Erkenntnisse gebracht und hat mich auch mehr zu dem gemacht, der ich heute bin. Aber ich bin noch lange nicht da wo ich hin möchte. Dazu muss ich 2018 am Ball bleiben und weiter meine positiven Schritte gehen. Neben dem Verzicht auf Pornos sind vor allem in diesem Monat der Verzicht auf Zigaretten, Fertigprodukte und Fast-Food hinzugekommen. Oder besser gesagt, ich beschäftige mich mehr mit dem Thema gesunde Ernährung. Ich darf meinen Körper nicht länger so missbrauchen. Er hat mir schon meine Grenze nach einen exzessiven Weihnachtsmarktbesuch gezeigt. Aber das war nur der berühmte letzte Tropfen gewesen.

Aber zurück zum Porno und wie es weitergehen soll. Ich weiß nicht mehr, seit wann ich wieder pornofrei bin. Das ist mir auch egal, weil ich mit dem heutigen Tag das Jahr 2017 beenden werde und das neue Jahr mit einer weißen Weste beginnen möchte. Deswegen fängt mein Counter zum neuen Jahr auch wieder von vorne an.

2017 habe ich seit meinem Tagebuch hier ca. 180 Tage ohne Pornos geschafft. Eine Statistik, die ich ab morgen auch nicht weiter verfolgen werde. Es war ein guter Erfolg in die richtige Richtung. Nur die Rückfälle sind trotzdem zu viele gewesen. Es hat mich zwar noch demütigender gemacht, aber es hat mich auch immer wieder zurückgeworfen und alte Muster hatten dann ein leichtes Spiel, sich wieder einzunisten. 2018 möchte ich auf jeden Fall dranbleiben und noch konsequenter gegen Triggerreize angehen. Sie sind der Anfang des Übels. Und ich möchte mich wieder mehr vom Leben treiben lassen und mich auf die schönen Seiten hinbewegen. 

2017 fing mit der schnellen Krise und Trennung meiner Beziehung ziemlich schmerzhaft an. Dann bin ich durch die Verarbeitung und den Wunsch meine Ex zurückhaben zu wollen irgendwie zur Pornosucht gekommen. Das Jahr war daraufhin eigentlich schon gelaufen für mich. Und jetzt im Nachhinein war es ein schweres und tolles Jahr in einem. Die tollen Orte, die ich besucht habe und in die ich mich verliebt habe. Das mir gezeigt hat, dass das Leben so viel schönes zu bieten hat. Alles Orte, die ich nicht kennen und lieben gelernt hätte, wäre ich mit meiner Ex noch zusammen gewesen und die kranke Beziehung weiter durchgeschleppt hätte. Ich bin mehr als eine Beziehung zu einer Frau. Und es gibt genug andere, die mit mir zusammen sein möchten. Ein toller Schritt dieses Jahr war auch die Tanzschule. Es macht mir viel Spaß und ich habe dadurch drei tolle Frauen als Tanzpartner für mich gewinnen können. Was für ein Erfolg. Und das, obwohl ich noch nicht der bin, der ich sein möchte. Jetzt am letzten Tag des Jahres ist es auch in meinem Herzen angekommen: Meine Ex möchte ich nicht mehr zurück haben. Ich habe mich weiterentwickelt und brauche andere Menschen um mich herum.

Ich liebe Silvester. Es hat für mich immer etwas magisches. Ein Jahr kommt, das noch nicht geschrieben ist. Und wie werde ich nach dem Jahr darüber denken... Spannend. Ich gehe ohne Erwartung und Vorsätze in das neue Jahr. Der "richtige" Weg soll mich leiten. Meine Aufgabe ist es, die richtigen Wege zu finden und mich von diesen nicht abbringen zu lassen.

Allen und mir wünsche ich einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Euer Burnham   Shy


RE: Ich versuche mal das Projekt - Burnham - 06.01.2018

Tag 6

In ein paar Minuten habe ich schon wieder 6 Tage in dem neuen "jungfräulichen" Jahr ohne Pornos hinter mich gebracht. Es ging eigentlich nebenher, ohne groß kämpfen zu müssen. Meine anderen Themen halten mich ja auch noch auf Trab, so dass Porno nicht mein einziger "Kampf" ist. Das lenkt auch etwas vom Porno ab.

Das Nichtrauchen halte ich weiter konsequent bei und läuft auch ganz gut. Ein Herausforderung ist es beim Autofahren, wenn ich an stellen vorbeifahre, wo ich vorher gerne mal einen "Raststop" gemacht hatte. Die gesunde Ernährung geht auch weiter gut voran. Da ist die Herausforderung mich beim Einkaufen nicht auf die "leckeren" Sachen zu fokussieren. Auch ein Trigger, den ich unnötig verstärken kann. Und die Abwechslung beim Kochen ist auch noch ausbaufähig. Ich hatte es mir aus "Zeitmangel" leider zu lange zu bequem gemacht, so dass ich mich nach und nach mehr mit dem richtigen Kochen, und was man so alles mit den natürlichen Rohstoffen so machen kann, beschäftigen muss.

Beim Porno ist bei mir zurzeit das Thema "Triggervermeidung" groß angesagt. Heute war ich im Kino und bei gewissen Triggern kamen gewisse Pornoszenen in meinem Gedächtnis zum Vorschein. Der Reiz der gedachten Szenen wollten weitergedacht werden, so dass ich vom Film nichts mehr aufnehmen konnte. Also weg mit dem Scheiß und sich weiter dem Film widmen. Da kam der Gedanke auf, dass es nicht möglich ist, sich auf Pornos zu konzentrieren und gleichzeitig den Film ordentlich mitzubekommen.

So ist es im Leben doch auch. Wenn ich mich dem Porno widme, kann ich mich nicht mehr ganz meinem Leben zuwenden und bekomme dementsprechend auch nicht mehr alles mit. Meine Beobachtungen der längeren pornofreien Phasen bestätigen es, dass ich mehr vom Leben habe und mich dem Leben und meinen Mitmenschen intensiver zuwenden kann. Außerdem bekomme ich auch viel mehr mit und habe auch mehr Bock mehr vom Leben und meinen Mitmenschen mitzubekommen. Das lese ich auch von vielen anderen hier im Forum. Also wenn ein Trigger kommt, muss ich direkt gegensteuern und darf den Trigger nicht gedanklich weiter in die pornografische Richtung weiterdenken. Es gibt schönere Sachen, an die ich denken kann. Die Auswahl ist ja riesengroß.


RE: Ich versuche mal das Projekt - Burnham - 01.02.2018

So... hier nochmal ein Update von mir.

Mein Thema bleibt weiter der Trigger. Ich lasse mich zu einfach triggern. Wenn ich mich gegen den Trigger nicht wehre, dann ist es praktisch eine Einbahnstraße. Da folgt dem einen das anderen.

Es ist wie eine Wasserrutsche, in die ich hineingehe. Das Loch (was für eine Ironie Smile ) ist vor mir. Der Blick und die Gedanken sehen nur noch den erregenden Weg nach unten (die nächste Ironie). Ich steige vorsichtig rein. Noch kann ich ja aussteigen und die Treppe benutzen. Die Fahrt beginnt langsam. Es ist noch Zeit sich an der Wand festzuhalten und aus der Rutsche rauszuklettern. Die Fahrt nimmt langsam zu und irgendwann ist sie nicht mehr zu stoppen. Jetzt ist der Fokus nur noch auf das sichere Ende der Fahrt gelenkt.

Nach der Fahrt soll irgendwann die nächste folgen. Dann ein paar Tage Pause und die "tolle" Rutsche muss wieder besucht werden.

Bis zu einem Punkt, wo mich die Wut packt. Diesmal hatte ich richtig Wut verspürt. Ich hätte mir selbst mit Anlauf in den Hintern treten können. Die Wut ist ein gutes Instrument. In dieser Phase bin ich gegen meinen "Feind" fixiert und kann ihm ziemlich locker entgegentreten. Aber mein "Feind" kämpft nicht gegen mich. Er zieht sich einfach zurück und hat Zeit... Er wartet einfach bis meine Wut abgekühlt ist. Und die Wut kühlt sich ab. Es ist nicht möglich, die Wut permanent auf hohem Niveau über einen längeren Zeitraum aufrecht zu halten.

Nach nicht mal einer Woche ist langsam wieder alles in einem normalen Bereich. Es ist genau diese Phase, wo es wieder anfängt, dass ich mich wohl fühle und die Energie wieder zurück kommt. Der Bereich, wo die Chance besteht, meinem Leben wieder eine positive Richtung zu geben und in meinem Leben weiter aufzuräumen.

In einem Post habe ich von Thomas dieses Zitat gelesen:

(26.01.2018, 10:29)Thomas schrieb: Ich hab mal folgende Sätze gelesen, an denen was Wahres dran ist:

Wenn der unreine Geist von einem Menschen ausgefahren ist, so durchstreift er dürre Stätten, sucht Ruhe und findet sie nicht; dann spricht er: Ich will wieder zurückkehren in mein Haus, aus dem ich fortgegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er's gekehrt und geschmückt. Dann geht er hin und nimmt sieben andre Geister mit sich, die böser sind als er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie dort, und es wird mit diesem Menschen am Ende ärger als zuvor.

Ein bisschen altes / poetisches Deutsch, aber irgendwie treffend, fand ich. Ich selbst muss mir da auch Gedanken machen..

Ein sehr interessanter Gedanke. Danke dafür.

Ich musste die letzten Tage darüber nachdenken, was diese Geschichte mit mir zu tun haben könnte. Und ob es bei mir auch so ist? Ja, es ist so. Der unreine Geist lässt sich mit meiner Wut leicht nach draußen befördern. Solange die Wut da ist, kommt der unreine Geist auch nicht zurück. Ich beruhige mich langsam wieder und mache mein Haus (Leben) ganz langsam wieder schön. Irgendwann bin ich wieder einigermaßen zufrieden und fange an mich in meiner Haut wieder wohl zu fühlen. Ich mag das schöne wieder um mich herum, bin motiviert anzupacken und verspüre wieder mehr Zeit, die mir zur Verfügung steht.

Die "leere" Zeit, die eigentlich etwas tolles ist, verführt mich, es mit etwas zu füllen, das mich nicht gerade weiterbringt. Unsere Welt ist großartig, uns mit allen möglichen Reizen die Zeit vertreiben zu lassen. Und so hole ich den unreinen Geist (im schlimmsten Fall noch zusätzlich ein paar Freunde von ihm) langsam wieder in mein Haus... Mein Körper empfindet auch wieder ein Wohlfühlgefühl. Dadurch steigt auch das sexuelle verlangen meinen Körper spüren zu wollen... Schon bin ich wieder empfänglich für den Trigger und mich ihm hinzugeben...

Mir ist schon beim Schreiben aufgefallen, dass ich das Wort "wieder" sehr oft benutzt habe. Es ist ein verfluchter Kreislauf... Leider ist mir auch aufgefallen, dass mir meine anfängliche Ironie bei der ganzen Geschichte verloren gegangen ist. (Kaum schreibe ich es, fällt mir die oben genannte Ironie beim Nachlesen ein. Smile )


RE: Ich versuche mal das Projekt - Burnham - 09.02.2018

Ich schaue auf meinen Counter und bin erstaunt, dass ich gar nicht so viele Tage auf dem Konto habe.

Mir kommt die Abstinenz wieder länger vor. Ich fühle mich heute auch gut und bin motiviert einiges anzupacken.

Die depressive Phase nach einem Rückfall hält zurzeit so um die 2 Tage und dann geht die Motivation wieder in die "richtige" Richtung. Da zeigen sich schon positive Auswirkungen der letzten Monate und dass ich meinen Weg permanent weitergehe, egal was passiert.

Wichtig für mich ist gerade:

- Die Trigger schnell zu erkennen und dem entgegenzuwirken! Hat mich der Trigger sonst über einen zu langen Zeitraum infiziert und habe ich mich weiter verführen lassen, komme ich aus meiner Wasserrutsche nicht mehr raus. Triggergefahren sind das Internet und die aufreizenden Inhalte und Bilder; zu hoher Fernsehkonsum und die aufreizenden Szenen; Sexuelle Erregbarkeit und die Gedanken an sexuelle Befriedigung.

- Zeit für Ruhe! Es ist schlimm, wie leicht ich keine Ruhe bekomme. Gerade ist es ein Segen mal ruhig hier zu sitzen, meinen Beitrag zu schreiben, Musik zu hören, mich auf das Wochenende zu freuen und nichts großartiges geplant zu haben. Mein neues Tanzhobby frisst meine Zeit auch ganz schön auf. Komme in der Wochen öfters erst spät nach Hause, will dann auch nicht sofort schlafen gehen, bin am nächsten Morgen nicht ausgeschlafen und das ganze am nächsten Tag schon wieder. Habe mich von einer Tanzpartnerin trennen müssen, weil es einfach zuviel wurde. Jetzt ist es etwas entspannter, kann meinen anderen beiden mehr gerecht werden, aber die haben die "freie" Zeit trotzdem etwas füllen können.   Dodgy  Ich schraube da aber weiter dran. Es muss mir ja weiterhin Spaß machen.

- Das gesunde Leben weiter integrieren! Das ist fast so "leicht", wie von der Pornosucht loszukommen. Auch ein Prozess der einfach weiter gegangen werden muss.

- Ordnung! Unordnung in meiner Umgebung überträgt sich auf mich über. Genauso ist es mit Ordnung und Sauberkeit, die sich ebenfalls auf mich Auswirkungen haben. Unordnung erzeugt nach und nach Unwohlsein und Unzufriedenheit. Dies wiederum treibt mich eher zum Rückfall. Ordnung und Sauberkeit braucht Zeit, Motivation, Ausgeschlafenheit, Spaß am tun, ... Alles hängt wie ein Rattenschwanz zusammen und kann bei einer Unstimmigkeit wieder den Teufelskreis in Gang setzen.

- Mich jeden Morgen loben! Es ist ein erhebendes Gefühl morgens zu sagen "YES! Und schon wieder ein Tag geschafft!" Diese positive Grundeinstellung für den Tag nutzen, um am nächsten Tag wieder so ein "YES!" abzufeuern. Abends ist die Gefahr sich erregen zu lassen am größten. Da hilft auch der Gedanke: "Beende den Tag positiv! Es ist nicht mehr lange!"

Ich bleibe weiterhin motiviert mein Projekt positiv zu gestalten. Und die 90 Tage am Stück bekomme ich dieses Jahr hin.   Wink


RE: Ich versuche mal das Projekt - Burnham - 12.02.2018

1 Woche

Das Wochenende verlief ganz gut. Und das, obwohl ich nichts großartiges geplant hatte und die meiste Zeit alleine und zu Hause verbracht hatte. Es war mal eine Wohltat diese Ruhe.

Triggermomente gab es schon. Aber diese konnte ich gut abschalten und mich auf andere Sachen besinnen. Ich denke auch im allgemeinen nicht so oft an Pornos oder daran, dass ich mich befriedigen muss. Den kompletten Reboot habe ich noch nicht geschafft, aber selbst die Teilreboots in den letzten 9 Monaten zeigen schon eine gute Wirkung. Also dranbleiben heißt die Devise, egal wie oft wir Rückschläge erleben und wie schwer es einem fällt.

Ich fühle mich wieder ziemlich motiviert, erlebe Tatendrang und möchte langsam wieder mehr meine Umgebung genießen. Eigentlich wieder der perfekte Zeitpunkt, um wieder rückfällig zu werden.   Rolleyes  Wie oft war ich schon an diesem Punkt in den letzten Monaten und dachte mir: Jetzt geht es richtig los! Attacke auf die 90 Tage und danach Attacke auf die Frauenwelt!

Es sollte wohl so sein, wie es ist. Lässt sich nicht mehr ändern und Trübsal blasen bringt auch nichts. Ich bin halt noch nicht soweit. Und solange ich Rückfälle erleide, kann ich meine Kraft nicht gebündelt auf neue und positive Ziele lenken. Wie gesagt, erwacht bei mir wieder die positive Energie. Diese möchte ich nutzen, um mir den nötigen Push für mein "neues" Leben zu geben. Es gib noch einiges zu tun, bevor ich wieder die Frauenwelt attackieren möchte. Mein Start dahin bleiben die 90 Tage ohne Porno. Solange ich das nicht hinbekomme und mich dementsprechend im Griff habe, möchte ich an Beziehung nicht denken. Meine letzte Beziehung hat mir knallhart gezeigt, dass ich so nicht fähig bin, eine glückliche und lockere Beziehung zu führen.

Heute schaffe ich auch. Und morgen früh gibt es wieder ein "YES!" Ich muss jeden Tag fokussiert bleiben und die Trigger schnell erkennen und schnell entgegenwirken. Jeder erfolgreiche Tag zählt und bringt mich weiter vom Pornosumpf weg Exclamation


RE: Ich versuche mal das Projekt - Burnham - 14.02.2018

Tag 10

Es wird wieder zweistellig und meine persönliche gefährliche 2 Wochen-Marke nähert sich.

Ich will es einfach schaffen - ...Stand: jetzt. Wie oft hatte ich schon diesen Willen und dieses Gefühl, dass ich es schaffen kann. Die Schwierigkeit bei mir besteht darin, dass ich diesen eisernen Willen nicht permanent habe. Auch meine schon beschriebene Wut ist schon verflogen. Sie helfen gut für den Start, um wieder anzufangen, aber für den langfristigen Erfolg reicht es nicht. Da braucht es schon etwas mehr.

Gestern war ein richtiger Frusttag gewesen. Es lief soviel schief und meine Laune machte eine Talfahrt. Die Nachwirkungen spüre ich jetzt noch.

Den Porno hätte ich wohl früher für einen "Dopaminschub" genutzt. Aber gestern hatte ich kein Verlangen danach, sondern war richtig gewillt, die miese Stimmung auszuhalten. Heute genauso. Ich weiß einfach, dass der Porno mich noch mehr runter reißen wird. Und das möchte ich nicht. Außerdem widert mich zurzeit die Vorstellung an, dass ich mir sowas anschauen würde. Und meine neu gewonnen Energie möchte ich nicht schon wieder verlieren. Das macht mir mit am meisten Sorge.

Trotz nicht so guter Stimmung, bin ich motiviert weiter an meinem Projekt dranzubleiben und weiter Schritte zu machen. Also nicht nur die Zeit totzuschlagen und vielleicht noch auf Trigger zu warten, sondern etwas tun, das nötig ist. Es fühlt sich gut an. Also das Gefühl bewusst wahrnehmen und nutzen! ...Bin dann mal weiter aktiv. Shy


RE: Ich versuche mal das Projekt - phoenix - 15.02.2018

@Burnham

Wenn Du weisst, dass die 2 Wochen-Marke schwierig ist, bereite Dich sofort darauf vor!!!

Mach Mentaltrainig und wiederhole täglich mehrmals Deine Ziele.
Besonders wirksam ist das, bevor Du in's Bett zu gehst, das Gehirn verarbeitet und speichert dann besonders gut.

Lege Dir zwingend einen "Notfallplan" zu!
Was willst Du tun, wenn Du in eine "gefährliche Situation" kommst?
100Liegestütze, 10x um den Häuserblock rennen oder einen runterholen?

Wenn Du das durchziehst spürst Du in kürzester Zeit Veränderungen.
Hast Du 2Wochen rum, kommt sofort das nächste Etappenziel.
Du wächst am eigenen Erfolg und wirst ihn nicht mehr auf's Spiel setzen.